r Fauna Arctica. Eine Zusammenstellung der arktischen Tierformen, mit besonderer Berücksichtigung des Spitzbergen-Gebietes auf Grund der Ergebnisse der Deutschen Expedition in das Nördliche Eismeer im Jahre 1898. Unter Mitwirkung zahlreicher Fachgenossen herausgegeben von Dr. Fritz Römer und Dr. Fritz Sehaudinn in Frankfurt a. M. in Rovigno. Zweiter Band. Mit 6 Tafeln, 3 geograph. Karten und 13 Abbildungen im Text Jena, Verlag von Gustav Fischer. 1902. Uebersetzungsrecht vorbehalten. Inhaltsverzeichnis. I. Lieferung, ausgegeben Mitte Juli 1901. Seite Ude, H., Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden, sowie die geographische Verbreitung dieser Familien. Mit Tafel I und II 1 — 34 Möbius, K., Arktische und subarktische Pantopoden. Mit 1 Kartenskizze 35 — 64 Ehrenbaum, E., Die Fische 65—168 Römer, Fritz, Die Siphonophoren 169 — 184 Schaudinn, F., Die Tardigraden 185—196 II. Lieferung, ausgegeben Mitte Februar 1902. Pagenstecher, Arnold, Die arktische Lepidopterenfauna 197 — 400 III. Lieferung, ausgegeben Ende November 1902. Kiaer, Hans, Die arktischen Tenthrediniden. Mit 1 Kartenskizze 401 — 438 Friese, H., Die arktischen Hymenopteren , mit Ausschluß der Tenthrediniden. Mit Tafel III und 1 Kartenskizze 439 — 498 Mräzek, AI., Arktische Copepoden. Mit Tafel IV— VI und 13 Figuren im Text '. 499—528 Breddin, Gustav, Die Hemipteren und Siphunculaten des arktischen Gebietes 529—560 XHL 7f Die arktischen Enckyträiden und Lumbriciden, sowie die geographische Verbreitung dieser Familien. Von Dr. H. Ude, Oberlehrer in Hannover. Mit den Tafeln r und II. Fauna Arctica, Bd. II. X2 Im Herbst 1899 erhielt ich von den Herren Dr. Römer und Dr. Schaudinn eine kleine Sammlung Oligochäten, die auf der Bären-Insel gefunden waren. Es stellte sich bei der Untersuchung heraus, daß die Tiere — abgesehen von einigen nicht bestimmbaren Exemplaren — einer einzigen, aber neuen Art der Enchyträiden angehörten. Fast zu gleicher Zeit empfing ich von Herrn Prof. Dr. Henking in Hannover, dem Generalsekretär des Deutschen Seefischereivereins , ebenfalls eine Sammlung Enchyträiden von der Bären-Insel, die im Sommer 1900 durch Ueberreichung weiteren Materials noch vermehrt wurde. Sie umfaßt 4 Arten. Schließlich stellte mir Herr Dr. Michaelsen, Assistent am Xaturhistorischen Museum in Hamburg, noch Material von Spitzbergen und der Bären-Insel zur Verfügung, das 3 Arten Enchyträiden aufwies. Außerdem benutze ich die Gelegenheit und berichte über einige Beobachtungen an solchen arktischen Enchyträiden, die zugleich in der Subarktis vorkommen und von denen mir ein größeres Material zur Verfügung stand. Zunächst soll hier nun das vorliegende Enchyträidenmaterial beschrieben werden. Im Anschluß daran gebe ich dann eine Zusammenstellung der bisher in der Arktis beobachteten Enchyträiden und Lumbriciden und eine Darstellung der geographischen Verbreitung dieser Familien. I. Ueber arktische Enchyträiden. 1. Gattung: Enchytraeus Henle, em. Mchlsn. Enchytraeus albidns Henle. In der von der Bären-Insel stammenden Sammlung des Herrn Prof. Dr. Henking befand sich ein Exemplar dieser altbekannten und weit verbreiteten Art, die im Jahre 1837 von Henle aufgestellt wurde und seitdem unter verschiedenen Namen beschrieben ist, so durch Eisen im Jahre 1878 als Neoenchyiraeus vejdovskyi von Nowaja Semlja, durch Vejdovsky 1879 als Enchytraeus humicultor aus Böhmen, durch Michaelsen 1886 als Enchytrae,us moebii aus Deutschland, durch Goodrich 1896 als Ench hortensis aus Nord- Amerika. H. UDE, Uebersicht über die Enchytraeus-Arten des Gebietes. Außer der vorigen Art ist aus diesem Gebiete noch Enchytraeus hyalinus (Eisen) von Nowaja Semlja bekannt. Die 2 Arten stimmen in den meisten Merkmalen überein, lassen sich jedoch durch folgende Unterschiede trennen: a) Borsten zu 3 in allen Bündeln, gerade, gleich lang. Samentaschen mit unregelmäßig sack- förmiger Ampulle und einer atriumartigen Erweiterung des Ausführungsganges E. hyalinus (Eisen). b) Borsten zu 3—5, meist 4, gerade, gleich lang. Samentaschen mit sackförmiger Ampulle, jedoch ohne atriumartige Erweiterung des Ausführungsganges E. albidus Henle. 2. Gattung: Fridericia Mchlsn. Fridericia leydigi (Vejd.). Taf. I, Fig. 1. Durch Herrn Dr. Michaelsen erhielt ich einige von Spitzbergen stammende Enchyträiden, die mit Vorbehalt als Fr. leydigi (Vejd.) bezeichnet waren. Schnittserien erwiesen die Bezeichnung als richtig. Ich benutze die Gelegenheit, um einige frühere Angaben richtig zu stellen. Was zunächst die Form des Gehirns anlangt, so fand ich an gut gelungenen horizontalen Längsschnitten (Fig. 1), daß dasselbe vorn nicht ausgeschnitten, sondern sowohl vorn wie hinten schwach vorgewölbt ist. Die Zahl der Borsten beträgt bei dem untersuchten Exemplare durchgehends 2, doch ist nicht ausgeschlossen, daß bei anderen Exemplaren 4 vorkommen. Die Samentaschen bestehen aus einem zuckerhutförmigen Hauptteil mit 2 keilförmigen, gegenständigen Divertikeln und einem langen, dünnen Ausführungsgange. Kopulations- drüsen fehlen. In einer früheren Arbeit (1) habe ich unter dem Namen Fr. biselosa (Lev.) Enchyträiden von Cale- feld beschrieben, die auch meist nur 2 Borsten besitzen und deren 2 Samentaschendivertikel keilförmig sind. Später ist es mir gelungen, bei Calefeld auch diejenige Art mit 2—4 Borsten zu finden, die sich im wesentlichen durch die 2 kugeligen, gestielten Samentaschendivertikel auszeichnet. Diese Art ist als Fr. bisetosa (Lev.) zu bezeichnen, während die früher von mir mit diesem Namen belegte Species als Fr. leydigi (Vejd.) aufzufassen ist. Fr. bisetosa (Lev.) besitzt ebenfalls keine Kopulationsdrüsen. Uebersicht über die Fridericia- Arten des Gebietes. Außer Fr. leydigi (Vejd.) sind aus dem Gebiete noch beschrieben Fr. callosa (Eisen), Fr. ratzeli (Vejd.) und Fr. dura (Eisen). Da ich vor mehreren Jahren Gelegenheit hatte, eine Sammlung west- preußischer Enchyträiden zu untersuchen, die ich zum Teil diesen 3 Arten zuordnete, so sei es mir ge- stattet, auf Grund meiner damaligen, bisher nicht veröffentlichten Beobachtungen folgende Mitteilungen zu machen. Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. ^ Fridericia callosa (Eisen). Taf. I, Fig. 2—5. Diagnose nach Eisen (2, p. 27, Fig. 21, 39, 64, 65): Länge 10—20 mm, Dicke ca. 0,5 — 1 mm. Segmentzahl 64. Borsten zu 3 oder 4 im Bündel. Gehirn länger als breit, vorn und hinten konvex. Nephridien mit großem Anteseptale und noch größerem Postseptale, an dessen unterer Kante dicht hinter dem Dissepimente der Ausführungsgang entspringt. Samentrichter länger als breit. Die Samentaschen bestehen aus einem langen Ausführungsgange und einer flaschenförmigen Ampulle, die nach Eisen's Zeich- nungen (Fig. 21 h, k, m, q) dicht über der Basis 4 unvollkommene, nicht zur vollständigen Sonderung ge- langte, divertikelähnliche Ausbeutelungen trägt. Diese Diagnose findet sich auch in Michaelsen's Oligochäten, p. 90; jedoch mit der Angabe, daß der Ausführungsgang der Nephridien am Hinterende des Postseptale entspringt. Eisen (Fig. 39) zeichnet jedoch den Ausführungsgang als dicht hinter der dissepimentalen Anheftung entspringend. Zu diesen Darstellungen kann ich nach Untersuchung der bei Osche und Schwetz in Westpreußen gefundenen Enchyträiden die folgenden Angaben machen. Die Zahl der Borsten (Fig. 2), die gerade gestreckt und ungleich lang sind, schwankt zwischen 3 und 6. Vor dem Gürtel findet man meist 5 oder 6, seltener 4, hinter demselben dagegen fast stets nur 4 oder 2 Borsten; am Hinterende (fast l /s des Körpers) sind die Borsten außerdem fast gleich lang, wie es auch Eisen in Fig. 21 e zeichnet (vergl. Fig. 2). Rückenporen sind vorhanden. Das Gehirn ist vorn mehr oder weniger stark vorgewölbt, hinten fast gerade abgestutzt oder schwach konvex (Fig. 3). Das Rückengefäß entspringt im 16. Segmente. Die Speicheldrüsen (Fig. 4) sind schmale Bänder, die sich am Hinterende in mehrere (3 — 5) Zweige auflösen, welche ihrerseits wiederum gegabelt sein können. Die Nephridien bestehen aus einem großen Anteseptale, in dem der Kanal schon in Windungen verläuft, und einem etwa doppelt so großen Postseptale, an dem der Ausführungsgang vorn seitlich ent- springt, wie es auch Eisen angiebt. Die Hoden sind kompakt, die Samentrichter etwa doppelt so lang, wie dick. Die Samentaschen (Fig. 5) bestehen aus einem langen, schlanken Ausführungsgange und einer kegelförmigen Ampulle, deren breitere Basis eine mehr oder weniger starke, ringförmig verlaufende Aus- buchtung ihres Randes besitzt, ähnlich wie es Eisen in Fig. 21 h und q darstellt. Eine Ausbildung von 4 unvollkommenen Divertikeln, worauf Eisen's Fig. 21 k und m hindeuten, habe ich bei meinen Exemplaren nicht erkannt. Trotzdem bezweifle ich ihre Identität mit Fr. callosa (Eisen) nicht. Kopulationsdrüsen fehlen. Fundorte: Schwetz und Osche in Westpreußen; unter Moos, vermodernden Blättern an Bächen und der Rinde vermodernder Buchen. Der Fr. callosa steht Fr. striata (Levins.), die auch keine Kopulationsdrüsen besitzt, sehr nahe. Fridericia dura (Eisen). Taf. I, Fig. 6-8. Diese Art ist neuerdings von Michaelsen (10, p. 100) zu Fr. rateeli (Eisen) gezogen. Da es nur an den Exemplaren von Osche und Schwetz in Westpreußen gelungen ist, beide nahe verwandte Arten 6 H. UDE, durch ein scharfes Unterscheidungsmittel von einander zu trennen, so will ich Fr. dura zunächst näher beschreiben. Länge 15—20 mm, Dicke 1 mm, Segmentzahl etwa 50. Borsten gerade, ungleich lang, zu 4 — 6 im Bündel und zwar meist 4 oder 5. Rückenporen beginnen zwischen dem 6. und 7. Segmente. Gürtel mit kleinen, abgerundet-polygonalen Drüsen besetzt. Lymphkörper: große kreisförmige und kleine navicellenähnliche. Gehirn länger als breit, vorn mehr oder weniger stark vorgewölbt, hinten fast gerade abgestutzt oder schwach konvex (Fig. 6). Rückengefäß entspringt im 18. Segmente. Magendarm geht allmählich in die Speiseröhre über. Speicheldrüsen sind schmale, an ihrem Hinterende verzweigte Bänder (Fig. 7). Segmentalorgane bestehen aus einem sehr großen Anteseptale, in dem der Kanal in Windungen verläuft, und einem nur wenig längeren und breiteren Postseptale, an dem der Ausführungsgang seitlich, dicht hinter der dissepimentalen Anheftung entspringt. Vergl auch Eisen, Fig. 41. Hoden bestehen aus kompakten braunen Massen. Samentrichter sind cylindrisch, etwa dreimal so lang wie dick, Samenleiter lang, aufgewunden, auf das 12. Segment beschränkt. Samentaschen bestehen aus einem langen, schlanken Ausführungsgange und einer kegelförmigen Ampulle, die an ihrer Basis 5, 6 oder 7, meist 6 sack- oder taschenförmige Divertikel trägt. Bei einem Exemplare fand ich an einer Seite 6, an der anderen 7 Divertikel. Eine Kopulationsdrüse (Fig. 8) liegt im 13. Segmente und ist etwa halb so lang wie das Segment. Sie umschließt als kompakte, nicht weit abstehende Masse die ventrale und jederseits die halbe laterale Seite des Bauchstranges. Auf einem Querschnitt erkennt man, daß ihr Dickendurchmesser etwa demjenigen des Bauchstranges gleichkommt und daß sie sich fest an das Nervensystem anlegt, etwa wie die Cupula der Eichel. Seitlich reicht sie nicht ganz bis an die ventralen Borsten. Die lang ausgezogenen Drüsen vereinigen sich ventral zu einem gemeinsamen Strange. In der Umgebung der Ausmündung dieser Drüsen besteht die Hypodermis aus erhöhten Zellen. Durch den Bau der Kopulationsdrüse ist Fr. dura scharf charakterisiert. Fundort: Unter vermodernden Pflanzen am Bache und unter Schlehengestrüpp. Fridericia rätselt (Eisen). Taf. I, Fig. 9. Schon äußerlich ist diese Art durch ihre bedeutende Größe ausgezeichnet; ich fand Exemplare, die im ausgestreckten Zustande 3 1 / 2 cm erreichten. Alle von mir untersuchten, aus Deutschland stammenden Exemplare besaßen vorn vorwiegend 6 — 8, hinten häufig nur 4 Borsten und an der Basis der flaschen- förmigen Ampulle der Samentaschen stets 8 sackförmige Divertikel. Besonders scharf ist diese Art von der vorigen durch den Bau der im 13. Segmente auftretenden Kopulationsdrüse (Fig. 9) getrennt, die bereits von Hesse (p. 12, 13, Fig. 25) beschrieben und abgebildet ist. Auf einem Querschnitte (Fig. 9) erkennen wir, daß die breit-ovale Drüsenmasse sich nicht an den Bauchstrang anlegt, sondern davon getrennt bleibt, und daß sie jederseits etwas über die ventralen Borsten hinausreicht. Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. j Besonders ist hervorzuheben, daß die lang ausgezogenen Drüsenzellen ventral vom Bauchstrang nicht zu einer Masse zusammengelagert sind wie bei Fr. dura, sondern daß die Bündel jederseits gesondert von einander in der Hypodermis, der sie zweifellos entstammen, ausmünden, indem sie durch Längsmuskeln in 2 oder 3 Stränge getrennt werden. Fr. rätselt liefert besonders gute Präparate zur Erkennung der langen Drüsenzellen. Anhang. Nahe verwandt mit Fr. dura und Fr. ratzeli ist die in Deutschland häufige Fr. galba (Hoffm.). Sie besitzt ebenfalls eine Kopulationsdrüse (Taf. I, Fig. 10) im 13. Segmente, die auf einem Querschnitt folgenden Bau zeigt. Die schmalen, flügeiförmigen Drüsenmassen sind vom Bauchmark voll- ständig getrennt, vereinigen sich unterhalb desselben und münden hier in 3 durch Längsmuskeln von einander geschiedenen Strängen nach außen. Die 4 arktischen Fridericien lassen sich durch folgende Merkmale von einander unterscheiden: a) Borsten zu 3 oder 4 im Bündel. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt vorn am Postseptale, dicht hinter der dis- sepimentalen Anheftung. Kegelförmige Ampulle der Samentaschen ohne eigentliche Divertikelbildung. Kopulationsdrüsen fehlen. Frid. callosa (Eisen) b) Borsten meist zu 2, selten zu 4 im Bündel. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt am Hinterende des Postseptale. Die kegelförmige Ampulle der Samentaschen besitzt 2 keilförmige, gegenständige Divertikel. Kopulationsdrüsen fehlen. Frid. leydigi (Vejd.) c) Borsten zu 4—6, meist 4 oder 5 im Bündel. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt vorn am Postseptale. Die kegelförmige Ampulle der Samentaschen besitzt meist 6, selten 5 oder 7 sackförmige Divertikel. Kopulationsdrüse im 13. Segmente: die Drüsenmassen liegen der ventralen Fläche und den unteren Hälften der lateralen Flächen des Bauchmarks dicht an, ragen seitlich bis an die ventralen Borsten und vereinigen sich ventral zu einem einzigen Strange. Frid. dura (Eisen) d) Borsten vorn zu 6 — 8, hinten zu 4 im Bündel. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt vorn am Postseptale. Die flaschenförmige Ampulle der Samentaschen besitzt 8 sackförmige Divertikel. Kopulationsdrüse im 13. Segmente: die dicken, im Querschnitt keulenförmigen Drüsenmassen legen sich nicht an das Bauchmark an, reichen seitlich über die ventralen Borsten hinaus und münden jederseits ventral vom Bauchmark in 2 oder 3, durch Längsmuskeln von einander getrennten Strängen nach außen. Frid. ratzeli (Eisen) 3. Gattung: Mesenchytraeus Eisen. Von Herrn Dr. Michaelsen erhielt ich ein von Spitzbergen stammendes Exemplar der Gattung; Mesenchytraeus, das nicht geschlechtsreif war und sich daher nicht bestimmen ließ. Ich sehe daher auch davon ab, hier eine Uebersicht über die bisher aus der arktischen Zone bekannt gewordenen Arten dieser Gattung zu geben, und verweise auf die weiter unten folgende Tabelle. H. UDE. 4. Gattung: Marionina Mchlsn. Marionina ebudensis (Clap.). Taf. I, Fig. 11— 13. Sammlung Henking. Fundort Bären-Insel. Länge etwa 10 mm, Segmentzahl 50. Borsten zu 2 oder 3 im Bündel, sehr schwach S-förmig gebogen. Gürtel hat die normale Lage und umfaßt den Körper ringförmig; dorsal ist er stärker entwickelt als ventral und hat ventral in der Mitte des 12. Segmentes ein drüsenloses Feld mit 2 tiefen Längsfurchen, in denen die Samenleiter ausmünden. Kopfporus zwischen Kopflappen und Kopfring. Gehirn besitzt hinten einen tiefen Einschnitt. Lymphkörper groß, oval. Magendarm, der von großen Chloragogenzellen besetzt ist, geht allmählich in die Speiseröhre über. Septaldrüsen normal. Speicheldrüsen fehlen. Rückengefäß entspringt im 15. Segment. Segmentalorgane bestehen aus einem kleinen Anteseptale und einem beträchtlich größeren, ovalen, abgeplatteten Postseptale, an dessen hinterem Pole der Ausführungsgang, welcher kürzer und bedeutend dünner als das Postseptale ist, entspringt. Hoden bilden kompakte Massen. Samentrichter (Fig. 11) schlank und sehr lang, etwa 8mal so lang wie dick. Der lange Samen- leiter liegt in vielfachen Windungen im 12. Segmente und mündet hier durch eine penisartige Anschwellung nach außen. Samentaschen (Fig. 12) im ganzen keulenförmig. Die mehr oder weniger kugelige Ampulle hat eine dünne Wand und kommuniziert mit dem Darme; sie geht allmählich in den dickwandigen, längeren Ausführungsgang über, jedoch ist äußerlich eine schwache Einschnürung an der Grenze zwischen Ampulle und Kanal zu erkennen. Auf Längsschnitten durch die Samentaschen sieht man weiter, daß sich das weite Lumen der Ampulle scharf vom engen Kanal des Ausführungsganges absetzt. An der Basis des Aus- führungsganges steht ein Kranz großer Drüsenzellen. Kopulationsdrüsen (Fig. 13) liegen in den Segmenten 13, 14 und 15. Sie sind kompakt, legen sich fest an den Bauchstrang an und umfassen ihn ventral und lateral, aber nicht dorsal. Die Flügel sind auf einem Querschnitte doppelt so hoch und 2— 3 mal so breit wie der Bauchstrang und reichen seitlich bis zu den ventralen Borsten. Die im obigen beschriebenen Enchyträiden habe ich mit Pachydrilus ebudmsis Clap. [= M. ebudensis (Clap.)] identifiziert, obgleich die CLAPAREDE'sche Diagnose nur unvollständig ist. Veranlaßt haben mich die Angaben Claparede's (2), daß die Samentrichter der von ihm untersuchten Tiere fast iomal so lang wie dick sind und daß der Ausführungsgang der Samentaschen von der Ampulle nicht scharf abgesetzt ist. Auch die Lebensweise der Tiere — am Meeresstrande der Hebriden und der Bären-Insel ■ lassen eine Identifizierung gerechtfertigt erscheinen. Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. n 31. ebudensis (Clap.) steht der M. arenaria (Mchlsn.) sehr nahe, doch unterscheiden sie sich wesent- lich dadurch, daß der Ausführungsgang der Nephridien bei M. ebudensis am hinteren Pole des Postseptale entspringt, während er bei M. arenaria vorn am Postseptale seinen Ursprung nimmt. M. ebudensis ist bisher die einzige Marionina- Art, die in der arktischen Zone nachgewiesen ist. 5. Gattung: Lumbricillus Oerst. (= Pachydrilus [part.J Clap.). Lumbricillus pagenstecheri (Ratz.), Taf. I, Fig. 14. Die von Herrn Dr. Michaelsen mir zugesandten und mit Lumbricillus nervosus (Eisen) bezeichneten Enchyträiden erwiesen sich als L. pagenstecheri (Ratz.). Fundort: Spitzbergen, am Meeresstrande, im Detritus; gesammelt von Dr. Leupold Juli 1898. L. pagenstecheri (Ratz.) gehört bekanntlich zu jenen Lumbricillus- Arten, deren Ausführungsgang der Samentaschen scharf von der Ampulle abgesetzt und dicht mit Drüsen umstellt ist. Die Art steht besonders dem L. nervosus (Eisen) und L. profugus (Eisen) sehr nahe, ist jedoch von ersterem durch den Bau der Kopulationsdrüsen und von letzterem durch die Zahl der Borsten zu unterscheiden. Die Kopulationsdrüsen liegen im 13. und 14. Segmente und bilden kompakte Massen, die sich fest an den Bauchstrang anlegen und denselben ventral, lateral und auch dorsal zum größten Teil umfassen ; dorsal entsteht so in der Drüsenmasse eine schmale, tiefe Furche. Auf einem Querschnitte (Fig. 14) erkennt man, daß die Drüsen- masse so dick ist wie der Bauchstrang und seitlich bis an die ventralen Borstenbündel reicht. Bei L. nervosus sind die Drüsen bedeutend stärker entwickelt, bestehen aus mehreren übereinander gelegten Blättern und sind nur ventral mit dem Bauchmark verwachsen. Von L. profugus sind die Kopulations- drüsen nicht bekannt. Lumbricillus henkingi nov. spec. Taf. II, Fig. 15—18. Zu dieser neuen Art gehört sowohl ein Teil der von Herrn Prof. Henking gesammelten Enchy- träiden, als auch fast das ganze Material, das mir die Herren Römer und Schaudinn übersandten. Fundort: Bären-Insel, am Meeresstrande. Länge etwa 13 mm, Segmentzahl etwa 60. Die in Alkohol konservierten Tiere waren farblos, während die in Formol aufbewahrten Exemplare die rote Blutfarbe noch erkennen ließen. Borsten fast gleich lang, S-förmig gebogen, zu 3—7 im Bündel; lateral meist 3-5, ventral 4—7 und zwar häufig 5 oder 6, seltener 7. Gürtel hat die normale Lage. Er umfaßt den Körper fast ringförmig und läßt ventral nur einen schmalen, drüsenlosen Längsstreifen frei, der sich in der Mitte des 12. Segmentes zu einem breiteren drüsen- losen Felde erweitert und 2 kurze, aber tiefe Längsfurchen besitzt, in denen die Samenleiter ausmünden. Lymphkörper scheibenförmig. Gehirn ist etwas länger als breit, hinten seicht eingebuchtet. Magendarm geht allmählich in die Speiseröhre über. Speicheldrüsen fehlen. Septaldrüsen sind normal entwickelt. Rückengefäß entspringt im 13. Segmente. Blut rot. Fauna Arctica, Bd. II. IO H. UDE, Segmentalorgane (Fig. 15) bestehen aus einem kleinen Anteseptale mit trichterförmigem Kanal und einem beträchtlich umfangreicheren Postseptale, an dessen hinterem Pole der Ausführungsgang ent- springt, der ebenso lang und fast halb so breit wie das Postseptale ist und kurz vor seiner Ausmündung noch etwas verbreitert ist, dann aber sich stark verdünnt. Hoden bilden birnförmige Teilstücke. Samentrichter ist doppelt so lang wie breit; der Samenleiter bildet im 12. Segmente zahlreiche Windungen und mündet mit dickem Wulste aus. Samentaschen (Fig. 16) bestehen aus einer birnförmigen Ampulle, deren oberes Ende mit dem Darme zusammenhängt, und einem scharf abgesetzten, dünneren Ausführungsgange, der etwas länger als die Ampulle und dicht mit hohen Drüsen, die an der Ausmündung eine Rosette bilden, besetzt ist. Kopulationsdrüsen (Fig. 17 und 18) finden sich im 13. und 14. Segmente; auch in den beiden vorhergehenden Segmenten und in der Nähe der Samentaschen treten drüsige Bildungen am Bauchstrang auf, doch sind dieselben sehr gering entwickelt und wenig charakteristisch ; anders steht es mit denjenigen im 13. und 14. Segmente. Auf Querschnitten durch diese erkennt man, daß sie den im Durchschnitt ovalen Bauchstrang in seiner unteren Hälfte (Fig. 17), zum Teil nur so weit, wie die Ganglienzellschicht reicht, (Fig. 18) umfassen, während die obere Hälfte, also die dorsale und jederseits die halbe laterale Fläche, frei bleibt. Die Flügel sind etwa 4 mal so lang wie der größte Durchmesser des Bauchstranges und ragen seitlich bis etwas über die ventralen Borstenbündel hinaus. L. JienJcingi ist sehr nahe verwandt mit L. pagenstecheri, L. nervosus und L. profugus. Von den beiden ersteren unterscheidet sich diese Art scharf durch den abweichenden Bau der Kopulationsdrüsen, von L. profugns, dessen Kopulationsdrüsen leider nicht bekannt sind, durch die geringere Anzahl der Borsten. Ich glaube, diesem Unterschiede in der Borstenzahl bei diesen Lumbricil Ihts- Arten mehr Bedeutung zuschreiben zu dürfen, als das sonst geschieht. Dazu berechtigt nämlich die Thatsache, daß L. pagensteclieri, L. nervosus und L. herikingi, obgleich sie in den meisten Merkmalen übereinstimmen, doch Abweichungen zeigen, die zwar in der verschiedenen Zahl der Borsten nur gering sind, dagegen in dem Bau der Kopulationsdrüsen zum Ausdruck gelangen. Solange also die Kopulationsdrüsen von L. profugus nicht bekannt sind, dürfen wil- der hohen Borstenzahl Artcharakter zuschreiben und können mit dieser Species nicht ohne weiteres L. herikingi identifizieren. Lumbricillus fossarum (Tauber). Taf. II, Fig. 19—22. In der Sammlung des Herrn Prof. Dr. Henking befanden sich einige Exemplare, die ich der TAUBER'schen Art zuzähle. Fundort: Bären-Insel. Länge etwa 12 mm, Segmentzahl etwa 50, Farbe der in Alkohol konservierten Tiere grau-weiß. Borsten S-förmig gebogen, annähernd gleich lang, zu 3 — 8; lateral zu 3 — 5, und zw T ar vor dem Gürtel meist 4 oder 5, hinter demselben meist 3 oder 4; ventral zu 5 — 8, häufig und besonders vor dem Gürtel 6 oder 7 Borsten, selten 8. Gürtel hat die normale Lage; er umfaßt den Körper fast ringförmig, läßt jedoch ventral einen schmalen Längsstreifen frei, der in der Mitte des 12. Segmentes ein breiteres, viereckiges Feld bildet, das 2 tiefe Längsfurchen mit den Samenleiteröffnungen besitzt. Lymphkörper groß, oval. Gehirn fast so breit wie lang, hinten mit flacher Einbuchtung. Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. II Magendarm geht allmählich in die Speiseröhre über, Speicheldrüsen fehlen, Septaldrüsen normal. Rückengefäß entspingt auf der Grenze zwischen dem 14. und 15. Segment. Blut der in Alkohol bezw. Formol konservierten Tiere farblos, im Leben jedenfalls rot. Segmentalorgane (Fig. 19) bestehen aus einem kleinen Anteseptale mit trichterförmigem Kanal und einem bedeutend größeren, ovalen, platten Postseptale. Der Ausführungsgang entspringt mit breiter Basis in der Mitte der unteren schmalen Kante des Postseptale und ist etwa halb so lang und breit wie das Postseptale. Hoden bestehen aus birnförmigen Teilstücken. Samentrichter doppelt so lang wie breit, etwa so lang, wie das Segment breit ist. Der Samen- leiter liegt in vielfachen Windungen im 12. Segment und mündet in einen dicken Wulst, der durch einen Kanal penisartig vorgestülpt werden kann. Samentaschen (Fig. 20) bestehen aus einer ovalen, an ihrem oberen Ende mit dem Darme ver- verwachsenen Ampulle und einem sich scharf absetzenden Ausführungsgange, der in seiner ganzen Länge mit hohen Drüsenzellen dicht besetzt ist, die an der Ausmündung eine Rosette von größeren Zellen bilden. Kopulationsdrüsen (Fig. 21 und 22) finden sich in den Segmenten 10, II, 12, 14 und 15, Segment 13 enthält keine Drüse. Diejenigen der Segmente 10, 11 und 12 sind verhältnismäßig schwach entwickelt; auf Querschnitten (Fig. 21) erkennt man, daß sie den im Durchschnitt elliptischen Bauchstrang nur in seiner unteren Hälfte umfassen und kurze, seitwärts gerichtete Flügel bilden, die etwa so lang sind wie der größte Durchmesser des Bauchstranges. Weit mächtiger sind die Kopulationsdrüsen im 14. und 15. Segment entwickelt (Fig. 22). Hier umfaßt die Drüsenmasse ebenfalls den Bauchstrang nur in seiner ventralen Hälfte, bildet aber seitwärts in der Leibeshöhle verlaufende kompakte Flügel, die über die ventralen Borstenbündel hinausreichen bis fast zur lateralen Mittellinie des Körpers ; sie sind jederseits etwa 5 mal so lang wie der größte Durchmesser des Bauchstranges. L. fossarum war bislang nur vom Meeresstande Dänemarks bekannt. Ich habe die im obigen beschriebenen Enchyträiden zu der TAUBER'schen Art gezogen, da sie mit dieser das charakteristische Merkmal besitzen, daß der Ausführungsgang der Nephridien in der Mitte des Postseptale entspringt. Das- selbe finden wir bei L. minutus (Müller) O. Fabr., doch zeichnet sich diese Art durch den Besitz von 12 — 14 Borsten im Bündel aus. Uebersicht über die LumbricMus-Arten des Gebietes. Außer den obigen Arten sind aus dem Gebiete noch bekannt L. nervosus (Eisen) von Nowaja Semlja und Spitzbergen, L. minutus (Müll.) und L. profugus (Eisen) von Grönland. Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten Unterschiede. a) Borsten zu 2 — 6, lateral meist zu 3, ventral meist zu 5. Der Ausführungsgang der Nephridien am hinteren Pole des Postseptale. Kopulationsdrüsen im 13. und 14. Segment, kompakt, umfassen den Bauchstrang bis auf einen schmalen dorsalen Streifen fast vollkommen und reichen bis an die ventralen Borstenbündel. L. pagenstecheri (Ratz.) b) Borsten zu 3 — 7, lateral meist 3 — 5, ventral 4—7. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt am hinteren Pole des Postseptale. 12 H. UDE, Kopulationsdrüsen im 13. und 14. Segment, umfassen die untere Hälfte des Bauchstranges und reichen wenig über die ventralen Borstenbündel hinaus. L. henkingi nov. spec. c) Borsten zu 4—6, selten 7. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt am hinteren Pole des Postseptale. Die Kopulationsdrüsen umfassen den Bauchstrang nur ventral und bestehen aus mehreren über- einander gelegten Blättern. L. nervosus (Eisen i d) Borsten zu 3—9, lateral 3 — 8, ventral 5 — 9. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt am hinteren Pole des Postseptale. Die Kopulationsdrüsen sind nicht bekannt. L profugus (Elsen) e) Borsten zu 3 — 8, lateral 3 — 5, ventral 5 — 8. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt in der Mitte des Postseptale. Die Kopulationsdrüsen des 14. und 15. Segmentes umfassen den Bauchstrang nur in seiner unteren Hälfte und reichen bis fast zur lateralen Mittellinie des Körpers. L. fossarum (Tauber) f) Borsten zu 12 — 14. Der Ausführungsgang der Nephridien entspringt in der Mitte des Postseptale. Die Kopulationsdrüsen sind nicht bekannt. L. minutus (Müll.) O. Fabr. II. Uebersieht über die arktischen Enehyträiden und Lumbrieiden, sowie über die geographische Verbreitung dieser Familien. Außer den in folgender Zusammenstellung aufgeführten Enehyträiden und Lumbrieiden soll nach Eisen (4, p. 9) auch Lumbriculus variegatus (Müll.) in der Arktis und zwar in Sibirien (und Grönland?) gefunden sein. Da nun weitere Arten der Familie LumbricuUdae bisher aus der Arktis nicht bekannt ge- worden sind, so will ich mich mit der Erwähnung dieser Species begnügen. Familie : Enchytraeidae. Gattung: Enchytraevis Henle, em. Mchlsn. Verbreitung der Gattung: Nowaja Semlja, Bären-Insel, ganz Europa, Grönland, Massaschusetts, Süd-Brasilien, Süd-Patagonien, Süd-Georgien. Enchytraeus albidus Henle. 1837 Enchytraeus albidus, Henle, p. 74. 1873 Halodrilus liltoralis, Verrill, p. 623. 1873 Enchytraeus spiculus, Möp.ius, p. 107. 1879 Neoenchytraeus Vejdovskyi, Eisen, 5, p. 25, Fig. 19. 1879 „ Stuxbergi, Eisen, 5, p. 26, Fig. 18. 1879 Enchytraeus humicultor, Vejdovsky, 1, p. 57, Taf. 4, Fig. 2 — 9, und Taf. 5. 1879 ? „ vermicularis, Tauber, p. 72. Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. j t 1880 Enchytraeus üttoralis, Czerniavsky, p. 357. 1884 „ Vejdovskyi, E. Stuxbergii und E. lacteus?, Vejdovskt, 4, p. 41. 1884 „ fucorum und E. sordidus, Levinsen, p. 235. 1886 „ Moebii, Michaelsen, p. 1, Taf. 1—3. 1889 „ Vejdovskyi. Michaelsen, 3, p. 35. 1892 „ humicultor, Ude, 1, p. 84. 1895 ., (Ilalodrilusi üttoralis, Trank Smith, p. 289. 1896 „ hortensis, Goodrich, p. 51, Taf. 5, Fig. 1 — 16; Taf. 6, Fig. IS — 26, 28. 1896 „ humicultor und E. humicultor var. similis, Ude, 3, p. 26, 27. 1900 „ albidus, Michaelsen, 10, p. 89. 1900 „ „ Ude, diese Abhandlung, p. 3. Verb reit uns: in der Arktis: Nowaja Semlja (Besimenaja 72 ° 55', Cap Gusinnoj, Kostin-Straße, Jugor-Straße), Solowetsk-Insel im Weißen Meere, Grönland (Karajak), Bären-Insel. Sonstige Verbreitung: Dänemark, Deutschland, Böhmen, Schweiz. Massachusetts (Wood's Hall). Uruguay, Süd-Patagonien, Südküste von Feuerland. Fundorte: Im Detritus und unter Steinen am Meeresstrande, in Gartenerde und Blumentöpfen, an düngerhaltigen Oertlichkeiten. Enchytraeus hyalinus (Eisen). 1878 Neoenchytraeus hyalinus, Eisen, 2, p. 76. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 26, Fig. 20, 38. 1884 Enchytraeus hyalinus, Vejdovskt, 4, p. 41. Verbreitung: Nowaja Semlja (Matotschkin-Straße). Gattung: Fridericia Mchlsn. Verbreitung der Gattung: Sibirien, Nowaja Semlja, Spitzbergen und Bären-Insel, Europa, Nord-Amerika, Süd-Brasilien, Uruguay, Chile, Neu-Seeland. Fridericia leydigi (Veto.). 1877 Enchytraeus Leydigii, Vejdovsky, 2, p. 303. 1879 „ „ Vejdovskt, 1, p. 59, Taf. 9, Fig. 9 — 15. 1887 Neoenchytraeus Leydigii, Rosa, 3, p. 1. 1889 Fridericia Leydigii, Michaelsen, 3, p. 43. 1892 „ bisetosa, Ude, 1, p. 79, Fig. 5. 1900 „ leydigi, Ude, diese Abhandlung, p. 4. Verbreitung in der Arktis: Spitzbergen. Sonstige Verbreitung: Deutschland, Böhmen, Schweiz, Italien. Fundorte: In humusreicher Erde und unter Moos. Fridericia callosa (Eisen). 1878 Neoenchytraeus callosus, Eisen, 2, p. 76. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 27, Fig. 21, 39, 64, 65. 1884 Enchytraeus callosus, Vejdovskt, 4, p. 41. 1889 Fridericia callosa, Michaelsen, 3, p. 42. 1900 „ „ Ude, diese Abhandlung, p. 5. Verbreitung in der Arktis: Sibirien (Dicksons Harbour 73 25', Jefremow Kamen 72 40', Mesenkin 71 20', Dudino 69 15', Werschininskoj 69 5', Potapovskoj 68° 55', Chantoiskoj 68° 5', Troitskoj 14 H. UDE, 65° 45', Surgutskoj 62 ° 50', Vorogova Selo 60 ° 50'), Nowaja Semlja (Matotschkin 73 ° 20', Besimenaja 72 ° 50'), Solowetsk-Insel im Weißen Meere. Sonstige Verbreitung: Westpreußen (Osche, Schwetz). Fundorte: Unter Moos, vermodernden Blättern an Bächen und der Rinde vermodernder Buchen. Fridericia dura (Eisen). 1878 Neoenchytraeus durus, Eisen, 2, p. 77. 1879 „ „ Eisen, 2, p. 28, Fig. 23, 4L 1884 Enchytraeus durus, Levinsen, p. 236. 1884 „ „ Vejdovsky, 4, p. 41. 1889 Fridericia dura, Michaelsen, 3, p. 44. 1900 „ ratseli, Michaelsen, 10, p. 100. 1900 „ dura, Ude, diese Abb.., p. 5. Verbreitung in der Arktis: Carlsö (Lofot-Inseln 69 °). Sonstige Verbreitung: Westpreußen (Osche, Schwetz). Fundorte: Unter vermodernden Pflanzen. Fridericia ratzeli (Eisen). 1872 Enchytraeus Ratzelii, Eisen, 4, p. 123, Taf. 2, Fig. 8—15. 1878 Neoenchytraeus Ratzelii, Eisen, 2, p. 77. 1879 „ Ratzeli, Eisen, 5, p. 29, Fig. 22. 1884 Enchytraeus Ratzelii, Vejdovsky, 4, p. 41. 1889 Fridericia Ratzelii, Michaelsen, 3, p. 44. 1892 „ „ Ude, 1, p. 82, Fig. 6. 1899 „ Ratzeli, Bretscheb, 2, p. 406. 1900 „ ratzeli, Ude, diese Abb., p. 6. Verbreitung in der Arktis: Tromsö (Norwegen ög 1 ^ ). Sonstige Verbreitung: Deutschland, Schweiz, Italien (Turin). Fundorte: In fettem Erdreich und unter feuchtem Moos. Gattung: Henlea Mchlsn. Verbreitung der Gattung: Sibirien, Nowaja Semlja, Waigatsch, ganz Europa, Nord- Amerika (?); Neu-Seeland, Süd-Patagonien, Chile (? verschleppt). Henlea, dicksoni (Eisen). 1878 Archienchytraeus Dicksonii, Eiseii, 2, p. 70. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 18, Fig. 7, 30, 53. 1889 Henlea Dicksonii, Michaelsen, 3, p. 33. 1892 „ „ Ude, 1, p. 87, Fig. 7, 8. IS'.»:, „ dicksonii, Ude, 2, p. 120, Taf. 6, Fig. 9. 1899 „ Dicksoni, Bp.etscher, 2, p. 412. Verbreitung in der Arktis: Nowaja Semlja (Insel Karmakul, Cap Gusinnoj, 72 ° 30'). Sonstige Verbreitung: Deutschland, Schweiz. Fundorte: Unter feuchtem Moos. Die arktischen Enchvträiden nnd Lumbriciden. Henlea nasuta (Eisen). ' 15 1878 Archienchytraeus nasutus, und ? A. affinis, Eisen, 2, p. 72. 1879 „ .. Eisen, 5, p. 20, Fig. 10, 33, 66. 1879 ? „ affinis, Eisen, 5, p. 21, Fig. 11, 52. 1S79 Enchytraeus leptodera, Vejdovskt, 1, p. 55, Taf. 10, 11, Fig. 2—8: Taf. 13, Fig. 15—17. 1884 „ nasutus, Vejdovskt, 4, p. 41. 1884 ? „ affinis, Vejdovskt, 4, p. 41. 1886 „ leptodera, Michaelsen, 2, p. 41. lss'i „ nasutus, L. Vaillant, p. 274. 1889 Henlea nasuta, Michaelsen, 3, p. 32, Fig. 1. lsvi „ leptodera, Michaelsen, 3, p. 32. 1892 „ „ Ude, 1, p. 89. 1896 „ „ Bretscher, 2, p. 517. 1900 „ nasuta, Michaelsen, 10, p. 69. Anmerkung: In meiner Arbeit von 1892 hatte ich darauf hingewiesen, daß H. leptodera (Vejd.) und H. nasuta (Eisen) zu vereinigen seien. Dieser Ansicht schließt sich Michaelsen in seinen „Oligochäten" („Das Tierreich") jetzt an, nennt aber die Art H. nasuta (Eisen), da Eisen's Arbeit vor Vejdovsky's Mono- graphie der Enchyträiden erschienen ist. üb mit dieser Art auch Archienchytraeus affinis (Eisen) zu ver- einigen ist, wie das Michaelsen zuerst in seiner Synopsis der Enchyträiden p. 32 (Abh. Ver. Hamburg, 1889) gethan hat, bleibt vorläufig noch zweifelhaft, soll hier jedoch als berechtigt angenommen werden. Verbreitung in der Arktis: Sibirien (Dickson Harbour 73 ° 25', Jefremon Kamen 72 ° 40', Schaitanskoj 71 ° 55', Mesenkin 71 ° 20', Dudino 69" 15', Troitskoj 65 45', Nischnij Imbatsk 65 50', Woro- gowa Selo 6o° 50'). Solowetsk-Insel im Weißen Meere. Sonstige Verbreitung: Deutschland, Böhmen, Schweiz, Italien (Turin), Frankreich (Nizza). Fundorte: In Blumentöpfen und Gartenerde, unter faulendem Laub und in vermodernden Baum- stümpfen. Henlea gemmata (Eisem. 1878 Archienchytraeus gemmatus, Eisen, 2, p. 71. 1879 „ ,. Eisen, 5, p. 19, Fig. 8, 13, 31. 1889 Enchytraeus (A.) „ L. Vaillant, p. 286. 1900 Henlea gemmata, Michaelsen, 10, p. 70. Verbreitung in der Arktis: Insel Waigatsch (Jugor-Straße 69 ° 40'). Henlea lampas (Eisen). l s 7s Archienchytraeus lampas, Eisen, 2, p. 70. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 18, Fig. 6, 49, 50. 1889 Enchytraeus (A.) gemmatus, L. Vaillant, p. 284. 1900 Henlea gemmata, Michaelsen, 10, p. 70. Verbreitung in der Arktis: Sibirien (Dudino am Jenissei 69 15'). Henlea tenella (Eisen). 1878 Archienchytraeus tenellus, Eisen, 2, p. 70. 1879 ,. „ + A. t. var. elongatus, Eisen, 5, p. 17, Taf. 3 und 4, Fig. 5, 28, 48. 1889 Enchytraeus (A.) tenellus, L. Vaillant, p. 283. 1900 Henlea tenella, Miciiaelsen, 1<», p. 70. Verbreitung in der Arktis: Sibirien (Sapotschnoja Korja am Jenissei 71 41'). Solowetsk- Insel im Weißen Meere. Tromsö (in Norwegen 69 1 /, °). l6 H. ODE, Henlea ochracea (Eisen). 1878 Archienchytraeus ochraceus, Eisen, 2, p. 71. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 20, Fig. 9, 32, 51. 1889 Enchytraeus (A.) ochraceus, L. Vaillant, p. 273. 1900 Henlea ochracea, Michaelsen, 10, p. 71. Verbreitung in der Arktis: Nowaja Semlja (Cap Grebeni) und Insel Waigatsch. Gattung: Marionina Mchlsn. Verbreitung der Gattung: Bären-Insel, Hebriden, Südspitze von Süd-Amerika, Süd-Georgien, Mittel-Europa. Marionina ebudensis (Clap.). 1861 Pachydrilus ebudensis, Claparede, 2, p. S5, Taf. 1, Fig. 8. 1889 Marionina ebudensis, Michaelsen, 3, p. 29. 1896 „ „ Ude, 3, p. 20. 1900 „ .. Michaelsen, 10, p. 77. 1900 ., ., Ude, diese Abh., p. 8. Verbreitung in der Arktis: Bären-Insel. Sonstige Verbreitung: Hebriden (Insel Skye). Fundorte: Am Meeresstrande. Gattung: Ltmibricillus Oerst. (= Pachydrilus Clap.). Verbreitung der Gattung: Nowaja Semlja, Grönland, ganz Europa, Uruguay, Südspitze von Süd-Amerika, Süd-Georgien. Lutubricillus nervosus (Eisen). 1878 Archienchytraeus nervosus, Eisen, 2, p. 73. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 23, Fig. 16. 1884 Enchytraeus nervosus, Vejbovsky, 4, p. 41. 1888 Pachydrilus „ Michaelsen, 7, p. 58, Taf. 2, Fig. 3. 1889 Enchytraeus {Archienchytraeus) nervosus, L. Vaillant, p. 286. 1900 LumbriciUus nervosus, Michaelsen, 10, p. 81. Verbreitung in der Arktis: Nowaja Semlja (Cap Gusinnoj 72 ° IO'). LumbriciUus minutus (Müll.) O. Fabr. V 1 776 Lumbricus minutus, 0. F. Müller, p. 216. 1780 „ „ 0. Fabkicius, p. 2s 1. 1820 Clitellio minutus, savigny, 1, p. 104. L884 Pachydrilus minutus, Levinsex, p. 231. 1900 LumbriciUus minutus, Michaelsex, 10, p. 82. Verbreitung in der Arktis: Grönland. LumbriciUus fossarum (Tauber). 1879 Pachydrilus fossarum, Tauber, p. 71. 1884 „ „ Levinsex, p. 231. 1900 LumbriciUus fossarum, Michaelsen, 10, p. 82. L900 „ .. Ude, diese Abh., p. IC Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. j« Verbreitung in der Arktis: Bären-Insel. Sonstige Verbreitung: Dänemark (Kopenhagen). Fundort: Am Meeresstrande. Lumbricilltis henkingi Ude. 1900 Lumbricillus henkingi, Ude, diese Abh., p. 9, Taf. II, Fig. 15 — 18. Verbreitung in der Arktis: Bären-Insel. Fundort: Am Meeresstrande. Lumbricillus profugus (Eisen). 1872 Enchytraeus pagenstecheri, Eisen, 1, p. 122, Taf. 2, Fig. 1 — 7. 1878 Archienchytraeus profugus, Eisen, 2, p. 73. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 22, Fig. 12, 34, 54. 1884 Pachydrilus profugus, Levinsen, p. 231. 1896 „ nervosus (laps.), [Michaelsen in:] Ude, 3, p. 27, Anmerkung. 1900 Lumbricillus profugus, Michaslsen, 10, p. 83. Verbreitung in der Arktis: Grönland (Godhavn, Karajak-Station). Lumbricillus pagenstecheri (Ratz.). 1869 Enchytraeus Pagenstecheri, Ratzel, p. 587, Taf. 42, Fig. 13, 20 b, 21. 1869 ? Pachydrilus Krohnii, Claparede, 1, p. 571. 1877 „ Pagenstecheri, Vejdovskt, 2, p. 298. 1879 ? Enchytraeus Pagenstecheri, Tauber, p. 72. 1879 Pachydrilus Pagenstecheri (part.), Vejdovskt, 1, p. 53. 1886 ? „ limosus, Dieffenbach, p. 106. 1900 Lumbricillus pagenstecheri, Michaelsen, 10, p. 87. 1900 „ „ Ude, diese Abh., p. 9, Taf. I, Fig. 14. Verbreitung in der Arktis: Spitzbergen. Sonstige Verbreitung: Deutschland, Böhmen. Fundorte: An düngerhaltigen Oertlichkeiten. Gattung: Mesenchytraeus Eisen. Verbreitung der Gattung: Nordwest-Sibirien, Nowaja Semlja, Spitzbergen, Dänemark, Nord- Deutschland, Schweiz, Nord-Amerika (Pennsylvania, Alaska). Mesenchytraeus falciformis Eisen. 1878 Mesenchytraeus falciformis, Eisen, 2, p. 68. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 14, Fig. 2, 26, 46. 1884 Enchytraeus falciformis, Vejdovsky, 4, p. 41. 1887 Mesenchytraeus falciformis, Michaelsen, 1, p. 370. 1889 Enchytraeus {Mesenchytraeus) falciformis, L. Vaillant, p. 272. Verbreitung in der Arktis: Nowaja Semlja (Matotschkin-Straße). Mesenchytraeus spec. Ude. 1900 Mesenchytraeus spec, Ude, diese Abh., p. 7. Verbreitung in der Arktis: Spitzbergen. Fauna Arctica, Bd. II. 3 18 H. UDE, Mesenchytraeus fenestratus (Eisen). 1878 Neoenchytraeus fenestratus, Eisen, 2, p. 74. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 24, Eig. 17, 35, 55, 56. 1884 Enchytraeus fenestratus, Vejdovsky, 4, p. 41. 1884 Analycus glandulosus, Levinsen, p. 232. 1889 Mesenchytraeus fenestratus, Michaelsex, 3, p. 17. 1889 Enchytraeus {Neoenchytraeus) fenestratus, L. Vaillant, p. 266. 1889 Pachydrilus glandulosus, L. Vaillant, p. 245. 1900 Mesenchytraeus fenestratus, Michaelsen, 10, p. 85. Verbreitung in der Arktis: Nord-Sibirien (Jalmal 72 20'). Sonstige Verbreitung: Dänemark. Fundort: Unter Moos. Mesenchytraeus primaevus Eisen. 1878 Mesenchytraeus primaevus, Eisen, 2, p. 68. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 12, Fig. 1, 24, 42. 1884 Enchytraeus primaevus, Vejdovsky, 4, p. 41. 1887 Mesenchytraeus primaevus, Michaelsen, 1, p. 370. 1889 Enchytraeus {Mesenchytraeus) primaevus, L. Vaillant, p. 269. Verbreitung in der Arktis: Nord-Sibirien (Intsarevo 62 °, Melnitschnij 65 ° 17', Krestowskoj 72 ° 15' am Jenissei), Nowaja Semlja (Möller 72 ° 25', Matotschkin 73 ° 25'). Mesenchytraeus mirabilis Eisen. 1878 Mesenchytraeus mirabilis, Eisen, 2, p. 68. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 13, Fig. 3, 25, 43—45. 1884 Enchytraeus mirabilis, Vejdovsky, 4, p. 41. 1887 Mesenchytraeus mirabilis, Michaelsen, 1, p. 370, Taf. 21, Fig. 3. 1889 Enchytraeus {Mesenchytraeus) mirabilis, L. Vaillant, p. 268. Verbreitung in der Arktis: Nord-Sibirien (Mesenkin am Jenissei 71 20'). Mesenchytraeus solifugtis (Emery). 1898 Melanenchytraeus spec, Emery, 2, p. 21. 1898 „ solifugus, Emery, 1, p. 110. 1899 Mesenchytraeus solifugus, J. P. Moore, p. 125, Taf. 7, Fig. 1—8. Verbreitung in der Arktis: Alaska (Berg St. Elias). Wenig bekannte oder zweifelhafte Arten. Mesenchytraeus niveus J. P. Moore. 1899 Mesenchytraeus nivus, J. P. Moore, p. 130. 1900 „ niveus, Michaelsen, 10, p. 87. Verbreitung in der Arktis: Alaska (Berg St. Elias). Archienchytraeus levinseni Eisen. 1878 Archienchytraeus Levinsenii, Eisen, 2, p. 69. 1879 „ „ Eisen, 5, p. 16, Fig. 4, 27, 47. 1889 Enchytraeus {A.) Levinsenii, L. Vaillant, p. 282. Verbreitung: Süd-Sibirien (zwischen Tomsk und Krasnojarsk). Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. Ig Archienchytraeus albimaris Obnorsky. 1895 Archienchytraeus albimaris, Obnorsky, Compt. rend. seances Soc. Imp. Nat. St. Petersb., No. 6, p. 11, 24. Verbreitung in der Arktis: Solowetsk-Insel (Weißes Meer). Echinodriltis multispinus (Grube). 1851 Lumbricus multispinus, Gbube, p. 19, Taf. 2, Fig. 4, 4 a. 1868 Echinodrilus multispinus, L. Vaillant, p. 254. Verbreitung: Sibirien. Um die Beziehungen zwischen der geographischen Verbreitung der Enchyträiden der Arktis und derjenigen der Subarktis und Subantarktis feststellen zu können, bringe ich eine Zusammenstellung aller Arten dieser Familie, wobei ich die weniger bekannten oder unsicheren Species unberücksichtigt lassen will. Bemerkt sei noch, daß aus dem antarktischen Gebiete bisher keine Enchyträiden bekannt geworden sind. Der Tabelle ist das Oligochäten-Werk von Michaelsen (io) zu Grunde gelegt. Unsere Kenntnisse über die geographische Verbreitung sind, wie auch die umstehende Zusammenstellung erkennen läßt, noch recht lückenhaft. Eingehender erforscht sind bisher nur die europäisch-asiatischen Gebiete der Arktis, dann England, Dänemark, Nord-Deutschland, Böhmen, Schweiz, Nord-Italien, wenige Gegenden der östlichen Vereinigten Staaten von Nord-Amerika und das südliche Süd-Amerika ; dazu kommen einige vereinzelte Fundorte. Dagegen sind das arktische Nord-Amerika und die ganzen Tropen unbekannt. Wenn ich trotzdem aus der Tabelle einige allgemeinere Schlüsse ziehe, so kann das nur unter allem Vor- behalt bezüglich der Richtigkeit geschehen. Es ist ja auch nicht zu bezweifeln, daß bei fortgesetzten Forschungen noch manche Formen gefunden werden, die vielleicht schon durch ihre systematische Stellung und verwandtschaftlichen Beziehungen geeignet sind, ein ganz anderes Bild zu liefern. Von den folgenden Betrachtungen schließe ich alle jene Gattungen aus , die bisher nur in der Subarktis gefunden sind. Sie geben uns vorläufig keine sicheren Anhaltspunkte, um aus ihrer Verbreitung Schlüsse von allgemeinerer Bedeutung ziehen zu können, falls es sich nicht herausstellt, daß sie in der Subarktis endemisch sind. Dahin gehören die Gattungen: Bryodrilus, Bucltholzia, Stercutus, Chirodrilus, Distichopus und Achaeta. In der Arktis ist besonders reich vertreten die Gattung Henlea; denn von den bekannten Q Arten dieses Genus sind nicht weniger als 6 in den arktischen Gebieten Europas und Asiens gefunden und von diesen sind wiederum 4 Species rein arktisch, während 2 Arten auch in subarktischen Gebieten Europas verbreitet sind. Von den 3 übrigen Species des subarktischen Europas kommt eine Art, nämlich H. ventri- culosa, auch im subarktischen Nord-Amerika und — vielleicht durch Verschleppung — auch im südlichen Süd- Amerika, sowie auf Neu -Seeland vor. Lassen wir diese Fundorte unberücksichtigt, so läßt sich vielleicht in der Verbreitung von H. ventriculosa — Kirgisen-Steppe, Central-Europa (Deutschland, Dänemark, Belgien, Böhmen, Schweiz, Italien), Nord-Amerika (Philadelphia) — eine Cirkumpolarität erkennen. Von den 13 Arten der Gattung Marionina ist in der Arktis bisher nur 1 Art (M. ebudensis), die zugleich subarktisch ist, gefunden. Dagegen ist diese Gattung im subarktischen Gebiete von Süd-Amerika durch 4 Arten (nämlich M. singula, exigua, georgiana, insignis) vertreten, die auf diesen Bezirk beschränkt zu sein scheinen. Uebrigens sind 9 Species aus dem subarktischen Europa bekannt. Im Vergleich zu den gemäßigten Ländern scheint die Arktis arm an Arten dieser Gattung zu sein. 3* 20 H. UDE, u H 03 J3 U S u tu J3 ■3 Vi J3 ü 3 Im 1 >-• 'S Vi 5 3 H u cu :l < : M z M a cu bX) u O 2 a V '3 c Cd U -O =3 O u Ü T3 B - *-* M u cd s B Q T3 c cd ü CO -t-> 3 CU O 13 cu _£'- u pq T3 S 3 TS 53 w S *j CO CU c CU '5 £ cd U + ') + + + + + .var. orten- talis) + + + Schwe- den? + + + + ■HG) + + + (Sici- lien) + ? + + + (Süd; + + + +? „ (H.) taschkentensis (Mchlsn.) „ (A.) jassyensis (MCHLSN.) + Eisenia alpina var. armen iea (ROSA) . Octolasium complanalum (Ant. Dug.), Mittelmeer-Länder 8 ) 1) 60 ° 50' bis 71 ° 55' n. B, Insel Waigatsch 69 ° 45', Krym?. verschleppt nach Ilha do Principe. 2) Außerdem Hawaii ?. 3) Außerdem Balearen, 4* 28 H. UDE, Asien Nord-Afrika Europa Inseln des Atlant. Oceans Nord- Amerika g CS EL n — i a 'u '£ V 13 V V V tn "3 j* '3 PQ M Gfl OJ M u 3 H e V <ü EL, a V 'S u 3 < u i5 — w *J CO CU o e u s 2, U Helodrilus (D.) victoris (E. Perkier) . „ (Psubsp.) norvegicus (Eisen) „ (D.) rhenani (Bretscher) . Helodrilus (D.) mariupolienis (Wyss.) Helodrilus (A.) smaragdinus (ROSA) „ (A.) mehadiensis (Rosa) . „ (ß.) platijurus (Fitz.) + „ (H.) opisthoeystis (Rosa) Eisenia rosea var. macednnica, (Rosa) „ {D.) pygmaeus (Sav.) Rosa Helodrilus (A.) savignyi (Guerne „ (D.) madeirensis (Mchlsn.) Helodrilus (B.) palustris (H. F. Moore) + + + + + + + + + + + + + + (Süd) + + + + + + + ? + + + + + + + + + + + + (adri- atische Küste l + + (Triest) + + + + + + + + + Corfu (Llssa) + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + (Süd- West) + + + + + + + + + + + + + i) Außerdem Hawaii. 2) Außerdem Argentinien, Neu-Süd-Wales. 3) Außerdem Guatemala, Capland. Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. 2Q Aus dieser Tabelle erkennen wir zunächst, daß eine große Anzahl endemischer Lumbriciden das nördliche und südwestliche Asien, ganz Europa und die östlichen Vereinigten Staaten von Nord-Amerika bewohnt, daß ferner auch an der Nordküste Afrikas und auf den Inseln des Atlantischen Oceans besondere Arten vorkommen. — Größeres Interesse ruft dann weiterhin die südliche Grenze des Verbreitungsgebietes der Lumbriciden hervor, die von Michaelsen in seiner Arbeit: „Die Lumbriciden-Fauna Nord-Amerikas" zuerst eingehender verfolgt ist. Wir sehen nämlich, daß sich die endemischen Arten in breitem Gürtel von Japan über Sibirien mit dem Baikal-See-Gebiet und Turkestan bis Persien hinziehen, so daß hier der Indische Ocean die Südgrenze bildet (vergl. Michaelsen, Die Lumbriciden-Fauna Eurasiens). Weiterhin folgen Armenien, die Kaukasus-Länder und dann einerseits vom Mittelmeer Syrien, Palästina, Kairo, Tunis, Algerien, Marokko, andererseits Kleinasien, Macedonien (wahrscheinlich nebst dem noch wenig erforschten Griechenland), Bulgarien, dalmatinisches Küstengebiet, Nord-Italien, Schweiz, Frankreich und schließlich Spanien und Portugal. Im Atlantischen Ocean scheinen Madeira, die Azoren und Island sich eng an das europäische Ver- breitungsgebiet anzuschließen. Von Nord-Amerika werden zweifellos die östlichen Vereinigten Staaten von endemischen Formen eingenommen, während das westlich von dem Felsengebirge liegende Ländergebiet möglicherweise eine Lücke in der cirkumpolaren Verbreitung der Lumbriciden darstellt ; denn die bisher in Californien gefundenen Arten sind auch von anderen Gebieten her bekannt. Indes ist die Lumbriciden-Fauna jener Gebiete und zwar besonders der westlichen arktischen Länderstrecken noch zu wenig bekannt, um schon jetzt ein abschließendes Urteil zu gestatten. Daß Nord-Amerika auch endemische Arten aus anderen Familien als der Lumbriciden im engeren Sinne beherbergt, sei hier nur kurz erwähnt; da in der vorliegenden Arbeit nur die Verbreitung der Lumbriciden im engeren Sinne zu berücksichtigen ist, so scheiden jene Formen von der Betrachtung aus. Schließlich ist noch eine bemerkenswerte Thatsache zu erwähnen, auf die ebenfalls Michaelsen zuerst aufmerksam gemacht hat und welche die Verbreitung der Lumbricidae in Europa und dem nördlichen Afrika betrifft. Rechnen wir Helodrilus rhenani (Bretscher) zu den südeuropäischen Arten , da sie nur in Süd- Deutschland (Urach) und der Schweiz vorkommt, so ergiebt sich für das nördliche Europa (Norwegen, Großbritannien, Irland, Dänemark, Nord-Deutschland, Belgien) eine Summe von n Arten 1 ), während auf Süd-Europa (Süd-Rußland, Oesterreich-Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Macedonien, Italien, Schweiz, Frankreich, Spanien und Portugal) die große Zahl von 49 Species kommt, von denen 40 nur in diesen Gebieten gefunden sind. Interessanter wird die Thatsache aber noch dadurch, daß von jenen 1 1 Arten nicht weniger als 9 auch in Süd-Europa auftreten, daß also als charakteristisch für den Norden nur 2 Arten, nämlich Helodrilus norvegicus (Eisen) und H. beddardi (Mchlsn.) zu betrachten sind. Von diesen ist indes die zweite Art auch in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika, Californien und Hawaii gefunden, so daß wir sie also wohl von unserer Betrachtung ausschließen dürfen, während H. norvegicus (Eisen) von Tromsö noch wenig bekannt ist und möglicherweise auch in anderen Gegenden gefunden wird. Mithin dürfen wir behaupten, daß fast alle nordeuropäischen Arten auch im südlichen Europa vorkommen. Anders steht es dagegen mit jenen 40 in Süd-Europa endemischen Arten; von diesen ist bisher keine einzige Species im nördlichen Gebiete gefunden und voraussichtlich wird es sich auch durch fortgesetzte 1) Wobei Eisenia nordenskiöldi (Eisen) nicht mitgerechnet ist. 30 H. UDE, Forschungen als Thatsache erweisen, daß alle oder doch der größte Teil dieser Formen durchaus süd- europäisch sind. Wir sind auf Grund dieser auffallenden Erscheinung mit Michaelsen (8) zu der Ansicht berechtigt, daß die ursprüngliche Heimat der europäischen Lumbriciden die südeuropäischen Länder sind, daß Nord- Europa infolge der gewaltigen Vergletscherung während der Eiszeiten keine Regenwürmer beherbergte und daß seit Verschwinden jener Eismassen sich noch keine besonderen Arten haben entwickeln können, daß vielmehr die jetzige nordeuropäische Lumbriciden-Fauna vom Süden her eingewandert ist. Wie diese Verhältnisse in Nord-Amerika liegen, wo bekanntlich die Vergletscherung noch weiter nach Süden reichte als in Europa, indes den größten Teil der Vereinigten Staaten unbedeckt ließ, entzieht sich vorläufig noch unserem Urteil. An der Küste von Nord-Afrika sind folgende Arten gefunden : Helodrilus jassyensis var. orientalis (Mchlsn.) und H. victoris (E. Perrier) in Aegypten (Kairo), Helodrilus festae (Rosa) in Tunis und Octolasium complanatum (Rosa) in Algerien und Marokko. Es erhebt sich nun die Frage: sind diese Formen in Nord- Afrika endemisch und bildet das Mittelmeer oder erst das große Wüstengebiet der Sahara die Südgrenze im Verbreitungsgebiete der Lumbriciden? H. jassyensis var. orientalis ist außerdem aus Palästina bekannt, während die Stammform H. jassyensis (Mchlsn.) in Rumänien, Süd-Rußland, Turkestan und vielleicht auch der Schweiz vorkommt. Octolasium complanatum (Rosa) ist eine echte mediterrane Form, die von Syrien und Palästina über Griechenland (Athen), Rumänien, Oesterreich-Ungarn, Italien , Süd-Frankreich bis Spanien verfolgt und auch auf den Inseln des Mittelmeeres (Sicilien und Balearen) nachgewiesen ist. Nur H. festae (Rosa) ist bisher von Nord- Afrika her bekannt. Da indes die Mittelmeer-Inseln und besonders auch das südliche Italien und Griechen- land noch wenig durchforscht sind, so ist es möglich, daß diese Art auch in jenen Gebieten noch angetroffen werden wird. Nun wissen wir weiterhin, daß im Mittelmeergebiet eine ganz andere Regenwurm-Gattung, das zur Familie Glossoscolecidae gehörende Genus Hormogaster Rosa, durch 2 Arten vertreten ist, nämlich Hormogaster redii Rosa in Italien (Toscana, Rom), Sardinien, Sicilien, Tunis und H pretiosa Mchlsn. in Sardinien. Diese Arten sind hier zweifellos endemisch, und wir dürfen sie mit Michaelsen als Relikte einer mediterranen Urbevölkerung auffassen, die vielleicht durch die lebenszähen europäischen Lumbriciden verdrängt sind. Immerhin dürfen wir aber auch nicht vergessen, daß in solchen Grenzgebieten, wie Aegypten, das in den Oligochäten-Gattungen Alma und Nannodrilus enge Beziehung zum tropischen Afrika besitzt, ein solches zwischen der tropisch -afrikanischen und der mediterranen Fauna darstellt, eine gemischte Fauna wohl existieren kann, ohne daß Anhaltspunkte vorhanden sind , die es uns ermöglichten, die ursprünglichen Insassen mit Sicherheit festzustellen. Auch wissen wir aus der geographischen Verbreitung anderer Tier- klassen, daß Nord-Afrika mit dem südeuropäischen Gebiet in Bezug auf seine Fauna nahe Verwandtschaft zeigt. Indessen berechtigen uns diese Thatsachen nur zu der Ansicht, daß heutigen Tages die nord- afrikanische Küste zum Verbreitungsgebiet der Lumbriciden gehört. Ob aber die dort vorkommenden Arten endemisch sind, bleibt vorläufig noch zweifelhaft. Schließlich sei noch erwähnt, daß, während die Arktis von Arten der Familie Lumbricidae bewohnt wird, in den subantarktischen Gebieten vorwiegend Mitglieder der Familie Megascolecidae endemisch sind. Von Bipolarität kann also bei den Regenwürmern keine Rede sein. Aus obigen Betrachtungen, die besonders das Ergebnis der Untersuchungen Michaelsen's sind, können wir folgende Schlüsse ziehen : Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. 3] 1) Die Familie Lumbricidae ist in ihrer Verbreitung auf die Arktis und Subarktis beschränkt. 2) Die südliche Grenze dieses Verbreitungsgebietes erstreckt sich von Japan über den Baikal-See- Distrikt Sibiriens nach Turkestan, Persien, Armenien, Syrien und Palästina, Kairo, Tunis, Algerien und Marokko. Im Atlantischen Ocean bildet Madeira die Südgrenze und in Amerika die südlichen Distrikte der östlich von den Cordilleren gelegenen Vereinigten Staaten. 3) Das westlich von den Cordilleren gelegene Gebiet von Nord-Amerika scheint eine Lücke in der Cirkumpolarität zu bilden, wenigstens in seinem subarktischen Teile; denn das ganze arktische Nord- Amerika ist bislang noch unerforscht. 4) Die größte Zahl endemischer Arten findet sich in den südlichen Gebieten Europas : Süd-Rußland, Oesterreich-Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Macedonien (vielleicht ganz Griechenland), Nord-Italien, Schweiz, Frankreich, Spanien und Portugal. Diese Gebiete sind als die Urheimat der Lumbriciden Europas zu betrachten ; von ihnen aus erfolgte wahrscheinlich eine Einwanderung in die nördlichen Länder. 5) Ob die in Nord-Afrika vorkommenden Arten der Familie Lumbricidae endemisch sind oder ob sie sich dieses Gebiet von Norden her erobert haben, bleibt vorläufig unentschieden. Endemisch ist hier sowie auf Sicilien, Sardinien und in Italien jedenfalls die Glossoscoleciden-Gattung Hormogaster, die vielleicht als Relikt einer einstigen mediterranen Urbevölkerung anzusehen ist. Das Nilgebiet schließt sich mit seinen Gattungen Alma und Nanuodrilus an das tropische Afrika an. 6) Bipolarität ist bei den Regenwürmern nicht vorhanden ; denn die Arktis und Subarktis wird von Arten der Familie Lumbricidae bewohnt, während in den subantarktischen Gebieten die Megascoleciden vorherrschen. 32 H. UDE, Litteratur. Bketscher, K., 1) Die Oligochäten von Zürich. Revue Suisse de Zoologie, T. III, Fase. 4, p. 499 — 532, 1896. 2) Beitrag zur Kenntnis der Oligochätenfauna der Schweiz. Ibid., T. VI, p. 369 — 426, 1899. Claparede, E., 1) Histologische Untersuchungen über den Regenwurm (Lumbricus terrestris L.). Zeitschr. f. wissensch. Zoologie, Bd. XIX, p. 3—64, Taf. 43-48. 2) Etudes anatomiques sur les Annelides, Tubellaries, Opalines et Gregarines observes dans les Hebrides. Mem. 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Anst., Bd. V, p. 53 — 73, Taf. 1, 2. 8) Die Lumbriciden-Fauna Nordamerikas. Abh. Nat. Ver. Hamburg, Bd. XVI, 1899. 9) Die Lumbriciden-Fauna Eurasiens. Ann. Mus. zool. Ac. Imp. Sei. St. Petersbourg, T. V, 1900, p. 213—225. 10 1 Oligochaeta. „Das Tierreich", Lief. 10, 1900. Möbids, Die wirbellosen Tiere der Ostsee. Jahresber. Komm. wiss. Unters, deutsch. Meere, 1873. Moore, J. P., A snow-inhabiting Enchytraeid (Mesenchytraeus solifugus Emery), collected by Mr. Henry G. Bryant on the Malaspina Glacier, Alaska. Proc. Ac Nat. Sei. Philadelphia, 1899, p. 125 — 144, Taf. 7. Müller, 0. F., Zoologia danica, seu auimalium Daniae et Norvegiae rariorum ac minus notorum descriptiones et historia, Hafniae 1788—1806. Obnorskv, Khanatomic i sistematikye Olighokhet byelagho moryo. (Ueber die Anatomie und Systematik der Oligo- chäten des Weißen Meeres.) Compt. r. des seances de la Soc. Imp. Nat. St. Petersbourg, No. 6, p. 11, 24. 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Fauna Arctica, Bd. II. 5 34 H. UDE, Die arktischen Enchyträiden und Lumbriciden. Vaillant, L., Histoire natur. des Anneies marins et d'eau douce, T. III, Paris 1889. Vejdovskt, F., 1) Beiträge zur vergleichenden Morphologie der Anneliden. I. Monographie der Enchyträiden, Prag 1879. 2) Zur Anatomie und Systematik der Enchyträiden. Sitzungsber. Böhm. Ges., 1877, p. 294 — 304. 3) Beiträge zur Oligochätenfauna Böhmens. Sitzungsber. Böhm. Ges., 1875, p. 191 — 201. 4) System und Morphologie der Oligochäten, Prag 1884. Veeeil, A. E., Report upon the animals of Vineyard Sound and the adjacent waters, with an account of the physical characters of the regions. Rep. cond. Sea Fisheries of South Coast, New England, in 1871, 1872. Oligo- chaeta, p. 324, 388, 463, 622 — 624. Arktische und subarktische Pantopoden. Zusammengestellt von K. Möbius in Berlin. Mit 1 Kartenskizze. 5* Vorwort und Ueberbliek des Inhaltes. Die erste Grundlage für diese Abhandlung lieferten mir die von den Herren Römer und Schaudinn auf ihrer Spitzbergenfahrt 189S gesammelten und sehr gut konservierten Pantopoden. Herr Dr. C. Hartlaub hatte die Güte, mir auch die von ihm während der ebenfalls 1898 auf S. M. S. „Olga" unternommenen Unter- suchungsfahrt des Deutschen Seefischerei-Vereins nach der Bären-Insel und Westspitzbergen gesammelten Pantopoden zur Bestimmung anzuvertrauen. Ich kam dadurch in die Lage, mehrere von den Herren Römer und Schaudinn nicht gefundene Arten untersuchen zu können. Durch gütiges Entgegenkommen seitens des Herrn Dr. Meinert erhielt ich aus dem Kopenhagener zoologischen Museum eine Anzahl von ihm auf der Ingolf-Expedition und früher von anderen dänischen Zoologen gesammelter nordatlantischer Pantopoden- arten zur Vergleichung. Allen genannten Herren danke ich für ihre Unterstützung meiner Bestimmungsarbeit. In dieser findet man Bemerkungen über die Grenze zwischen dem arktischen und subarktischen Gebiete, Angaben über die Temperatur des kalten nordatlantischen Meeresgrundes, über die Anzahl der rein arktischen Arten, der im arktischen und subarktischen Gebiete gefundenen, der nur subarktisch vorkommenden und der mutmaßlich cirk um polar verbreiteten Species, nebst Bemerkungen über den unsicheren Wert dieser hauptsächlich auf Beschreibungen und Abbildungen gestützten Zahlen. In einer Tabelle ist die horizontale Verbreitung aller Arten zusammengestellt. Der nun folgende systematische Teil enthält A. die Litteratur und Verbreitung der nordatlantischen, den Familien Nymphwädae, Pullenidae, Phoxichilidiidae, Ammotheidae, Eurycydidae, Colossendeidae und Pycno- gonidae angehörenden 16 Gattungen und 52 Arten. Die Synonymie der weit verbreiteten eurythermen und euryhyalinen Species Nymphon grossipes wird ausführlich erörtert. Nun folgt B. eine Zusammenstellung der südwärts von 30 südlicher Breite in kalten Wasserschichten gefundenen, ebenfalls den 7 genannten Familien angehörenden Pantopoden mit einer Schlußbemerkung über das eine große Pantopodenreich der Erde. Ein Verzeichnis der angeführten 76 Schriften, nach den Namen der Verfasser alphabetisch geordnet, schließt die Abhandlung ab. Die meisten Bearbeiter von Meerspinnen nennen die ganze Gruppe dieser Arthropoden Pycno- gonida. Ich halte es für besser, sie wie C. Semper (1874) und A. Dohrn (1881) Pantopoden zu nennen, um Verwechslungen mit der Familie Pycnogonidae vorzubeugen. 38 K. MOBIUS, Allgemeiner Teil. Die Zahl der bekannten, hier zusammengestellten arktischen und subarktischen Pantopodenarten beträgt 52. Nach Edw. Forbes *) reicht die Südgrenze der arktischen Seetier-Region an der Ostseite des Atlantischen Oceans bis zum Polarkreis, an der Westseite bis zum Cap Cod (42 °). Auch Michael Sars und G. Ossian Sars 2 ), sowie nach ihnen viele andere Faunisten des nordöstlichen Atlantischen Oceans betrachten den nördlichen Polarkreis als Grenzlinie zwischen dem Wohngebiet der arktischen und subarktischen Seetiere. Die geographische Verbreitung der Seetiere hängt hauptsächlich ab von der Temperatur und dem Salzgehalt des Wassers. Die Beschaffenheit beider wird aber nicht bloß durch die geographische Breite, sondern auch durch die Form der Küstenlinien bestimmt. So dient denn auch der nördliche Polarkreis als eine sehr bekannte Linie nur zur Bezeichnung Nordatlantischer Ocean. Nach H. Mohn. — Grenzlinie der kalten Area, in der die Temperatur der ungefähren Grenze zwischen dem fast gleichmäßig kalten und dem wechsel- w armen Gebiete des nordatlantischen Oceans. Rein arktische Seetiere leben in Wasserschichten, deren Temperatur nur un- bedeutend um o° schwankt. Solche gleich- mäßig kalte Schichten reichen im Eismeere bis an die Oberfläche, weiter nach dem Aequator hin liegen sie tiefer. Nach Mohn schwankt die Temperatur des Meeresbodens im nord- atlantischen Ocean auf Tiefen von mehr als 600 Faden = 1097 m nur zwischen o° bis — i,7°C. Die Grenzen dieser nordatlantischen kalten Area stellt Mohn dar in der Karte XXV seiner Schrift: Nordhavets Dybder, Temperatur og Strömninger, Christiania 1887. Auch G. O. Sars hat diese Karte in seine Schrift über die Pycnogoniden der norwegischen Nordmeer- Expedition aufgenommen. Die nebenstehende verkleinerte Kopie derselben zeigt, daß arktische Seetiere in Tiefen unter 1100 m bis in die Breite der Shetlandsinseln das ihnen zusagende gleichmäßig kalte Wasser finden. Ich betrachte daher alle Pantopoden, die ich unter der Bezeichnung „Nordatlantisch" in der tabellarischen Uebersicht der geographischen Verbreitung mit einem Kreuz versehen habe, als rein arktische, kalt-stenotherme Arten. Andere, die außer diesen niedrigen Temperaturen auch noch höhere Wärmegrade vertragen können, sind daher keine rein arktischen Arten. Die meisten dieser eurythermen Pantopoden haben eine weite Verbreitung in subarktischen Gebieten und leben in diesen sowohl in höheren als auch in tieferen Wasserschichten. Ihre Verbreitung bis an die Ostküste von Nordamerika erklären die 1) Edw. Forbes, Natural history of the European Seas, edited and continued by R. Godwin-Austen London 1859. p. 28. 2) G. O. Sars, Bidrag til Kundskaben om Norges Arktiske Fauna I. Mollusca Regionis arcticae Norvegiae, Christiania 187S, p. I. Arktische und subarktische Pantopoden. 39 schönen Karten, welche J. Murray in A Summary of the scientific results of the voyage of H. M. S. Chal- lenger, 1895 veröffentlicht hat. Er benutzte für die Ausarbeitung derselben auch andere, nach der Challenger- Reise bis 1894 ausgeführte Temperaturbeobachtungen. Sie veranschaulichen die Temperaturen in Tiefen von 100 Faden, 200 Faden u. s. w. bis 2200 Faden in FAHRENHEiT'schen Graden. In der hier folgenden Tabelle wird die Richtung der von Murray gezeichneten Isothermen angegeben. Die Tiefen sind in Meter, die Temperaturen in CELSius-Grade umgerechnet. Tiefe 1 Faden Uete l Meter 100 182,8 200 365,7 300 548,6 400 731,5 500 914,3 600 1097,2 700 1280,1 800 1463,0 900 1645,8 1000 [828,7 1500 2743 2200 4023 Spitzbergen N bis Island O Grönland O 1 — 1," — 1.1 1 — 1,11 — 1,11 — 1," — i," — i,n — 1,11 — 1,11 -.,67 - [,67 Davisstraße + 3,33 + 1,67 + 1,67 Spitzbergen W bis 1 Island O j + 1,67 + 1,67 0" o° — o,55 bis + 0,55 — i,'i — 1,11 — 1,1 1 — 1,1 1 — 1,67 Island S bis | Nordamerika O | + 4,44 + 4,44 + 3,89 + 3,33 + 3,33 + 3,33 + 3,33 + 2,22 Spitzbergen S bis \ Norwegen W und N | + 1,67 + 2,22 — o,55 • -1,11 — 1,11 — 1,11 — i," Norwegen N bis 1 Neufundland J + 4,44 + 4,44 • Norwegen W Schottland W I Irland W bis Nordamerika 42 ° n B. | + 10 + 10 + 2,78 bis 3,89 + 8,89 o° bis + 0,55 + 7,78 + 4,44 — i,ii + 4,44 + 3,33 + 3,33 + 3,33 + 3,33 + 2.78 Frankreich W bis ( Straße von Gibraltar W | + 10 + 10 + 7,7* + 7,22 + 4,44 + 4,44 + 2,78 Mitteltemperatur aller Oceane 16 10 7 5,4 4,45 3,S9 3,33 2,94 2,62 2,2= 1,83 i,77 Der Salzgehalt des Meerwassers beträgt im ganzen arktischen Kaltwassergebiet sowohl an der Oberfläche wie auch am Meeresgrunde meistens 3,5 auf 100 Teile Wasser. Das ist der mittlere oceanische Salzgehalt, der nur an den Küsten und Eiskanten durch Süßwasser vermindert wird. Pantopoden, die nicht allein Schwankungen der Temperatur, sondern auch des Salzgehaltes ertragen, sind horizontal und bathy- metrisch weit verbreitet, z. B. Nymphou grossipes. Sie werden in gleichmäßig kalten Tiefen größer als an wechselwarmen Stellen. Manche der 52 hier angeführten Arten beruhen nur auf Beschreibungen einzelner Individuen. Sie wiegen deshalb in den Summen der arktischen und subarktischen Arten viel leichter als andere Species, deren Begriffe aus Vergleichungen vieler Individuen von verschiedenen Fundorten abgeleitet sind. Zahlen sind mathematische Zeichen für Naturkenntnisse, deren Wert häufig überschätzt wird. Unsere Kenntnisse über die Pantopoden des Meeresgrundes, welche in einiger Entfernung von den Küsten leben, ist so mangel- haft, daß die hier angegebenen Zahlen über arktische und subarktische Arten nur geringen Wert haben. Sicherlich werden weitere Tiefseeforschungen sie noch sehr verändern. Wie mathematische Ausdrücke in den Beschreibungen der Tiere, werden häufig auch Abbildungen dieser überschätzt. Die vollkommensten Photographien, die genauesten Zeichnungen, die schönsten gemalten Tierbilder, die besten schematischen Umrisse der Artformen haben stets individuelle Eigentümlichkeiten, die der geistigen Auffassung der Species durch den Darsteller entsprechen. Kein Bild stellt also die Natur der Species rein und voll dar. Jedes Bild fügt zu den schon untersuchten wirklichen Exemplaren nur noch ein künstliches Exemplar hinzu, das nur eine kleine Anzahl der vielen Eigenschaften der wirklichen Exemplare nachahmt. Diese Gedanken glaubte ich aussprechen zu müssen, weil mir die meisten hier angeführten Pantopoden nur durch Beschreibungen und Abbildungen bekannt geworden sind. 40 K. MOBIUS, Uebersicht der horizontalen Verbreitung der arktischen und subarktischen Pantopoden. c 42 V tu hfl SS 5°' n' - 0) s 7, (/) V cd CO CS Bl O K/J Z D - cü C M S E SS .S'S r- ■ u CA C a -C -I o C - K DO önland mark- iße d Wes land, Straße *-• D-:3 c C g K T3 2* g G c -t. =>s> O Z 3 > W yj O in C es c > c Z M ^2 oz J. Nymphonidae. Nymhon grossipes . . . . „ sluiteri „ microrhynckum . ,, bren'tarse . . . . „ micronyx . . . . „ serratuiii . . . . „ megalops . . . . ,. sarsi „ longimanum . . ., hoeki „ ström i „ longitarsc . . . . „ leptocheles . . . . „ elegans „ macrum . . . . ., groenlandicum . . „ brevicollum . . . Chaetonymphon spinosum . „ ienellum „ hirtum . . „ macronyx . Boreonymphon robustu/m . Paranymphon spinosum II. Pallenldae. Pallenc brcrirostris . . . . „ producta „ acus „ hastata Pseudopallene circularis ,, spinipes . . Cordyloehele malleolata . . „ loiigicollis . . ,, brevicollis . . Pallenopsis plumipes . . . III. PhoxichiUdidae. Plioxich ilidium femoratio» Anoplodactylus petiolatus „ tl/plllops . . IV. Ammotheidae. Ammothea cchinata . . . „ laevis ., spinosa . . . . ,, scabra . . . . V. Eurycydidae. Eurycyde hispida . . . . Aseorhynehus abyssi . . . „ tridens . . . VI. Colossendeidae, Colossendeis prdboscidea ,, aiajusta . . . „ cotossea . . . „ clarata . . . „ macerrima . . „ hü mäa? . . . VII. Pijcnogonidae. Pycnogonum littorale . . . „ crassirostre . Phoxichilus spi/nosus . . . + + + -r + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + "T + + + + + + + + + + + + + + + + + + +? + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + ■ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + . + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + Arktische und subarktische Pantopoden. 41 Nach unseren jetzigen Kenntnissen sind als rein arktische Pantopoden anzusehen folgende 23 Arten: N. micronychum, N. brevitarse, A 7 . micronyx, N. serratum, N. megalops, N. sarsi, N. longimanum, N. hoeki, N. groenlandicum, N. brevicollum , Chaetonymphon tenellum, Ch. hirium, Boreonymphon robustum, Pallene acus, P. hastala, Pseudopällene spinipes, Cordylochele malleolata, ('. longieollis, Pattenopsis plumipes, Eurycyde hispida, Ascorhynchus abyssi, A. tridens, Colossendeis proboscidia. Arktisch und subarktisch sind 17 Arten: Nymphon grossipes, N. sluiteri. N. strömi, N. leptocheles, N. elegans, N. macrum, Chaetonymphon spinosum, Ch. macronyx , Paranymphon spinosum, Palhne brevirostris, Pseudopällene circularis, Phoxichilidium femoratum, Anoplodactylus petiolatus, Colossendeis angusta, C. colossea, C. macerrima, Pycnogottum littorale. Nur subarktisch sind 8 Arten: Pallene producta, Anoplodactylus typhlops, Ammothea echinata, A. lar.vis, A. spinosa, A. scabra, Pycnogonum crassirostre, Phoxichilus sjnnosus. Ob Colossendeis clavata und minuta als arktische oder subarktische Arten anzusehen sind, ist nach den heutigen Kenntnissen derselben zweifelhaft. Cirkum polare Verbreitung ist von keiner Art bekannt. Wahrscheinlich sind folgende auf der östlichen und westlichen Hemisphäre gefundenen, rein arktischen Arten cirkumpolar verbreitet: Nymphon brevitarse, N. longitarse, N. leptocheles, N. elegans, N. macrum, N. groenlandicum, Boreonymphon robustum, Pseudo- /1 diene spinipes, Cordylochele malleolata, Colossendeis proboseidea. In gleichmäßig kalten tiefen Wasserschichten haben sich größere Pantopodenformen ausgebildet als in geringeren Tiefen mit höheren und wechselnden Temperaturen und schwachem Salzgehalte. Systematischer Teil. A. Litteratur und Verbreitung der nordatlantischen Arten. Farn. I. Nymphonidae. Rumpf deutlich segmentiert. Erwachsene Tiere mit gut ausgebildeten Scheren und Palpen. Der Rüssel ist walzenförmig und unbeweglich. Männchen und Weibchen haben Brutbeine (Eierträger). Gen. Nymphon. A. Augenhügel mit kegelförmiger Spitze. Nymphon grossipes (Fabr.) 1780 Pycnogonum grossipes, Fabricius, 229. 1789 11 V, Abildgaard, 67, Taf. 119, Fig. 5 — 9. 1844 v n KßÖYER, i< »8. 1849 n Qaimard (Kröyer), Taf. 36, Fig. 1 a— k 1873 ■• Möbius, 126. 1874 )5 H Fauna Arctica, Bd. 11. Bucholz, 396. 4 2 K. MÖBIUS, 1878 Pycnogonum grossipes, Wilson, 20, Taf. 7, Fig. la — g. 1880 „ ,. Wilson, 491, Taf. 6, Fig. 32—37; Taf. 7, Fig. 42. 1881 „ „ Hoek, 12, Taf. 1, Fig. 17-21. 1887 „ „ Hansen, 16, Taf. 18, Fig. 8, 8 a. 18SS „ .. Saks, 346. 1891 .. „ Sars, 65, Taf. 6, Fig. 2a-i. 1898 „ „ Cabpenter, 629. 1814 Nymphon gracüe, Leach, 45, Taf. 19, Fig. 1. 1837 „ „ Johnston, 380, Taf. 13, Fig. 9—12. 1876 „ „ Hoek, 241, Taf. 15, Fig. 11—13. 1881 .. ., Miees, 49. 1884 „ „ Hansen, 648. 1885 „ „ Hansen, 127, Taf. 7, Fig. IS. 1888 „ .. Sars, 345. 1891 „ „ Saes, 55, Taf. 5, Fig. 1 a— h. 1844 „ mixtum, Kköyer, 110. 1849 „ „ Gaimard (Keöyeri, Taf. 35, Fig. 2a— f. 1884 .. „ Hansen, 649. 1885 „ „ Hansen, 128, Taf. 7, Fig. 19. 1888 „ „ Sars, 346. 1891 „ „ Sars, US, Taf. 6, Fig. 3 a— i. 1851 „ glaciale, Lilljeisorg, 311. 1888 „ „ Saes, 346. 1891 „ „ Sars, 63, Taf. 6, Fig. 1 a— g. 1867 „ rubrum, Hodge, 41, Taf. 10, Fig. 1. 1888 .. „ Sars, 345. 1891 .. „ Sars, 58, Taf. 5, Fig. 2 a— k. 1898 .. piliferum, Caepentek, 628, Taf. 46, Fig. 1—13. Meine Ansicht, daß die Artbegriffe Nymphon gracüe Leach (1814), N. mixtum Kröyer (1844), N. glaciale Lilljeborg (1850), N. rubrum Hodge (1865) und N. piliferum Carpenter (1898) als Synonyme des älteren Artbegriffes N. grossipes Fabricius aufzufassen seien, gründet sich auf die Untersuchungen von 207 Exemplaren von 33 verschiedenen Fundorten, sowie auf Vergleichungen derselben mit den oben angeführten Beschreibungen und Abbildungen. Als ich an Bearbeitung der von Römer und Schaudinn 1898 gesammelten Pycnogoniden ging, nahm ich natürlich an, daß zwischen den von G. O. Sars in seiner höchst wertvollen Schrift über die Pycnogonidea der norwegischen nordatlantischen Expedition (1891) ausführlich beschriebenen und gut abgebildeten Nym2)hon-Arten auch in der Natur beständige trennende Unterschiede vorhanden seien. Ich fand auch viele Exemplare, die als die Formen grossipes und mixtum aufgefaßt werden konnten; einige ließen sich auch als Formen von N. gracüe und noch andere als Formen von N. glaciale ansehen. Außer diesen 4 Formen sind aber noch andere mit ihnen nicht ganz übereinstimmende vorhanden, die als neue Arten beschrieben werden müßten, wenn jene Artbegriffe wirklich beständigen Naturformen entsprächen. Alle sind sich sehr ähnlich in der Form des Rumpfes, der Größe und Entfernung der beintragenden Rumpffortsätze, in der Höhe und Zuspitzung des Augenhügels, in der Form der Scheren, der Taster, der eiertragenden Brutbeine und der Beschaffenheit der sägeartigen Dornen an deren letzten Gliedern, in der Zahl und Befestigung der Eierballen, der Länge der Beine und der verhältnismäßigen Größe ihrer Glieder. Bei allen ist das 2. Tarsalglied an der Unterseite mit einer größeren Zahl langer Dornen bewaffnet. Die Kralle ist sehr dick und ungefähr halb so lang wie das 2. Tarsalglied. Die Nebenklauen sind halb so lang wie die Klaue. Das 1. Tarsalglied ist bei vielen Formen ebenso lang wie das 2., nicht selten aber auch kürzer oder länger. Selbst an verschiedenen Beinen eines und desselben Individuums Arktische und subarktische Pantopoclen. 43 treten Tarsalglieder von ungleichen Größenverhältnissen auf. Wilson bildet (1878) Taf. 6, Fig. 37 vier verschiedene Tarsenformen von N. grossipes ab, Sars (1891) zwei verschiedene Formen Taf. 6, Fig. 2 g und 2 h. Die Autoren der Arten, die ich für synonym mit N. grossipes Fabr. halte, legen aber gerade Gewicht auf ein festes, beständiges Größenverhältnis zwischen den beiden Tarsalgliedern. Den Artbegriff N. grossipes (Fabr.) hat Kröyer (1844) kritisch beleuchtet und vervollständigt. Nach ihm ist das 1. Tarsalglied ebenso lang oder nur wenig länger als das 2. Bei der von Kröyer auf- gestellten neuen Species N. mixtum soll das erste Tarsusglied doppelt so lang sein als das zweite. Nach Lilljeborg sind bei seiner neuen Species Nymphon glaciale beide Tarsenglieder fast gleich lang. Die Species N. rubrum gründete Hodge 1867 auf ein einziges hellrotes Individuum, das an der Küste von Durham in tiefem Wasser gefunden wurde. Die Form, welche er beschreibt und abbildet, paßt sehr gut auf N. grossipes Fabr. Verschiedenfarbige Individuen sind bei mehreren Pantopodenarten bekannt geworden. Phoxichilidium femoratum fand Hansen purpurfarbig (Zoologia danica, p. 129), Wilson schwärz- lich, braun oder fast weiß (1880, p. 481). Unter einem Dutzend Individuen von Phoxichilus sjnnosus fand Hoek (18S2, p. 519) 6 grün, 4 braunrot. Lediglich auf eine ungewöhnliche Farbe darf keine neue Panto- podenspecies gegründet werden. Den Artbegriff Nymphon gracile hat Leach 1814 mit folgenden Worten in die Zoologie ein- geführt: „N. cinereum; femoribus cylindricis. In mari Britannico vulgatissimum. Slender Nymphon. Cinerous ; thighs cylindric. Inhabits the British sea everywhere , but as it never attains the size of Ström's Phalangium marinum [History of Söndmör, 208, Tab. 2, Fig. 16, which is referred to by Linnaeus 1 ) as his Phalangium grossipes], I am doubtful whether it be the same species." In der von Leach beigefügten Abbildung haben beide Tarsalglieder gleiche Länge. Johnston's (1837) Beschreibung von N. gracile enthält keine anderen Merkmale als der Artbegriff N. grossipes Fabr., Kröyer ; denn seine Bemerkung, daß das 1. Tarsalglied nur halb so lang sei, als das 2., hat keinen speeifischen Trennungswert. In seinen Abbildungen sind beide Tarsalglieder gleich lang. Johnston ist auch unsicher, ob nicht N. gracile Leach mit N. grossipes Fabr. synonym sei. Hoek ist (1876) über die Artberechtigung der Species gracile auch in Zweifel. Seine Abbildungen Taf. 15, Fig. 11 — 13 und Taf. 16, Fig. 18 passen auf mir vorliegende Exemplare, die bei Helgoland, in der Kieler Föhrde und an den dänischen Küsten gesammelt wurden. Auch 1882 hält Hoek noch weitere Unter- suchungen über die Artunterschiede der Nymphoji- Arten der englischen, französischen und holländischen Küsten für nötig. Seine Bilder von N. gracile, Taf. 23, Fig. 1—5, entsprechen den von mir bei N. grossipes Fabr. gefundenen Eigenschaften. Nach Hansen (1884 und 1885) ist N. gracile die häufigste Pycnogoniden-Species der dänischen Meer- gebiete. Die andere dort noch selten bei Hoellebaek in tiefem Wasser gefundene Art ist nach Hansen N. mixtum Kröyer. Nach den Beschreibungen und Abbildungen, die er in der populären Zoologia danica giebt, sind beide Arten sehr ähnlich; aber gracile ist kaum halb so groß wie mixtum. Auch die ausführliche Beschreibung, welche G. O. Sars (1891) von N. gracile giebt, hat mich nicht überzeugt, daß X. gracile Leach von 'N. grossipes Fabr. durch beständige, vererbliche speeifische Eigenschaften getrennt seien. Die Artbegriffe X. gracile, mixtum, glaciale und rubrum fallen also zusammen mit dem älteren Artbegriff Nymphon cft'ossipes. 11 Linke, Systema naturae, XII. 1767, p. 10^7. 44 K. MÖBIUS, Vom nördlichen Eismeere bis an die Westküste Frankreichs, an die Küsten Englands und selbst bis in die westliche Ostsee verbreitet, besitzt sie als eurytheme und euryhaline Species eine bedeutende Anpassungsfähigkeit an verschiedene biokönotische Verhältnisse; sie wird groß und vermehrt sich reichlich unter günstigen Verhältnissen; sie bleibt klein, wo Temperatur und Salzgehalt im Laufe der Jahreszeiten sehr differieren. N. grossipes verhält sich hierin wie viele andere in der westlichen Ostsee, an den Küsten der dänischen Inseln und in der Nordsee lebenden Tiere, z. B. Clupea harengus L., Nassa reticulata L., Mytilus edulis L.^Pycnogonum littorale (Ström), Gammarus locusta L., Priapulus priapus (L.), Aster acantlnon rubens (L.), Aurelia aurita (L.). Nymphon grossipes fand die deutsche Spitzbergen-Expedition 1898 auf den Stationen: 2 (Bären-Insel), 3, 4, 5, 8, 9, 15, 31, 32, 33, 34, 37, 44, 45, 46, 47 (Spitzbergen, Ostseite), 14 (Spitzbergen, Nordseite 80 x / 2 ° n. Br.), 12 (Spitzbergen, Westseite), 59 (Murmanküste), 56 (Weißes Meer). Nymphon grossipes lebt bei Franz-Josefs-Land, Nowaja Semlja im Karameer, bei Spitzbergen, (an Mayen, bei Russisch- und Norwegisch-Finmarken, an der Westküste Norwegens, im Kattegat, bei den dänischen Inseln, in der westlichen Ostsee, an den britischen Küsten, bei Holland, Belgien, Nordfrankreich, zwischen den Faröern und Island, zwischen Island und Grönland, an der Ost- und Westküste Grönlands, in der Davisstraße, bei Labrador, Neu-Schottland, an der Ostküste der Vereinigten Staaten bis Long Island (41 ° n. Br.). Das Verbreitungsgebiet reicht also im Osten vom 80 ° n. Br. bis zum 50 °, im Westen bis zum 41 ° n. Br. (Wilson). Man hat N. grossipes im flachen Küstenwasser nur 2 — 5 m tief, bei Franz-Josefs-Land 14 — 237 m tief (Carpenter), bei Spitzbergen und Grönland (Sars, Meinert) 1300— 1415 m tief gefunden, auf Mud, Schlick, Sand, Steinen, Schalen von Muscheln und Cirripeden, Wurmröhren, toten und lebenden Seepflanzen und Spongien in Temperaturen von 20 u bis — 2" C. Nymphon sVuiteri Hoek 1881 Nymphon sluüeri, Hoek, 18, Tai'. 2, Fig. 30—34. 1887 „ ., Hansen, 166, Taf. 18, Fig. 5 a, b. 1888 .. ., Sars, 347. 1891 ., .. Saks, 73, Taf. 7, Fig. 2 a— g. 1898 „ „ Carpenter, 630. 1899 „ ., Meinert, 36. Gefunden auf den Stationen der deutschen Spitzbergenfahrt 1898 18 (Spitzbergen, NW.) und 31 (König-Karls-Land), 480 und 36 m tief auf blauem Mud und kleinen Steinen. Nympihon sluiteri ist verbreitet vom 62° n. Br. (Faröer-Inseln) bis 8o° n. Br. (Franz-Josefs-Land). Bei Franz-Josefs-Land wurde es 237 m tief gefangen (Carpenter), im Karischen Meere 36 — 110 m tief (Hansen), in der Barentssee 292 m tief (Hoek), zwischen Finmarken und Bären-Insel 349 m tief, zwischen Faröer-Inseln und Jan Mayen 700 — 1444 m tief (Meinert). *Nymphon micronychum O. Sars 1 ) 1888 Nymphon micronychum, 0. Sars, 347. 1891 „ „ 0. Sars, 71, Taf. 7, Fig. 1 a— g. 1887 „ longitarse, Hansen (non Kröyeb), 169, Taf. 18, Fig. 7 a— c. Im Karischen Meere 73—91 m tief gefunden (Hansen, Sars). I) Ein Stern (*) vor dem Namen der Species zeigt an, daß sie auf den deutschen Spitzbergenfahrten im Jahre 1898 nicht gefangen wurde. Arktische und subarktische Pantopoden. ac B. Augenhügel abgestumpft. Nymphon brevitarse Kröy. 1844 Nymphon brevitarse, Kköyer, 115. 1849 „ „ Gaimard (Kröyer), Tat'. 36, Fig. 4 a — f. 1888 „ „ Sars, 346. 1891 „ „ Sars, 61, Taf. 5, Fig. 3 a— g. 1898 „ „ Carpenter, 627. 1899 ,, „ Meinert, 37. Die Olga-Expedition (Hartlaub) fand 1898 1 Exemplar bei dem Südcap von Spitzbergen 70 m tief auf grauem Mud und Steinen. Nymphon brevitarse wurde gefunden bei Nowaja Semlja auf Schlick- grund 18—23 m tief (Sars), bei Grönland 18 — 24 m tief (Kröyer), bei Franz-Josefs-Land 27 — 36 m tief (Carpenter), in der Dänemarkstraße 1383 — 1415 m tief bei 1,2° — 2,1° Temperatur (Meinert). *Nymphon micronyx O. Sars 1888 Nymphon micronyx, Saks, 350. 1891 „ „ Sars, 91, Taf. 9, Fig. 3 a— g. Gefunden bei Nowaja Semlja 3 — 27 m tief. Nymphon serratum O. Sars 1879 Nymphon serratum, Sars, 471. 1881 „ .. Hoek, 16, Taf. 1, Fig. 24—28; Taf. 2, Fig. 24. 1887 „ .. Hansen, 161, Taf. 18, Fig. 2 a— c. 1888 „ „ Sars, 351, No. 30. 1891 „ „ Sars, 95, Taf. 10, Fig. 2 a— h. L899 „ „ Meinert, 37. N. serratum wurde 1898 von Römer und Schaudinn auf den Stationen 4, 5 (Spitzbergen, O.), 13 (Spitzbergen, N.) und 33 (König-Karls-Land) 45—105 m tief auf Laminarien, blauem Schlick, rotem Lehm und Muschelschalen gefunden, ferner im Karischen Meere 94 m tief (Hansen), in der Barentssee 291 m (Hoek), zwischen der Bären-Insel und Spitzbergen 266 — 329 m , zwischen Island und Grönland , in der Davisstraße 82—2461 m tief (Meinert). Auf der Olga-Expedition wurde N. serratum westlich von der Bären-Insel von Dr. Hartlaub 132—165 m tief auf feinem Sand gefangen. *Nymj>hon megalops O. Sars 1877 Nymphon megalops, Sars, 366, No. 7. 1888 „ „ Sars, 352, No. 31. 1891 „ .. Sars, 98, Taf. 10, Fig. 3 a— g. 1899 „ ., Meinert, 37. Im arktischen Meere weit verbreitet, südwärts bis zu den Faröer-Inseln 61 ° 23' bei o° C. (Meinert), O. von Island, SW. von Spitzbergen 530—1358 m (Sars), bei Ostgrönland 1010 m (Hansen), Dänemark- straße 1544 m tief (Meinert) auf Steinen, Schalen und Mud. *Nymphon sarsi Mein. 1899 Nymphon Sarsii, Meinert, 38, Taf. 3, Fig. 1 — 6. Zwischen Faröer-Inseln und Island 493 m tief auf steinigem Thongrund I Exemplar. Temp. 5,3 ° C. 46 K. MÖBIUS, *Nymphon longimanum O. Sars 1888 Nymphon longimanum, Sars, 351, No. 29. 1891 „ „ Saes, 93, Taf. 10, Fig. 1 a— f. I Exemplar gefangen im Karischen Meere 109 m tief. 2) Die beiden letzten Palpenglieder lang und dünn. *NympJion lioeki Mein. 1899 Nymphon Eoekii, Meinert, 39, Taf. '■'., Fig. 7—13. In der Dänemarkstraße 1416 m tief gefangen, Temp. 2,1° C. Nymphon strömt Kröy. 1844 Nymphon Strömii, Kröyer, 111. 1849 „ „ Gaimard (Kröyer), Taf. 35, Fig. 3 a — f. 1869 .. ,. Norman, 301. 1877 ,. „ Miers, 109. '1878 „ ., Wilson, 17, Taf. C, Fig. 1 a— h. 1880 .. ,. Wilson, 485, Taf. 6, Fig. 29. 1881 ,. ,. Hoek, 9, Taf. 1, Fig. 9—16. 1891 „ „ Saes, 80, Taf. 8, Fig. 2 a— k. 1893 „ „ Norman, 153. 1899 ,. „ Meinert, 40. 1845 „ giganteum, Goodsir, 293. 1875 „ gracilipes, Heller, 16, Taf. 4, Fig. 15; Taf. 5, Fig. 1 — 2. 1888 Saes, 349, No. 25. 1891 .. .. Saes, 83, Taf. 8, Fig. 3 a— g. Die deutsche Spitzbergen -Expedition 1898 fand diese Nymplion-Art auf den Stationen 4, 25 (Spitzbergen, O.), 37 (Spitzbergen, NO.), 14, 39 (Spitzbergen, N.), 40 — 365 m tief auf Laminarien, Florideen,- Kalkalgen, Steinen und Schlickgrund; die Olga-Expedition 1898 (Hartlaub) in der Sassenbai, Spitz- bergen, W., auf Sand und Steinen 110 — 180 m tief, im Norden der Bären-Insel auf Schlick 110— 140 m tief. Nymphon strömi ist gefunden bei Franz -Josefs -Land (Heller), im Karischen Meere (Hansen), in der Barentssee (Hoek), an der Küste Norwegens bis zum Skager Rack und Kattegat (Sars), an den britischen Küsten (Goodsir, Norman), in der Dänemarkstraße und Davisstraße (Meinert), an den Küsten von Nord- amerika 82 n. Br. (Miers) und südwärts bis zum 42 ° n. Br. (Wilson) in geringen und größeren Tiefen (14 — 839 m) (Wilson, Sars) auf sehr verschiedenem Grunde. Im hohen Norden auf größeren Tiefen wird die Art groß, hat lange Klauen und kurze Neben - klauen ; in geringeren Tiefen und mehr wechselnder Temperatur bleibt sie kleiner und hat kürzere und dickere Klauen mit etwas größeren Nebenklauen. Für die Synonymie der HELLER'schen Species gracilipes mit strömi Kröyer haben sich auch Wilson, Hoek, Hansen und Meinert ausgesprochen. Nymphon longitarse Kröy. 1844 Nymphon longitarse, Ktoyer, 112. 1849 Gaimard (Kröyer), Taf. 36, Fig. 2 a— f. 1867 1878 1880 1881 1888 H'ODGE, 41. Wilson, 19, Taf. 7, Fig. 2 a— h. Wilson, 489, Taf. 6, Fig. 30, 31. Hoek, 15, Taf. 1, Fig. 22—23. Sars, 348, No. 22. Arktische und subarktische Pantopoden. 47 1891 Nymphon longitarse, Saes, 75, Taf. 7, Fig. 3 a— h. 1898 ., ,, Carpenter, 636. 1899 ., „ Meinert, 41. Die deutsche Expedition 1898 hat diese Art gefangen auf den Stationen 3, 44, 49, Spitzbergen, O. Sie ist gefunden bei Franz-Josefs-Land (Carpenter), im Karischen Meere (Sars), in der Barentssee (Hoek), an der ganzen norwegischen Küste (Sars), an der Ostküste Englands (Hodge), in der Davisstraße und Baffinsbay (Meinert), an der nordamerikanischen Ostküste bis nach Massachusetts. Sie lebt auf ver- schiedenem Grunde in Tiefen von 30 — 182 m. *Nymphon leptocheles O. Sars 1888 Nymphon leptocheles, 0. Saes, 348, No. 23. 1891 „ ., Sars, 78, Taf. 8, Fig. 1 a— i. 1893 „ ,, Norman, 153. 1899 „ „ Meinert, 43. Sars fand diese Art an der ganzen Küste Norwegens bis Finmarken und bei der Bären-Insel 50 — 253 m tief, Norman bei Norwegen 45 — 457 m tief, Meinert bei Island und in der Davisstraße 681 — 11 30 m tief. Nymphon elegans Hansen 1887 Nymphon elegans, Hansen, 165, Taf. 18, Fig. 4 a— d. 1888 „ .. Saes, 349, No. 26. 1891 , .. Saes, 86, Taf. 9, Fig. 1 a— g. 1898 , .. Carpenter, 631. 1899 .. ., Meinert, 42. Die deutsche Spitzbergenfahrt fand diese Art auf den Stationen 3 und 36 an der Ostseite Spitzbergens in 52—66 m Tiefe auf Mud und Steinen. Sie lebt an der norwegischen Küste bei Island, Jan Mayen, Bären-Insel, Spitzbergen, Karasee (Sars, Hansen), Franz-Josefs-Land (Carpenter), in der Dänemark- straße und bei Grönland (Meinert) 30 — 1358 m tief. *Nymphon macrxim Wilson L880 Nymphon nmcriim, Wilson, 487, Taf. 4, Fig. 21—23. 1888 ., ., Saes, 350. 1891 „ ., Saes, 89, Taf. 9, Fig. 2 a— g. 1893 „ „ Norman, 154. 1899 .. , Meinert, 43. Lebt an der Küste Norwegens, zwischen Finmarken und Bären-Insel (Sars), SW. von Island, in der Davisstraße (Meinert), an der Ostküste Nordamerikas bis 44 n. Br., Maine (Wilson), in Tiefen von 73 — 1095 m, meistens auf Mudgrund. *Nymphon groenlanclicum Mein. 1899 Nymjihon groenlanclicum, Meinest, 41, Taf. 3, Fig. 14 — 22. In der Davisstraße auf Steinen und grauem Schlick 551 m tief häufig. Bodentemperatur 3,8° C. * Nymphon brevicollum Hoek 1881 Ntjmphon brevicollum, Hoek, 45, Taf. 3, Fig. 13—15; Taf. 15, Fig. 12 — 13. S. von Halifax 43 3' n. Br. 151 m tief, i,S° C. 48 K. MÖBIUS, Gen. Chaetonymphon Sars. Chaetonymphon spinosum (Goods.) 1842 Nymphon spinosum, Goodsir, 139, Taf. 3, Fig. 3. 1844 „ „ Goodsik, 3, Taf. 1, Fig. 17, 18. 1888 Chaetonymphon spinosum, Saks, 353, No. 34. 1891 „ „ Sars, 107, Taf. 11, Fig. 3a-i. 1899 Nymphon spinosum, Meinert, 44. 1S55 „ hirtipes, Bell, 403, Taf. 35, Fig. 3. 1878 „ „ Wilson-, 22, Taf. 5, Fig. 3; Taf. 6, Fig. 2 a— k. 1881 „ „ Hoek, 6, Taf. 1, Fig. 1—8. 1887 „ .. Hansen, 159. 1888 Chaetonymphon hirtipes, Sars, 353, No. 33. 1891 ,. ,. Sars, 103, Taf. 11, Fig. 2a— k. 1898 „ „ Carrexter, 631. 1878 Nymphon hirtnm, Wilson, 495, Taf. 7, Fig. 38—41. 1893 Chaetonymphon spinosissimum ? Norman, 154. Wie Meinert halte auch ich Bell's Nymphoyi hirtipes für synonym mit Goodsir's N. spinosum. Zwischen den von Sars als verschiedene Arten ausführlich beschriebenen und vortrefflich abgebildeten Formen habe ich Uebergänge gefunden. Die Nebenkrallen sind nicht immer so kurz, wie man sie bei der Form hirtipes findet. Ich konnte 140 Exemplare untersuchen. Die weite Verbreitung der Art erklärt ihre Variabilität. Die deutsche Spitzbergen fahrt 1898 fand sie an der Westseite von Spitzbergen auf den Stationen 11, 13, 21, 22, im Norden auf den Stationen 13 und 14, in Nordwesst auf den Stationen 18 und 19, in Nordost auf den Stationen 36, 37, 38 und 39, im Osten auf den Stationen 3, 5, 8, 16, 25, 44, 48, 49, bei Kön ig -Karls- Land auf den Stationen 27, 31, 32, 33, an der Murman k üste auf den Stationen 57 und 59, im Weißen Meere auf Station 56, in Tiefen von 36— 480 m auf Pflanzen, Muschel- schalen, Steinen, Mud- und Schlickgrund. Die 1 ga- Expedit ion 1898 (Hartlaub) fand Nymphon spinosum bei der Bären-Insel und auf der Fahrt nach Spitzbergen 140 — 165 m tief auf Sand- und Schlick- grund. Frühere Expeditionen fanden N. spinosum an der britischen (Goodsir) und norwegischen Küste (Sars), bei Finmarken, Jan Mayen, im Karischen Meere, bei Spitzbergen (Sars), in der Barentssee (Hoek), bei Franz-Josefs- Land (Carpenter) , in der Dänemarkstraße, Davisstraße, an der grönländischen Küste 55—1506 m (Hansen, Miers, Meinert), an der Ostküste Nordamerikas bis Massachusetts (Wilson), auf verschiedenem Grunde in Tiefen von 45 — 1506 m. *Chaetonymp1ion tenellum O. Sars 1888 Chaetonymphon tenellum, Sars, 353, No. 35. 1891 ,. ., Sars, 109, Taf. 12, Fig. la— h. 1899 Nymphon tenellum, Meinert, 45. Gefunden westlich von Finmarken im nordatlantischen Ocean (Sars, Meinert) 790 — 1130 m tief. Chaetonymphon hirtum (F.) 1794 Nymphon hirtum, Fabricius, 417. 1844 ,. „ Kröyer, 113. 1849 „ „ Gaimard ( Kröyer 1, Taf. 36, Fig. 3 a— g. 1874 „ „ BrcHiioLz, 397. 1887 „ „ Hansen, 161. 1888 Chaetonymphon hirtum, Sars, 352. No. 32. 1891 .. ., Sars, Taf. 11, Fig. 1 a— g. Arktische und subarktische Pantopoden. 40 Im nordatlantischen Ocean 146—164 m tief zwischen Hydroiden gefunden (Sars), an der Ostküste Grönlands bei Spitzbergen (Buchholz). Cliaetonymphon macronyx O. Sars 1877 Nymphon macronyx, Sars, 365. 1881 „ „ ' Hoek, 95, Taf. 15, Fig. 1—7. 1887 „ „ Hansex, 167, Taf. 18, Fig. 6a— c. 1888 Cliaetonymphon macronyx, Sars, 354, No. 36. 1891 „ „ ' Saks, 111, Taf. 12, Fig. 2a-k. 1898 „ „ Carpenter, 632, Taf. 46, Fig. 14—16. 1899 Nymphon macronyx, Meinert, 43. Die Olga- Expedition fand I Exemplar westlich von der Bären-Insel auf Station 55 140 m tief. Vorher wurde Ch. macronyx von der Küste Norwegens, bei den Faröer-Inseln, Island, Jan Mayen, Spitz- bergen, im Karischen Meere (Sars, Meinert) und bei Franz-Josefs-Land gefunden (Carpenter) in Tiefen von 115— 1321 m. Gen. Boreonymphon O. Sars Boreonymphon robustum (Bell) 1855 Nymphon robustum, Bell, 409, Taf. 35, Fig. 4. 1877 „ „ Sars, 365. 1881 ,. „ Hoek, 20, Taf. 2, Fig. 35-40 (Barents). 1881 „ „ Hoek, 97 (Challenger). 1887 „ „ Hansen, 158, Taf. 18, Fig. 1. 1888 Boreonymphon robustum, Sars, 355. 1891 „ „ Sars, 115, Taf. 12, Fig. 3a-d. 1898 „ „ Carpenter, 633. 1899 Nymphon robustum, Meinert, 45, Taf. 3, Fig. 23—24. 1873 „ abyssorum, Wyv. Thomson (Norman), 129, Fig. 22. 1875 „ hians, Heller, 17, Taf. 5, Fig. 3—5. Die deutsche Spitzbergen- Expedition fand Boreonymphon robustum auf 8l° n. Br. im Norden von Spitzbergen, im Storefjord und bei König-Karls-Land (Station 39, 5 und 34) 65— 140 m tief auf gelbem Schlick, Wurmröhren und Steinen. Es wurde gefunden zwischen Norwegen und Island, südwärts bis zu den Faröer-Inseln (Sars), im Karischen Meere (Hansen), in der Barentssee (Hoek), bei Franz-Josefs-Land (Heller, Carpenter), in der Dänemarkstraße, an der Westküste Grönlands, in der Davisstraße (Meinert), im arktischen Nordamerika (Bell, Miers) 60— 1506 m tief. Gen. Paranymphon Caull. * Baratt ymphon spinosum Caull. 1896 Paranymphon spinosum, Caullery, 361, Taf. 12, Fig. 1—6. 1899 „ „ Meinert, 46, Taf. 4, Fig. 20-28. 1895 westlich von Frankreich im Busen von Gascogne 650— 1710 m tief gefunden (Caullery), dann auf der dänischen Ingolf-Expedition 1896 in der Davisstraße und in der Dänemarkstraße bis beinahe 65 ° n. Br., 384—1195 m tief auf weichem Mudgrunde. In der Dänemarkstraße betrug die Bodentemperatur 4,1°, in der Davisstraße 3,3°. Fauna Arcuca, Bd. II. 7 N. 50 K. MÖBIUS, Fam. IL Pallenidae. Mit Scheren. Palpen verkümmert oder fehlend. Rumpf deutlich segmentiert. Rüssel unbeweglich. Brutbeine bei Männchen und Weibchen. Gen. Pallene Johnst. *Pallene brevirostris Johnst. 1837 Pallene brevirostris, Johnston, 380, Taf. 13, Fig. 7—8. 1868 .. .. Grube, 28, Taf. 1, Fig. 5 a— c. 1876 „ „ Hoek, 237, Taf. 15, Fig. 4—7. 1882 „ „ Hoek, 511, Taf. 26, Fig. 17. 1884 ,. „ Hansen, 649. 1885 .. „ Hansen, 129, Taf. 7, Fig. 20. 1888 ., „ Sars, 342, No. 7. 1891 „ „ Sars, 32, Taf. 3, Fig. la— h. 1878 „ empusa, Wilson, 9, Taf. 3. Fig. 2 a— g. 1880 „ „ Wilson, 476, Taf. 2, Fig. 5—7. Pallene brevirostris lebt an der Nordküste von Frankreich, bei Holland (Hoek), bei Helgoland (Semper, Wilson), an den dänischen Inseln bis zum Kleinen Belt (Hansen), an der Küste Norwegens bis Nordland 68° n. Br. (Sars), an der Ostküste von Nordamerika, Connecticut (Wilson) im flachen Wasser bis 5 m tief zwischen Algen und Hydroidpolypen. *JPallene producta O. Sars 1888 Pallene producta, Sars, 342, No. 8. 1891 „ „ Sars, 36, Taf. 3, Fig. 2a-d. An der Küste Norwegens, im Amt Drontheim, 109 — 182 m tief auf Thonboden gefunden. *Pallene acus Mein. 1899 Pallene acus, Meinert, 48, Taf. 4, Fig. 8—13. In der Davisstraße auf blauem Schlickgrund 2237 m tief gefunden. Temperatur 2,4 °. *Pallene hastata Mein. 1899 Pallene hastata, Meinert, 49, Taf. 4, Fig. 14—19. In der Davisstraße 2727 m tief auf grauem Mud gefunden. Temperatui 1,5°. Gen. Psetidopallene Wilson 1878. * Pseudopal leite circularis (Goods.) 1842 Pallene circularis, Goodsir 1888 I'seudopallene circularis, Sars, 343, No. 'K 1891 „ „ Sars. 38, Taf. 3, Fig. 3 a— h. 1899 „ „ Meinert, 50. 1844 Pallene intermedia, Kröter, 119. 1849 „ „ Gaimard (Kröyer), Taf. 37, Fig. 2 a— 1. 1885 „ „ Jarztnsky (Wagner), 171. 1887 Pseudopallene intermedia, Hansen, 175, Taf. 19, Fig. 2 a — 1. Arktische und subarktische Pantopoden. 51 1844 Pallene discoidea, Keöter, 120. 1849 ,. „ Gaimaed (Keöyeb), Taf. 37, Fig. 3 a— g. 1878 Pseudopallene discoidea, Wilson, 12, Taf. 3, Fig. 3 a — c. 1854 Pallene hispida, Stimpson, 37. 1878 Pseudopallene hispida, Wilson, 10, Taf. 3, Fig. la — e. Pseudopallene circularis wurde gefunden bei Schottland (Goodsir), an der Westküste von Norwegen, bei Finmarken (Sars, Meinert), an der Murmanküste (Jarzynsky), bei Nowaja Semlja (Hansen), nördlich von Island (Meinert), an der Ostküste von Nordamerika bei Neubraunschweig (Stimpson) und Connecticut (Wilson). Sie lebt zwischen Algen und Hydroiden in geringen Tiefen von 10 — 100 m. Pseudopallene spinipes (O. Fabr.) 1780 Pycnogonum spinipes, 0. Fabeicius, 232. 1844 Pallene spinipes, Kröyee, 118. 1849 „ „ Gaimard (Kröyee), Taf. 37, Fig. 1 a — g. 1885 „ „ Jaezynsky (Wagner), 171. 1888 Pseudopallene spinipes, 0. Saks, 343, No. 10. 1891 „ „ Sars, 42, Taf. 3, Fig. 4 a— g. 1898 „ „ Carpenter, 627. Die deutsche Spitzbergen-Expedition fand diese Art an der Murmanküste 45 m tief auf Kalkalgen, Sand, Muschelschalen und Steinen, 86 m tief auf ähnlichem Grunde am Eingang in das Weiße Meer. Sie wurde früher gefunden an der Murmanküste von Jarzynsky, in der Karasee, an der Küste Finmarkens bis zu den Lofoten südwärts (Sars), nordwärts bis Franz-Josefs-Land (Carpenter) und Grönland (Fabricius, Kröyer), 11 — 380 m tief. Gen. Cordylochele O. Sars iü *Cordylochele malleolata (O. Sars) 1S79 Pallene malleolata, Sars, 469, No. 48. 1887 „ „ Hoek, 6, Taf. 1, Fig. 7. 1888 Cordylochele malleolata, Sars, 344, No. 11. 1891 „ „ Saks, 45, Taf. 4, Fig. 1 a— k. 1899 „ ,. Meinert, 50. Gefunden in der Karasee 73 — 91 m tief, zwischen Finmarken und der Bären-Insel, NW. von Spitz- bergen 348—820 m tief, vor der Küste Norwegens, in der Dänemarkstraße, Davisstraße, bei Grönland 376—565 m tief (Meinert). * Cordylochele longicollis O. Sars 1888 Cordylochele longicollis, Sars, 344, No. 12. 1891 .. „ Sars, 49, Taf. 4, Fig. 2 a— g. 1899 .. „ Meinert, 50. Gefunden an der norwegischen Küste bei Nordland und den Lofoten 182 — 218 m tief (Sars), SVV. von Island und in der Davisstraße 753 — 1129 m tief (Meinert). *Co)'di/loeIiele brevicollis O. Sars 1888 Cordylochele brevicollis, Sars, 344, No. 13. 1891 „ „ Sars, 51, Taf. 4, Fig. 3 a— g. Gefunden bei Vadsö an der norwegischen Küste 182 m tief auf Thongrund und im Karischen Meere 91 m tief (Sars). 7* 52 K. MÖBIUS, Gen. Pallenopsis Wilson 1880. * Pallenopsis plumipes Mein. 1899 Pallenopsis plumipes, Meinbrt, 51, Taf. 4, Fig. 1—7. Im nordatlantischen Meere 61 ° 32 ° n. Br. 1788 m tief auf grauem Thon und Globigerinenschlamm gefunden, Bodentemperatur 3,23° (Meinert). Farn. III. Phoxichilididae. Rumpf segmentiert. Mit Scheren, ohne Palpen. Rüssel unbeweglich an der Unterseite des ersten Segmentes schräg abwärts gerichtet. Brutbeine nur bei Männchen. Gen. Phoxichilidium M. Edw. 1840. * Phoxichilidium femoratum (Rathke) 1799 Phoxichilidium femoratum (Rathke), p. 201, Taf. 5, Fig. H 1 — 3. 1844 „ „ Kröter, 123. 1849 „ „ Gaimard (Kböyer), Taf. 38, Fig. 2 a— g. 1876 „ „ Hoek, 2-10, Taf. 15, Fig. 8—10. 1882 „ „ Hoek, 512, Taf. 26, Fig. 18—21; Taf. 27, Fig. 19. 1884 „ „ Hansen, 650. 1885 „ „ Hansen, 129, Taf. 7, Fig. 21. 1888 „ „ Sars, 340, No. 4. 1891 „ „ Saks, 21, Taf. 2, Fig. la-g. 1837 Orithya coccinea, Johnston, 378, Taf. 13, Fig. 4 — 6. 1844 Phoxichilidium coccineum, Goodsir, 2, Taf. 1, Fig. 6 — 8. 1847 „ „ Frey und Ledckart, 164. 1885 „ „ Jarzynsky (Wagner), 171. 1853 „ maxittare, Sttmpson, 37. 1878 „ „ Wilson, 12, Taf. 4, Fig. 1 a— e. 1880 „ „ Wilson, 480, Taf. 3, Fig. 12—15. Diese Art wurde gefunden an der Murmanküste (Jarzynsky), an der Küste Norwegens von Finmarken bis ins Skagerrack (Sars), an den dänischen Küsten bis in den Kleinen Belt (Hansen), an den britischen Küsten (Johnston), an der Nordküste von Frankreich, bei Holland und Helgoland (Hoek), bei Grönland (Kröyer) und an der Ostküste von Nordamerika südwärts bis nach Massachusetts (Stimpson, Wilson), unter Steinen, oft zusammen mit Pycnogonum littorale, im flachen Wasser, kommt aber auch bis 182 m tief vor. Gen. Anoplodactylus Wilson 1878. ^Anoplodactylus petiolatus (Kröyer) 1844 Phoxichilidium petiolatum, Kröyer, 123. 1849 „ „ Gaimard (Kröyer), Taf. 38, Fig. 3 a— f. 1884 „ „ Hansen, 650. 1885 „ „ Hansen, 130, Taf. 7, Fig. 22. 1888 Anoplodactylus petiolatus, Sars, 341, No. 5. 1891 „ „ Sars, 25, Taf. 2, Fig. 2a— 1. 1893 „ „ Norman, 152. 1847 Phoxichilidium mutilatum, Frey und Leuckart, 165. 1874 .. „ Semper, 271, Taf. 17, Fig. 12—16. Arktische und subarktische Pantopoden. 53 1864 Pallene pygmaea Hodge, 116, Taf. 13, Fig. 16 — 17. 1882 Phoxichilidium pygmaeum, Hoek, 514, Taf. 26—27, Fig. 22—25. 1878 Anoplodactylus lentus, Wilson, 14, Taf. 4, Fig. 3 a — e. 1880 „ „ Wilson, 482, Taf. 3, Fig. 16—18. 1881 Phoxichilidium longicolle, Dohrn, 177, Taf. 13, Fig. 1 — 8. 1881 „ exiguum, Dohrn, 181, Taf. 12, Fig. 19—22. Im flachen Wasser 10—22 m tief auf Mudgrund gefunden an der norwegischen Küste bei Arendal, Drontheim, Nordland (Sars, Norman), an den dänischen Küsten bis in den Sund, Grossen und Kleinen Belt (Hansen), bei England (Hodge), Helgoland auf Tubularien (Frey und Leuckart, Semper), Holland, Nordfrankreich (Hoek), an der spanischen Küste (Norman), im Golf von Neapel auf Bryozoen 14 m tief (Dohrn). An der Ostküste von Nordamerika lebt diese Art an Polypenstöcken und Ascidien bis 11 m tief (Wilson). * Anoplodactylus typhlops O. Sars 1888 Anoplodactylus typhlops, Sars, 341, No. 6. 1891 „ „ Sars, 29, Taf. 2, Fig. 3 a— e. Bei Magno, S. von Drontheimfjord 182 m tief gefunden (Sars). Farn. IV. Ammotheidae. Rumpf undeutlich segmentiert. Scheren verkümmert oder fehlend. Palpen gegliedert. Rüssel spindel- förmig, beweglich. Brutbeine bei Männchen und Weibchen. Gen. Ammothea Leach 1815. *Ammothea echinata Hodge 1864 Achelia echinata, Hodge, 115, Taf. 12, Fig. 7—10. 1868 „ „ Grube, 27, Taf. 1, Fig. 6. 1882 Ammothea echinata, Hoek, 509, Taf. 25, Fig. 14—16. 1888 „ „ 0. Saks, 355, No. 38. 1891 „ „ Sars, 120, Taf. 13, Fig. la— m. 1864 Ammothea brevipes, Hodge, 114, Taf. 12, Fig. 1 — 4. 1878 Ammothea acheloides, Wilson, 16, Taf. 5, Fig. la— e. 1880 „ „ Wilson, 484, Taf. 4, Fig. 19—20. 1881 Ammothea fibulifera, Dohrn, 141, Taf. 4, Fig. 1—22. Ammothea echinata lebt im flachen Wasser an der Westküste Norwegens bis 37 m tief (Sars). Sie wurde gefunden an der britischen Küste (Hodge), bei Holland, Nordfrankreich (Hoek, Grube) und im Golf von Neapel 8 — 10 m tief (Dohrn). Die von Wilson angegebene Verschiedenheit zwischen brevipes Hodge (= echinata Hodge) und seiner Art acheloides halte ich nicht für ausreichend, um einen neuen Artbegriff für die bei Neubraunschweig gefundenen Exemplare aufzustellen. * Aminot hea laevis (Hodge) 1864 Achelia laevis, Hodge, 115, Taf. 13, Fig. 12. 1*91 Ammothea laevis, Sars, 124, Taf. 13, Fig. 2a— m. An der englischen Küste (Hodge) und an der norwegischen Küste bei Christiansund 38—56 m tief auf Algen und Bryozoen nur 2 Exemplare gefunden. Vielleicht fällt diese Art zusammen mit A. echinata. 54 K. MÖBIUS, *Aminothea spinosa (Stps.) 1853 Zetes spinosa, Stimpson, 37. 1878 Achelia spinosa, Wilson, 7, Taf. 2, Fig. la— h. 1880 „ .. Wilson, 473, Taf. 1, Fig. 4; Taf. 2, Fig. 8. An der Ostküste Nordamerikas, von Neubraunschweig bis Block Island (41 ° n. Br.) auf Ascidien, Hydroidpolypen, unter Steinen bis 62 m tief. *A)Hi}tothea scnbra (Wilson) 1880' Achelia scabra, Wilson, 475. An der Ostküste Nordamerikas wurden 2 Exemplare gefunden. Ammothea spinosa und scabra sind wahrscheinlich nur lokale Formen von A. echinata (Hodge). Farn. V. Eurycydidae. Rumpf deutlich segmentiert. Rüssel beweglich unter den Rumpf gebogen. Scheren mehr oder weniger verkümmert. Hand klein. Palpen lang. Brutbeine bei Männchen und Weibchen. Beine ohne Neben- klauen. Gen. Etivycyde Schiödte 1857. Eurycyde hispida (Kröy.) 1844 Zetes hispidus, Kröyer, 117. 1849 „ „ Gaimaed (Keöyer), Taf. 38, Fig. la— h. 1885 „ ,. Jarzynsky (Wagner), 171. 1857 Eurycyde hispida, Schiödte, 71. 1887 „ ,. Hansen, 171, Taf. 19, Fig. la— b. 1888 „ „ Sars, 356, No. 40. 1891 „ .. Sars, 128, Taf. 14, Fig. la— g. Gefunden auf der deutschen Spitzbergen- Expedition 1898 auf Station 33 bei König-Karls- Land 105 m tief auf Steinen, blauem Schlick- und Muschelgrund, vorher in der Karasee (Hansen), an der Murmanküste (Jarzynsky), an der Küste Norwegens 91— 182 m tief, zwischen Finmarken und Bären-Insel (Sars) und an der Ostküste Grönlands (Kröyer). Gen. Ascorhynchus O. Sars 1876. * Ascorhynchus abyssi O. Sars 1877 Ascorhynchus ahyssi, Sars, 367, No. 8. 1888 ,. ,. Sars, 356, No. 41. 1891 „ „ Sars, 133, Taf. 14, Fig. 2 a— t, Gefunden vom 63. bis 78. ° n. Br. SW. von den Lofoten, zwischen Faröer-Insel und Island, zwischen Bären-Insel, Spitzbergen, Jan Mayen und Grönland 1976—2758 m tief (Sars). * Ascorhynchus tridens Mein. 1899 Ascorhynchns tridens, Meinert, 55, Taf. 5, Fig. 7 — 18. Südöstlich von Grönland 932—2464 m tief auf graubraunem und blauem Mud und Biloculin-Mud, Temp. o,6° bis i,i° (Meinert). Diese Art ist nur wenig verschieden von A. abyssi O. Sars. Arktische und subarktische Pantopoden. er Farn. VI. Colossendeidae. Rumpf nicht segmentiert. Rüssel gross, unbeweglich. Scheren fehlen erwachsenen Individuen. Palpen gegliedert. Brutbeine bei Männchen uud Weibchen. Gen. Colossendeis Jarzynsky 1870. Colossendeis proboscidea (Sab.) 1824 Plioxichilus proboscideus, Sabine, C'CXXVI. 1877 Colossendeis proboscidea, Sars, 368. 1881 „ „ Hoek, 22, Taf. 2, Fig. 41—42. 1887 .. ., Hansen, 174. 1888 .. ,. Sars, 356, No. 42. 1891 .. „ Sars, 138, Taf. 15, Fig. la— d. 1898 „ „ Carpenter, 633. 1899 „ „ Meinert, 57. 1885 Colossendeis borealis, Jarzynsky (Wagner i, 171. 1881 Anomorhynchus Smithi, Miers, 50, Taf. 7, Fig. 6 — 8. Die Olga-Expedition (Hartlaub) fand viele Exemplare im W. der Bären-Insel 84 — 165 m tief auf Sand- und Schlickgrund. Das Verbreitungsgebiet reicht vom 64 ° bis zum 80 ° n. Br. Fundstätten sind: Storeggenbank zwischen Norwegen und Faröer-Inseln 753 m tief (Sars), Faröerkanal (Hoek), Jan Mayen (Meinert), Murmanküste ( Jarrzynsky), Barentssee (Hoek), Karasee (Hansen), sibirische Küste (Stuxberg), Franz-Josefs-Land 54 m (Miers, Carpenter), Davisstraße, Grönland 753 — 1320 m tief (Meinert), arktisches Nordamerika (Sabine). ^Colossendeis angusta O. Sars 1877 Colossendeis angusta, Sars, 368. 1881 „ „ Wilson, 243, Taf. 8, Fig. 8 und 13. 1887 „ „ Hoek, 5, Taf. 1, Fig. 8. 1887 „ „ Hansen, 175. 1888 „ „ Sars, 356, No. 43. 1891 „ .. Sars, 140, Taf. 15, Fig. 2 a— f. 1899 „ .. Meinert, 59, Taf. 5, Fig. 21—22. Zwischen Norwegen und den Faröer-Inseln, bei den Lofoten, der Bären-Insel (Hoek, Sars), Jan Mayen, Island, Grönland (Meinert), Karasee (Hansen), an der Ostküste Nordamerikas bis 38 ° n. Br. auf Tiefen von 96 — 2270 m. Die meisten wurden 1300 -1500 m tief gefunden (Meinert). ^Colossendeis colossea Wilson 1881 Colossendeis colossea, Wilson, 244, Taf. 1, Fig. 1 ; Taf. 3, Fig. 5—7. 1899 „ „ Meinert, 58. Gefunden an der Ostküste von Nordamerika zwischen 38 "45' und 41 ° 33' n. Br. 958—2022 m tief (Wilson), im Nord-Atlantik 61 ° 44' n. Br. 2137 m und in der Dänemarkstraße 2448 m tief (Meinert). Nach Meinert ist C. colossea Wilson nicht identisch mit gigas Hoek, wofür sich Hoek und Schimkevvitsch aus- gesprochen haben. *Colossendeis clavata Mein. 1899 Colossendeis clavata, Meinert, 57, Taf. 5, Fig. 19—20. Südlich von Island wurde 1 Exemplar i960 m tief gefunden, Temperatur 3,1 ° (Meinert). 56 K. MÖBIUS, * Colossendeis macerrima Wilson 1881 Colossendeis macerrima, Wilson, 246, Taf. 1, Fig. 2; Taf. 3, Fig. 9 — 12; Taf. 5. Fig. 32. 1899 „ „ Meinert, 60. ?1896 Colossendeis leptorhynchus, Hoek ; var. septentrionalis, Caullery, 362. An der Nordostküste von Amerika 38" 18' n. Br. 1685 m tief (Wilson), zwischen Island und Grön- land 143 und 2448 m tief (Meinert), und (?) im Golf von Gascogne 1710 m (Caullery). Hoek hält seine Species leptorhynchus, beschrieben im Challenger-Report 1881, p. 64, Taf. 8, Fig. 3—7, im Schlußwort p. 147 für sehr ähnlich, wenn nicht identisch mit macerrima Wilson. Erweist sich diese Ansicht als richtig, dann lebt macerrima nicht bloß im nordatlantischen, sondern auch in großen kalten Tiefen, 2500—2900 m, des südatlantischen Meeres zwischen 33 ° 42' bis 51° s. Br. in Temperaturen von 0,8 ° bis 1,5° C, 730 m tief bei 7,9° C auf 51 ° 30' s. Br. *Colossendeis minuta Hoek 1881 Colossendeis minuta, Hoek, 73, Taf. 10, Fig. 12—14. Ein vielleicht nicht ganz ausgewachsenes Exemplar wurde südlich von Halifax, Neuschottland, 2213 m tief bei 2,8" C Bodentemperatur auf grauem Mud gefangen. Hoek bemerkt, daß es nach der Form des Rüssels zwischen C. leptorhynchus und C. gracdis steht. Sehr wünschenswert sind Vergleichungen vieler Exemplare aller der Formen, welche zur Auf- stellung der Artbegriffe Colossendeis angusta, macerrima, colossea, gigas, leptorhynchus, gracilis, minuta und clavata gedient haben. Farn. VII. Pycnogonidae. Rumpf deutlich segmentiert. Ohne Scheren, ohne Palpen. Brutbeine haben nur die Männchen. 1762 Phalangium 1 764 Pycnogonum 1780 1789 1837 1840 1843 1844 1845 1849 1869 1869 1873 1877 1880 1881 1882 1884 1885 Gen. Pycnogonum Brünnich 1764. Pycnogonum littorale (Ström) littorale, Ström I, 209, Taf. 1, Fig. 17. littorale, Brünnich, 87, Fig. 4. Fabricius, 233. Abildgaard, 68, Taf. 119, Fig. 10—12. Johnston, 376, Taf. 13, Fig. 1 — 3. Milne-Edwards, 537. Thompson, 270. Oersted, 73. Kröver, 126. Gaimard (Kröter), Taf. 38, Fig. 4a— e. Grube, 64 (S.A.). Norman, 301. Möbiü.s, 153. Hoek, 236. Wilson, 469, Taf. 1, Fig. 1—3. Hoek, 99. Hoek, 520. Hansen, 652. Jarzynsky (Wagner), 171. Arktische und subarktische Pantopoden. cy 1888 Pycnogonum littorale, Sars, 339. 1891 „ „ Sars, 7, Taf. 1, Fig. la— e. 1893 „ „ Möbius, 76. 1896 „ „ Caullerv, 363. 1766 Acarus marinus s Polygonopus, Pallas, 188, Taf. 14, Fig. 21 — 23. 1767 Phalangium bnlaenarum, Linne, 1028. 1804- .. „ Latreille, 332. 1844 .. .. Goodsie, 1, Taf. 1, Fig. 1. 1854 „ pelagicum, Stimpson, 37. Pycnogonum littorale lebt an den europäischen Küsten vom 71 ° bis zum 45 °, an den ostamerikanischen von Grönland (66°) bis Long Island (40 °). Es wurde gefunden im Weißen Meere und an der Murman- küste (Jarzynsky, Hansen), in Finmarken, bei den Lofoten und an anderen Stellen der norwegischen Küste (Ström, Brünnich, O. F. Müller, Kröyer, Sars, Möbius), im Kattegat, Sund, Großen und Kleinen Belt (Örsted, Möbius, Hansen), auf Nordsee-Austern bänken , an den britischen Küsten (Johnston, Thompson, Goodsir, Norman), an der holländischen und belgischen Küste (Pallas, Hoek), an der Westküste Frankreichs (Milne-Edwards, Grube, Caullery), bei Island (Kröyer), Grönland (Fabricius), an der Ostküste von Nordamerika (Stimpson, Wilson). Im flachen Wasser lebt Pycnogonum unter Steinen, an Actinien, an Pflanzen, in größeren Tiefen auf Sand und Mudgrund. An der schottischen Küste ist es bis 97 m tief gefangen worden (Hoek), an der norwegischen bis 150 m (Sars), vor der Westküste Frankreichs 400 m, an der Ost- küste von Nordamerika bis 742 m tief (Wilson). In gleichmäßig kalten Regionen wird es größer als in wechselwarmen. *I*ycnogonwm crassirostre O. Sars 188S Pycnogonum crassirostre, G. 0. Sars, 340. 1891 .. „ G. 0. Sars, 12, Taf. 1, Fig. 2, 2 a— li. 1894 .. „ Norman, 151. 1899 „ „ Meinert, 61. Von diesem schlanken, dickrüsseligen Pycnogonum wurden nur wenige Exemplare an der norwegischen Küste und bei Island 54 — 143 m tief in 6 — 7 warmem Bodenwasser gefunden. Gen. Phoxichilus Latreille 1816. *Phoxichilus spinosus (Mont.) 1808 Phalangium spinosum. Montagu, 100, Taf. 5, Fig. 7 a, b. 1837 Phoxichilus spinosus, Johnston, 377. 1844 ,. ,. Goodsir, 2, Taf. 1, Fig. 3—5. 1844 „ „ Kröyer, 125. 1849 ,. „ Gaimard (Kröyer), Taf. 35, Fig. la— f. 1882 .. „ Hoek, 518, Taf. 27, Fig. 29: Taf. 28, Fig. 33. 1888 .. „ Sars, 340, No. 3. 1891 „ ,. Sars, 15, Taf. 1, Fig. 3, 3 a— g. 1898 „ .. Kerville, 354. 1843 Endeis gracilis, Philippi, 176, Taf. 9, Fig. la— b. 1867 Phoxichilus inermis, Hesse, 199. 1869 „ laevis, Grube, 50, Taf. 1, Fig. la — c. 1881 ,. vulgaris, Dohrn, 169, Taf. 10, Fig. 6; Taf. 10a, Fig. 16 — 20; Taf. 11, Fig. 1—10, 12, 13, 16—27. Fauna Arctica, Bd. II. 8 58 K. MÖBIUS, Phoxichilus spinosus lebt an der Westküste Norwegens bis 60 ° n. Br. (Sars, Kröyer), an den Küsten von Schottland und England (Leach, Montagu), Nordfrankreich (Grube, Hoek, Kerville), im Golf von Neapel im flachen Wasser 1 — 2 m tief an Polypenstöcken und Ascidien. B. Zusammenstellung der Pantopoden, welche südwärts von dem 30° s. Br. in kaltem Wasser gefunden worden sind. I. Nymphonidae. Nymphon procerum Hoek 1881, 39. W. von Valparaiso, 33 ° 31' s. Br., 74 ° 43' w. L., 3948 m, Temp. 1,1 ° C. Nymphon longicollum Hoek, 1881, 40. W. von Chili, 34 ° 7' s. Br., 73 ° 56' w. L., 4060 m, Temp. 1,3° C. Diese Art steht N. longitarse Kröy. nahe. Nymphon phasmodes Böhm 1879, 173. SW. vom Cap der guten Hoffnung, 94 m. Nymphon antarcticum Pfeffer 1889, 41. Süd-Georgien. Nymphon brevicaudatum Miers 1879, 212. Kerguelen. Nahe verwandt mit N brevitarse Kröyer Nymphon brachyrhynchus Hoek 1881, 47. Kerguelen, 82—220 m. Aehnlich N. strömi Kröyer Nymphon hamatum Hoek i88i, 36. Crozet-Inseln, 2513 — 2925 m, Temp. 1,5° bis 0,8 n . Nymphon fuscum Hoek 1881, 48. Kerguelen, 45 m. Aehnlich N. gracilipes Miers Nymphon meridionale Hoek 1881, 43. 65 ° 42' s. Br., 79 49' ö. L., 3062 m. Aehnlich N. gracilipes Miers Nymphon gracilipes Miers Kerguelen. Den Namen Nymphon gracilipes, womit Heller 1875 die subarktisch-arktische Art Nymphon strömi bezeichnete (s. p. 46) gab Miers in demselben Jahre einer bei den Kerguelen gefundenen Art, die nicht mit N. strömi übereinstimmt. Nachdem er von der Verwendung des Speciesnamens gracilipes für eine nordische Nynqjhon-Art Kenntnis erhalten hatte, gab er 1879 (p. 211) seiner antarktischen Art den Namen antarcticum. Sie ist nach seiner Ansicht Nymphon grossipes O. Fabr. ähnlich, weicht aber von dieser ab durch die Form des Nackens und der Beine. Nymphon gracilipes Miers hat Böhm 1879 ausführlicher beschrieben und besser abgebildet als Miers. Den Namen gracilipes einzuziehen, ist nicht nötig, weil Nymphon gracilipes Heller mit Nymphon strömi synonym ist. G. Pfeffer hat daher auch den Speciesnamen antarcticum für eine von ihm aufgestellte Art verwendet. Nymphon compactum Hoek 1881, 41. Auckland, 40° 28' s. Br., 177 ° 43' ö. L., 2010 m, 2 ° C. Nymphon longicoxa Hoek 1881, 38. Auckland, 40 ° 28' s. Br., 177 ° 43' ö. L., 2010 m, 2° C. Arktische und subarktische Pantopoden. cg Nymphon gracile Leach (Johnston) benennt W. Schimkewitsch (1890, p. 21) eine Nymphon-Form, die während der Reise des Vettor Pisani auf Macrocystis bei Cabo de las Vergenes (am Osteingang in die Magellanstraße) in einem eiertragenden Individuum gefunden wurde. Die Länge ihres Körpers beträgt 2 3 /i mm i die Länge der Beine 9— 9V4 mm - Die Hauptkralle ist viel kürzer als bei den von Hoek (als N. gracile) abgebildeten Tieren. Bei allen Nymjihon-Formen, die ich für N. grossipes halte, also auch für N. gracile nach Leach, Johnston, Hoek u. a., ist die Hauptkralle wenigstens halb so lang wie das 2. Tarsalglied. Das zeigen auch alle guten Abbildungen der Species grossipes und deren Synonyma, auch die von Schimkewitsch citierten. Das auf Macrocystis gefundene Nymphon ist also nicht N. gracile Leach = N. grossipes Fabr. und darf daher nicht als Beweis des Vorkommens dieser Art bei Cap de las Vergenes (Capo Vergini) angesehen werden. II. Pallenidae. Pallene dimorpha Hoek 1898, 290. Kerguelen, 82 — 220 m. III. Phoxichilididae. Phoxichilidium patagonicum Hoek 1881, 84. Nicht fern von Patagonien 46 ° 53' s. Br., 75 ° 11' w. L. ; 50 u 10' s. Br., 74 ° 42' w. L. ; 52 ° 20' s. Br., 68" w. L., 82—319 m, 8,8" C. Phoxichilidium patagonicum, var. elegans Hoek, 1881, 86. 37" 17' s. Br., 52« 53' w. L., 1097 m, 2,7° C. Phoxichilidium pilosum Hoek 1881, 90. 46 " 16' s. Br., 48° 27' ö. L., 2925 m, 0,8° C, 53" 48' s. B., 108° 35' ö. L., 3565 m. Anoplodactylus neglectus Hoek 1898, 293. Prinz Edward-Inseln, Crozet-Inseln, 2569 — 2970 m. IV. Ammotheidae. Ammothea claussi Pfeffer 1889, 45. Süd-Georgien. Ammothea grandis Pfeffer 1889, 43. Süd-Georgien. Ammothea hoelei Pfeffer 1889, 46. Süd-Georgien. Tanystylum styligerum Miers 1879, 213. Kerguelen, 9 — 12 m. Tanystylum dohrni (Pfeffer) 1889, 48. Süd-Georgien. Der Gattungsbegriff Clofcnia, von Dohrn 1881 aufgestellt, ist synonym mit Tanystylum Miers (1879). Die Species Tanystylum dohrnii Schimkewitsch, gefunden bei den Abrolhos an der Küste Brasiliens, beschrieben 1890, 4, muß einen anderen Artnamen erhalten, weil ihn Pfeffer schon vorher verwendet hatte. /«O ÖO K. MÖBIUS, V. Eurycydidae. Ascorliynchus glaber Hoek 1881, 53. Bei den Prinz-Edward- und Crozet-Inseln, 46 ° 46' s. Br., 45" 31' ö. L., 2513 m, Temp. 1,5° C. Steht Ascorliynchus abyssi Sars nahe. VI. Colossendeidae. Colossendeis media Hoek 1881, 71. Chili, 34 r s. Br., 73 ° 56' w. L., 4068 m, 1,3° C. Colossendeis gigas Hoek 1881. Chili, 33 42' s. Br., 78 13' w. L., 2514 m, i,5°C. Prinz-Edward-Inseln 46 46' s. Br , 45 ° 31' ö. L. und 46 16' s. Br., 48 27' ö. L., 2514—2926 m, 1,5° bis o,8° C. Colossendeis leplorhynchus Hoek 1881, 64 und 147. Chili, Prinz-Edward-Inseln zusammen mit C. gigas, außer dem noch bei Patagonien, 51 ° 30' s. Br., 74 3' w. L., 731 m, 7,9° C. Vielleicht identisch mit C. macerrima Wils. (p. 56). Colossendeis breviceps Hoek 1881, 70. Oestlich von Südamerika, 36 ° 44' s. Br., 46 16' w. L., 4864 m. Colossendeis megalongx Hoek 1881, 67. Von Patagonien bis Kerguelen 51 ° — 52 ° s. Br., 100 — 219 m i 7 bis 8° C. Colossendeis robusta Hoek 1881, 66. Kerguelen, 219 m. Colossendeis gracilis Hoek 1881, 69. Südlich vom Cap der guten Hoffnung, 46 iö' s. Br., 48 ° 27' ö. L., 2926 m, 0,8 ° C. ; 46 ° 46' s. Br., 45 31' ö. L., 2014 m, 1,5° C. VII. Pycnogonidae. Pycnogonum magellanicum Hoek 1898, 296. 52 ° 20' s. Br., 68° w. L., 100 m, 8,8° C. Auf der „Gazellen"-Expedition wurde bei den Kerguelen ein männliches Pycnogonum mit Eierhaufen gefunden, welches R. Böhm (1879 p. 191) für Pycnogonum littorale (Ström) hielt. Er schreibt darüber: „Es hat zwar ein auffallend wenig zugespitztes Rostrum, sowie auf dem ersten Thorakalsegment hinter dem Augenhöcker nicht einen, sondern 2 nebeneinander stehende, sehr kleine Buckel, stimmt indes in allen wesentlichen Merkmalen sonst so sehr mit Pycnogonum littorale überein, daß ich es von diesem specifisch nicht zu trennen wage." Ich habe dieses Exemplar mit mehreren Exemplaren von Pycnogonum littorale von schleswigschen Austernbänken verglichen. Bei diesen ist der Rüssel so lang wie die beiden folgenden Rumpfsegmente zusammen; bei dem Pycnogonum von den Kerguelen hat der Rüssel die Länge der drei folgenden Segmente. Vorn ist er, wie schon Böhm bemerkt hat, viel weniger zugespitzt als bei Pycnogonum littorale. Die von Böhm erwähnten 2 kleinen Buckel hinter dem Augenhügel liegen diesem viel näher, als der eine kleine Buckel bei Pycnogonum littorale. Bei diesem ist der Rumpfanhang kürzer und hinten breiter als bei der Form von den Kerguelen. Ich halte daher diese für eine besondere Art, nenne sie Pycnogonum magnirostre und werde sie mit den von der Valdivia-Expedition gesammelten Pantopoden ausführlicher beschreiben und auch abbilden. Arktische und subarktische Pantopoden. 6l In dem Kaltwassergebiete des Südmeeres sind bis jetzt also keine Pantopoden gefunden worden, die nach der Ansicht ihrer Beschreiber mit Arten des kalten nordatlantischen Oceans ohne jeden Zweifel übereinstimmen. Doch leben dort Vertreter aller Pantopodenfamilien. Die meisten Arten des Südmeeres sind von nordatlantischen nicht mehr verschieden, als nordatlantische Arten einer und derselben Gattung voneinander abweichen. Die Gattungen Nymphon und Colossendeis sind nicht bloß im Norden, sondern auch im Süden reich an Arten. Die größten Pantopoden haben sich ausgebildet auf dem kalten, dunklen, ruhigen Meeresgrunde, der Todesstätte der Planktonwesen. Diese ihrer Natur günstigsten allgemeinen Lebensbedingungen finden sie in den kalten oceanischen Tiefen von Pol zu Pol. Völlige Gleichheit derselben ist in einem so ausgedehnten Verbreitungsgebiete nicht zu erwarten. Es ist daher sehr begreiflich, daß unter ungleichen biocönotischen Verhältnissen verschiedene Arten in dem einen großen Pantopodenreiche der Erde entstanden sind. 62 K. MÖBIUS, Verzeichnis der angeführten Schriften. Abildgaard, P. Ch., Zoologia danica, III, 1789. Böhm, R, Ueber die Pycnogoniden des Kgl. Zoolog. Museums zu Berlin, insbesondere über die von S. M. S. Gazelle mit- gebrachten Arten. Monatsber. d. Akad. der Wiss. zu Berlin, 1879, p. 170. Brünnich, M. T., Entomologia, sistens Insectorum tabulas systematicas, cum introductione et iconibus, Hafniae 1764. Buchholz, R., Pycnogonida, in: Die zweite deutsche Nordpolfahrt in d. J. 1869 und 1870, IL. Leipzig 1874, p. 396 bis 397. Carpenter, G. H., On Pantopoda, coli, by Mr. W. S. 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Von E. Ehrenbaum in Helgoland. Fauna Arctica, Bd. II. Vorbemerkung. In der nachfolgenden Zusammenstellung der arktischen Fische ist das eigentlich arktische Gebiet in seinem vollen Umfange berücksichtigt worden. Indessen ist aus der borealen Zone das nordpacifische Gebiet unberücksichtigt gelassen. Obwohl die Uebersicht dadurch eine erhebliche Lücke aufweist, so wird die Einschränkung vielleicht doch berechtigt erscheinen, da die Fischfauna des Nordpacific, obwohl durch die amerikanischen Untersuchungen wohlbekannt, wesentlich ein in sich abgeschlossenes Gebiet darstellt, dessen Berücksichtigung den Umfang der vorliegenden Arbeit ganz erheblich hätte anschwellen lassen. Soweit die Beziehungen des Nordpacific zu anderen Gebieten, speciell zum nordasiatischen und nord- amerikanischen Eismeer, durch die Befunde der Vega-Fahrt (Nordenskiöld) und durch amerikanische Expeditionen bereits Aufklärung erfahren haben, sind sie im Nachfolgenden überall mitberücksichtigt worden. Die Untersuchung des von der Vega gesammelten nord- und ostsibirischen Materials durch F. A. Smitt läßt allerdings erwarten, daß die Zahl solcher pacifischer Arten, welche auch im nordischen Eismeer -- speci'ell der alten Welt — vertreten sind, sich noch erheblich vermehren wird , wenn der von Smitt benutzte Maßstab für die Abgrenzung einzelner Arten in ausgedehnterem Maße auf die Vertreter der pacifischen Fauna wird angewandt werden. Bezüglich der für die einzelnen Arten im Nachstehenden gegebenen Litteraturnachweise sei bemerkt, daß jedes Synonym nur durch eine Litteraturangabe vertreten ist, nämlich diejenige, welche — soweit ersichtlich — auf die erstmalige Anwendung des betreffenden Namens hinweist. Schließlich sind dann in einem besonderen Absatz noch diejenigen Litteraturstellen angegeben, an welchen sich besonders ausführliche Darstellungen und Abbildungen neueren Datums von der betreffenden Form finden. Die auf der Expedition mit S. M. S. „Olga" im Jahre 1898 von Hartlaub gesammelten Fische, welche mir ebenfalls zur Bearbeitung übergeben wurden, sind im Texte kurz erwähnt. Die von Römer und Schaudinn gesammelten Arten sind mit einem * versehen. Zur Orientierung gebe ich zuerst ein Verzeichnis sämtlicher in dieser Arbeit behandelten Arten. Percidae Perca Art. 1. Perca fluviatilis L. Acer i na Cuv. 2. Acerina cernua (L.) Roccus Mitch. 3. Roccus labrax (Cuv.) Trichiuridae Aphanopus Lowe 4. Aphanopus minor Collett 9* 68 E. EHRENBAUM, Bramidae Pterycombus Fries 5. Pterycombus brama Fries Brama Schneid. 6. Brama longipinnis Lowe Scombridae Orcynus Cuv. 7. Orcynus thynnus (L.) S comb er Art. 8. Scomber scombrus L. Xiphiidae ~Kiphias Art. g. Xiphias gladius L. Lampridae Lampris Retz. 10. Lampris pelagicus (Gunn.) Lophiidae Lophius L. 11. Lophius piscatorius L. Antennarius Comm. 12. Antennarius histrio L. Ceratias Kröy. 13. Ceratias holbölli Kröy. Oneirodes Lütk. 14. Oneirodes eschrichti Lütk. Himantolophus Rhdt. 15. Himantolophus groenlandicus Rhdt. 16. Himantolophus reinhardti Lütk. Scorpaenidae Scorpaena Art. 17. Scorpaena dactyloptera Delar. Sebastes Cuv. *l8. Sebastes marinus (L.) Cottidae Centridermichthys Rich. *I9. Centridermichthys uncinatus (Rhdt.) *20. Centridermichthys hamatus (Kröy.) Triglops Rhdt. *2I. Triglops pingeli Rhdt. Cottus L. *22. Cottus scorpius L. 23. Cottus pohjacanthocephalus Pall. 24. Cottus jaok (C. & V.) 25. Cottus bubalis Euphr. 26. Cottus scorpioides Fabr. 27. Cottus platycephalus Pall. 28. Cottus laticeps Gilbert 29. Cottus axillaris Gill 30. Cottus quadricornis L. Gymnocanthus Sw. *3i. Gymnocanthus ventralis (C. & V.) 32. Gymnocanthus pistilliger (Pall.) 33. Gymnocanthus galeatus Bean Cottunculus COLLETT 34. Cottunculus microps Collett 35. Cottunculus torvus Goode 36. Cottunculus inermis Vaill. Hemitripterus Cuv. 37. Hemitripterus amcricanus (Gmelin) Triglinae Trigla Art. 38. Trigla gurnardus L. 39. Trigla lucerna Willughby Agonidae Agonus Schneid. *40. Agonus decagonus Schneid. 41. Agonus cataphractus L. Siphagonus Steind. 42. Siphagonus barbatus Steind. Aspidophoroides Lacep. 43. Aspidophoroides monopterygius (Bl.) 44. Aspidophoroides olriki Lütk. Blenniidae Chirolophis Sw. 45. Chirolophis galerita (L.) Walb. Die Fische. 69 Pholis Gron. *4Ö. Pholis gunneüus (L.) 47. Pholis fasciatus (Bl. & Schneid.) Astemopterix Rüpp. 48. Astemopterix gunettiformis Rüpp. Lumpenus Rhdt. 49. Lumpenus lampretiformis (Walb.) *50. Lumpenus maculatus (Fries) *5i. Lumpenus medius Rhdt. 52. Lumpenus fabricii (C. & V.) 53. Lumpenus anguillaris (Pall.) 54. Lumpenus punctatus (O. Fabr.) 55. Lumpenus praecisus (Kröy.) Auarrhichas Art. 56. Auarrhichas lupus L. 57. Auarrhichas minor Olafsen 58. Auarrhichas lalifrons Steenstr. Gobiidae Gobi us Art. 59. Gobius minutus Gm. Cyclopteridae Cyclopterus (Art.) L. Cyclopterus lumpus L. Eumicrotremus Gill Eumicrotremus spinosus • (Müll.) Cyclo gast er Gron. Cyclogaster montagui Donov. Cyclogaster liparis L. Cyclogaster gelatinosus (Pall.) Cyclogaster herschelinus Scofield Paraliparis Collett Paraliparis bathybii Collett Trachypteridae Trachypterus Gouan Trachypterus arcticus (Brunn.) Regalecus Asc. Regalecus glesne Asc. Scombresocidae Bamphistoma Raf. , Ramphistoma betone (L.) *6o. *6i. 62. *63- *64. 65- 66, 67. 68. 69 Scombresox Lacep. 70. Scombresox saurus (Walb.) Pleuronectidae Pleuronectes Art. 71. Pleuronectes cynoglossus L. 72. Pleuronectes microcephalus Donov. 73. Pleuronectes limanda L. 74. Pleuronectes platessa L. 75. Pleuronectes flesus L. 76. Pleuronectes glacialis Pall. Hippoglossus Cuv. 77. Hippoglossus vulgaris Flem. Platysomatichthys Blkr. 78. Platysomatichthys hippoglossoides (Walb.) Dr ep anopsetta Gill *79. Drepanopsetta platessoides (O. Fabr.) Bothus Raf. 80. Bothus maximus (L.) Scophthalmus B. 81. Scophthalmus norvegicus (G.) Gadidae Gadus Art. 82. Gadus aeglefinus L. *83. Gadus callarias L. 84. Gadus ogac Rich. 85. Gadus navaga Koelreuter *86. Gadus saida Lepechin 87. Gadus merlangus L. 88. Gadus pollachius L. *8g. Gadus virens L. 90. Gadus poutassou (Risso) Merlucius Raf. 91. Merlucius argentatus Faber Molua Nilss. 92. Molua dipterygia (Penn.) 93. Molua molva L. Lota Cuv. 94. Lota vulgaris Jen. Onos Risso 95. Onos cimbrius L. 70 E. EHRENBAUM, "103. 96. Onos septentrionalis Collett 97. Onos mustela L. 98. Onos reinhardti (Kköy.) 99. Onos ensis (Rhdt.) Halop orphyrus Gthr. 100. Haloporphyrus eques Gthr. Antimora Gthr. 101. Antimora vwla Goode & Bean Brosmius Cuv. 102. Brosmius brosme (Asc.) Ammodytidae Ammodytes Art. Ammodytes tobianus L. Macruridae Macrurus Bl. Macrurus fnbricii Sund. Macrurus rupeslris (Gunn.) Macrurus (Chalinura) simidus Goode & Macrurus (Nematonurus) goodei Gthr. Macrurus ingolfi Lütk. Tra chyrhynchus GlORNA Trachyrhynchus murrayi Ghtr. Ophidiidae Rhodichthys Collett Rhodichihys regina Collett Bythites Rhdt. Bythites fuscus Rhdt. Lycodidae E n che! y opus Gron. Enchelyopus viviparus (L.) Uronectes Gthr. Uronectes parri Ross Gymnelis Rhdt. Gymnelis viridis (Fabr.) Lycodes Rhdt. Lycodes frigidus Collett Lycodes pallidus Collett Lycodes reticulatua Rhdt. Lycodes vahli Rhdt. 104. 105. 106. 107. 108. 109. 110. in, 112. 113. 114. "5- 116. '117. 118. 119. Lycodes sarsi Collett 120. Lycodes muraena Collett Orthagoriscidae Ort hag oriscus Schn. 121. Orthagoriscus mola (L.) Gasterosteidae Gast er osteus Art. 122. Gasterosteus spinachia L. 123. Gasterosteus aculeaius L. 124. Gasterosteus pungitius L. 125. Gasterosteus inconstans Kirtland Syngnathidae Syngnathus Art. 126. Syngnathus typhle L. Salmonidae Salmo Art. Bean l2 7- Salmo umbla L. var. alpinus L. 128. Salmo salar Sund. var. nobilis Smitt 129. Salmo salar Sund. var. tndta Flem. One o r h y n c h u s Suckley 130. Oncorhynchus gorbuscha (Walb.) Osmerus (Art.) 131. Osmerus eperlanus (L.) var. dvinensis Smitt. 132. Osmerus dentex Steind. Mallotus Cuv. 133. Mallotus villosus O. F. Müll. Stenodus Rich. 134. Stenodus nehmt (Pall.) Coregonus Art. 135. Coregonus albula L. 136. Coregonus lavaretus L. 137. Coregonus omul Pall. 138. Coregonus nasutus Pall. 139. Coregonus cyprinoides Pall. 140. Coregonus tugun Pall. 141. Coregonus syroli (Pall) 142. Coregonus nelsoni Bean 143. Coregonus lucidus Rich. 144. Coregonus laurettae Bean Die Fische. 71 Argentina Art. 145. Argentina süns (Asc.) Microstoma Cuv. 146. Microstoma (?) groenlandica Rhdt. Scopelidae Argyrop elecus Cocco 147. Argyropelecus olfersi (Cuv.) Maur oticus Cocco 148. Maurolicus pennanti (Walb.) 14g. Maurolicus tripunctulatus Esmark Myctophum Raf. 150. Myctophum elongatum Costa 151. Myctophum glaciale Rhdt. 152. Myctophum arcticum Lütk. Rhinoscopelus Lütk. 153. Bkinoscopelus andreae Lütk. Stomias Cuv. 154. Stomias ferox Rhdt. Cy clothone Goode & Bean 155. Cyclothone microdon (Gthr.) 156. Cyclothone megalops Lütk. Alepisaurus Lowe 157. Alepisaurus ferox Lowe Paralepis Risso 158. Paralepis borealis Rhdt. 159. Paralepis kröyeri Lütk. Notacanthidae Notacanthus Bl. 160. Notacanthus nasus Bl. Macdonaldia Goode & Bean 161. Macdonaldia rostrata (Collett) Clupeidae Clupea Art. *i62. Clupea harengus L. 163. Alepocephalidae Alepocephalus Risso Alepocephalus agassizi Goode & Bean Anguillidae Ang uilla Cuv. 164. Anguilla vulgaris Turt. Synaphobranchidae Synaphobranchus Johns. 165. Synaphobranchus pinnatus (Gron.) Nemichthyidae Serr ivomer Gill & Ryder 166. Serrivomer beani Gill & Ryder Saccopharyngidae Saccopharynx Mitch. 167. Saccopharynx ampullaceus (Harwood) Acipenseridae A cipe nser Art. 168. Acipenser sturio L. 169. Acipenser stenorrhynchus Nikolski Chimaeridae Chimaera L. 170. Chimaera monstrosa L. Rajidae Raja Art. 171. Raja clavata L. 172. Raja radiata Donov. 173. Raja hyp>erborea Collett 174. Raja fyllae Lütk. 175. Raja batis L. Lamnidae Isurus Raf. 176. Isurus cornubicus (Gm.) Cetorhinus Blainv. 177. Cetorhinus maximus (Gunn.) Scyllidae Pristiurus Bp. 178. Pristiurus catulus (Gunn.) Spinacidae S quäl us Art. 179. Squalus acanthias L. Etmopterus Raf. 180. Etmopterus spinax (L.) 72 E. EHRENBAUM, Centroscyllium M. H. Petromyzontidae 181. Centroscyllium fabricii (Rhdt.) Petromyzon Art. Scymnidae 184. Petromyzon marinus L. Acanthorhinus Blainv. 185. Petromyzon fluviatilis L. 182. Acanthorhinus carcharias (Gunn.) Myxinidae My 183. Chlamydoselachus anguineus Garman 186. Myxine glutinosa L. Chlamydoselachidae Chlamydoselachus Garman Myxine L. Farn. Percidae. Gen. Perca Art. Perca fluviatilis L. Perca fluviatilis, Lin., System, nat,, ed. X, p. 289 (1758). „ americana, Schrank, Abb. Privatges. Oberdeutschland, I (1792). ? Centropomus luleus, Raffinesque, Precis d. decouv. somiologiques, p. 19 (1814). Moräne flavescens, Mitchill, Report fishes Newyork, p. 18 (1814). Bodianus flavescens, Mitchill, Transact. Lit. and Philos. Soc. Newyork, I, 421 (1815). Perca notata, Raffinesque, Amer. inonthly Magaz., 1818 p. 205. italica, P. flavescens, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., II, 45 (1828). „ serrato-granulata, P. granulata, P. acuta, P. gracilis, Cuv. & Val., 1. c. p. 47—50 (1828). vulgaris, P. helvetica, Gronovius, Mus. ichthyol., ed. Gray p. 113/4 (1854). „ fluviatilis flavescens, Steindachner, Sitzgsber. Akad. Wien, LXXVELI, 24 (1878). Smitt, Scand. fishes, p. 26, pl. III, fig. 1 (1893). Smitt rechnet den amerikanischen Bars zur gleichen Art wie den europäischen; demnach gilt als Verbreitungsgebiet die gemäßigte Zone auf beiden Seiten des Atlantic. Hier findet er sich außer in den Flußgebieten bisweilen auch in See, meist jedoch in der Nähe von Flußmündungen. Das arktische Gebiet betritt er nur an der norwegischen Küste, wo er nordwärts bis Finmarken verbreitet ist; im mittleren Norwegen scheint er nach Collett ganz zu fehlen, obwohl er im südöstlichen Teil auch vorkommt. An der amerikanischen Ostküste findet er sich nordwärts bis Neuschottland. Gen. Acerina Cuv. Acerina cernua (L.) Perca cernua, Lin., Syst. nat., ed. X, I, p. 294 (1758).' Acerina vulgaris, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., III, 4, pl. 41 (1829). „ cernua, Günther, Catal. fish., I, 72 (1859). Kommt mit Ausnahme der Mittelmeerländer im ganzen gemäßigten nördlichen Europa vor, im arktischen Gebiet vom Weißen Meer bis zur Lena in Sibirien (Pallas). Gen. Roccus Mitsch. Roccus labrax (Cuv.) Perca labrax, Lin., Syst. nat., ed. X, p. 290 (1758). Centropomus lupus, Lacepede, Hist, nat. poiss., IV, p. 267 (1798—1803). Labrax lupus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., II, p. 56, pl. XI (1828). Labrax linnei, Malm, Göteb. och Bohusl. Fauna, p. 379, (1877). Die Fische. 73 Die eigentliche Heimat dieses Fisches ist das Mittelmeer und die angrenzenden Küsten des atlantischen Oceans ; in der Nordsee und den benachbarten Gewässern (Kattegat, westliche Ostsee etc.) ist er schon seltener ; noch seltener ist er an der europäischen Küste, wo er nur gelegentlich und zwar nord- wärts bis Tromsö beobachtet worden ist. Farn. Trichiuridae. Gen. Aphanopus Lowe. Aphanopus minor Collett Aphanopus minor, Collett, Vidensk. Selsk. Forhaudl., Christiania, 1886, No. 19, 3. Goode and Bean, Oceanic ichtkyology, 207 (1896). Ein einziges Individuum dieser Tiefsee- Art von 352 mm Länge wurde im Juli 1886 an der Ostküste von Grönland an der Oberfläche treibend gefunden unter 65 ° n. Br. und 31 ° w. L. Fam. Bramidae. Gen. Pterycombus Fries. Pterycombus brama Fries Pterycombus brama, Fries, Kgl. Vet. Akad. Handl. 1837, 15, tab. II (1838). Smitt, Scand. fishes, p. 73, fig. 21 (1893). Eine außerordentlich seltene Form, welche nur in wenigen Exemplaren an verschiedenen Punkten der norwegischen Küste bis herauf nach Finmarken beobachtet ist. Im Varangerfjord wurde ein Individuum auf flachem Wasser von 4 Fuß Tiefe gefangen. Lütken erhielt ein junges Exemplar, welches bei 8° 24' n. Br. zwischen Afrika und Südamerika dem Magen eines Orcynus germo entnommen wurde. Gen. Brama Schneid. Brama longipinnis Lowe Brama longipinnis, Lowe, Proceed. Zool. Soc. London, 1843, 82. „ Baschii, Esmark, Christiania Vid. Selsk. Forh., 1861, 238, tab. I (1862). ? „ princeps, Johnson, Proceed. Zool. Soc. London, 1863, 36. ? „ Raii, Lütken, K. Danske Vid. Selsk. Skr. Kbhvn. Ser. 5, Bd. XII, 491, tab. IV, fig. 1 (1880). Smitt, Scandinav. fishes, p. 80, fig. 24 (1893). Diese äußerst seltene Form wurde im arktischen Gebiet nur zweimal beobachtet, einmal in Fin- marken und einmal bei Island. Fam. Scombridae. Gen. Orcynus Cuv. Orcynus thynnus (L.) Scomber thynnus, Lixne, System, nat, ed. XII, 493 (1766). Thynnus mediterraneus, Risso, Hist. nat. d. princ. product. Eur. merid., III, 414 (1826). „ vulgaris, Th. hrachypterus, Th. coretla, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., VIII, p. 58, 98 und 102, pl. CCX (1831;. Fauna Arctica, Bd. II. 10 74 E. EHRENBAUM, Thynnus orientalis, Schlegel, Fauna japonica, pisc, 94 (1840 — 50). „ thynnus, Günther, Cat. fishes, II, 362 (1860). „ secundo-dorsalis Storer, Hist. fishes of Massachus., 143, tab. XII, fig. 4 (1867). „ Linnei, Malm, Göteb. & Bonus. Fauna, 412 (1877). Orcynus thynnus, Lütken, K. Danske Vidensk. Selsk. Skr., 5. R., nat. math. Afh., Bd. XII, 162 (1880). „ schlegelii, Steindachner und Döderlein, Beitr. Kenntn. Fische Japan, III, 11, pl. III, fig. 1 (1885). Smitt, Scand. fishes, p. 97, fig. 28 (1893). Dieser über die ganze Welt verbreitete Thunfisch ist ein nicht seltener Besucher der europäischen Gewässer; er ist nicht nur an den britischen Küsten, in der Nordsee, dem Kattegat und der Ostsee, sondern auch an den skandinavischen Küsten nordwärts bis zu den Lofoten und neuerdings von Knipowitsch (Ann. Mus. zool. de l'Acad. d. sc, V [1900], p. 245) auch im Kolafjord beobachtet worden. Gen. Scomber Art. Scomber scombrus L. Sconiber scombrus, Linke, Syst. nat, ed. X, 297 (1758). „ scomber, Linne, Syst. nat., ed. XII, 492 (1766). Smitt, Scand. fishes, p. 110, pl. V, fig. 2 (1893). Die Makrele, einer der geschätztesten Nutzfische von Europa und Amerika, hat auf beiden Seiten des Atlantic etwa die gleiche Verbreitung, in Amerika von Cap Hatteras bis Labrador, in Europa von Spanien bis zum äußersten Norden von Norwegen ; jedoch ist sie im arktischen Gebiet und schon jenseits des 62 ° n. Br. sehr selten. Bei Grönland und Island ist ihr Vorkommen nicht bekannt. Farn. Xiphiidae. Gen. Xiphias Art. Xiphias gladius L. Xiphias gladius, Lin., Fauna suecica, ed. II, 110 (1761). „ rondeletii, Leach, Wern. Mem., II, 58, pl. II, fig. 1 (1818). Smitt, Scand. fishes, p. 118, pl. XI, fig. 1 (1893). Der Schwertfisch kommt auf beiden Seiten des atlantischen Oceans vor, einerseits von Cuba bis Cap Breton, besonders häufig bei Cap Cod und den Neufundlandbänken, andererseits im Mittelmeer und vom Cap der guten Hoffnung bis zum äußersten Norden von Norwegen; auch im Indischen und im Pacifischen Ocean kommt er vor. Obwohl er an den englischen und den südskandinavischen Küsten nicht fehlt und auch in der Ostsee beobachtet wurde, so ist er im eigentlich arktischen Teil der norwegischen Küste doch sehr selten. Farn. Lampridae. Gen. Lampris Retz. Lampris pelagicus Gunn. Scomber pelagicus, Gdnnerus, Kgl. Norske Vid. Selsk. i Trondhj. Skr., Deel 4, p. 92 (1768). Zeus guttatus, Brünnich, K. Danske Vid. Selsk. Skrift. n. Saml., Deel 3, p. 398, tab. A (1788). „ luna Gmelin, Linne, Syst. nat., I, 1225 (1788). „ regius, Boxnaterre, Encycl. ichth., 72, pl. XXXIX (1788). Die Fische. -» Lampris guttatus, Rktzius, K. Vet. Akad. nya Hand]., XX, 98 1799). Scomber gunneri, Bloch & Schneider, Syst. ichthyol., 38 (1801 Zeus imperiales, Shaw, Nat. Mise, IV, 140 (1803.) „ opah, Shaw, General Zool., IV, 287 (1803). Lampris lauta, Lowe, Hist. fishes Madeira, 27 (1H43). „ luna, Günther, Cat. fish., II, 416 (1860). „ regius, Goode, & Bean, Oceanic Ichthyol., 223 (1895 . Smitt, Scandinav. fishes, p. 153, fig. 34 (1893 . Dieser als Speisefisch außerordentlich geschätzte Fisch ist ein Bewohner der offenen Gewässer des paeifischen und des atlantischen Oceans, in letzterem Gebiet bei Madeira ziemlich häufig, ferner im Mittel- meer, an den amerikanischen Küsten von Cuba bis Neufundland, an den europäischen bei Island, Fin- marken, an der Murmanküste und im Weißen Meer beobachtet worden, im hohen Norden jedoch recht selten ; auch von Grönland (Arsuk) wird er angegeben. Farn. Lophiidae s. Pediculati. Gen. Lophius L. Lophius piscatorius L. Lophius piscatorius, Lin., Syst. nat., ed. X, T. I, 236 (1758). barbatus, Montin, Vet. Akad. Handl., 1779, 187, tab. VII. „ americanus, Cuv. & Val., Hist. nat., poiss., XII, 380 (1837). „ eurypterus, v. Düb. & Kor., Vet. Akad. Handl, 1844. 63, tab. III, fig. 1 — 3. Smitt, Scandinav. fishes, p. 138, pl. X, fig. 2 (1893). Der sog. Seeteufel oder Angler besitzt eine außerordentlich weite Verbreitung im atlantischen Becken , nämlich vom Cap der guten Hoffnung bis nach Island und zum Varangerfjord und auf der amerikanischen Seite von den Neufundlandbänken bis Cap Hatteras und in der Tiefe (209 Faden) weiter bis Barbados; auch im Mittelmeer und Schwarzen Meer fehlt er nicht; an der Ostsee beschränkt sich sein Vorkommen auf den westlichen Teil. In Grönland scheint er zu fehlen ; dagegen erwähnt ihn Knipowitsch auch von der Murmanküste. Gen. Antennarius Comm. Antennarius histrio L. Lophius tumidus, Lin., Museum regis Adolphi Friderici, 56 (1754). „ histrio, Lin., Syst. nat., ed. X, 237 (17.">s . Chironectes laevigatus, Cuv., Mem. mus. d'hist. nat., III, 423, tab. XVI und XVIII (1817). „ pictus, tumidus, laevigatus, nesogallicus, marmoratus, Cuv. & Val., Hist. nat., poiss., XII (1837) [über die Synonyme cf. Günther, Catal. III]. „ ar oticus, v. Dübex & Koren, Kong. Vet. Akad. Handl. Stockh., 1844, 72, tab. III, fig. 4 u. 5. Antennarius marmoratus, Günther, Cat., III, 185 (1861). Vlerophryne histrio, Gill, Proc. U. S. Nat. Mus., Vol. I, 222 (1879). Antennarius histrio, Jordan & Gilbert, Synopsis, 846 (1883). Die eigentliche Heimat dieses Fisches ist das Sargasso-Meer zwischen den Azoren und Amerika ; auch in Westindien ist er nicht selten und im indischen Ozean sowie im Pacific ist er zwischen treibenden Meerespflanzen beobachtet worden. Mit dem Golfstrom ist er gelegentlich bis in das arktische Gebiet gelangt, und zwar wurden im Jahre 1826 2 Exemplare auf der Höhe von Vardö zwischen Lodden gefangen. Eins dieser Tiere von 47 mm Länge befindet sich im Museum zu Bergen. Der Fisch ist seitdem im hohen Norden nicht wieder beobachtet worden. 10* y6 E. EHRENBAUM, Gen. Ceratias Kröy. Ceratias holbölli Kröy. Ceratias holbölli, Kröyer, Nat, Tidsk., 2. Eäkke I, 639 (1844). Gaimard, Voyages en Scandinavie etc., pl. IX (ohne Text). Goodb & Bean, Oceanic ichtkyology, 484, fig. 399 (1896). Dieser seltsame, ganz schwarz gefärbte Fisch ist bisher nur in 4 Exemplaren bekannt geworden ; 3 davon, 45—70 am lang, stammen von Grönland, eins von Nova Scotia. Gen. Oneirodes Lütk. Oneirodes eschriehti Lütk. Oneirodes eschrichtii, Lütken, Overs. Dansk. Vidensk. Selsk. Forh., 1871, 56, pl. II. Goode & Bean, Oceanic ichtkyology, p. 492 (1896) Nur in einem 20 cm langen Exemplar aus der Tiefsee bei Grönland bekannt. Gen. Himantolophus Rhdt. Himantolophus groenlandicus Rhdt. Himantolophus groenlandicus, Reinh., Dansk. Vid. Selsk. Nat. Math. Afh., 4. Eäkke V, p. 74 (1832). Goode & Bean, Oceanic ichthyol., p. 493, fig. 405. Eine Form, welche niemals gründlich beschrieben ist, da das einzige von Grönland stammende Exemplar von 58 cm Länge unvollständig war. Himantolophus reinhardti Lütk. Himantolophus reinhardti, Lütken, Kong. Dansk. Vidensk. Selsk. Skrift., 5. R. nat.-math. Afd., 11. Bd., V, 321 (1878). Corynolophus reinhardti, Gill, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1878, 219. Lütken, 1. c. 6. Räkke 4. Bd., V, 309, pl. I, II, fig. 1 — 4 (1887), und Vidensk. Meddelelser nat. Foren. Kjöbenhavn f. 1894, p. 78. Auch diese Art ist nur aus einem grönländischen Exemplar von 35 cm Länge und einem etwa gleich großen Exemplar, welches 1892 vor der portugiesischen Westküste in 80—90 Faden Tiefe gefangen wurde, bekannt. Fam. Scorpaenidae. Gen. Scorpaena Art. Scorpaena dactyloptera Delar. Scorpaena dactyloptera, Delaroche, Ann. Mus. d'hist. nat., XIII, 337, tab. XXII, fig. 9 (1809). Sebastes imperialis, Cuv., Regne animal, ed. II, 167 (1824—33). „ dactylopterus, Nilsson, Skand. fauna, fisk., p. 100 (1855). Sebastoplus dactylopterus, Goode & Bean, Bull. Mus. comp. Zool., X, 214 (1883). Helicolmus dactylopterus, Goode & Bean, Oceanic ichthyol., 249, fig. 244 (1896). Smitt, Scand. fishes, p. 154, fig. 43 (1893). Diese eigentlich südliche Form hat ihr Hauptverbreitungsgebiet im Mittelmeer; sie kommt aber auch im Atlantic vor und ist an der amerikanischen Küste gelegentlich von der Narragansett- bis zur Die Fische. 77 Chesapeake-Bay beobachtet. Während sie aber zwischen Nordportugal und Südnorwegen niemals bemerkt wurde, geht sie an der Küste Norwegens ziemlich weit in das arktische Gebiet hinein. Sie wurde nördlich noch bei Tromsö gelegentlich in ganz erheblichen Mengen gefangen. Gen. Sebastes Cuv. *Seb«stes marinus (L.) Perca Marina, Lin., Syst. nat, ed. XII, T. I, 4S3 (1766). Perca norvegica, Ascan., Ic. rer. nat., Pt. 2, p. 7, tab. IG (1772). Holocentrus norvegicus, Lagep., Hist. poiss., T. IV, 390 (1789). Serranus norvegicus, Fleming, British animals, '212 (1828). Holocentrus sanguineus, Faber, Naturgesch. Fische IsL, 126 (1829 . Sebastes norvegicus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., T. IV, 327 (1829). Scorpaena norvegica, Richardson, Faun. Bor.-Americ, Fish., 52 (1831 — 37). Sebastes regulus, Fkies & Ekstböm, Skandinaviens fiskar, 197, pl. 49 (1836 — 57). ,, septentrionalis, Gaimard, Voy. Islands et Grönland, poiss., pl. 9 (1838 — 51). „ viviparus, Kböy., Naturh. Tidskr. Kbhvn., Ser. 2, Vol. I, 268 (1844). „ marinus, Lütk., Vid. Med. Naturh. Foren. Kbhvn., p. 358 (1876). Smitt, Scand fishes, p. 14s. fig. 42 und pl. IV, fig. 2 (1893). Nach Smitt darf man die beiden den verschiedenen Beschreibungen der Autoren zu Grunde liegenden Formen von S. marinus als zu einer Art gehörig betrachten. Obwohl die zuerst von Kröyer gemachte Unterscheidung einer kleineren subarktischen Küstenform (S. viviparus) von einer größeren borealisch- arktischen Form (S. norvegicus) in der Regel unschwer gelingt, so darf man den Unterscheidungsmerkmalen doch nur den Wert von Rassencharakteren beimessen. Während die größere Form bis über 1 m lang wird, erreicht die kleinere nur '/s dieser Länge. Beide sind lebendiggebärend, und zwar schlüpfen die 3 — 6 mm langen Jungen in sehr großer Zahl (ca. 2000 nach Ryder) im April bis Mai und im arktischen Gebiet etwa im Juli aus. Jungfische von 9,5 bis ig mm Länge wurden oberflächlich auf offener See westlich von Spitzbergen und der Bären-Insel erbeutet (Xorske Nordhavs-Expedition). Aeltere Jungfische von 62 mm Länge an sind ebenso wie die erwachsenen Fische in größeren Tiefen gefangen worden, wie denn überhaupt die Art als eine specifische Tiefentorm zu betrachten ist. Die kleinere Form wird zwar auch in verhältnismäßig geringeren Tiefen von 20 bis 60 Faden angetroffen, doch ist die größere arktische Form bis hinab zu Tiefen von 147 (Nordhavs-Exp.) und 179 Faden (amerikanische Beobachtungen) gefangen worden. Der Verbreitungskreis vom Rotbars ist ein recht großer. Derselbe erstreckt sich von Bohuslän, von wo aus die größere Form gelegentlich bis in den Sund nach Süden vorgedrungen ist, über die ganze skandinavische Süd- und Westküste hin. Aus dem Skagerrak und den großen Tiefen der nördlichen Nordsee sowie von Island her gelangt der Fisch jetzt regelmäßig auch auf den deutschen Fischmarkt, z. B. nach Geestemünde. Er kommt ferner vor an der Murmanküste, im Weißen Meer, bei Nowaja Semlja, Spitzbergen, Bären-Insel, Grönland und an der amerikanischen Küste von Labrador und Neufundland bis über Cap Cod hinaus zur Höhe von 39" 48' n. Br. Unter dem von Römer und Schaudinn gesammelten Material finden sich 2 Exemplare vom Rotbars von 232 bezw. 257 mm Länge, welche beide auf der Dredgestation No. 54, d. h. an der Murmanküste im östlichen Eingang in den Hafen von Port Wladimir (Tiefe 0—45 m) gefangen wurden, mit der Fundnotiz „häufig". Für dieselbe Küste hat das Vorkommen dieses Fisches bereits Knipowitsch angegeben. Die 78 E. EHRENBAUM, Flossenformeln dieser beiden Individuen zeigen, namentlich in den Zahlen für die Anale, mit vollkommener Deutlichkeit die Zugehörigkeit zu der größeren arktischen Form von S. marinus an : i. 257 mm Länge, D. : 14. 16 A. : 3. 9 P. : 19/19 V.: 1. 5 2. 232 „ ,, D.: 14. 10 A.: 3. 9 P.: 21/19 V.: I. 5. Die „01ga"-Expedition verzeichnet eine recht große Zahl von Fundstellen für den Rotbars. Die meisten derselben liegen in einem Halbkreis ca. 25 Meilen und darüber westlich der Bären-Insel und auf dem halben Wege von da nach Südspitzbergen. Hier wurden 3 mal auf Tiefen von 135 — 188 m in ca. zwei- stündigen Kurrenzügen auf einem Boden, der aus grauem Schlick und gelbem Sand bestand, je 30 — 40 kg Rotbars gefangen. An den übrigen Fundorten und auch an drei Punkten westlich von Südspitzbergen auf 115 — 155 m Tiefe und schlickigem oder sandig-schlickigem Boden wurden nur kleinere Exemplare von ca. 60 — 80 und 131 — 216 mm Länge und meist in geringer Zahl gefangen. Farn. Cottidae. Gen. Centridermichthys Rich. *Centridermicltthys uncinatus (Rhdt.) Cottus uncinatus, Reinhardt, Dansk. Vid. Selsk., Naturv. Math. Afh., Deel 6, p. XLIV, Kbhvn. (1837 . Icelus uncinatus, Kröyer, Naturh. Tidskr., 2. Räkke I, 263 (1844). Centridermichthys uncinatus, Günther, Cat. Fish., II, 172 (1860). Artediellus uncinatus, Jordan, Rep. U. S. Fish. Comru., XIII, 898 (1887). „ atlanticus, Jordan & Evermann, Fishes of N. Amerika, 1906 (1898). Smitt, Scandinav. fishes, p. 163, fig. 40 (1893). Die Gattung Centridermichthys besitzt im Gegensatz zu Cottus und Gymnocanthus Zähne auf den Gaumenbeinen. Die wenigen Arten der Gattung sind durchweg nordisch und gehören meist dem pacifischen Gebiet an, woselbst eine Art südwärts bis nach den Philippinen verbreitet ist. Die vorliegende Art C. uncinatus gehört zu den kleineren Formen der Cö^ws-Familie. Nach Lütken erreicht sie an der grönländischen Küste eine Länge von 100 mm und ebenso nach Jordan und Gilbert an der atlantischen Küste von Nordamerika, wo sie bis zum Cap Cod südwärts geht J ). Bei Island und Jan Mayen ist C. uncinatus bisher nicht konstatiert, dürfte dort aber schwerlich fehlen. An der norwegischen Küste sind wiederholt Exemplare beobachtet — zuerst von Sars bei den Lofoten, später südwärts bis zur schwedischen Grenze -- woraus hervorgeht, daß sich das Verbreitungsgebiet bis weit in die gemäßigte Zone hinein erstreckt; hier scheint diese Art jedoch mehr an große Tiefen gebunden zu sein, während sie im Norden auch im flacheren Wasser vorkommt. Als weitere Fundorte sind zu nennen die Bären-Insel, sowie Spitzbergen, woselbst C. uncinatus erst in jüngster Zeit durch die schwedische Expedition unter Nathorst 1898 zum ersten Male aufgefunden wurde (Lönnberg). An der Murmanküste ist sie nach Knipowitsch selten. Nachdem sie an der Westküste von Nowaja Semlja schon früher beobachtet worden war, ist neuer- dings durch Smitt (1. c. p. 164) bekannt geworden, daß die Vega-Expedition diese Art auch an verschiedenen Punkten der sibirischen Küste aufgefunden hat von der Taymir-Bucht bis zur Beringsstraße. Dieser Umstand macht es wahrscheinlich, daß die von Gilbert unter dem Namen Artediellus pacificus beschriebene Form (XIX. Report U. S. Fish. Commission, p. 416, 1895) mit C. uncinatus zu identifizieren ist. 1) Diese an der Ostküste von Amerika gefangenen Individuen sind neuerdings von Jordan und Evermann (1. c.) einer besonderen Species Artediellus atlanlicus zugewiesen worden. Die Fische. 79 Die als Unterschiede angegebenen Merkmale: das glattere Hinterhaupt, die cirrhösen Anhänge des Kopfes, die größere Zahl der Poren in der Seitenlinie und der Strahlen in der Brustflosse bei C. pacificus, scheinen ohnehin nicht ausreichend, um eine eigene Art zu begründen. C. pacificus wurde in zahlreichen Exemplaren auf 8—60 Faden Tiefe im Beringsmeer und im Ochotskischen Meer gefangen. Das Verbreitungsgebiet von C. uncinatus ist also ein ganz außerordentlich großes. Unter dem Material der Helgoland -Expedition von 1898 finden sich 2 Exemplare von C. uncinatus von je jq mm Länge. Das eine wurde in der Mitte des Eisfjords auf 210 — 240 m, blauem Schlick mit wenig kleinen Steinen, das andere 12 Meilen westlich vom Südcap Spitzbergens auf 135 m, feinem blauem Schlick mit Sand und großen Steinen, gefangen (Journ.-No. 21 und 24). Auf der Olga -Fahrt ist eine etwas größere Zahl von C. uncinatus mit der Kurre gefangen worden, und dabei hat sich gezeigt, daß dieselben bei Spitzbergen nicht gerade selten sind und daselbst auch Größen erreichen — bis zu 130 mm Länge — die anderswo bisher nicht beobachtet wurden. *Centri(lermichtIii/s hamatus (Kröy.) (?) Cottus bicornis, Reinhardt, Dansk. Vid. Selsk. Math. Naturv. Afh., Deel. 8, Overs. p. LXXV (1841). Icelus hamatus, Kkuyer, Nat. Tidskr., 2. Räkke I, 253 und 261 (1844). Centridermichthys bicornis, Günther, Cat. Fish., II, 172 (1860 . Icelus bicornis, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1861, Suppl., p. 42 (1861). furciger, Malm, Forh. Scand. Naturf. 9. Möte, p. 410 (1865). Centriäermichthys hamatus, S.mitt, Scand. Fishes, I, 165, flg. 50 (1893). Lütken, Nord Iehthyogr., I, 380 (1876). Cui.lett, Norske Nordh. Exped., p. 34, pl. 1, fig. 8 (1880). Jordan &. Evermann, Fishes of N. America, II, 1911 (1898). Der Besitz einer Reihe von großen, dornigen Knochenschildern längs jeder Rückenseite, welcher diese Art auszeichnet, scheint doch nicht ausreichend, sie nach dem Vorgange von Lütken (1. c. 1876, p. 380) unter dem von Kröyer aufgestellten Gattungsnamen Icelus von der vorigen Art (C. uncinatus) zu trennen. Auch betrachtet Kröyer beide Arten als zur Gattung Icelus gehörig. Trotzdem auch Collett (1. c. 1880, p. 34) Lütken gefolgt ist und die eine Art als Centriäermichthys, die andere als Icelus aufführt, während bei den Amerikanern (Goode & Bean, Jordan & Evermann, Garman) die Namen Artediellus und Icelus angenommen worden sind, so haben doch die neueren europäischen Forscher Smitt, Lönnberg und Knipowitsch beide Formen zu einer Gattung mit dem Namen Centridermicldhys gestellt. C. hamatus ist cirkumpolar und besitzt eine außerordentlich weite Verbreitung. Bei Spitzbergen und Grönland ist die Art häufig ; sie wurde sowohl östlich von Grönland wie an der Westküste in der Baffinsbai und nördlich bis zur Discovery-Bay (81 ° 41' n. Br.) beobachtet. Die Norske Nordh avs-Expedition fing sie bei Jan Mayen, der Ingolf nördlich von Island, die Dijmphna im Karischen Meer, die Vega an der sibirischen Küste bei der Taimyr-Halbinsel. Knipowitsch erwähnt sie als sehr selten von der Murmanküste und dem Weißen Meer. Nach Jordan und Gilbert kommt sie auch an den Küsten von Alaska (Bristol- Bay) vor. An der Ostküste von Nordamerika soll man sie von Labrador bis Cap Cod (Jordan & Evermann, p. 1913), an den skandinavischen Küsten entlang südwärts bis ins Skagerrak und nach Bohuslän verfolgen können. Von der letztgenannten Lokalität hat sie Malm unter dem Namen Icelus furciger beschrieben. In dem Material der Helgoland-Expedition fand ich 16 Exemplare dieses kleinen Cottoiden, die von verschiedenen Fundorten östlich und nördlich von Spitzbergen stammen. Hier folgt ein Verzeichnis dieser Fänge: 8o E. EHRENBAUM, Journ.- No. Ort Tiefe in m Grund -* Stor-Fjord 65 p 1 rj von 58 mm 9 Halbmond-Insel 90 blauer Lehm mit Steinen ' ? „ 49 und 57 mm 13 Ross-Insel 85 blauer Mud und roter Lehm mit Steinen 2 3 ., 39 und 42 „ "4 Cap Platen 40 Mud mit Steinen und mit Algen * 3 „ 63 und 65 „ 15 Südteil der Hinlopenstraße 80 Mud mit kleinen Steinen 1 ? * 4 l mm 2; Südlich der Jena-Insel 65 blauer Schlick mit Steinen und Schill * ? „ 33 und 51 „ 32 Nördl. der Jena-Insel 40 Steine mit Algen 2 3 » 3° und 31 „ 36 Ostseite von Nordostland 66 blauer Mud mit Steinen 1 3 » 57 mm, t J von- 81 mm 38 12 Ml. nördlich der Charles XH-Insel 195 große Steine 1 3 „ 43 1» W Ryk-Ys-Inseln 60— 80 kleine Steine mit Schill ■ 3 » 5 1 >■ Außerdem wurden im Hornsund in Südspitzbergen pelagisch (Plankton Journ.-No. 47) am 20. Juni 2 Jungfische von 20 und 25 mm Länge gefangen, welche sehr wahrscheinlich zu C. hamatus gehören. Die wohl ausgebildeten Flossenstrahlen zeigten die für C. hamatus giltigen Zahlenverhältnisse, ID: 9 HD: ig A: 15 P: 17 — 18. Pigment war mit Ausnahme einiger weniger schwarzer Flecke im Peritoneum und einiger Punkte längs der Basis der Anale kaum sichtbar. Auf dem Kopfe standen jederseits über der Otocyste 2 stumpfe Dornen. Auf der Olga-Fahrt wurden nur einmal, nämlich am Nordeingang des Prinz-Karl-Vorlandsundes (auf 36—140 m Tiefe, Schlick mit kleinen Steinen), mit der Kurre 2 Exemplare von C. hamatus gefangen, ein 2 von 80 mm und ein 3 von 65 mm. Daher scheint derselbe in Westspitzbergen weniger häufig zu sein als im Osten. Aus Zählungen an 11 Individuen verschiedener Herkunft und verschiedenen Geschlechtes von 39-80 mm Länge ließ sich folgende Flossenformel ableiten: ID: (7) 8—9 HD: (17) 18—20 A: 14—15 P: (15) 16—18. Gen. Triyloi)s Rhdt. *Triglops pingeli Rhdt. Triglops pingelii, Reinhardt, Kgl. D. Vidensk. Selsk. Nat. Math. Afh., Deel 7, „ pleurostictus, Cope, Proc. Acad. Nat. Sc. Philad. (1865), p. 81. ? ., beani, Gilbert, XIX. Rep. TL S. Fish. Comm, p. 426, tab. 28 (1895). p. 114 u. 118 (1838). Collect, Norsk. Nordh.-Exp., p. 38, tab. 1, fig, 9—10 (1880). Smitt. Scand. Fishes, I, 167, fig. 51 (1893). Goode & Bean, Oceanic Ichthyol., p. 268, fig. 256 (1896). Seitdem Tr. pingeli zunächst durch Reinhardt bei Grönland beobachtet worden war, sind auch eine große Zahl anderer Orte seines Verbreitungsgebietes bekannt geworden, wonach diese Art als cirkumpolar angesehen werden kann. Es seien hier folgende genannt: Jan Mayen (Norske Nordh.-Exped.), Spitzbergen (Norske Nordh.-Exped. und neuere schwedische Expeditionen), Murmanküste (Knipowitsch), Ostküste von Nordamerika von Cap Cod bis Grönland (nordwärts bis Franklin-Piercebay). An den norwegischen Küsten wurde Tr. pingeli wiederholt beobachtet, so z. B. bei Vadsö, Hammerfest, Tromsö, Lofoten, Christiansund etc., sehr merkwürdig ist aber, daß er sogar im Kattegat einmal gefangen wurde (cf. Smitt 1. c). Smitt giebt auch an, daß er in dem Material der Vega-Expedition 3 Exemplare fand, welche in 15 — 30 Faden Tiefe bei der Winterstation der Vega und in der Beringstraße gefangen waren, und da auch Jordan und Gilbert (p. 713) ihn von Alaska angeben, so kann man wohl unbedenklich den später von Gilbert (1895, 1. c.) beschriebenen Tr. beani, welcher nördlich und südlich der Aleuten-Inseln sowie in Bristol-Bay sehr häufig Die Fische. Sl gefangen und südlich bis zum Puget-Sound beobachtet wurde, als identisch mit der vorliegenden Art ansehen, zumal der genannte Autor ihn als pacifischen Repräsentanten des atlantischen Tr. pingeli bezeichnet, und zumal die von ihm hervorgehobenen Unterschiede einschließlich der besonders betonten abweichenden Färbung des $ nicht schwerwiegend genug erscheinen, um mehr als Rassencharaktere zu bezeichnen. Lebt in Tiefen von 10 — 150 Faden. Smitt und nach ihm auch Lönnberg bezeichnen nach den bis dahin vorliegenden Angaben den Tr. pingeli als eine bei Grönland, Spitzbergen etc. ziemlich seltene Art. Demgegenüber ist bemerkenswert, daß dieselbe sowohl auf der Helgol and- Fahrt wie auf der Olga-Expedition zu den häufigst ge- fangenen Fischen gehört, mithin rings um Spitzbergen und die Bären-Insel nicht selten genannt werden kann. Auf der Olga-Fahrt wurden mit der Kurre größere Mengen von 70—147 mm Länge gefangen. Die Helgoland-Expedition fing Tr. pingeli an folgenden Orten : Journ. - No. Ort Tiefe in m Bodenbeschaffenheit 3 14 19 21 2" 37 Stor-Fjord Cap Platen (Nord-Ostland) .Mitte der Wijde-Bay Mitte des Eisfjordes Jena-Insel NO. von der Großen Insel 52 40 1 12 210 — 240 65 95 gelber Mud mit Steinen Mud und Steine mit Algen blauer Mud mit Steinen » n »j »1 >> n 1» ii gelber Schlick mit Steinen 1 cJ 72 mm 3 Indiv. 56, 60, 6; mm 1 5 68 mm, 1 $ 91 mm 5 100 mm j 54 mm 5 9; mm Außerdem wurde ein offenbar hierher gehöriger Jungfisch von ca. 18 mm Länge am 20. Juli im Hornsund (Journ.-No. 49 des Plankton-Journals) erbeutet. Die Brustflossen desselben waren groß und reichten über den After hinaus nach hinten, der Kopf langgestreckt mit jederseits 2 Dornen über der Otocyste. Schwarzes Pigment war spärlich vorhanden und beschränkte sich auf das Peritoneum und die Basis der Analflosse. Die Flossenformel war D: 9 -f- 25 A : 23 P: 17. Gen. Cottus L. * Cottus scorpius L. Cottus scorpius, Lin., Syst. nat., ed. XII, T. I, 452 (1766). „ groenlandicus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 156 (1829). „ mitchillii, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 188 (1829). „ porosus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., VIII, 498 (1831). Acanthocottus variabilis, Ayres, Boston Journ. Nat. Hist., IV, Pt. 2 (1842). „ labradorieus, Girard, Boston Journ. Nat. Hist., VI, 248, tab. 7, fig. 3 (1850). ocellatus, H. R. Stober, Boston Journ. Nat. Hist., VI, 253 (1850). Cottus glacialis, Richardson, Last Arct. Voy. Belcher, II, 349, tab. 23 (1855). Acanthocottus mucosus, Ayres, Proceed. Cal. Acad. Nat. Sei., 1854, p. 12. Myoxocephalus scorpius, M. groenlandicus, Jordan & Evermann, Fishes of Nordamerica, p. 1974 (1898). Malmgren, Om Spitzbergens Fiskfauna, p. 495 (1865). Lütken, Bidr. t. nord. Ichthyographi, I, 370 (1876). Smitt, Scand. fishes I, 180 (1893). Seitdem durch Malmgren (1. c.) die Synonymik dieser Art klargestellt und namentlich auch der C. groenlandicus als eine nordische Varietät erkannt wurde, die außer in Grönland besonders im arktischen Teil und an der Ostküste von Nordamerika vertreten ist, gelingt es, über die Variabilität und die Ver- breitung dieser Art eine Vorstellung zu gewinnen. Die nordischen Meere sind die eigentliche Heimat dieses Fisches und zwar nur die Küstengewässer und nur das Salzwassergebiet. Fauna Arctica, Bd. IL 82 E. EHRENBAUM, Er kommt in Europa südwärts nur bis zur französischen Westküste, in Amerika bis Cap Hatteras vor, doch zeigen die Formen im südlichen Teil des Verbreitungsgebietes die Tendenz zur Degeneration, wie Day meint, und die Annäherung an die C. bubalis-Gruppe, wie Smitt es bezeichnet. Nordwärts aber dringt C. scorpius überall bis in das Gebiet des ewigen Eises vor und ist im eigentlichen Sinne cirkumpolar. Von Grönland und Spitzbergen ist sein Vorkommen längst bekannt, Knipowitsch erwähnt ihn vom Weißen Meer, der Murmanküste und Nowaja Semlja. Die alten Beobachtungen von Pallas haben durch die Er- gebnisse der Vega-Fahrt eine Bestätigung erfahren ; danach kommt er auch an der sibirischen Küste bis zum äußersten Osten vor. Auch aus dem Eismeer nördlich von Amerika (Baffinsbai und Northumberland-Sund) wird sein Vorkommen erwähnt ; nur im pacifischen Gebiet scheint er zu fehlen. Jedoch treten hier einige nahe verwandte Formen, wie C. jaok und C. polyacanthocephalus an seine Stelle, die nach einigen Autoren weniger die Bedeutung eigener Arten als vielmehr die von Lokalformen von C. scorpius haben. Unter dem von Römer und Schaudinn bei Spitzbergen und an der Murmanküste gesammelten Material befinden sich mehrere Cottus scorpius, zum Teil von bedeutender Größe : Journ.- No. Länge in mm Fundort Tiefe in m Grund Flossenformel 5 143 Stor-Fjord am Cap Blanck 65 p ID 9 HD 15 A 12 P 17/17 5° 64 11 Meil. südl. der Hoffnungs-Insel 60 gelber Schlamm mit Steinen 9 17 12 17/17 54 252 200 175 200 Murmanküste, Port Wladimir 0—45 felsig mit roten Algen 10 16 13 17/17 10 16 13 16/16 10 15 13 16/16 9 16 12 16/17 Auch eine vermutlich hierher gehörige Larve von 10,5 mm Länge wurde gefangen, und zwar am 25. Juni zwischen der Hoffnungs-Insel und dem Südcap von Spitzbergen (Journ.-No. 28 des Plankton-Journals). Bemerkenswert an ihr war die für gewisse Entwickelungsstadien von C. scorpius charakteristische dunkle Pigmentzone im Schwanzteil hinter dem After. Cottus polyacanthoceplialus Pall. Cottus polyacanthocephalus, Pallas, Zoogr. Rosso- Asiat., III, 133 (1811) (nicht Kner). Myoxocephalus polyacanthocephalus, Jordan & Evermann, Fishes of Nordaraerica, p. 1976 (1898). Eine schon von Pallas bei den Aleuten beobachtete, im Nordpacific überall häufige Form von sehr bedeutender Größe — I '/« bis 2V2 Fuß l an g — die von Alaska bis Kamtschatka, südwärts bis zum Pugetsund und nordwärts bis Cap Lisburne im nordamerikanischen Eismeer beobachtet ist. Cottus jaok (Cuv. & Val.) Cottus jaok, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 172 (1829). „ polyacanthocephalus, Kner, Sitzb. Akad. Wiss. Wien, LVIII, 21 (1868), tab. 4, fig. 11 (nicht Pallas). „ humilis, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., IV, 149, 1881. „ taeniopterus, Bean a. Bean, Proc. U. S. Nat. Mus., 1896, p. 3JS4 (nicht Kner). Myoxocephalus jaok, Jordan & Gilbert, Rept. furseal. invest, 1898. Gehört ebenso wie der vorige zu den großen Cottus-Arten des Beringsmeeres und ist einer der häufigsten und charakteristischsten Bewohner der nordpacifischen Gewässer, der nicht nur deswegen, sondern auch wegen mannigfacher Uebereinstimmung im Körperbau als pacifischer Vertreter von C. scorpius an- gesehen werden kann. Er wird 30 — 45 cm lang und spielt gleich dem vorigen eine sehr wichtige Rolle als Gegenstand der Fischerei im Beringsmeer und im Ochotskischen Meer bis zur Amurmündung in flachem Wasser, nordwärts bis Pt. Belcher im Arktischen Ocean. Die Fische. 83 Cottus bubalis Euphr. Cottus bubalis, Euphr., Vet. Akad. Handl., 1786, p. 65, tab. 3, fig. 2 und 3. Smitt, Scand. fishes, p. 187, pl. 7, fig. 2 und 3 (1893). Diese an den nordeuropäischen Küsten so sehr gemeine Form, welche südwärts bis zur spanischen Biscayaküste vorkommt, verbreitet sich längs der skandinavischen Küsten auch bis in den Polarkreis. Smitt erwähnt ihr Vorkommen von der Halbinsel Kola nahe der norwegischen Grenze, Knipowitsch von der Murmanküste. Von anderen Küsten des arktischen Gebietes ist sie nicht sicher bekannt (auch von Grön- land zweifelhaft) und in den amerikanischen Gewässern scheint sie ebenfalls zu fehlen. Cottus scorpioides Fabr. Cottus scorpioides, Fabr., Fauna groenl., p. 157 (1780). Cottus pacliypus, Günther, Catal. fish., II, 161 (1860). Myoxocephalus scorpioides, Jordan & Evermann, Fishes of N. America, II, 1973 (1898). Lütken, Nordisk Ichthyogr., II, 366 (1876 1. Eine bei Grönland nicht seltene dem C. scorpius sehr nahestehende Art, welche auch im arktischen Nordamerika, Cumberland-Golf, (Pt. Leopold etc.) gefunden wurde, aber sonst nicht beobachtet ist. Cottus platycephalus Pall. Cottus platycephalus, Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat, III, 135 (1811). Megalocottus platycephalus, Gill, Proc. Ac. Nat. Sei. Philad., 1861, p. 166. Cottus taeniopterus, Kner, Sitzber. Akad. Wiss. Wien, LVIII, 18, 1868, tab. 14, fig. 10 (nicht von Bean). Smitt, Scand. fishes, p. 181, fig. 53 (1893). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, II, 1987 (1998). Kommt besonders im westlichen Teile des Beringsmeeres und im Ochotskischen Meer bis zur Amur- mündung vor. Die von Smitt (1. c.) abgebildete Form, deren Zugehörigkeit zu dieser Art nicht vollkommen sicher ist, wurde von der Vega bei Najtschkaj, dem äußersten Nordosten von Sibirien, erbeutet. Cottus laticeps Gilbert Cottus taeniopterus, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1881, p. 248 (nicht von Kner). Acanthocottus laticeps, Gilbert, Rept. U. S. Fish Comm. f. 1893 (1895), p. 422, pl. 2 u. 27. Megalocottus laticeps, Scofield in Jordan & Gilbert, Rept. furseal investig. (1898). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, II, 1988 (1898). Der vorigen sehr ähnliche Art, welche vorzugsweise im östlichen Teile des Beringsmeeres vorkommt, von der Mündung des Nushagak River (nördlich der Halbinsel Alaska) bis Port Clarence und nach Bean (1. c.) auch bei Pt. Belcher im nordamerikanischen Eismeer beobachtet ist. Cottus axillaris Gill. Boreocottus axillaris, Gill, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad., 1859, p. 166. Cottus axillaris, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 706 (1883). Myoxocephalus axillaris, Scofield, in Jordan & Gilbert, Rept. furseal investig., 1898. Im nördlichen Eismeer, der Beringsstraße und im Beringsmeer beobachtet. Cottus quadricomis L. Cottus quadricornis, Lin., Syst. nat., ed. X, p. 264 (1758). Cottus hexaeornis, Richabdson, Franklin's Journal, 1823, p. 726. 11* 84 E. EHRENBAUM, Acanthocottus labradoricus, Girard, Boston Journ. Nat., Hist. VI, 1850, p. 247, pl. 7, fig 3. Cottus labradoricus, Günther, Cat. of fishes, II, 163 (1860). Oncocottus quadricornis, Jordan & Evermann, Fishes of N. America, II, 2001 (1898). Oncocottus hexacomis, Scofield, in Jordan & Gilbert, Rep. furseal investig. (1898). Lütkbn, Nord. Ichthyogr., I, 375 (1876). Smitt, Scand. fish., p. 175, pl. 6 und 7 (1893). Eine außerordentlich weit verbreitete cirkumpolare Cottus- Art, deren Identität mit C. hexacomis Richardson von den europäischen Autoren als sicher angesehen , von den amerikanischen auch nur zweifelnd bestritten wird. Die Unterschiede sind jedenfalls geringer als zwischen dem typischen C quadricornis und seiner aus dem Ladogasee, der Newa, dem Wettern- und Wenernsee bekannten Süßwasser-Zwergform. Bekanntlich ist die eigentümliche Verbreitung von G. quadricornis, sein Vorkommen im östlichen Teile der Ostsee und in den oben genannten süßen Gewässern sowie im Weißen Meer, und sein Fehlen in der westlichen Ostsee, in der Nordsee und an der Westseite von Skandinavien von Loven unter anderem benutzt worden , um einen ehemaligen Zusammenhang der östlichen Ostsee mit dem Weißen Meer zu konstruieren. Cottus quadricornis bietet aber auch sonst in seiner Verbreitung manches Auffallende. An den britischen Küsten ist er äußerst selten, ebenso, wie es scheint, an der Westküste von Grönland 1 ), während er an der Ostküste schon von der deutschen Nordpolexpedition 1869 — 70 gefangen wurde. In Spitzbergen ist er bisher nicht gefunden, wohl aber, wie erwähnt, im Weißen Meer, an der Murmanküste und im Karischen Meer; an letzterem Orte (Jugorsche Straße) sowie an den sibirischen Küsten ist er neuer- dings von der Vega-Expedition gefunden worden, nachdem schon Pallas seine Verbreitung an diesen Küsten bis nach Kamtschatka und auch in den sibirischen Seen (Baikal) nebst deren Abflüssen festgestellt hatte. Im Beringsmeer wurden nur im nördlichen Teile (Pt. Clarence) einige kleine Exemplare beobachtet ; dagegen sind von der amerikanischen Eismeerküste zahlreiche Fundorte bekannt geworden von Point Barrow Herschel-Insel (Scofield), Kupferminenfluß (Richardson) bis zur Labradorküste (Girard), und nordwärts bis Dumbell Harbour unter 82 l / 2 ° n. Br. Somit erreicht C. quadricornis, wie Günther sagt, die höchste Breite, in der überhaupt Salzwasserfische beobachtet sind. Gen. Gymnocanthus Sw. * Gymnocanthus ventralis (C. & V.) Cottus gobio, Fabr., Fauna groenl., p. 159 (1780). Cottus tricuspis, Reinh., Vid. Selsk. Naturv. Math. Afh. Kbhvn., Deel V 1 1832), Overs. p. LH. Gymnocanthus ventralis, Swainson, Nat. Hist. Fish. Amph. Rept, II, 271 (1839). Phobetor tricuspis, Kuöyer, Naturh. Tidskr., 2. R. I, 263 (1844). Acanthocottus jiatris, H. R. Storer, Bost. Journ. Nat. Hist., VI, 250, pl. 7 (1850). Cottus Fabricii, Girard, Proc. Anieric. Assoc. Adv. Sei., II, 41 1 ( 1850). Gymnacanthus patris, Gill, Proceed. Ac. Nat. Sei. Philad., Suppl., p. 42 (1861). Phobetor ventralis, Malmgr., Oefvers. Vet.-Akad. Förh , 1867, No. 5, p. 259 (1867). Gymnacanthus tricuspis, Gill, Rep. U. S. Com. Fish, and Fisheries 1871/2, p. 800 (1873). Cottus ventralis, Collett, Christiania Vidensk. Selsk. Forh., 1878, No. 14, p. 15 (nicht von Cut. i\; Val. . Gymnacanthus pistilliger, Bean, Bull. U. S. Nat. Mus., No. 15, p. 127 (1879). ? Gymnacanthus galeatus, Bean, Proc. U. S. Nat. Mus., IV, 153 (1881). Phobetor pistilliger, Lilljeborg, Sveriges och Norges fauna, Fiskarne, I, 118 (1891). Gymnocanthus ventralis, Smitt, Scand. fishes, I, 160, fig. 46 (1893). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, II, 2008 (1898j. Lönnberg, Fishes, Swed. Arct. Exped. 1898 (1899). 1) Jordan und Evermann (1. c. p. 2003) erwähnten ein kleines Exemplar von Arctic-Bay an der Westküste von Grön- land, welches sie von Prof. D'ARCY W. THOMPSON erhielten. Die Fische. 85 Die Gattung Gymnocanthus steht Cottus sehr nahe, unterscheidet sich aber von letzterer dadurch, daß Zähne nicht nur auf den Gaumenbeinen, sondern auch auf dem Vomer fehlen. Aeußerlich sind die Angehörigen dieser Gattung ohne weiteres durch die außerordentliche Größe des an der Spitze drei- teiligen obersten Präoperculardornes kenntlich. Smitt (1. c.) hat festgestellt, daß die von Pallas be- schriebene sibirische Form Cottus pistilliger mit der vorliegenden nicht identisch ist, obwohl Lütken und mit ihm zahlreiche andere Autoren dies angenommen haben. Infolgedessen läßt sich das Verbreitungs- gebiet von G. ventralis nicht genau abgrenzen, da es bisweilen zweifelhaft ist, ob der Beschreibung diese Form oder die verwandte G. pistilliger zu Grunde gelegen hat. Sicher ist, daß G. ventralis in der Umgebung von Spitzbergen und der Bären-Insel einer der häufigeren Küstenfische ist, und nach Norden zu scheint er, wie Lönnberg (1. c. p. 7) bemerkt, den Cottus scorpius an Häufigkeit zu übertreffen. Auch an den grön- ländischen und sibirischen Küsten ist er anzutreffen, ebenso an der Murmanküste, wo ihn Knipowitsch auch in stark versüßtem Wasser fand, an der Westküste von Nowaja Semlja, gelegentlich auch im äußersten Norden von Norwegen. Andererseits findet er sich bei Island und an den Küsten Grönlands, wo er gegen Cottus scorpius an Häufigkeit zurücktritt, ferner an der nordamerikanischen Küste südwärts bis zur Fundy-Bai nordwärts bis Labrador, der Hudsonsbai und im Wellington-Kanal. An den Küsten der Halbinsel Alaska und des östlichen Asiens scheint er zu fehlen ; vielleicht tritt hier der verwandte G. pistilliger an seine Stelle. Smitt ist allerdings der Meinung , daß der durch Bean von Unalaska beschriebene G. galeatus Bean, der offenbar dem G. ventralis noch näher steht als dem G. pistilliger, mit ersterem zu identifizieren sei, doch haben die amerikanischen Autoren im Gegensatz hierzu G. galeatus als besondere Art aufrecht erhalten. Auf der Helgoland-Fahrt wurden nur 2 Exemplare von G. ventralis erbeutet, ein kleineres von 37 mm Länge in einer Tiefe von 210—240 m in der Mitte des Eisfjords (Westspitzbergen) und ein größeres von 144 mm Länge in 60 m Tiefe ca. II Meilen südlich der Hoffnung-Insel (Ostspitzbergen, Journ.-No. 21 und 50). Außerdem wurde ein Jungfisch von 15 mm Länge am 19. Juli im Hornsund gefangen (Journ.-No. 45 des Plankton-Journals). Derselbe ließ bereits die Flossenformel D : 11 -|- 15 A : 17 P : iq erkennen. In der Pigmentierung waren die Charaktere der Cottiden-Larve ausgeprägt, namentlich ein sehr dunkles Peritoneum. Die Brustflossen waren groß und über den After hinausragend, letzterer um ein Drittel der Körperlänge von der Kopfspitze entfernt. Auf der Olga-Expedition wurden an verschiedenen Punkten von Westspitzbergen recht erheb- liche Mengen dieser Art mit der Kurre gefangen, die anscheinend größte Zahl (das Journal enthält nur die Notiz ,,viel") unweit des Südcaps von Spitzbergen in 70 m Tiefe, Grund steinig und grober Sand. Gymnocanthus pistilliger (Pall.) Cottus pistilliger, Pai.l., Zoogr. Ross. Asiat., III, p. 143, pl. 20 (1811). „ ventralis, C. cephaloides, Cüv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 194 (1829). Elaphocottus pistilliger, Sauvage, Nouv. Archiv. Mus., 1878, p. 142. Gymnocanthus pistilliger, Smitt, Hist. Scand. fishes, I, 161, flg. 47, 48 (1893). Gilbeet, Rep. U. S. Fish Comrn. f. 1893. p. 424 (1895). Jordan & Evekmann, Fishes of N. America, II, 2006 (1898). Smitt (1. c.) hat mit Hilfe von Material, das die Vega-Expedition von Nordost-Sibirien mitgebracht hat, festgestellt, daß, wie erwähnt, die von Pallas aus Sibirien beschriebene Form Cottus pistilliger nicht mit der vorigen (G. ventralis) identisch ist; er fand die von Pallas erwähnten klöpfel- oder spatei- förmigen Hautanhänge mit schwarzem Stiel und weißem Kopf, welche sich auf dem Abdomen des <$ unter den Brustflossen vorfinden, und giebt auch einige andere charakteristische Unterscheidungsmerkmale an, 86 E. EHRENBAUM, unter denen die sehr langen, bis weit über den Ansatz der 2. Rückenflosse und Afterflosse nach hinten reichenden Brustflossen besonders erwähnenswert sind. Bezüglich der Verbreitung dieser Form lässt sich mit Sicherheit nur sagen, daß sie in der Kara-See und im sibirischen Eismeer vorkommt; westlich von Nowaja Semlja, im Bereich des Atlantic, scheint sie zu fehlen. Dagegen dehnt sich ostwärts ihr Verbreitungsgebiet über die pacifischen Küsten aus, einerseits über Kamtschatka bis nach Nordjapan, andererseits über die Küsten der Halbinsel Alaska und das nord- westliche Britisch-Amerika. In Bristol-Bay im Beringsmeer wird sie sogar als häufig bezeichnet. Gymnocanthus galeatus Bean G. galeatus, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., IV, 153 (1881). Gilbert, Rep. U. S. Fish Comm. f. 1893, p. 426 (1895). Joedan & Evermann, Fishes of N. America, II, 2010 (1898). Eine zuerst bei Unalaska, später auch bei St. Paul, den Aleuten, Pribilof-Inseln und Point Barrow im nördlichen Eismeer beobachtete Art, die, wie oben erwähnt, nach Ansicht mancher Autoren mit G. ventralis zu identifizieren ist, nach Jordan und Evermann aber als besondere Art aufrecht zu erhalten ist. Gen. Cottunculus Coll. Cottuneulas microps Coll. Cottunculus microps, Collett, Vid. Selsk. Forh. Christ. 1874 Tillägsb., p. '20, tab. 1, fig. 1—3 (1874). Collett, Norske Nordh.-Exped., Fiske, p. 18, pl. 1, fig. 5 — 6 (1880). Smitt, Scand. fishes, p. 158, fig. 45 (1893). Goode & Bean, Oceanic Ichthyol., p. 269, fig. 257 und 261 (1896). Lütken, Ingolf Exped., p. 32 (1898). Die Gattung Cottunculus, welche durch das Vorhandensein einer einzigen langgestreckten Rückenflosse sowie durch den Mangel einer Bewaffnung auf den Kiemendeckeln deutlich von den Zugehörigen der Gattung Cottus unterschieden ist, wurde von Collet nach einem sehr kleinen (15 mm lang) auf der Höhe von Hammerfest in 200 Faden Tiefe erbeuteten Fischchen zuerst beschrieben. Seitdem sind Individuen der Art C. microps wiederholt gefangen, aber niemals häufig und durchweg in großen Tiefen. Die Norske Nordhavs-Expedition brachte 3 Individuen von 93 — 175 mm Länge, welche halbwegs zwischen Norwegen und der Bären-Insel und bei Spitzbergen bis zum 80 ° n. Br. und in 349—839 m Tiefe gefangen wurden. Ferner wurden wiederholt Individuen im Trondhjemsfjord, auf der Westseite von Grönland und eins auf der „Knight Erranf'-Expedition (1880) in dem kalten Tiefen wasser zwischen Schottland und den Färöer in 540 Faden Tiefe erbeutet. Außer den beiden letztgenannten liegen in der gemäßigten Zone zahlreiche Fundorte, welche auf den Fahrten der amerikanischen Schiffe „Blake", „Fish Hawk" und „Albatross" (Oceanic Ichthyol., p. 270) zwischen 31 und 42 ° n. Br. und 65— 70 ° w. L. beobachtet wurden. Die NoRDENSKiüLD'sche Expedition (1883) und die schwedische (1900) beobachtete den Cottunculus auf der Ostseite von Grönland in 130 Faden Tiefe. Von der dänischen Ingolf-Expedition erwähnt Lütken 8 Exemplare von 30—170 mm Läns:e, welche nördlich der Färöer, nördlich und westlich von Island und auf der Westseite von Grönland in Tiefen von 293 — 679 Faden gefangen wurden. Die schwedische Expedition unter Nathorst (1898) fing 1 Exemplar zwischen Norwegen und der Bären-Insel auf 410 m Tiefe. Auf der deutschen Olga-Expedition wurde ein 190 mm großes ? mit der Kurre auf Schlick mit Sandgrund in 175 m Tiefe, ca. 25 Meilen WSW. von der Bären-Insel gefangen. Dieses Exemplar gehört zu den größten bisher erbeuteten Vertretern dieser Art und wurde in verhältnismäßig geringer Tiefe angetroffen. Die Fische. 87 Cotttmculus torvtis Goode Cottunculus torvus, Goode, Proc. U. S. Nat. Mus., III, 479 (1881). Cottus thompsonii, Günther, Proceed. Roy. Soc. Edinburgh, XI, 679 (1882). Cottunculus thompsonii, Günther, Challenger Report, XXII, 61, pl. 9, fig. B (1887). Lütken, Bidr. nord. Ichthyogr., VII, 28 (1891). Lütken, Ingolf-Exped. ichthyol. udbytte, p. 33 (1898). Diese zuerst auf der Knight Errant-Fahrt in der Tiefe (535 Faden) zwischen Schottland und den Färöer aufgefundene Cottunculus - Art ist später von amerikanischen Schiffen wiederholt in der Tiefe des Atlantic gefangen worden. Vaillant erwähnt aus dem Material der Talisman -Expedition 9 Exemplare von 35—146 mm Länge, welche in 1139 und 1495 m Tiefe vor der westafrikanischen Küste (Sudan) in ca. 20 ° n. Br. gefangen wurden. Im arktischen Gebiet ist sie bisher nur vereinzelt beobachtet, nämlich an der westgrönländischen Küste in der Davisstraße unter 66° 49' n. Br. auf 235 Faden Tiefe, Sand und Schlickgrund, von dem dänischen Schiff Fylla unter Kapitän C. F. Wandel (vgl. Lütken, Nordisk Ichthyographi 1. c). Auf der Ingolf-Expedition wurde 1 Exemplar von 184 mm Länge in der Dänemark- straße südwestlich von Island auf 912 Faden Tiefe erbeutet. Cottunculus inermis Vaill. Cottunculus inermis, Vaillant, Exped. scientif. d. Travailleur et du Talisman, Poissons, p. 365, pl. 28, fig. 2 (1888). Lütken, Ichthyol. Udbytte Dansk Ingolf Exped., II, 1, p. 33 (1898). Diese seltene, zunächst vom Talisman an der afrikanischen Küste an ähnlichen Orten wie die vorige (930—1495 m Tiefe) beobachtete Art, welche von Vaillant beschrieben ist, wurde neuerdings von der dänischen Ingolf-Expedition auch im Norden gefangen und zwar nördlich und nordöstlich von Island an 3 Fundorten auf 729—957 Faden Tiefe in 4 Exemplaren von 50 — 150 mm Länge. Von amerikanischer Seite scheint diese Art bisher nicht beobachtet zu sein ; Goode und Bean (Oceanic Ichthyol., p. 525) halten sie irrtümlich für identisch mit Cottunculus microps. Gen. Hemitripterus Cuv. Semit ripterus atnericanus (Gmelin) Scorpaena americana, Lin., Syst. nat., ed. XIII, p. 1220 (1788). Cottus acadian, Pennant, Arctic Z00L, III, 371 (1792). „ hispiäus, C. tripterygius, Bloch & Schneider, Syst. Ichth., p. 63 (1801). Hemitripterus americanus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 268 (1829). ,, acadianus, Storer, Hist. fish. Mass., p. 35 (1867). An den nordatlantischen Küsten von Nordamerika von New York bis Labrador nicht selten, wahr- scheinlich auch an der Küste von Alaska, von wo er als H. cavifrons Lockington (Proc. Acad. Nat. Sei. Philad., 1880, p. 233) beschrieben ist. Farn. Triglinae. Gen. Trigla Art. Trigla gumardus L. Trigla gumardus, T. Jiirundo, Lin., Syst. nat., ed. X, T. I, p. 301 (1758). euculus, Bloch, Fische Deutschi., Teil II, p. 124, tab. 59 (1783). „ milvus, Lacep, Hist. nat. poiss., III, 340 u. 362 (1798—1803). blochii, Kröter, Danm. Fiske, I, 101 (1838). Smitt, Scand. fishes, p. 197, pl. 11, fig. 1 (1898). 88 E. EHRENBAUM, Der gewöhnliche graue Knurrhahn findet sich im Mittelmeer und im Adriatischen Meer und ver- breitet sich an den europäischen Küsten von Spanien bis zum äußersten Norden Norwegens und bis Island. In der Ostsee findet er sich namentlich im westlichen Teil bis Rügen, ist aber auch noch nordöstlich von Bornholm bis zur Blekingeküste beobachtet worden. Knipowitsch berichtet sogar von einigen an der Murmanküste gefangenen Exemplaren. Trigla lucerna Willughby Lucerna Venetorum, Willughby, Hist. pisc, ed. Raji, p. 280—81 (1686;. Trigla lucerna, Lin., Syst. nat., ed. X, T. I, 301 (1758). „ hirundo, Bloch, Naturg. Fische Deutschi., Teil II, 126, tab. 60 (1783). „ laevis, Montagu, Mem. Wem. Nat. Hist. Soc, II, 455 (1818). „ poeciloptera, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 47 (1829). „ corax, Bonaparte, Fauna ItaL, pesci, Fase. X, 52, tab. 94, fig 1 (1832 — 42). nigripes, Malm, Förh. Skand. Naturf. Möte Stockholm 1863, p. 410 (1865). Smitt, Scand. fishes, p. 200, fig. 57 (1893). Die Verbreitung dieses roten Knurrhahns reicht nördlich nur bis zu den Lofoten, doch ist er in den skandinavischen Gewässern überhaupt selten. Im Kattegat und in der westlichen Ostsee wurde er bisweilen beobachtet. In der Nordsee und in den weiter südlich gelegenen Gewässern, besonders im Mittelmeer, ist er häufig. Vielleicht reicht sein Verbreitungsgebiet sogar bis zum Cap der guten Hoffnung. Farn. Agonidae. Gen. Agonus Schneid. *Agonus decagonus Schneid. Cottus cataphractus, Fabr., Fauna groenlandica, p. 155 (1780) (nicht Linne.) Agonus decagonus, Bloch & Schneider, Syst. Ichthyol, I, 105, pl. 27 (1801). Aspidophorus decagonus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 223 (1829). spinosissimus, Kröyer, Naturh. Tidsk., 2. Räkke, I, 250 (1844). „ malarmoides, Deslongchamps, Mem. Soc. Linn. d. Normandie, IX, 167 (1853). Agonus spinosissimus, Günther, Cat., II, 214 (1860). Leptagonus spinosissimus, Gull, Proc. Ac. Nat. Sei. Philad., XIII, 167 (1861). Brachyopsis decagonus, Jordan & Gilbert, Synopsis fishes N. A., p. 727 (1883). Podolhecus decagonus, Jordan, Catal. fishes N. America, p. 114 (1887). Leptagonus decagonus, Jordan & Everman, Fishes of N. America, II, 2052 (1898). Lütken, Nord. Ichthyogr. I, 381 (1876). Collett, Norske Nordh.-Exped. Fiske, p. 44, pl. 2, fig. 11 — 12 (1880). Smitt, Scand, fishes, p. 205, fig. 59 (1893). A. decagonus ist eine arktische Form, welche hauptsächlich in tiefem und kaltem Wasser gefunden worden ist, zuerst in Grönland, später bei Island, im nördlichen Norwegen (Finmarken), bei der Bären-Insel und Spitzbergen in Tiefen von 123 — 260 Faden, auf der norwegischen Nordmeerfahrt (1876 — 78); die dänische Ingolf-Expedition fand diese Art auch nördlich der Färöer, und auf der amerikanischen Seite des Atlantic soll sie mit der kalten Strömung südwärts bis zu den Neufundlandbänken vordringen. Der bisher beobachtete nördlichste Fundort liegt bei 81 ° 14' nordöstlich der Sieben Inseln bei Spitzbergen und wurde durch die schwedische Expedition unter Nathorst 1898 bekannt. Oestlich kommt A. decagonus auch im Weißen Meer und an der Murmanküste vor, wo er aber nach Knipowitsch schon sehr selten ist. Unter dem Material von Römer und Schaudinn befinden sich nur 2 junge Tiere dieser Art von 46 Lind 49 mm Länge, welche bei der Halbmondinsel (Ostspitzbergen) in 90 m Tiefe, blauer zäher Lehm mit Die Fische. 89 Steinen, und in der Mitte des Eisfjord in 210 — 240 m Tiefe, blauer Mud mit Steinen, gefangen wurden (Journ.-No. 9 und 21). Dagegen hat die Olga-Expedition eine ziemlich große Zahl dieser A. decagonus von 107 — 187 mm Länge mit der Kurre erbeutet. Agonus cataphractus L. Cottus cataphractus, Linne, Syst. nat, ed. X, 264 (1758). Agonus cataphractus, Bloch & Schneider, Syst. ichthyol, I, 104 (1801). Aspidophorus armatus, Lacepede, Hist. nat. d. poiss., III, 222 (1802). Cataphractus schoneveldii, Fleming, British animals, p. 216 (1828). Aspidophorus europaeus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 201 (1829). „ cataphractus, Kböyee, Danm. fiske, I, 143 (1838). . Lütken, Nord. Ichthyogr., I, 381 (1876). Smitt, Scand. fishes, p. 208, pl. 5, fig. 1 (1893). Diese an vielen Punkten der nordeuropäischen Küsten häufige Art dringt nur an wenigen Stellen bis in das arktische Gebiet vor ; in der Ostsee findet sie sich von Schleswig-Holstein bis Finnland, in der Nordsee vom englischen Kanal bis zur norwegischen Küste, an dieser entlang bis Hammerfest und weiter an der Murmanküste (nach Knipowitsch „sehr selten") und bis zum Weißen Meer. Nach Lütken (1. c.) kommt A. cataphractus auch auf den Färöer und bei Island vor, während derselbe Autor es für einen Irrtum hält, wenn Günther sowie Möbius das Vorkommen dieses Fisches bei Grönland anführen, weil das von Fabricius von Grönland unter dem Namen A. cataphractus beschriebene Tier thatsächlich A. decagonus gewesen sei. Unbeschadet der Richtigkeit der letzteren Behauptung muß doch hervorgehoben werden, daß durch Jordan und Evermann (Fishes of N. America, II, p. 2066, 1898) neuerdings das Vorkommen bei Grönland fest- gestellt werden konnte, da sie durch d'Arcy Thompson 2 tadellose Exemplare dieser Art aus der Davis- straße erhielten. Siphagonus barbatus Steind. Siphagonus barbatus, Steindachnee, Ichthyol. Beitr., V, 140, tab. 5; Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien, LXXIV (1876). Pallasina barbata, Joedan & Evermann, Fishes of N. America, p. 2049 (1898). Eine im Nordpacific verbreitete Art, die südlich bis Japan und Oregon, nördlich im Beringsmeere und im nördlichen Eismeer nahe der Beringsstraße beobachtet ist. Gen. Aspidophoroides Lacep. Aspidophoroides monopterygius (Bl.) Cottus monopterygius, Bloch, Ausländ. Fische, II, 156, tab. 178 (1786). „ indicus, Bonnaterre, Tableau Encycl. Meth., p. 68, pl. 87 (1788), nach Bloch. Aspidophoroides tranquebar, Lacepede, Hist. nat. poiss., III, 228 (1802), nach Bloch. n groenlandicus, Valenciennes, in Cdvier, Regne animal, ed. II, T. II, pl. 21 (1829). „ monopterygius, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., VI, 554, pl. 169 (1830). Cantlürhynchus monopterygius, Swainson, Nat. hist. fishes, II, 272 (1839). ? Aspidophoroides bartoni, Gilbert, U. S. Fish. Comm. Report f. 1893, p. 434 (1895). Lütken, Nord. Ichthyogr. I, 385 (1876). Goode & Bean, Oceanic Ichthyology, p. 283, fig. 260 (1896). Joedan & Eveemann, Fishes N. America, II, 2091 (1898). Die ältesten Angaben von Bloch über das Vorkommen dieses Fisches bei Tranquebar an der Ost- küste Vorderindiens beruhen auf einem Irrtum. Thatsächlich ist derselbe im hohen Norden und zwar an der Westküste Grönlands und von da an der Ostküste von N.-Amerika südwärts bis Cap Cod gefangen Fauna Arctica, Bd. U. I2 90 E. EHRENBAUM, worden. Auch die dänische Jngolf-Expedition fing ihn in der Davisstraße. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß auch der GiLBERT'sche A. bartoni, der im Beringsmeer recht häufig vorkommt, mit A. monopterygius zu identifizieren ist, wie dies auch von T. H. Bean gelegentlich schon geschah.' Aspidophoroides olriki Lütk. Aspidophoroides dlrikü, Lütken, Nord. Ichthyographi, I, 386, m. fig. (1876). ? „ güntheri, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1885, p. 74. Lütken, Dijmphna togtets udbytte., p. 120, tab. XV, fig. 1 — 3 (1887). Jordan & Evermanx, Fishes of N. America, II, 2089—91 (1898). Eine kleine hochnordische Form, die zuerst von Lütken nach einigen grönländischen Exemplaren beschrieben wurde, welche den Mägen von Heilbutten entstammten; später fing die holländische Expedition mit dem Schooner „Willem Barents" 15 Exemplare im Ostspitzbergen-Meer (Barentssee), wobei aber viel- leicht eine teilweise Verwechslung mit der vorigen Art A. monopterygius untergelaufen ist. Die Dijmphna erbeutete sie im Karischen Meer, Knipowitsch verzeichnet sie vom Weißen Meer und von der Murman- küste, an deren östlichem Teile sie keineswegs selten sein soll. Die dänische Ingolf-Expedition fing sie in Menge in der Davisstraße; der Fürst von Monaco fing 2 Exemplare auf den Neufundlandbänken (Collett, Res. d. camp, scientif., p. 39). Ein amerikanischer Fundort bei 46 ° 45' n. Br. und 50 ° 02' w. L. ist zweifelhaft. Jordan & Evermann (1. c. p. 219 Anm.) halten es für wahrscheinlich, daß der von der Nordküste von Alaska nach einem 70 mm langen Exemplar beschriebene A. güntheri mit dem A. olriki identisch ist, so daß demnach diese Art cirkumpolar verbreitet wäre. Diese Auffassung wird durch eine Beobachtung von Smitt gestützt, wonach ein 65 mm langer A, olriki (Hist. Scand. fishes, p. 203 Anm.) von der Vega-Expedition in der Beringsstraße gefangen wurde. Jedenfalls scheint festzustehen, daß die Alaska- form von der Grönlandform nicht stärker verschieden ist als diese von der Form aus dem Karischen Meer. Farn. Blenniidae. Gen. Chirolophis Sw. Chirolophis galerita (L.) Walb. Blennius galerita, Liisr., Syst. nat., ed. XII, T. I, p. 441 (1766) (nicht von Rondelet und nicht von Artedi). „ ascanii, Walbaum, Artedi Genera, pisc. Ichthyol., P. 3, p. 173 (1792). Centronotus brosme, Bloch, Syst. Ichthyol., ed. Schneider, p. 167 (1801). Blennius brosme sive ascanii, Reinh. sen., Maanedsskr. f. Litterat. 1833, p. 261. „ yarellii, Valenc, Hist. nat. d. poiss., XI, 218 (1836). Gunnellus strömii, Valenc, Hist. nat. d. poiss., XI, 444 (1836). Blennius palmicornis, Yarrell, Brit. fishes, ed. I, Vol. I, 233 (1835/6) (nicht von Cuvier). Chirolophis palmicornis, Swainson, Nat. hist. and classific. fish., Vol. II, 275 (1838). Carelophus strömii, Kröter, Nat. Tidskr., 2. B. Bd. I, 227 (1844/5). Blenniops galerita, Nilsson, Scand. fauna, 4. del, fisk. 2. häft, p. 185 (1853). „ ascanii, Günther, Cat. fish., III, 284 (1861). Carelophus ascanii, Esmark, Eorhandl. skand. naturforsk. 10. Möte Christ. 1868, p. 10 (1869). Smitt, Scand. fishes, p. 218, pl. 11, fig. 2 und 3 (1893). Dieser Bienniide ist eine specifisch nördliche Form, deren Verbreitung bis zum äußersten Norden von Norwegen reicht; auch im Christianiafjord und bei Bohuslän kommt er vor, und Day nennt ver- schiedene Punkte der britischen Küsten. Auf dem Plateau von Helgoland ist er nicht selten, und Kröyer erhielt ihn auch von den Färöer. Die Vermutung von Smitt, daß die pacifische Form Blennius polyactocephalus, welche Pallas zuerst von Kamtschatka erhielt und welche seitdem von amerikanischer Seite wiederholt beobachtet wurde, mit Die Fische. 91 der vorliegenden zu identifizieren sei, trifft offenbar nicht zu, da nach Jordan und Evermann (Fishes of N. Amerika, III, 1898, p. 2408) die genannte pacifische Form, für welche der Gattungsname Bryostemma (foRDAN & Starks) vorgeschlagen ist, zwar die atlantische ChirolopMs vertritt, sich aber von ihr merklich, unter anderem durch den Mangel einer Seitenlinie unterscheidet. Gen. Pholis Gron. *Pholis gunnellus (L.) Blcnnius gunnellus, Lin., Syst. nat., ed. X, 257 (1758). Ophidion imberbe, Lin., Syst. nat., ed. X, 259 (1758 . Blcnnius europaeus, Olafsen, Reisen Island, I, 81 (1772). „ muraenoides, Sujef, Act. Petrop., II, 195 (1779). Muraenoides sujef, M. gultatus, Lacepede, Hist. nat. poiss., II, 324 (1800). Centronotus gunnellus, Bloch & Schneider, Syst. ichthyol., p. 167 (1801). Ophidium mucronatum, Mitchill, Trans. Lit. a. Phil. Soc. New York, II, 361, pl. 1, fig. 1 (1815). Gunnellus vxdgaris, Fleming, British Anim., p. 207 (1828). Ophisomus gunnellus, Swainson, Nat. hist. a. classific. fish., II, 277 (1838). Gunnellus ingens, H R. Stoker, Bost. Journ. Nat. Hist., VI, 261, pl. 8, fig. 1 (1850). „ macrocephalus, Girard, Bost. Journ. Nat. Hist., VI, 263 (1850 j. Muraenoides gunnellus, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 767 (1883). Der „Butterfisch" oder „Messerfisch" ist an ost- und westatlantischen Küsten weit verbreitet. Auf der europäischen Seite findet er sich an der skandinavischen Küste bis zum äußersten Norden, und nach Knipowitsch ist er auch an der Murmanküste und im Weißen Meer häufig. Ferner kommt er vor bei Bohuslän, im Kattegat und in der Ostsee bis zum Finnischen Meerbusen, an den Küsten der Nordsee, des Kanals und der britischen Inseln, bei Island und Grönland und an der amerikanischen Ostküste von Labrador bis Massachusetts. Römer und Schaudinn erhielten Exemplare dieser Art im Reliktensee Mogilnoje auf der Insel Kildin an der Murmanküste. Einige Jungfische von 28 und 29 mm Länge wurden schon auf der Ausreise in den ersten Tagen des Juni bei einer Versuchsfischerei mit der Dredge im Valdersund unweit Throndhjem gefangen. JPholis fasciatus (Bl. & Schneid.) Centronotus fasciatus, Bloch & Schneider, Syst. ichthyol., p. 165, pl. 37, fig. 1 (1801). Blennius taenia, Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat., III, 178 1I8II). Gunnellus groenlandicus, G. fasciatus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XI, 441/2 (1836). „ muraenoides, Valenc, in Cuvier, Regne aninial, Poiss., p. 916, pl. 78, fig. 2 (1839 — 52). Muraenoides maxillaris, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1881, p. 147. „ fasciatus, M. taenia, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 766/7 (1883). Pholis fasciatus, Gilbert, Rept. U. S. Tisch. Comm. 1893, p. 449 (1895). Jordan & Evermann, Fishes N. America, p. 2417 (1898). Eine nordamerikanische, der vorigen sehr nahestehende Art, deren Verbreitung von Grönland bis zu den Kurilen reicht ; an einigen Orten ist sie massenhaft vertreten, und gelegentlich wurde sie in beträcht- licher Menge in Mägen vom Kormoran gefunden. Gen. Asternopteryx Rüpp. Astemopteryx gunelliformis Rüpp. Astemopteryx gunelliformis, Rüpp., Verz. d. im Mus. Senckenb. Sammlgn., Fische (1852). Centronotus gunelliformis, Günther, Catal. Fishes, III, 288 (1861). Muraenoides gunelliformis, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 769 (1883). Joudan & Evermann, Fishes of N. America, III, 2420 (1898). 92 E. EHRENBAUM, Eine zunächst nur in einem dem Senckenbergischen Museum in Frankfurt a. M. gehörenden Exemplar bekannte Form, von der jedoch neuerdings auch das U. S. National Museum in Washington ein schönes, 24 cm langes Exemplar besitzt. Grönland. Gen. Lumpenus Rhdt. Lumpenus lampretiformis (Walb.) Blennius lampretaeformis, Walbaum, Artedi, Genera pisc. Ichthyol., Pt. III, 184, tab. 3, fig. 6 (1792). Centronotus islandicus, Schneider, Bloch, Syst. ichthyol., I, 157 (1801). Blennius lumpenus, Faber, Naturgesch. Fische Isld., p. 79 (1829) partim. Centronotus lumpenus, Nilsson, Prodr. Ichthyol. Scandin., p. 104 (1832). Gunnellus islandicus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XI, 433 (1836). Clinus mohrii, Kröyer, Nat. Tidskr., 1. Eäkke Bd. I, 38 (1837). „ nebulosus, Fries, K. Vet. Akad. Handl. 1837, p. 55 (1838). Blennius gracilis, Stuwitz, Nyt Magazin f. Naturvidensk., Bd. I, 406, pl. 3, fig. 1 — 14 (1838). Clinus gracilis, Reinhardt sen., K. Danske Vidensk. Selsk., nat.-inath. Afhand., 7. Deel, p. 194 (1838). Lumpenus nebulosus, Kröyer, Danmarks Fiske, I, 336 (1838—40). Blennius serpentinus, Storer, Proc. Bost Soc. Nat. Hist, III, 30 (1848). Stickaeus islandicus, Günther, Cat. Fish., III, 281 (1861). Centroblennius nebidosus, Gill., Proceed. Acad. Nat. Sc. Philad., 1861, App., p. 45. Lumpenus gracilis, L. lampetraeformis, Kröyer, Nat. Tidsk., 3. R. Bd. I, 282 u. 287 (1862). Leptoblennius gracilis, Gill., Proc. Acad. Nat. Sc. Philad., 1864, p. 210. Lumpenus islandicus, Malm, Göteborg, Bohusl. Fauna, p. 470 (1877). Leptoblennius serpentinus, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 778 1 1883). Collett, Norske Nordh.-Exped., Fiske, p. 71 (1880). Smitt, Scandin. Fishes, p. 225, pl. 11, fig. 5 (1893). Diese specifisch arktische Form ist an den skandinavischen Westküsten nicht selten und ist hier bis zum äußersten Norden (Varangerfjord) beobachtet worden ; sie ist ferner an der schottischen Küste, im Christianiafjord, bei Bohuslän, im Kattegat und an verschiedenen Punkten der Ostsee von Kiel bis zum Finnischen Meerbusen gefangen, namentlich auch im hohen Norden, bei Spitzbergen, Island, Jan Mayen und an den grönländischen Küsten. Auf der amerikanischen Seite des Atlantic geht sie südwärts bis Cap Cod. Spitzbergen ist ein längst bekannter Teil des Verbreitungsgebietes dieser Art, und dieselbe ist dort auch noch von der schwedischen Expedition unter Nathorst (1898) an 2 Punkten der Westseite in je einem Exemplar wieder beobachtet. Deshalb ist es auffällig, daß sich weder in dem Material der Olga-Fahrt, noch auch in dem von Römer und Schaudinn gesammelten ein Vertreter dieser Species auffinden ließ. *Lnnipemis maculatus (Fries) Lumpenus aculeatus, Reinh, Overs. Kgl. Danske Vid. Selsk. Forh. 1832 — 36. Clinus maculatus, Fries, K. Ved. Akad. Handl. 1837, p. 51 (1838). „ aculeatus, Reinh., K. Danske Vid. Selsk. nat.-math. Afh., 7. Deel, p. 114 u. 222 (1838). Lumpenus maculatus, Kröyer, Danmarks Fiske, I, 333 (1838 — 4<>). „ aculeatus, Gai.mard, Voy. Scand. etc. poiss. atlas, pl. 14, fig. 2 (1845). „ (Ctenodon) maculatus, Nilsson, Skand. Fauna, 4. Deel, Fisk., 2. häft, p. 190 (1853). Stichaeus maculatus, St. aculeatus, Günther, Catal. fishes, III, 281/2 (1861). Leptoclinus maculatus, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sc. Philad. 1861, App., p. 45. „ aculeatus, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sc. Philad. 1864, p. 209. Ctenodon maculatus, Malm, Göteborg, Bohusläns Fauna, p. 470 (1877). Collett, Norske Nordh.-Exped., Fiske, p. 67, pl. 2, fig. 18 (1880). Smitt, Scandinavian fishes, p. 228, pl. 11, fig. 4 (1893). Jordan & Evermann, Fishes of N America, III, 2433 (1898). Die Fische. 93 Diese nordische Form besitzt eine fast cirkumpolare Verbreitung. Ihr Gebiet erstreckt sich vom nördlichen Bohuslän über die ganzen skandinavischen Küsten bis zum äußersten Norden derselben, ferner auf Spitzbergen, wo sie nicht selten ist, Grönland, wo sie als häufigste Art dieser Gattung vertreten ist, die ostamerikanische Küste, wo sie nach Goode und Bean (1879) südwärts bis Massachusetts beobachtet ist, und das nordpacifische Gebiet, wo neuerdings einige Exemplare an der Kamtschatkaküste sowie in Bristol-Bay und auf der Südseite von Alaska gesammelt wurden, die von den amerikanischen Autoren als wahrscheinlich identisch mit der atlantischen Form bezeichnet werden. Unter dem von Römer und Schaudinn gesammelten Material finden sich 2 Exemplare dieser Art von 124 und 105 mm Länge; ersteres wurde bei der Halbmondinsel auf 90 m Tiefe, blauer zäher Lehm mit Steinen (Journ.-No. 9), letzteres bei Cap Platen (Nordspitzbergen unter 80 ° 35' n. Br.), auf 40 m Tiefe, Mud und Steine mit Algen (Journ.-No. 14), gefangen. Die Olga- Expedition fing den Lumpenus maculatus ebenfalls an 2 Stellen, aber in 4 Exemplaren; 3 davon beim Nordeingang des Prinz-Karl-Vorlandsundes und I nordöstlich der Bären-Insel. *Lumpemis meclius Rhdt. Lumpenus meclius, Reinhardt sen., K. Danske Vidensk. Selsk. Forh. nat.-math. Afh., 6. Deel, p. CX (1837). Clinus meclius, Reinhardt sen., ebenda 7. Deel, p. 194 (1838). Stichaeus meclius, Günther, Catal. Fishes, III, 281 (1861). Anisarchus meclius, Gill, Proeeed. Ac. Nat. Sei. Philad., 1864, p. 210. Malmgren, Om Spetsbergens Fiskfauna, p. 517 (1865). Collett, Norske Nordh.-Exped., Fiske, p. 62, pl. 2, fig. 17 (1880). Smitt, Scand. Fishes, p. 224—225 (1893). Jordan & Evebmaxn, Fishes of N. America, III, 2435 (1898). L. meclius ist eine auf den hohen Norden beschränkte, aber da, wo sie vorkommt, nicht seltene Art. An den norwegischen Küsten ist sie bisher nicht beobachtet, wohl aber im Weißen Meer, an der Murman- küste und in der Barentssee, wo sie nach Knipowitsch gemein ist. Bei Spitzbergen ist sie häufig, des- gleichen bei Grönland ; nach Angabe der amerikanischen Autoren kommt sie auch im Beringsmeer und bei Kamtschatka vor. Unter dem Material von Römer und Schaudinn ist L. meclius eine der am häufigsten vertretenen Formen. Folgendes ist eine Uebersicht der Fundorte: Journ.- No. Ort Tiefe in m Grund 9 14 19 Stor-Fjord Halbmondinsel Cap Platen (Norspitzbergen) Mitte der Wijde-Bay 5^ 90 40 112 gelber Mud mit Steinen blauer zäher Lehm mit Steinen Mud und Steine mit Algen blauer Mud mit Steinen 1 Exempl. von 50 mm 2 ,, „ 92 und 103 mm 8 „ ,, 57— "8 mm 10 „ „ 56—120 „ I „ „ 64 mm Auch eine Larve von 17 mm Länge, welche am 25. Juni bei der Halbmondinsel gefangen wurde (Journ.-No. 27 des Plankton-Journals), gehört sehr wahrscheinlich hierher oder zur vorigen Art. Der After lag genau in der Mitte des Körpers ; von Flossenstrahlen waren nur die hypuralen ausgebildet mit 7 — 8 kräftigen schwarzen Pigmentnecken an ihrer Basis. Außerdem war eine Doppelreihe von Pigment- sternen längs der Basis der Anale und ca. 12 Sterne auf Darm und Harnblase sichtbar. Die Augen waren sehr groß und vorspringend, das Maul oberständig — beides Merkmale, die auch anderen Blenniiden- Larven eigentümlich sind. Der Kopf war auffallend lang ; er maß bis zur Basis der Brustflossen 2,25 mm. Eine nur kleine Zahl von L. medius wurde auf der Olga-Fahrt gefangen, nämlich 2 Exemplare von 85 und 93 mm in der Advent -Bay mit der Dredge auf 40m, zäher Schlick; außerdem wurde g4 E. EHRENBAUM, i Exemplar von 116 mm Länge im Neste einer Sterna macrura gefunden auf der Axel -Insel in der Recherche-Bay. Anscheinend ist die Art in Westspitzbergen nicht so häufig wie im Osten. Es ist sicher, daß L. medius als Nahrung für viele der nordischen Vögel eine erhebliche Rolle spielt; unter diesen ist eine Lummenart (Uria grylle) schon früher von Malmgren und die Möwe Larus glaucus von Lönnberg namhaft gemacht. Lumpenus fabricii (Cuv. & Val.) Blennius lumpenus, Fabricius, Fauna groenlandica, p. 151 (1780), nicht von Linke. Gunneüus fabricii, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XI, 431 (1836). Lumpenus fabricii, Reinh., Overs. K. Danske Vid. Selsk. Forh. 1832—36, p. CX (1837). Clinus lumpenus, Rbinh., K. Danske Vid. Selsk. nat.-matk. Afh., 7. Deel, p. 194 (1838). Lumpenus nubilus, Richardson, Last arct. voyage, fiskes, p. 13, pl. 28 (1855). Stichaeus lumpenus, St. nubilus, Günther, Cat. fiskes, III, 280 u. 564 (1861). Centroblennius nubilus, Gill, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1864, p. 209. Leptoblennius nubilus, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 778 (1883). Kröyer, Nat. Tidskr., 3. R. Bd. I, 274 (1862). Gaimard, Voy. Scand. etc. poissons atl., pl. 14, fig. 1 (1845). Malmgren, Om Spetsbergens Fiskfauna, p. 522 (1865). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, III, 2437 (1898). Knipowitsch, Annuaire Mus. Zool. Acad. Imp. sei., III, 4 (1898). Smitt hat die Vermutung ausgesprochen, daß L. fabricii, welcher der vorigen Art jedenfalls sehr ähnlich ist, überhaupt nicht von dieser getrennt, vielmehr als die ältere Form von L. medius angesehen werden sollte. Außerdem ist nach Jordan und Evermann auch die früher als selbständig betrachtete Art L. nubilus mit L. fabricii zu verschmelzen. L. fabricii fehlt ebenso wie die vorige Art an der norwegischen Küste, kommt aber an der Murman- küste und im Weißen Meer vor (Knipowitsch) ; ferner wird er von Spitzbergen und Grönland erwähnt. An der ostamerikanischen Küste geht er südwärts bis zum Golf von St. Lorenz, an der nördlichen Eismeer- küste werden Northumberland- und Wellington-Sound als Fundorte genannt. Nach Angabe der amerikanischen Forscher kommt er auch im Nordpacific vor, wo Bristol-Bay und verschiedene andere Punkte des Berings- meeres als Fundorte angegeben werden. Smitt erwähnt auch 3 große Exemplare (bis zu 344 mm Länge), welche auf der Vega-Expedition bei Naitschkai nordwestlich der Beringstraße erbeutet wurden. Die Art hat also eine im vollsten Sinne des Wortes cirkumpolare Verbreitung. Lumpenus anguillaris (Pall.) Blennius anguillaris, Pallas, Zoogr. Rosso- Asiat., II, 176 (1811). Gunneüus anguillaris, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XI, 434 (1836). Leptogunnellus gracilis, Ayres, Proceed. Calif. Acad. Nat. Sei., I, 26 (1855). Lumpenus anguillaris, Girard, Pacific R. R. Survey, X, Fishes, p. 123, pl. 25 (1858). Stichaeus anguillaris, Günther, Cat. fishes, III, 282 (1861). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 2436 (1898). Eine auf beiden Seiten des Nordpacific verbreitete Art, welche von Dall und Bean (1880) auch bei Pt. Belcher im amerikanischen Eismeer beobachtet wurde. Lumpemis punetatus (O. Fabr.) Blennius punetatus, Fabr., Fauna groenland., p. 110 (17S0). < 'linus punetatus, Richardson, Fauna bor.-amerie., III, 88 (1836). Gunnellus punetatus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XI, 428 (1836). Die Fische. 95 Stichaeus punctatus, Kröyer, Nat. Tidsk., 1. R. Bd. I, 377 (1837). Notogrammus rothroclci, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., IV, 146 (1881). Lumpenus punctatus, Knipowitsch, Extr. Ann. Mus. zool. Ac. Imp. sei., II, 147 (1897). Gaimabd, Voy. Scand. etc., poiss., pl. 20, fig. 2 a — e (1845). Kröyer, Nat. Tidsk., 3. R. Bd. I, 303 (1862). Jordan & Evermann, Eishes of N. America, III, 2439 (1898). Eine lebhaft scharlachrot oder rot- bis gelbbraun gefärbte, nicht häufige Art, die zuerst in Grönland beobachtet wurde, später auch an der amerikanischen Ostküste bei Neufundland und südwärts bis Cap Cod, im Nordpacific bei der Halbinsel Alaska und an der Nordküste von Alaska bei Cap Lisburne, . nördlich der Beringstraße. Von besonderem Interesse ist, daß Knipowitsch das Vorkommen dieser Art, wenn auch als sehr sehr selten, von der Murmanküste erwähnt (fide Danilewsky). iAimpenus praecisus (Kröyer) Clinus praecisus, Kröyer, Nat. Tidsk., 1. Räkke Bd. I, 25 (1837). „ unimaculatus, Reinhardt, Dansk. Vid. Selsk. nat.-math. Afh., VII, 114 u. 121 (1837). Stichaeus unimaculatus, Reinhardt, Overs. Dansk. Vid. Selsk. Forh. 1832—36, p. CX. „ praecisus, Kröyer, Nat. Tidsk., 1. Räkke Bd. I, 372 (1837). Eumesogrammus praecisus, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 774 (1883). Gaimard, Voy. Scand. etc., poiss., tab. 20, fig. la— f (1845). Kröyer, Nat. Tidsk., 3. Räkke Bd. I, 295 (1862). Eine nur von Grönland bekannte Art. Gen. Anarrhichas Artedi. Anarrhichas lupus L. Anarhichas lupus, Linn., Syst. nat., ed. XII, 430 (1766). strigosus, Gmelin, Syst. nat., I, 1144 (1788). Anarrhichas vomerinus, Agassiz, in Storer, Hist. fish. Massach., p. 265, pl. 18, fig. 1 (1867). Smitt, Scand. fishes, p. 232, fig. 62 und pl. 12, fig. 2 (1893). Der Seewolf oder Catfisch, wie ihn die Nordseefischer nennen, ist an den europäischen Küsten von Westfrankreich bis zum äußersten Norden Norwegens, zur Murmanküste und ins Weiße Meer verbreitet. In der Ostsee findet er sich nur im westlichen Teil und auch selten. An der amerikanischen Ostküste reicht das Verbreitungsgebiet südwärts bis Cap Hatteras ; im arktischen Gebiet kommt A. lupus außerdem bei Spitzbergen, Island und Grönland vor. Die Olga- Expedition fing einige junge Exemplare von A. lupus mit der Kurre, eins von 253 mm Länge beim Prinz-Karl-Vorland, ein anderes von 390 mm Länge westlich der Bären-Insel und ein drittes von 475 mm westlich von Südspitzbergen. Anarrhichas minor Olafsen Anarrhichas minor, Olafsen, Reisen Island, p. 592, tab. 42 (1772). „ pantherinus, B. Zouiew, Acta Acad. scient. Imp. Petrop. pro 1781, p. 271, tab. 5 (1784). „ harrah, Bonnaterre, Encycl. ichth., p. 38 (1788). „ maculatus, Bloch & Schneider, Syst. ichth., p. 496 (1801). „ leopardus, Agassiz, in Spix, Piso. Brasil., tab. 51 (1829). „ eggerti, Steenstrup, Eörh. Skand. Naturf. 3. Möte Stockh., p. 647 (1843). Smitt, Scand. fishes, p. 236, pl. 13, fig. 1 (1893). Trotz ihres Namens ist diese Art die größte der Gattung — sie wird bis 180 cm lang — und ist für die arktische Fischerei von erheblicher Bedeutung, zumal sie im arktischen Gebiet die vorige Art an Häufig- 96 E. EHRENBAUM, keit übertrifft. Ihr Vorkommen scheint auf die atlantischen Küsten beschränkt zu sein, an der europäischen Seite geht sie südwärts bis Bergen, auf der amerikanischen bis Massachusetts. Bei Grönland und Island ist sie längst als wichtiger Gegenstand der Fischerei bekannt, ebenso an der Murmanküste, im Weißen Meer und an der russischen Nordküste. Sie kommt auch bei Spitzbergen vor. Die Olga-Expedition hat eine Anzahl größerer und kleinerer Exemplare, welche bei der Bären- Insel und Spitzbergen mit der Kurre gefangen waren, mitgebracht. Die größte Menge — ca. 40 kg wurde in einem südwestlich der Bären-Insel auf 156 m Tiefe, Schlick mit Sand, gemachten Kurrenzuge gefangen. Anarrhichas latifrons Steenstr. Anarrhichas latifrons, I. Steenstrup, Förhandl. Scand. Naturforsk. 3. Möte. Stockt. 1842, p. 647 (1843). ? „ denticulatus, Kröyer, Overs. Vid. Selsk. Forh. Kbhvn. 1844, p. 140; Gaimard, Voy. Scand. etc., tab. 12. fig. 1 (1845). Smitt, Scand. fishes, p. 237, pl. 13, fig. 2 (1893). Diese Art besitzt eine ähnliche Verbreitung wie die vorige, von der sie sich ebenso wie von A. lupus durch ihre geringe Bedeutung in wirtschaftlicher Beziehung unterscheidet. Sie wird erwähnt von der ostamerikanischen Küste, Grönland, Island und norwegisch Finmarken ; nach Knipowitsch kommt sie auch an der Murmanküste vor. Farn. Gobiidae. Gen. Gobiiis Artedi. Gobiiis minutus Gmelin Gobius minutus, Pallas (Geonov. emend.), Spicil. zoolog., Fase. VIII, 4 (1776 — 80). minutus (= $) + G. unipunetatus + G. gracilis (= . alpinus. 112 E. EHRENBAUM, Merlangus albus, Yarrell, Hist. Brit. fishes, 3 ed., I, 551 (1859). Boreogadus poutassou, Malm, Göteborgs och Bohusl. Fauna, p. 486 (1877). Smitt, Scand. fishes, p. 511, fig. 123 (1893). Dieser Gadide ist bisweilen im äußersten Norden Norwegens, in Finmarken, gefangen worden ; häufiger wird er aber erst vom Trondhjemfjord ab südwärts. In Bohuslän ist er vereinzelt beobachtet, an den britischen Küsten bisweilen in größerer Menge. Ferner ist er aus dem Mittelmeer bekannt von der spanischen, italienischen und griechischen Küste. Gen. Merlucius Raf. ? Merlucius avgentatus Faber Gadus merluccius (argentatus), Faber, Fische Islands, p. 90 (1839). Der von Faber bei Island beobachtete Seehecht ist offenbar verschieden von der gewöhnlichen europäischen Form (Merlucius merluccius [L.\ = vulgaris Flem. = smiridus Raf. = esculentus Risso), welche das arktische Gebiet kaum betritt. Indessen hat weder diese Beobachtung von Faber noch auch die FABRicius'sche Angabe, daß eine Merlucius-Art bei Grönland vorkommt, jemals Bestätigung gefunden. Auch die nordostamerikanische Form 31. bilinearis (Mitch.) scheint das arktische Gebiet nicht zu erreichen. Gen. Molua Nilss. Molua (liptet'ffgia (Penn.) Gadus dipterygius, Pennant, Arctic Zoology, ed. II, Vol. I, Introd., p. CXXIV (1792). „ byrlcelange, Walbaum, P. Artedi gen. pisciuro, p. 135 (1792). „ abyssorum, Nilsson, Prodr. ichthyol. Scandin., p. 46 (1832). Lota abyssorum, Kröyee, Danmarks fiske, II, 167 (1843). Molvd abyssorum, Nilsson, Scand. Fauna, IV, Fisk. p. 577 (1855). „ byrlcelange, Collett, Norges fiske, p. 116 (1875). Lota byrlcelange, Stoem, Norsk. Vid. Selsk. Skr. Trondhj., 1883, p. 35. Smitt, Scand. fishes, p. 521, pl. 26, fig. 3 (1893). Diese Lengart, deren Beziehungen zu der Mittelmeerart Molua macrophthalma (= Phycis macrophthalma Raf. = Lota elongata Risso) noch nicht aufgeklärt sind, ist nur in großen Tiefen von ioo — 300 Faden vor der norwegischen Küste von Bergen bis Finmarken beobachtet, wo sie ein wichtiges Fischereiobjekt bildet. Oestlich vom Varangerfjord ist sie nicht bekannt. Molua molva L. Gadus molva, LinnS, Fauna suecica, ed. II, 113 (1761). Molva vulgaris, Fleming, Hist. Brit. anim., p. 192 (1828). Gadus raptor, Nilsson, Prodr. ichthyol. Scand., p. 46 (1832). Lota molva, Kröyee, Danmarks fiske, II, 153 (1843). Molva linnei, Malm, Göteborgs och Bohusl. Fauna, p. 491 (1877). Smitt, Scand. fishes, p. 526, pl. 26, fig. 2 (1893). Der Leng ist an den europäischen Küsten von der Murmanküste bis zur Biscaya verbreitet, südlich vom englischen Kanal jedoch selten. In der Ostsee kommt er nur im westlichsten Teil vor. Bei den Färöer und Island noch ein wichtiger Fischereigegenstand, ist er bei Grönland schon selten. Er soll auch auf den Neufundlandbänken vorkommen ; doch ist das nicht sicher. Noch zweifelhafter ist die Angabe von seinem Vorkommen bei Spitzbergen. Die Fische. 113 Gen. Lota Cuv. Lota vulgaris Jen. a) Gadus lota, Linke, Fauna suee., ed. II, 113 (17G1). Lota vulgaris, Jenyns, Manual Brit. vert. anim., p. 448 (1835). Lota Linnei, Malm, Göteb. och Bohusl. Fauna, p. 491 (1877). „ lota, Sundman & Reuter, Finlands fiskar, IV, 1, pl. 10 (1885). b) Gadus maculosus, G. compressus, Le Sueur, Journ. Ac. Nat. Sei. Philad., I, 83/84 (1817). „ lacustris, Mitchill, Americ. Monthly Magaz., II, 244 (1818). Molva maculosa, M. huntia, Le Sueur, Mein. Mus., V, 161, pl. 16 (1819). Lota brosmiana, Storer, Boston Journ. Nat. Hist, IV, pl. 5, fig. 1 (1839). maculosa, L. compressa, L. inornata, De Kay, New York Fauna, Fishes, 284/85, pl. 52, fig. 168; pl. 78, fig. 244/45; pl. 45, fig. 145 (1842). Smitt, Scand. fishes, p. 532, pl. 26, fig. 1 (1893). Diese woklbekannte nordische Süßwasserform kommt sowohl in der neuen wie in der alten Welt vor, und obwohl man nach diesem Vorkommen zwei Varietäten sicher unterscheiden kann, so scheint es doch richtig, dieselben zu einer Art zusammenzufassen. In Amerika geht diese Art südwärts bis zum 37. n. Br., in der alten Welt nur bis zum 45 °. In Norwegen reicht ihr Verbreitungsgebiet bis Finmarken ; auch gehören demselben das ganze Stromgebiet der Ostsee sowie die nordischen und nordsibirischen Flüsse an. In Amerika erstreckt sich die Verbreitung über den ganzen nördlichen Teil des Kontinents westwärts bis zum Missouri-, Frazer-River-Gebiet und zur Beringstraße. Gen. Onos Risso. Onos eimbrius L. Gadus eimbrius, Linne, Syst. nat. ed. XII, T. I, 440 (1766). „ mustela, Strussenfelt, K. Vet. Acad. Handl, 1773, p. 24, tab. 2, fig. B (1773). Enchclyopus eimbricus, Schneider, Blochii syst, ichthyol., p. 50, tab. 9 (1801). Motella eimbrica, Nilsson, Prodr. ichthyol. Scand., p. 48 (1832). „ eimbria, Kröyer, Danmarks fiske, II, 198 (1843). „ caudacuta, Storer, Proceed. Boston Soc. Nat. Hist, III, 5 (1848). Rhinonemus caudacuta, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1863, 241. Couchia Edivardii, Couch, Journ. Lin. Soc. London, zool., IX, 38 (1866). Onos eimbrius, Goode & Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1878, 349. Rhinonemus eimbrius, Jordan, Cat. fish. N. America, 128 (1885). Smitt, Scand. fishes, p. 544, pl. 27, fig. 1 (1893). Eine nordatlantische Art, die auf der amerikanischen Seite bei Massachusetts häufig ist und südwärts in die Tiefe des Golfstromes verfolgt werden kann, auf der europäischen Seite von den südenglischen Küsten bis Island und zum Norden von Finmarken bekannt ist. In der Ostsee ist sie nicht häufig und nur an einigen Punkten der westlichen Hälfte beobachtet. Onos septentrionalis Collett Motella septentrionalis, Collett, Ann., Mag. Nat. Hist., 4. Ser., Vol. XV, 82 (1875). Onos septentrionalis, Collett, Norske Nordhavs Exped., Fiske, p. 138, pl. 4, fig. 35 — 36 (1880). Gaidropsarus septentrionalis, Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 2559 (1898). Smitt, Scandin. fishes, p. 548, fig. 130 (1893). Diese seltsame Art ist nur in einer kleinen Zahl von Exemplaren bekannt, die an der norwegischen Nordwestküste von Cap Stadt bis zum Oexfjord in Finmarken und in einem Exemplar auch von Grönland stammen, meist aus tieferem Wasser bis zu 50 Faden. Fauna Arctica, Bd. II. '5 ii 4 E. EHRENBAUM, Onos mustela L. Gadus mustela, Lin., Syst. nat., ed. XII, 440 (1766). Motella mustela, Nilsson, Prodr. ichthyol. Scand., 49 (1832). Ciliata glauca, Couch, Lond. Mag. Nat. Hist., V, 15 u. 311 (1832). Motella (Couchia) argenteola, v. Düben & Koren, K. Vet. Akad. Hau dl., 1844, p. 92 (1846). „ quinquecirrata, M. glauca, Yaebell, Hist. brit. fish., 3. ed., I, 583 — 586 (1859). Couchia glauca, Günther, Cat, fish., IV, 363 (1862). Onos mustela, Collett, Nyt Magaz. f. Naturvid., 29. Bd. (aftr.), p. 85 (1884). Smitt, Scand. fishes, p. 554, fig. 132 u. pl. 27, fig. 2 u. 3 (1893). Eine ostatlantische Species, die von Portugal bis Island und Finmarken verbreitet ist. Onos reinhardti (Kröyer) ? Motella argentata, Reinh., Overs. 1835—36 K. Danske Vidensk. Selsk. Nat.-math. Afh., 6. deel, p. CX (1837). „ mustela, Reinh., K. Danske Vid. Selsk, Nat. math. Afh. 7. deel, p. 115 (1838). „ reinhardti, Kröyer, Manuskript (1852). ? Couchia argentata, Günther, Cat. fishes, IV, 363 (1862). Ciliata argentata, Onos reinhardti, Gill, Proc. Acad. Nat, Sei. Philad., 1863, p. 24. Gaidrqpsarus argentatus, Jobdan & Evermann, Fishes of N. America, p. 2559 (1898). Collett, Norske Nordh.-Exped., Fiske, p. 131, pl. 4, fig. 34 (1880). Diese Art ist nur als nordische Form bekannt ; einige Exemplare sind bei Grönland, andere im Färöerkanal in 540—646 Faden Tiefe vom „Knight Errant" und 2 von der norwegischen Nord-Atlantic- Expedition in der offenen See zwischen Spitzbergen und der Bären-Insel auf 658 Faden Tiefe gefangen worden. Der Ingolf erbeutete mehrere Exemplare bei den Färöer, Jan Mayen und zwischen Island und . Grönland in 262 — 1236 Faden Tiefe. Onos ensis (Rhdt.) Molella ensis, Reinh., K. Dansk. Vid. Selsk. Math.-nat. Afh., VII, 15 (1838). Onos ensis, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philadelph., 1863, 241. „ ruf us, Gill, Proceed. U. S. Nat. Museum, 1883, 259. Qaidropsarus ensis, Joedan & Eveemann, Fishes of N. America, p. 2558 (1898). Goodb & Bean, Oceanic Ichthyology, p. 381, fig. 327 (1896). Diese Art ist nur von Grönland und von der atlantischen Küste Nordamerikas südlich bis Cap Hatteras bekannt. Sie ist von dem amerikanischen Dampfer „Fish Hawk" im Golfstrom in Tiefen bis zu 1106 Faden gefangen worden. Gen. Haloporphyrus Gthr. Haloporphyrus eques Gthr. Haloporphyrus eques, Günther, Challenger Rept., XXII, 91, pl. 18, fig. B (1887). Lepidion eques, Goode & Bean, Oceanic Ichthyology, p. 371 (1896). Lütken, Ingolf Exped., p. 29, tab. 4, fig. 7 (1898). Die Zugehörigkeit dieser Art zur arktischen Fauna ist erst neuerdings durch Lütken wahrscheinlich gemacht. Dieselbe wurde nämlich vom Ingolf in mehreren Exemplaren westlich und südwestlich von Island in 295 — 485 Faden Tiefe erbeutet. Vordem waren zahlreiche Exemplare durch den Knight Errant im Färöerkanal auf 530 Faden Tiefe gefangen worden. Daß die Art aber auch weiter südlich in der Die Fische. j j e Gascogne- Bucht vorkommt, ist neuerdings auf der Fahrt des Caudan (Köhler, Resultats scientifiques de la campagne du „Caudan", III, 1896) festgestellt worden, der sie dort aus 800 — 14 10 m Tiefe erhielt. Gen. Antimora Gthr. Antimora viola Goode & Bean. Haloporphyrus viola, Goode & Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., I, 1878, 256. Antimora viola, GCnther, Challenger Rept, XXII, p. 94, pl. 15 (1887). Goode & Bean, Oceanic Ichthyol., 372, fig. 324 (1896). Lütken, Ingolf Exped. ichthyol. udb., p. 29 (1898). Diese nordatlantische Art wurde zuerst von einem amerikanischen Fischerschooner von La Have Bank aus 4—500 Faden Tiefe mit nach Hause gebracht, später in zahlreichen Exemplaren von den amerikanischen Schiffen Fish Hawk und Blake zwischen 33 und 42 ° n. Br. vor der amerikanischen Küste, dann vom Fürsten "von Monaco in 1267 m Tiefe auf der Neufundlandbank und schließlich neuerdings in mehreren Exemplaren vom Ingolf gefangen ; des letzteren Fundorte liegen südlich und südwestlich von Island und in der Dänemarkstraße unweit der ostgrönländischen Küste, 64 ° 24' n. Br. und 35 ° 14' w. L., in 767 — 1020 Faden Tiefe. Gen. Brosmius Cuv. Brosmius brosme (Asc.) Gadus brosme, Ascanius, Icones rerum nat., II, 7, tab. 17 (1772). lubb, Euphrasen, K. Vet. Akad. Nya HaudL, XV, 223, tab. 8 (1794). Blennius torsh, Lacepede, Hist. nat. poiss., II, 508 (1800). Enchelyopus brosme, Bloch & Schneider, Syst. ichthyol., 51 (1801). Brosmius flavescens, Le Sueur, Mem. Mus., V, 158, tab. 16, fig. 2 (1819). „ vulgaris, Fleming, Hist. brit. aninials, p. 194 (1828). brosme, GCnther, Cat. fish., IV, 369 (1862). americanus, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1863, 242. Brosme brosme, Jordan & Evehmann, Fishes of N. America, p. 2561 (1898). Smitt, Scand. fishes, p. 562, tab. 25, fig. 4 (1893). Diese für die Fischerei sehr wichtige nordatlantische Art kommt auf der amerikanischen Seite südwärts bis Cap Cod, nordwärts bis Grönland vor, bei Island, den Färöer und in Nordschottland ist sie häufig, weiter südlich aber selten, bei Bohuslän ganz vereinzelt beobachtet. Vor der ganzen norwegischen Küste und auch vor der Murmanküste wird sie häufig gefangen, meist in Tiefen von 100—200 Faden, während sie bei bei den Färöer auch aus 530 Faden Tiefe heraufkam. Farn. Ammodytidae. Gen. Ammodytes Art. * Ammodytes tobianus L. Ammodytes tobianus, Linke, Fauna suecica, ed. II, 109 (1761) partim. „ (equille) tobianus, Lesauvage, Bull. d. sei., Societe philomatique, 1824, p. 141. „ lancea, Covier, Regne animal, nouv. ed., T. II, 360 (1829). „ dubius, Reinhardt, K. Danske Vid.' Selsk. Nat.-math. Afh., Deel 7, p. 131 (1838). „ americanus, A. vittatus, De Kay, New York Fauna, Fishes, 317/18 (1842). Smitt, Scand. fishes, p. 574, fig. 137 (1895). 15* jj6 E. EHRENBAUM, Der Sandspierling ist an den westeuropäischen Küsten von Spanien bis Finmarken und zur Murman- küste einschließlich des Weißen Meeres verbreitet; er kommt aber auch darüber hinaus an den sibirischen Küsten bis zur Beringstraße (Vega) vor. Obwohl er bei Spitzbergen unbekannt ist, kennt man ihn von Island und Grönland, denn nach Ljlljeborg (Sver. och Norg. fisk., II, 222) ist der grönländische A. dubius Reinh. von A. tobianus nicht zu trennen. In der Ostsee geht der Spierling bis zum Finnischen Meerbusen. Der an der amerikanischen Ostküste von Neufundland bis Cap Hatteras beobachtete Ammodytes americanus De Kay ist sehr wahrscheinlich mit dem europäischen identisch, und die nordpacifischen Formen A. alascanus Cope und A. personaius Girard sind wahrscheinlich auch nur Varietäten, die in mancher Beziehung eine Mittel- stellung zwischen den beiden europäischen Arten A. tobianus und lanceolatus einnehmen. Die Form A. personaius wird außer vom Nordpacirlc auch von Pt. Belcher im arktischen Ocean angegeben (Dall & Bean 1880). Römer und Schaudinn sammelten ein junges Exemplar von Ammodytes tobianus von 65 mm Länge bei Port Wladimir an der Murmanküste. Farn. Macruridae. Gen. Maerurtts Bl. Macrurus fabricii Sund. Coryphaena rupestris, Fabricius, Fauna groenlandica, p. 154 (1780;, nicht von Gunn Macrourus rupestris, Bloch, Naturgesch. ausländ. Fische, II, 152, tab. 177 (1786 . „ berglax, Lacepede, Hist. nat. poiss., III, 170 (1800). fabricii, Sundevall, K. Vet. Acad. Handl. f. 1840, p. 6 1 1842). Smitt, Scand. fishes, p. 587, fig. 140 1 1895). Dies ist eine der bestbekannten Arten aus der großen Gruppe der Langschwänze oder Grenadierfische, welche im Nordatlantic zu Hause ist. Von den grönländischen Südküsten verbreitet sie sich über die amerikanische Ostküste bis Cap Cod. In der Davisstraße wurden auch neuerdings vom Ingolf wieder Exemplare gefangen. An der norwegischen Küste ist sie besonders nördlich von Tromsö in Finmarken gefangen und zwar nordwärts bis Hammerfest. Bei einem Fischereiversuch seitens der Olga ist das Ver- breitungsgebiet nordwärts bis über die Bären-Insel hinaus bekannt geworden. Die Olga fing nordwestlich der Bären-Insel bei 74 ° 55' n. Br. und 16 ° 19' ö. L. auf 400 m Tiefe, Schlick mit Steinen, an Langleinen 18 Stück Macrurus fabricii von 58—75 cm Länge. Macrurus rupestris Gunn. Coryphaenoides rupestris, Gunnerus, Trondhj. Selsk. Skrift., Deel 3, p. 50, tab. 3, fig. 1 (1765 . Coryphaena rupestris, Mülleb, 0. F., Zool. dan. prodr., 43 (1776). Macrourus stroemii, Reinhardt, Overs. K. Danske Vid. Selsk. Forh. i. 1828 — 29. Lepidoleprus norvegicus, Nilsson, Prodr. ichthyol. Scand., p. 51 (1832 1. Macrourus norvegicus, Nilsson, Skand. fauna, fisk., p. 600 1 1855). Coryphaenoides norvegicus, Günther, Cat. Fish., IV, 396 (1862). 3Iacrurus rupestris, Günther, Challenger Rep., XXII, 138 (1887). Smitt, Scand. fish., p. 590, pl. 27 A, fig. 2 (1895 . Lütken, Ingolf ichthyol. udb., p. 24 (1898 . Diese Macrurus-Art besitzt eine ähnliche Verbreitung wie die vorige ; sie ist an den skandinavischen Küsten vom Christianiafjord und Bohuslän nordwärts bis zur Landschaft Helgeland bekannt, in Finmarken zwar nicht, wohl aber vereinzelt an der Murmanküste gefangen. Sie kommt auch in der Tiefe des Skagerack vor und wurde von den Porcupine- und Knight-Errant-Expeditionen auf 2—500 Faden Tiefe im Färöer- Die Fische. 1 17 Kanal erbeutet, von den amerikanischen Schiffen Blake und Albatross an zahlreichen Punkten auf der amerikanischen Seite des Atlantic, vom Fürsten von Monaco südlich von Neufundland. Nachdem das Vorkommen dieser Art bei Grönland schon früher durch den jüngeren Reinhardt und Lütken bekannt gegeben war, hat der letztere im Material der Ingolf-Expedition zahlreiche Exemplare gefunden, welche sich auf nicht weniger als 12 verschiedene Fundorte in der Davisstraße, Dänemarkstraße, südlich und südwestlich von Island und westlich der Färöer verteilen. Macrurus (Chalinura) simulus Goode & Bean Chalinura simula, Goode & Bean, Bull. Mus. Comp. Zool., X, 199 (1883 Macrurus simulus, Günthek, Challenger Rep., XXII, 145 (1887). Goode & Bean, Oceanic Ichthyol., p. 412, fig. 345 (1896). Lütken, Ingolf-Exp. ichthyol. udb., p. '27 (1898). Diese Art ist zuerst auf den amerikanischen Expeditionen im Atlantic aufgefunden und zwar in Tiefen bis zu 1731 Faden im Golfstrom von 31 — 41 ° n. Br. und von 65 — 78 ° w. L. Hierzu fügt Lütken (Ingolf-Exped.) 3 weitere Fundorte, welche wesentlich nördlicher, nämlich im südlichen Eingang der Dänemarkstraße liegen, bei 61— 64 ° 44' n. Br. und 28 — 31 ° w. L. in Tiefen von 912— 1236 Faden. Da auch diese Fundorte noch im Bereich des Golfstromes liegen, so bleibt es einstweilen noch zweifelhaft, ob diese Art das eigentlich arktische Gebiet betritt. Macrurus (JüematonurusJ goodei Gthr. Macrurus asper, Goode & Bean, Bull. Mus. Comp. Zool., X, 196 (1883). „ goodei, Günther, Challenger Report, XXII, 136 (1887). Hymenocephalus goodei, Goode & Bean, Oceanic Ichthyol., p. 407, fig. 34t ) (1896). Nematonurus goodei, Jobdan & Evermaxn, Fishes of N. America, p. 2571 (1898). Lütken, Ingolf-Exp. ichthyol. udb., p. 26 (1898). Diese Art ist nach Angabe der amerikanischen Autoren im Gebiet des Golfstromes von Havanna bis Cap Cod in Tiefen von 154 — 1434 Faden nicht selten; neuerdings hat der Ingolf auch weiter nördlich in der Dänemarkstraße und in der Davisstraße zwischen 60 ° und 64 ° 34' n. Br. in 1300— 1 715 Faden Tiefe mehrere Exemplare erbeutet. Macrurus ingolfi Ltk. Macrurus ingolfi, Lütken, Ingolf-Exped. ichthyol. udb., p. 26 (1898). Eine der vorigen nicht sehr fernstehende Art, welche von Lütken aus dem vom Ingolf gesammelten Material zum ersten Male beschrieben wurde. Dieses Material wurde südlich und südwestlich von Island und in der Dänemarkstraße (64 ° 34' n. Br., 31 ° 12' w. L.) auf 845 — 1300 Faden Tiefe erbeutet. Gen. Trachyrhynchiis Giorna. Trachyrh ynchus murrayi Gthr. Trachyrhynchiis murrayi, Günther, Challenger Rep., XXII, 153, pl. 41, fig. A (18^7 . Goode & Bean, Oceanic Ichthyol., p. 418 (1896). Dieser Macruride wurde von Günther nach 4 vom Knight Errant im Färöer-Kanal auf 555 Faden Tiefe gefangenen Exemplaren zuerst beschrieben; Lütken erwähnt ein junges Individuum, welches der Ingolf südwestlich von Island (62 ° 58' n. Br., 23 ° 28' w. L.) auf 486 Faden Tiefe fing. Ob der von Lütken (List of the fishes of Greenland, p. 120, 1875) erwähnte und im Godthaabsfjord gefundene Kopf hierher zu rechnen ist oder, wie er selbst angiebt, zu Tr. (= Lepidoleprus) trachyrhynchiis Risso, muß zweifelhaft bleiben. Il8 E. EHRENBAUM, Fam. Ophidiidae. Gen. Rhodichthys Collett. Rhodichthys regi/na Collett Rhodichthys regina, Collett, Vid. Selsk. Christ. Forhandl, 1878, No. 14, p. 99 (1879). Collett, Norske Nordh.-Exped., p. 154, pl. 5, fig. 37—39 (1880;. Lütkek, Ingolf Exped. ichthyol. udb., p. 30, tab. 3, flg. 4 (1898i. Dieser schön rosig gefärbte und wunderbar durchsichtige Fisch war bis vor kurzem nur in einem 297 mm langen Exemplar bekannt, welches im offenen Meere in der Mitte zwischen Jan Mayen, der Bären- Insel und Norwegisch Finmarken auf 1280 Faden Tiefe gefangen war. Neuerdings hat jedoch der Ingolf an 8 verschiedenen Fundorten eine ganze Anzahl kleinerer Exemplare — bis zu 122 mm Länge — nördlich der Färöer, östlich von Island und zwischen Island und Jan Mayen in 762 — 1060 Faden Tiefe gefangen; und die schwedische Expedition von 1900 (Lönnberg) erhielt ein Exemplar auf 2000 Faden Tiefe zwischen Jan Mayen und Grönland. Gen. Bythites Reinhardt. Bythites fuscus Rhdt. Bythites fuscus, Reinhardt, Dansk. Vid. Selsk. Nat.-math. Afhandl., Deel 7, 179, pl. 7—8 (1838). Diese Art ist nur aus einem einzigen, ca. 16 cm langen Exemplar bekannt, welches vor sehr langer Zeit bei Grönland gefangen und von Reinhardt beschrieben wurde. Dasselbe wird im Museum zu Kopen- hagen aufbewahrt. Fam. Lycodidae. Gen. Enchelyopus Gronov. Enchelyopus viviparus (L.) Blennius viviparus, Lin., Museum Ad. Frider., p. G9, tab. 32, fig. 3 (1754). „ lumpenus, Lin., Syst. nat., ed. X, T. I, 258 (1758). Gunnellus viviparus, Fleming, Hist. brit. anim., p. 207 (1828;. Zoarcaeus viviparus, Nilsson, Prodr. ichthyol. Scand., 105 (1832). Zoarces viviparus, Valenciennes, Cuv. & Vai.., Hist. nat. poiss.. XI, 454 (1836). Smitt, Scand. fishes, p. G03, pl. 12, fig. 1 (1895). Die „Aalmutter" ist an den westeuropäischen Küsten weit verbreitet; sie soll südwärts bis zur spanischen Küste vorkommen, obwohl sie südlich und westlich vom englischen Kanal selten ist; in der Ostsee geht sie bis zum Finnischen und Bottnischen Meerbusen, an den skandinavischen Küsten bis zum Varangerfjord, ist aber auch an der Murmanküste und im Weißen Meer noch häufig. Die an der Ostküste von Nordamerika vom Delaware bis Labrador verbreitete Form E. anguillaris (= Zoarces fimbriatus = Z. labrosus) ist nach Smitt nur unbedeutend von der europäischen verschieden und hat vielleicht nur den Wert einer Abart. Gen. Uronectes Gthr. Dronectes parrii Ross Ophidium parrii, Ross, Parry's third voyage, App., 109 (1826). Uronectes parrii, Günther, Cat. fish., IV, 326 (1862). Lycocara parrii, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884, p. 180. Die Fische. 1 19 Eine sehr mangelhaft bekannte Art, welche nur im arktischen Nordamerika — Baffinsbai und Prince Regents Inlet — in wenigen Exemplaren beobachtet ist. Ein ähnliches, auf Parry's Reise 1827 auf der Walden-Insel in Nordspitzbergen gefundenes, halb verfaultes Exemplar kann nicht mit Sicherheit als zu dieser Art gehörig bezeichnet werden. Gen. Gymnelis Reinhardt. *Gymnelis viridis Fabr. Ophidium viride, Fabricius, Fauna groenl., 141 HTM 1 ). „ unernak, Lacepede, Hist. nat. poiss., II, 280 (1800). Gymnelis viridis, Reinhardt, Overs. 1832—33, K. Danske Vid. Selsk. Nat.-math., Afh., VI, 21 (1837). ? Ophidium stigma, Lay & Bennett, Zool. of Beechey's Voyage, p. 67, tab. 20, fig. 1 (1839 ). ? Gymnelis viridis var. unimaculatus, Riciiaedson, Last arctic voyage (Belcheb), p. 371, tab. 30 (1854). Cepolophis viridis, Katjp, Archiv f. Naturgesch. 1856, Bd. I, 96 (1856). ? Gymnelis stigma, Günther, Cat. fish., IV, 325 (1862). Nemaly codes grigoriewi, Herzenstein, Ann. mus. zool. acad. Imp. d. sei. d. St. Petersbourg, I, Pisces, 14 (1896 Kröver, Nat. Tidsk., 3. Räkke, I, 258 (1862). Malmgren, Spetsb. fiskfauna, p. 514 (1865). Collett, Norske Nordh.-Exped., p. 123, pl. 4, fig. 32 (1880). Bei der außerordentlichen Mannigfaltigkeit, welche die Färbung dieses Fisches nach Kröyer u. a. zeigt, ist es sehr begreiflich, daß Malmgren (1. c. p. 515) die lediglich auf Grund einer abweichenden Färbung aufgestellte Alt G. stigma als solche nicht gelten lassen will. Die neueren amerikanischen Autoren haben indessen doch diese Art aufrecht erhalten. Der aus Herzenstein's nachgelassenen Papieren beschriebene Nemalycodes grigoriewi Herz, kann als besondere Art nicht aufrecht erhalten werden, da das Originalexemplar nach den Untersuchungen von Knipowitsch nichts als ein mangelhaft erhaltener Gymnelis viridis Fabr. ist (Ann. mus. zool. acad. Imp. d. sei. d. St. Petersbourg, VI, 76 [1901J). Die Verbreitung von G. viridis ist eine cirkumpolare. Am häufigsten ist dieser Fisch an den grön- ländischen Küsten, wo er zu den allgemeinsten Vorkommnissen gehört und nordwärts bis 81 "52' verfolgt werden kann. Während er an den europäischen Küsten einschließlich Island gänzlich zu fehlen scheint, ist er in Nordamerika, an der Ostküste von Neuschottland nordwärts, ferner an den arktischen Küsten bis zur Beringstraße und im Beringsmeer südwärts bis Bristolbai und Unalaska verbreitet. Im sibirischen Eismeer unter 153 1 / 2 ° ö. L. und 72 ° 20' n. Br. fing ihn die Vega ; ferner ist er beobachtet im Karischen Meer, in der Barentssee, bei Spitzbergen und bei Jan Mayen ; doch ist er an den letztgenannten Orten ziemlich selten und keineswegs so häufig wie beispielsweise in Grönland. Die vorerwähnte Varietät G. stigma kommt an den arktischen Küsten von Nordamerika vor von Grönland bis zum Beringsmeer. Weder die schwedische Expedition von 1898 noch die Olga hat ein Exemplar dieser Art erbeutet; nur Römer und Schaudinn fingen ein jugendliches Individuum von 30 mm Länge bei Schwedisch Vorland (König-Karls-Land) auf 66 m Tiefe, blauer Mud mit Steinen (Journ.-No. 34). Die Zeichnung dieses Exemplars besteht in einer vom hinteren Augenrand bis zur Schwanzspitze verlaufenden Wellenlinie, deren unterer dunkler Rand schwach gegen die weiße Bauchseite abgesetzt ist. Die Rückenflosse besitzt keinerlei farbige runde Flecken oder dergl. 120 E. EHRENBAUM, Gen. Lycodes Rhdt. Die Gruppe der Lycodes- Arten gehört zu denjenigen, deren Abgrenzung in scharf voneinander ge- schiedene Arten die allergrößten Schwierigkeiten bereitet und keineswegs als abgeschlossen angesehen werden kann. Mehrere der für die Unterscheidung benutzten Merkmale haben sich als wenig zuverlässig erwiesen, da sie innerhalb der Art mit dem Alter zu sehr variieren, so z. B. gewisse Eigentümlichkeiten der Färbung, die überhaupt in der Lycodidenfamilie äußerst variabel ist, ferner die Länge und der Verlauf der Seitenlinien, die gewöhnlich jederseits in der Mehrzahl vorhanden sind, die Beschuppung des Körpers und die Ausdehnung derselben u. a. mehr. Die Litteratur über die in den nordischen Meeren weit verbreitete Gruppe ist eine sehr umfangreiche. Eine vortreffliche Zusammenstellung des älteren Teiles derselben hat Collett in seiner Bearbeitung der Fische der Norske Nordhavs-Expedition (p. 77 ff.) gegeben. Außerdem sind folgende Werke erwähnenswert : Gill, Synopsis of the family of Lycodoidae, in Proc. Acad. Nat. Sei. Philad., 1863, p. 254 — 261 (1863). Lütken, Bidr. t. nordisk ichthyogr.. III (1880). Lütken, Kara Havets fiske, in Dijmphna togtets udb., p. 128 (1887). Günther, Deep-sea fiskes in Ckallenger Report XXII, (1887). Smitt, Scandin. fishes, p. 607 (1895), und Annais and Mag. Nat. Hist, 7. Ser. V, p. 56 (1900). Goode & Bean, Oceanic Ichtkyology, p. 303 ( 1896 . Lütken, Ingolf, ichthyol. udbytte, p. 19 1 1898). Jordan & Evermanx, Fishes of N. America in Bull. 47 U. S. Nat. Mus., III, 2461 (1898). Collett, Contrib. to the knowledge of the genus Lycodes, in Videnskabs Selskabets Skrifter Christiania 1898 u. 1899 (1899 u. 1900j. Die Auffassungen der skandinavischen Autoren, Collett, Lütken und Smitt, welche sich mit der Klassifizierung der einzelnen Lycodes-Arten beschäftigt haben, gehen bezüglich der Abgrenzung der Arten gegeneinander ziemlich auseinander, und man darf kaum hoffen, daß sich eine einheitliche Auffassung geltend machen wird, ehe nicht das Beobachtungsmaterial noch wesentlich vermehrt ist. Für die nachfolgende Zusammenstellung ist in der Hauptsache Smitt's Auffassung maßgebend gewesen, doch sind L. frigidus und pdllidus einstweilen bestehen gelassen, während Smitt dieselben in L. reticulatus und vahli aufgehen läßt. Angesichts der Schwierigkeit der Klassifizierung sind mangelhaft beschriebene Arten wie Lycodes nebulosus Kröyer von Grönland (1844) unberücksichtigt gelassen. Lycodes frigidus Collett Lycodes vahlii, Collett, Christ. Vid. Selsk. Forh. 1878, No. 4, p. 11 (1878), nicht von Reinh. frigidus, Collett, Christ. Vid. Selsk. Forh. 1878, No. 14, p. 45 (1878). Diese Art ist ausgezeichnet durch eine gleichmäßige dunkle oder bräunliche Farbe, ein feines Schuppen- kleid und eine einzige lateroventrale Seitenlinie, die am oberen Rande der Kiemenspalten entspringt und dann stark nach unten abbiegt, um auf einer längeren Strecke parallel mit dem unteren Rande des Schwanzes zu verlaufen. Sie wurde in einer Reihe von Exemplaren durch die norwegische Nordatlantic-Expedition an der Küste von Finmarken, bei der Bären-Insel und bei Spitzbergen gefunden. Der Albatross fing in der Tiefe des Atlantic vor der amerikanischen Küste ebenfalls zahlreiche Exemplare, und der Ingolf erbeutete sie östlich und nordöstlich von Island, sowie zwischen Island und Jan Mayen an 12 verschiedenen Fundorten in 495 — 1309 Faden Tiefe. Lönnberg beschreibt ein Exemplar von 260 mm Länge, welches die schwedische Nordpol-Expedition unter Nathorst (1898) westlich von Spitzbergen auf 2750 m Tiefe fing, und neuerdings (1900) erwähnt er auch das Vorkommen bei Ostgrönland. Durch Aurivillius wurde ein Exemplar sogar bei Bohuslän in Wasser von 10—40 Faden Tiefe erbeutet. Lütken ist der Meinung, daß auch das große, Die Fische. 121 56 cm lange Exemplar, welches Günther im Challenger Report (XXII, p. 77, pl. 13) als L. reticulatus erwähnt und welches vom „Knight Errant" im Färöer-Kanal auf 60S Faden Tiefe gefangen wurde, als ein großer L. frigidus anzusehen ist. Indessen giebt auch Günther eine Anzahl jüngerer Exemplare unter dem Namen L. frigidus von demselben Fundort im Färöer-Kanal und einigen benachbarten Stellen an. Smitt ist sehr geneigt, in dem L. frigidus nur hybride oder sterile Individuen der beiden Arten L. reticulatus Reinh. und L. vahli Reinh. zu sehen, da die bisher bekannten Exemplare von L. frigidus, von der Färbung abgesehen, teilweise auch auf L. reticulatus passen, zum anderen Teil als Zvvischenformen zwischen diesem und L. vahli erscheinen. Lycoäes pallidus Collett Lycodes pallidus, Collett, Forh. Vid. Selsk. Christ. 1878, No. 14, p. 70 (187s ). Lütkkn, Dijmphna togtets zool. udb., p. 134, tab. 17, fig. 1 — 3 (1887). Diese Art wurde von Collett beschrieben auf Grund zweier Exemplare, welche die norwegische Nordatlantic- Expedition westlich von Spitzbergen in 260 und 459 Faden Tiefe erhielt. Die Farbe ist gleichmäßig graubraun mit 5—6 dunkleren Querzonen auf der Rückenflosse. Die verhäl'tnismäßig großen Schuppen sind schon bei kleinen Exemplaren vorhanden. Die Körperlänge ist bei jungen Individuen <) l l 2 mal, die Kopflänge 4 1 / 2 mal in der Totallänge enthalten. Die Seitenlinie verläuft wie bei L. fr'updus. Smitt glaubt, daß die von Collett beschriebenen Individuen dieser Art vielleicht zu L. vahli gestellt werden können, während er die von Lütken (1. c.) beobachteten 7 Exemplare von 92—160 mm Länge aus dem Karischen Meer (46—106 Faden Tiefe) lieber für L. reticulatus im weiteren Sinne halten möchte. Lütken giebt das jedoch nicht zu und hat neuerdings eine große Zahl von Individuen, die der Ingolf auf 9 verschiedenen Fundstellen bei den Färöer, Island und Jan Mayen in 293 — 957 Faden Tiefe fing, als L. pallidus Coll. charakterisiert. Die vom Knight Errant im Färöer-Kanal gefangenen Individuen, welche Günther anfänglich (Proceed. Roy. Soc. Edinb., XI, p. 677, 1882) als L. pallidus Coll. aufgeführt hat, scheint er später (Challenger Report, XXII, p. 79) zu L. frigidus gestellt zu haben. Lönnberg (Fishes of Spitzbergen etc., p. 25) glaubt den Nachweis führen zu können, daß L. frigidus und L. pallidus miteinander zu verschmelzen seien, doch stützt er sich dabei nur auf Litteraturangaben, nicht aber auf eigenes Ver- gleichsmaterial. Allerdings hat auch Lütken früher (1880) eine ähnliche Vermutung ausgesprochen, ohne jedoch derselben in seinen anderen Publikationen weitere Folge zu geben. In neuester Zeit hat Collett (Vidensk. Selsk. Skrift. Christ. 1899, No. 6, p. 10, 1900) dargelegt, daß L. pallidus vielleicht zu der von ihm auf Grund eines vollständigeren Materials schärfer charakterisierten Formengruppe L. gracilis Sars zu stellen sein wird. Dasselbe gilt dann von L. rossi Malmgr., die er als Jugendform von L. 2 > aUidics aufzufassen geneigt ist. * Lycodes reticulatus Rhdt. Blennius polaris, Ross, Append. zu Paeky's Voyage, p. 200 (1828). „ (Zoarches?) polaris, Richardson, Fauna boreali-amer., III, 94 (1836). Lycodes reticulatus, Reinhardt, D. Vid. Selsk. Nat.-math. Afh., Vol. 7, p. 167, tab. 6 (1838). „ seminudus, Reinhardt, D. Vid. Selsk. Xat.-math. Afh., Vol. 7, p. 223 (1838). „ perspicillum, Kröyer, Overs. Vid. Selsk. Forh. Kbhvn. 1844, p. 140. „ mucosus, Richardson, Last arctic voyage (Belcher), II, 362, tab. 26 (1855). „ polaris, Günther, Cat. Fishes, IV, 321 (1862). „ rossi, Malmgren, Ofvers. Vet. Aoad. Forh. 1864, p. 516 (1865). „ turneri, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., I, 463 (1878). Fauna Arctica, Bd. II. l6 122 E. EHRENBAUM, Lycoäes lütkenii, Collett, N. Nordh.-Exped., Fiske, p. 103, tab. 3, fig. 25 (1880). „ coccineus, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., IV, 144 (1881). Lycodalepis turneri, L. 'polaris, Jordan & Gilbert, Synopsis, 788 (1883). Smitt, Scand. fishes, p. 611, fig. 147; Ann. and Mag. Nat. Hist., 7. Ser., V, 56 (1900). Collett, Skr. Vidensk. Selsk. Christiania, 1899, No. 6 (1900). Während Smitt die Gesamtheit der hier aufgeführten Formen zu einer Art L. reticulatus Rhdt. rechnet, unterscheiden andere Autoren bis zu 6 verschiedene Arten in dieser Gruppe. Collett faßte früher (1880) als L. reticulatus folgende Formen zusammen: L. polaris Ross, L. rossi Malmgr., L. perspicillum Kr., und L. gracilis Sars, während L. seminudus, mucosus und lütkeni als besondere Arten bestehen blieben. Derselben Auffassung folgen im wesentlichen Lütken (1. c.) und Goode und Bean in der „Oceanic Ichthyology". Günther (1887) zählt außer den oben erwähnten auch L. lütkeni zur reticulatus - Gruppe. Jordan und Evermann fassen in dem neuesten Werk über die amerikanische Fischfauna (1898) als L. reticulatus die 3 Formen reticulatus Rhdt., rossi Malmgr. und gracilis Sars zusammen und führen L. polaris l ) als besondere Art auf, zu der sie außer L. polaris auch L. turneri und L. coccineus zählen, während daneben L. seminudus, L. perspicillum, L. mucosus als eigene Arten bestehen bleiben, indessen L. lütkeni unerwähnt ist. In neuester Zeit (1900) hat Gollett eine wesentliche Gruppe dieses Formenkreises der Species L. gracilis M. Sars angegliedert, deren Charakteristik er mittelst einer Reihe sich folgender Altersstadien ziemlich bestimmt geben zu können glaubt; er stellt folgende Formen als möglicherweise synonym mit L. gracilis hin : L. rossi Malmgr., L. rossi Collett, L. reticulatus Smitt pr. parte, L. valdi Smitt p. pt., L. pallidus Collett, Lütken, Goode und Bean und endlich vielleicht L. soarchus Goode und Bean. Ich habe jedoch hier im Gegensatz zu Collett's Meinung und in Nachfolge von Smitt's auch neuerdings (1900) fest- gehaltener Auffassung den L. gracilis Sars zur Gruppe L. vahli gestellt. Bei der von Smitt angenommenen Fassung der Formengruppe L. reticulatus, die also L. gracilis bei- seite läßt, dagegen den von Lütken -- nicht den ursprünglich von Collett — beschriebenen L. pallidus wahrscheinlich noch mit umfaßt, hat diese Art eine cirkumpolare Verbreitung und ist etwa folgendermaßen zu charakterisieren: Jugendformen mit heller Grundfarbe und einer Anzahl dunkler — im vorderen Teil sattelförmiger Ouerzonen ; ältere Individuen mit dunklerer Grundfarbe und sehr wechselnden noch dunkleren oder auch helleren bis weißen Zeichnungen in Form von Streifen, Flecken oder Netzwerk ; das Schuppenkleid, mit dem Alter sehr variabel, bedeckt schließlich den größten Teil von Körper, Schwanz und Basis der Rückenflosse, während Kopf, Bauch, Basis der Analflosse und der vordere Teil der Rücken- flosse frei bleiben ; eine mediolaterale und eine dorsolaterale Seitenlinie, die in sehr wechselnder Deutlichkeit vertreten sind; Körperhöhe am Anfang der Analfiosse ca. 9—14 Proz. der Körperlänge; Kopflänge mehr als 39 Proz. (meist 42 — 58 Proz.) der Länge der Analflosse bis zur Schwanzspitze. Die ersten Angehörigen dieser Formengruppe, welche überhaupt beschrieben wurden, stammen von Grönland. Daran schließen sich einige Fundorte von L. reticulatus und perspicillum im Atlantic vor der ameri- kanischen Küste südwärts bis Narragansett-Bay, welche durch die Fahrten des Fish Hawk und des Albatross bekannt geworden sind. Lütken (Ingolf-Exped.) erwähnt L. perspicillum von der Davisstraße und L. lütkeni von Jan Mayen. Bei Spitzbergen sind mehrere Vertreter dieser Formengruppe beobachtet worden, nämlich die 1) L. mucosus ist von Bleekek (1874I wegen der fast ganz fehlenden Schuppenbekleidung zu einer besonderen Gattung Lycodalepis erhoben worden, der auch L. polaris beizuzählen ist, während ihr L. seminudus REINH. und vielleicht auch der mangel- haft bekannte L. nebulosus Kr. nahezustehen scheinen. Die Fische. 123 Jugendform L. rossi Malmgr. 1827 und 1861 in Nordspitzbergen und L. seminudus und L. lütkeni von Collett (Norske Nordh.-Exped.). Aus dem Karischen Meer führt Lütken (Dijmphna) 3 Exemplare als L. reüculatus Rhdt. ? (perspicillum Kr.?, rossi Malmgr.?) und zahlreiche andere als L. lütkeni an (cf. Taf. XVI und XVII a. a. O.); Smitt bildet ein hierher zu rechnendes Exemplar ab, welches von der Vega- Expedition in der Chatanga-Bai (Nordsibirien) erbeutet wurde. Die amerikanischen Autoren (cf. Jordan and Evermann 1. c. p. 246g f.) führen L. polaris (= lurneri = coccineus) aus dem Nordpacific an von Alaska bis zur Berings- straße und aus dem nordamerikanischen Eismeer nördlich der Beringsstraße (Pt. Barrow) und ebenso L mucosus von den Eismeerküsten von Nordamerika (Cumberland-Golf auf Baffinsland und Northumberland- So und). Unter dem von Römer und Schaudinn gesammelten Material findet sich nur ein kleiner, 67 mm langer Lycodes, welchen ich unbedenklich als hierher gehörig ansehe. Er wurde nordwestlich der Ross-Insel {Nordspitzbergen) auf 85 m, blauer Mud und roter Lehm mit Steinen, gefangen, also in derselben Gegend, in der schon 1827 und 1861 3 jugendliche Exemplare erbeutet wurden (cf. Malmgren, Spetsbergens Fiskfauna, p. 516), mit denen er offenbar die größte Aehnlichkeit besitzt, sowohl in Bezug auf die Färbung wie auf den sehr schmalen Interorbitalraum, die Zahl der Brustflossenstrahlen (17/19) u. a. m. Ebenso stimmt er aber auch gut überein mit den von Lütken (Dijmphna togt. udb., tab. 16 und 17) abgebildeten Jugend- formen von L. lütkeni, deren kleinsten er sowohl in der Größe wie in der a. a. O. hervorgehobenen blau- schwarzen Zeichnung gleichkommt. Die Olga-Expedition fing 2 Exemplare von Lycodes von 180 und 250 mm Länge am Eingang von Greenharbour auf 145—180 m Schlickgrund, welche beide der reüculatus- Gruppe zugewiesen werden müssen. Lycodes vahli Rhdt. Lycodes vahlii, Reinh., D. Vid. Selsk. Nat.-math. Afh., Vol. 5, Overs., p. LXXV u. Vol. 7, p. 153, tab. 5 (1838). gracilis, Sars, Forh. Videusk. Selsk. Christ. 186ß, p. 40, tab. 1, fig. 1 — 3. „ esmarkii, Collett, Forh. Vid. Selsk. Christ., 1874, Tillägsh., p. 95. ? „ lugubris, Lütken, Bidr. t. Nord. Ichthyogr., III, 315 (1880). Collett, Skrift. Vidensk. .Selsk. Christ. Math.-nat. KL, 1899, No. 6, p. 1—22, pl. 1—3 (1900). Smitt, Ann. and Mag. Nat. Hist, 7. Ser. V, 56 (1900). Auch in dieser Formengruppe hat Smitt eine starke Verschmelzung einander nahestehender und von anderen Autoren getrennt gehaltener Arten vorgenommen. Er vereinigt darin nicht nur L. vahli und esmarki, die schon Günther (Challenger Rep., XXII, p. 77) als zusammengehörig erschienen, sondern auch den von mehreren anderen Autoren zur Gruppe reüculatus gestellten L. gracilis Sars, für den neuerdings von Collett wieder eine selbständige Art reklamiert wird, seitdem zu den früher bekannten Jugendformen auch ältere ausgebildete bekannt geworden sind (cf. 1. c. 1899). Als fragliche Synonyme dieser Art führt Smitt ferner L. pallidus Collett und lugubris Lütken auf, von denen ich erstere noch als selbständige Art aufgeführt habe, weil es nach der vorgeschlagenen Verschmelzung mit frigidus zweifelhaft ist, ob sie zu L. reüculatus oder zu L. vahli zu stellen ist. Die Färbung dieser Art wird als braunschwarz mit helleren Querstreifen angegeben , doch ist sie sowohl individuell wie nach dem Alter äußerst verschieden; letzteres gilt auch von dem Schuppen- kleid, das sich schließlich bis auf den Kopf, den Bauch, die Bauchflossen, die vertikalen Flossen und ein Dritteil der Innenfläche der Brustflossen ausdehnen soll. Die Kopflänge beträgt mehr als 22 Proz. der ganzen Körperlänge und mehr als 36 Proz. der Schwanzlänge, vom Beginn der Afterflosse ab 124 E - EHRENBAUM, gerechnet. Eine mediolaterale und eine ventrolaterale Seitenlinie sind vorhanden, beide in sehr wechselnder Deutlichkeit. Die ursprünglich als L. vahli von Reinhardt beschriebene Form stammt von Grönland ; die als L. csmarki beschriebene Form ist auch von der amerikanischen Ostküste (La Have Bank und Grandbank, kanadische Küste u. a. O.) bekannt geworden; der Knight Errant fing im Färöer-Kanal auf 608 Faden Tiefe 2 Exemplare von 26 cm Länge, der Ingolf ein gleiches nördlich der Färöer. Die norwegische Nordmeer- Expedition erhielt mehrere Exemplare von Nordspitzbergen in 266 — 459 Faden Tiefe, und ebenso wurden an den norwegischen Küsten von der Landschaft Helgeland bis zum Varangerfjord wiederholt und ziemlich viel Individuen bis zu 58 und 70 cm Länge gefangen. Lycoäes lugubris, welcher vermutlich auch zu diesem Formenkreis gehört, ist nur von Island bekannt geworden , von wo Lütken 5 Exemplare von 30 — 35 cm Länge erhielt. Der neuerdings von Collett unter dem Namen L. gracilis zusammengefaßte Formenkomplex, welcher nach Smitt's Auffassung (1. c. 1900) ebenfalls zu L. vahli zu rechnen ist, ist nach Collett an folgenden Punkten beobachtet : norwegische Küsten vom Christianiafjord bis Trondhjemfjord, Skagerack und Kattegat, Island, Grönland und -- falls die Identität mit dem L. zoarchus Goode und Bean aufrecht gehalten werden kann — auch die Gewässer vor der Ostküste von Nordamerika. Lycoäes sarsi Collett Lycodes sarsii, Collett, Forh. Vid. Selsk. Christ. 1871, p. 62. Anguilla hieneri, Günthek, Ann. Mag. Nat. Hist., 4. Ser. XIII, 139 (1.S74). Zoarces hieneri, Dav, Prod. Zool. Soc. London, 1882, p. 53Ö. Collett, Vidensk. Selsk. Christ, Skrift. Math. nat.-Cl., 1898, No. I, tab. 1 n. 2 (1899). Diese langgestreckte Lycodes- Art wurde von G. O. Sars entdeckt und von Collett zuerst beschrieben; die damals und später von der norwegischen Küste und durch die Porcupine- Expedition bekannt gewordenen Exemplare von 44 — 184 cm Länge machen es wahrscheinlich, daß diese Art überhaupt klein bleibt; Smitt hält es für möglich, daß sie mit dem von der ostamerikanischen Küste durch Goode und Bean beschriebenen Lycodes verilli identisch ist. Derselbe ist dort nicht selten und bis zu 180 mm Länge beobachtet worden. Lycodes sarsi ist an den skandinavischen Küsten an verschiedenen Punkten, besonders im Skagerack (Petersen) im Christianiafjord (Hjort), im Hardanger- und im Trondhjemfjord in 89—300 Faden Tiefe beobachtet, der nördlichste Punkt liegt nördlich des Foldenfjords an der Grenze von Nordland, also schon im arktischen Gebiet (65 ° n. Br.). Nach neueren Befunden (Lönnberg 1900) kommt diese Art auch an der Ostküste von Grönland vor. Charakteristische Merkmale von L. sarsi sind folgende: Die Kopflänge beträgt weniger als 29 Proz. der Schwanzlänge, vom Beginn der Afterflosse gerechnet; die Körperhöhe am Anfang der Afterflosse beträgt im Gegensatz zu L. muraena mehr als 5 Proz. der ganzen Körperlänge. Lycodes muraena Collett Lycodes muraena, Collett, Forh. Vid. Selsk. Christ, 1878, No. 4, p. 15. Lycenclielys muraena, Gill, Proceed. AcaJ. Nat. Sei. Philad., 1884, p. 180. Diese Lycodes-A.it ist durch ihre langgestreckte Form leicht kenntlich ; die Körperhöhe beträgt am Anfang der Afterflosse nur 4 Proz. der ganzen Körperlänge, während sie sich bei dem ebenfalls lang- gestreckten L. sarsi auf über 5 Proz. beziffert. Die Fische. 125 L. muraena wurde zuerst von der norwegischen Nordmeer-Expedition auf der Höhe der norwegischen Landschaft Helgeland in 350 Faden Tiefe, feiner nordwestlich von Spitzbergen und westlich der Bären- Insel in 459 bezw. 658 Faden Tiefe erbeutet. Der Knight Errant fing einige Exemplare bis zu 23 cm Länge im Färöer-Kanal auf 540—608 Faden. Ein noch größeres Individuum von 275 mm Länge mit vollständigem Schuppenkleide erhielt der Ingolf in der Davisstraße; außerdem erbeutete derselbe eine ganze Anzahl kleinerer Exemplare von 108—203 mm Länge an 7 verschiedenen Fundorten nördlich der Färöer, südlich, östlich und nördlich von Island und südlich von Jan Mayen. Farn. Orthagoriscidae. Gen. Orthagoriscus Schneid. Orthagoriscus mola (L.) Tetraodon mola, Linne, Syst. nat., ed. XII, t. I, 412 (1766). Tetrodon mola, Retzius, K. Vet. Akad. nya Handl., VI, 115, tab. 4 (1785). Biodon mola, Bloch, Naturgesch. d. ausl. Fische, I, 75, Taf. 128 (1785). Ortliagoriscus mola, 0. fasciaius, Schneider, Blochii Syst. ichthyol., p. 510 (1801). Mola nasus, M. retzii, Steenstrup & Lütken, Overs. K. Danske Vid. Selsk. Forh., 1863, Marts. Orthagoriscus osodura, Harting, Verhand. K. Akad. Wetenseb., Deel 11, p. 1 — 48, pl. 1 — 8 (1868). Mola rotunda, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 865 (1882). „ mola, Jordan & Eveumann, Fishes of N. America, II, 1753 (1898). Ebenda noch eine große Liste weiterer Synonyme. Der Sonnenfisch lebt fast in allen gemäßigten und tropischen Meeren, im Atlantic einschließlich des Mittelmeergebietes, im Pacific und selten auch im Indischen Ocean. Ganz vereinzelt ist er an der Küste von Finmarken auch im arktischen Gebiet beobachtet worden. Fam. Gasterosteidae. Gen. Gasterosteus Art. Gasterosteus spinachia L. Gasterosteus spinachia, Linne, Fauna suecica, ed. II, 119 (17(11). Spinachia vulgaris, Kröyer, Danmarks fiske, I, 193 (1838 — 40). Gastraea spinachia, Sauvage, Nouv. Arch. Mus. Paris, X, 36 (1874). Spinachia linnei, Malm, Göteborgs och Bohusl. Fauna, p. 373 (1877). Der 15-stachelige Stichling hat ein ziemlich beschränktes Verbreitungsgebiet, welches südlich bis zur Biscaya, westlich bis zu den Färöer und Irland reicht; an den skandinavischen Küsten kommt er auch im arktischen Gebiet und zwar nördlich bis zum Nordcap vor; in der Ostsee kennt man ihn ostwärts bis zum Finnischen Meerbusen ; in Island und Amerika fehlt er. Gasterosteus aeuleatus L. Gasterosteus aeuleatus, Linne, Fauna suecica, ed. II, 119 (1761). „ bispinosus, Walbaum, Artedi piscium, p. 450 (1792). „ biaculeatus, Shaw, General zoology, IV, 608 (1800 — 1819). Gasteracanthus biaculeatus, Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat., III, p. 229 (1811). Gasterosterus irachurus, G. gymnurus, G- niger, Cuvier, Regne animal, nouv. ed., T. II, 170 (1829). „ leiurus , semiarmatus, semiloricatus , argyropomus , braehycentrus , ietracanthus , noveboracensis , Cur. & Valenc. Hist. nat. poiss., IV, 487—502, pl. 98, flg. 1—4 (1829). I2Ö E. EHRENBAUM, Gasterosleus spinulosus, Jexyns, Manual brit. vert. anirn., p. 350 (1835). „ dimidiatus, G. loricatus, Reinh., K. Dansk. Vid. Selsk. Math.-nat. Afh., VII, 114 u. 119 (1838). „ neustrianus, bailloni, argentatissimus, elegans, Blanchard, Poissons d'eaux douces Trance, 213 — 236 (1866). „ ponticus, suppositus, obolarius, serratus, texanus, algeriensis, plebejus, inopinatus, islandicus, micro- cephalus, Sauvage, Nouv. Arch. Mus. Paris, X, 9 — 25 (1874). Zahlreiche weitere Synonyme siehe bei Jordan und Evermann, Fishes of N. America, p. 747 — 751. Nach den Untersuchungen von Rutter und Gilbert (vgl. Jordan und Evermann, 1. c. p. 2836) sollten alle Gasterosteus-Formen auf die eine G. aculeatus zurückgeführt werden und nur 3 — 4 geographische Varietäten, von denen jede eine große Variabilität bezüglich der Bewaffnung des Körpers aufweist, unter- schieden werden. Bei derartiger Umgrenzung der Art besitzt dieselbe eine außerordentlich große Verbreitung. In Europa findet sie sich überall im salzigen wie im frischen Wasser (ausgenommen das Donaugebiet) südwärts bis zum Schwarzen Meer und dem Süßwassergebiet von Algier, obwohl nicht im Mittelmeer selbst. In Nordasien ist sie gemein und wurde von der Vega auch bei der Beringsinsel gefunden 1 ). In Nordamerika dehnt sich das Verbreitungsgebiet südwärts bis Californien und New York aus; in Island und Grönland ist der Stichling wohlbekannt, in Spitzbergen aber scheint er zu fehlen. Gasterosteus pungitius L. Gasterosteus pungitius, Linne, Fauna suecica, ed. II, 119 (1761). Gasteracanthus pungitius, Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat., III, 228 (IS 11). Gasterosteus occidentalis, Cuv. & Valenc, Hist. nat. poiss., IV, 506 (1829). „ laevis + burgundianus, Cuvier, Regne animal, ed. 2, II, 170 (1829). „ concinnus, Richardson, Fauna bor.-americana, III, 57 (1836). ,, mainensis, Storer, Boston Journ. Nat. Hist., I, 1837, p. 464. „ nebulosus -+- dekayi, Agassiz, Lake superior, p. 310 — 311, pl. 4 (1850). „ lotharingus -4- breviceps, Blanchard, Poissons d'eaux douces France, 248 (1866). Gasterostea bJanchardi -\- globice.ps, Sauvage, Nouv. Arch. Mus. d'hist. nat. Paris, X, 29 (1874). Pygosteus 2>ungitius, Eigenmann, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1886, p. 235. Smitt, Scand. fishes, p. 658, pl. 28, fig. 3 u. 4, 1895. Der 10-stachelige Stichling hat fast dieselbe Verbreitung wie der vorige. Doch scheint er in einem großen Teil von Südeuropa einschl. der Schweiz zu fehlen; dagegen kommt er im Schwarzen Meer und in südrussischen Strömen vor ; sein Vorkommen in Island ist zweifelhaft. Doch giebt Hansen ihn von Grönland an, während er in den Verzeichnissen der grönländischen Fauna von Reinhardt und Lütken fehlt. Bean (Bull. U. S. Nat. Mus., XV, 129, 18791 beschreibt ihn jedoch, wenn auch als etwas abweichend gebildet — G. pungitius f. braehypoda — von der Baffinsbai, dem Cumberland-Golf und Grönland, und 1) Gasterosteus cataphractus (Pall.) Gasteracanthus aataphr actus, Pallas, Mein. Acad. Petersb., III, 325 (181 1). Gasterosteus obolarius, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., IV, 500 (1829). „ insoulptus, Richardson, Last aretie voyage, p. 356, pl. 25 (1854). „ serratus, Ayres, Proc. Calif. Acad. Sei., 1854, p. 47. „ intermedius, Girard, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1856, p. 135. „ aculeatus cataphractus, Jordan & Gilbert, Synopsis, p. 396 (1883). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 749 (1896). Smitt äußert sich nicht darüber, ob die von ihm erwähnten dreistachligen Stichlinge, die die Vega -Expedition bei der Beringsinsel erbeutete, etwa der Varietät G. cataphractus (Pallas) zuzurechnen seien. Diese hochnordische Form, welche nach Pallas 122 mm lang wird, selten oder nie das Frischwassergebiet betritt und von San Francisco bis Alaska und Kamtschatka, sowie auch im arktischen Nordamerika (Northumberland-Sound) häufig ist, steht der als G. bispinosus beschriebenen Stichlingsform sehr nahe und ist wahrscheinlich eben nur als eine Varietät von G. aculeatus zu betrachten. Die Fische. 127 auch sonst findet er sich in Nordamerika bis zu den Eismeerküsten (Point Barrow). Pallas kannte ihn von Sibiren und dem Ochotskischen Meer, und auch von Alaska wird er angegeben. Die Vega fand ihn mit der vorigen Art zusammen bei der Beringsinsel. An den nordeuropäischen Küsten reicht sein Ver- breitungsgebiet durch die ganze Ostsee und bis ins Weiße Meer. Gaste fostetts inconstans Kirtl. Gasterosteus inconstans, Kirtland, Boston Journal Nat. Hist., III, 273 (1841). „ micrqpus, Cope, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1S65, p. 81. „ globiceps, Sauvage, Nouv. Arcb. Mus. d'hist. nat. Paris, X, 35 (1874). Eucalia inconstans, Jordan, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1877, p. 65. Diese nordamerikanische Stichlingsform, welche in mancher Beziehung eine Mittelstellung zwischen aculeatus und pungitius einnimmt, soll nach Cope's Angabe auch in Grönland vorkommen, doch bedarf diese Angabe der Bestätigung (vgl. Jordan und Evermann, Fishes of N. America, p. 744, Anmerkung). Farn. Syngnathidae. Gen. Syngnathus Art. Syngnathtis typhle L. Syngnathus typhle, Linse, Syst. naturae, ed. X, T. I, 336 (1758). acus, Ekström, Kgl. Vet. Akad. Handl. f. 1831, p. 271 (1832). Siphostoma typhle, Kröyer, Danmarks fiske, III, 673 (1846 — 53). Siphonostomus typhle, Yarrell, Hist. brit. fish., 3. ed., II, 406 (1859). Siphonostoma acus, Malm, Goteb. och Bohusl. Fauna, p. 592 (1877). Diese Seenadel ist südwärts bis zum Mittelmeer verbreitet, wo sie jedoch selten auftritt, in der Ostsee bis zum Eingang in den Finnischen und den Bosnischen Meerbusen, an den europäischen Westküsten nordwärts bis Tromsö und Vadsö. Farn. Salmonidae. Gen Salmo Art. Salmo urtibla L. var. alpinus L. Salmo umbla, S. salvelinus, S. alpinus, Linne, Syst. nat., ed. X, T. I, 309 (1758). „ erythraeus, Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat., III, 349 (1811). Salmones salvelini = S. ventricosus + carbonarius + alpinus -\- pallidus + salvelinus + rutilus, Nilsson, Prodi-. ichthyol. Scand. p. 7 (1832). Salmo willoughbii -f- cambricus -+- grayi, Günther, Proceed. Zool. Soc. London, 1862, p. 46. Salvelinus umbla, Fatio, Faune d. vertebr. Suisse, Vol. V, 395 (1868). „ alpinus, Malm, Göteb. och Bohusl. Fauna, p. 540 (1877). Smitt, Scand. fishes, p. 841, pl. 37, fig. 1 u. 2 (1895). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 508 ff. (1896). In Skandinavien sowohl wie im übrigen Europa bis zum südlichen Teil desselben ist der Saibling ein Bewohner der Bergseen , aber im arktischen Gebiet — südwärts bis zur norwegischen Landschaft Nord -Helgeland, ist er wie der Lachs ein wahrer Salzwasserbewohner und steigt die Flüsse aufwärts zum Laichen. In Spitzbergen soll er im lehmigen Wasser der Mündungen von Eisbächen J ) häufig sein. 1) Hier stellt ihm der Weißwal — Delphinapterus leucas — vorzugsweise nach. 128 E. EHRENBAUM, Aehnliches gilt von der Murmanküste, den Küsten des Weißen Meeres und von Nowaja Semlja. Ob auch einige der sibirischen Formen zu dieser Gruppe gehören, ist noch nicht festgestellt ; wohl aber ist dies für den von Island beschriebenen Salmo alpinus (nivalis) Faber (Fische Islands, p. 168—1829) bestimmt anzunehmen. Für das Gebiet des östlichen und arktischen Nordamerika ist Salmo alpinus alipes Richardson (= Salmo nitidus Richards. = Salvelinus nitidus + stagnalis, Jordan u. Gilbert) als Vertreter dieses Formen- kreises anzusehen, welcher in Seen auf Grönland und Boothia Felix beobachtet ist. Diesem steht sehr nahe der von Fabricius beschriebene Salmo alpinus stagnalis (Fabr., Fauna groenl., p. 175 [1780] = S. rivalis Fabr. = S. hearni Richardson = Salmo rossi Richardson = S. hoodi Richardson — Sahelinus rossi Jordan u. Gilbert = Salvelinus stagnalis Dresel, Proceed. U. S. Nat. Mus. 1884, p. 255), eine in den Gewässern des arktischen Nordamerika und namentlich Grönlands sehr häufige Form. Schließlich verdient in dieser Reihe noch genannt zu werden Salmo alpinus arcturus Günther (Proceed. Zool. Soc. London, 1877, p. 294, pl. 32), der am weitesten nördlich beobachtete Salmonide vom Victoria-See und Fioeberg-Beach im arktischen Nordamerika unter 82 ° 34' n. Br., und Salmo alpinus aureolus Bean (= Salvelinus aureolus Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1887, p. 628, vgl. auch Jordan und Evermann 1. c. p. 511), der in den Seen des westlichen Maine und New Hampshire vorkommt. Etwas stärker von S. alpinus abweichend und daher vielleicht einer anderen Saiblingart zuzuzählen ist der von Günther (a. a. O. p. 476, pl. 50) beschriebene S. naresi, welcher ebenfalls ein Bewohner der Seen des arktischen Nordamerika ist (Discovery-Bay und Cumberland-Golf, vgl. Jordan und Evermann 1. c. p. 515). Eine noch stärker ausgesprochene Sonderstellung nimmt der nordpacifische Salmo (Salvelinus) malma ein J ), eine schon seit Steller's Zeiten aus den ostsibirischen Gewässern bekannte echte Saiblingsform. Salmo salar Sund. var. nobilis Smitt. Salmo salar, Linke, Fauna suecica, ed. II, 122 (1761). „ salmulus, Türton, British Fauna, p. 104 (1807 . „ hamatus, Cuviei:, Regne animal, ed. II, T. II, 303 (1824 — 33 . salmo, Cüy. & Val., Hist. nat. poiss., XXI, 212, tab. G15 (1828—49). nobilis, Pallas, Zoogr. Rosso-Asiatica, III, 342 (1831 . „ gloveri, Girard, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad. 1854, p. 85. Trutta salar, v. Siebold, Süsswasserfische von Mittel-Europa, p. 292 (1863). Smitt, Seand. fishes, p. 849, pl. 37, fig. 3 und 4; pl. 38, fig. 1 (1895), ebenda siehe auch weitere Synonyma, speciell für Zwischenformen zwischen Lachs und Forelle. Der Lachs besitzt im gemäßigten und borealen Gebiet seine Hauptverbreitung ; er kommt jedoch an den nördlichsten Küsten Skandinaviens sowie an der Murmanküste und im Weißen Meer, auch im arktischen Gebiet vor. Südwärts geht sein Verbreitungsbezirk an den westeuropäischen Küsten bis zum 43 ° n. Br. ; 1) Salmo malma W'alb. Salmo malma, Walbaum, Artedi pisc. gen., p. 66 (1792). „ eurilus + eallaris + penshmensis + laevigatus, Pallas, Zoogr. Rosso-asiat, III, 251, 353, 381, 385 (1811). „ nummifer, S. erythrorhynehus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XXI, 365 (1848). „ indes, Cope, Proc. Americ. Philos. Soc. Philad., 1873, p. 24. Salvelinus malma, Jordan 1 & Gilbert, Synopsis, p. 319 (1883). Smitt, Kritisk Fürteckning öfver Riksmuseums Salmonider, p. 136 (1886). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 508 und 2823 (1896—98). Diese Saiblingsform des arktischen Nordamerika und Ostsibiriens, welche in der See das ansehnliche Gewicht von 12 Pfund erreicht, darf der vorerwähnten großen Saiblingsgruppe zugezählt werden, doch besitzt sie auch mancherlei Eigen- tümlichkeiten, welche es rechtfertigen, wenn sie als besondere Form aufgeführt wird. Sie ist außer im Beringsmeer auch im nordamerikanischen Eismeer bei Pt. Barrow beobachtet worden. Die Fische. 129 im Mittelmeer fehlt er. An der amerikanischen Seite des Atlantic kommt er von Cap Cod nordwärts bis zur Hudsonsbai vor; auch bei Island fehlt er nicht. Dagegen hat sich die Angabe von seinem Vorkommen bei Grönland nicht bestätigt. Salmo salar Sund. var. trutta Flem. Salmo eriox, S. trutta, S. fario, Linke, Fauna suecica, ed. II, 1'2'2 t. (17ennantii, Cur. & Val., Hist. nat. poiss., XXII, 436 (1849). Maurolicus borealis, Günther, Cat. fish., V, 389 (1864). ? „ australis, Hectoe, Transact. New Zealand Institute, VII, 250, tab. 11, fig. 90 D (1875). „ pennantii, Day, Fishes Gr. Britain and Ireld., II. 49, pl. 109, fig. 2 (1880—84). Lütken, Bidr. t. nord. ichthyogr., VIII, 209 (1891). Smitt, Scand. fishes, p. 931, tab. 44, fig. 3 (1895): M. mülleri. Diese Art ist an den europäischen Westküsten von Großbritannien und Skandinavien bis Finmarken beobachtet, ferner bei Island, den Färöer und an der amerikanischen Ostküste. Die Mittelmeerform (amethysiino- punctatus) ist sehr wahrscheinlich identisch mit der atlantischen, vielleicht auch die von Neuseeland be- schriebene M. australis. Maurolicus tripunctulatus Esmark Maurolicus tripunctulatus, Esmark, Christ. Vid. Selsk. Forh., 488 (1870). Valenciennellus tripunctulatus, Jordan & Eyermann, Fishes of N. America, p. 578 (1896). Lütken, Nord, ichthyogr., VIII, 211 (1891), und Spolia atlantica, Scopelini, 49 (1892). Nur in 2 Exemplaren bekannt, von denen eins bei Madagaskar, das andere in der Dänemarkstraße auf 66° n. Br. und 28° w. L. zwischen Grönland und Island beobachtet wurde. Gen. Myctophum Raf. Myctophum elongatum Costa Macrostoma anguslidens, Risso, Europe meridionale, III, 448 (1826). Scopelus elongalus, Costa, Fauna d. regno di Napoli, pesci, Pt. I, gen. scopelo, p. 2, tab. 35 (1844). Lampanyctes resplendens, Richardson, Voy. Erebus and Terror, Fishes, Pt. 7, p. 42, tab. 27, fig. 16 — 18 (1845). ? Scopelus caudospinosus, Johnson, Proceed. Zool. Soc. London, 1863, p. 42. „ kröyeri, Malm, Forh. Scand. Naturf., 8. Mode Kbhvn. 1860, p. 617. „ resplendens, Günther, Cat. fish., V, 415 (1864). Myctophum elongatum, Collett, Nyt Magaz. f. Naturvid., XXIX, 104 (1884). „ brachochir, Eigenmann & Eigenmann, West American Scientist, 1889, 126. Smitt, Scand. fishes, p. 937, fig. 234 (1895). Lütken, Bidr. nord. ichthyogr., VIII, 208 (1891), und Spolia atlantica, II, 44, (1892). Diese weitverbreitete pelagische Form ist im atlantischen und pacifischen Ocean beobachtet worden, und es ist nicht unwahrscheinlich (vgl. Goode and Bean, Oceanic ichthyology, p. 82 : Notoscopelus), daß sie in mehrere Arten auflösbar ist. An den westeuropäischen Küsten ist sie nur vom Skagerack (Bohuslän) bis zum Trondhjem-Fjord beobachtet, außerdem aber wird sie vom Mittelmeer, Madeira und dem Golf von Guinea angegeben. Lütken (1. c. p. 208) erhielt 2 Exemplare von Godhavn (Westgrönland). Der Ingolf fing einige Exemplare südlich von Island und in der Dänemarkstraße auf 845 — 1040 Faden Tiefe. Die als Scojjelus caudosinnosus von Madeira beschriebene Form wurde von einigen Autoren mit M. elongatum identifiziert, doch ist sie neuerdings vom „Albatross" im Westen des Atlantischen Oceans (39 26' n. Br., 68° 03' w. L.) in 1782 Faden Tiefe wiedergefunden worden und wird von den amerikanischen Autoren als besondere Art betrachtet. Die Fische. j^r Myctophum glaciale Rhdt. Scopelus glacialis, Reinhardt, K. Danske Vid. Selsk. Nat.-math. Afli., Deel fi, p. CX, (1837). „ mülleri, Gollbtt, Norges fiske, p. 152 (1875). Myctophum glaciale, Jordan & Gilbert, Synopsis, 283 (1883). Benthosema mülleri, Goode & Bean, Oceanic ichthyology, p. 76, fig. 85 (1895). Smitt, Scand. fishes, p. 941, fig. 235 (1895). Lütken, Bidr. nord. ichthyogr., VIII, 203 (1891), Spolia atlantica, II, 251, fig. 8 (1892). Diese Art ist an den norwegischen Küsten vom Hardangerfjord bis Hammerfest einige wenige Male gefangen worden, unter anderen auch von der norwegischen Nordmeer-Expedition (vgl. Collett, Norske Nordhavs Exped., Fiske, p. 158). Eine erheblich größere Zahl von Exemplaren wurde an den grönländischen Küsten erbeutet; und neuerdings haben die amerikanischen Expeditionen des Blake, Fish Hawk und Albatross eine große Zahl von Fundorten in der Tiefe des Atlantic vor der amerikanischen Küste südwärts bis Südcarolina auf 3 — 600 Faden Tiefe ausfindig gemacht. Nach Lütken (1. c. p. 206) ist es wahrscheinlich, daß die im Färöer-Kanal gefangenen Jungfische, welche Günther (Report on the pelagic fishes) als Scopelus scoticus beschrieben hat, auch als zu 31. glaciale gehörig anzusehen sind. Der Ingolf fing Exemplare dieser Art östlich, südwestlich und westlich von Island und in der Davisstraße unter 65 ° n. Br. Nach Knipowitsch (1901) wurde neuer- dings auch ein Exemplar nordwestlich von Spitzbergen (79 ° 49' n. Br. 9 45' ö. L.) erbeutet. Myctophum arctieum Ltk. Scopelus arcticus, Lütken, Bidr. nord. ichthyogr., VIII, 207 (1891), und Spolia atlantica, Scopelini, 29 (1892). Benthosema arctieum, Goode & Bean, Oceanic ichthyol., p. 78 (1896). Diese Art ist nur in einigen von Lütken beschriebenen Exemplaren aus der Davisstraße und von den grönländischen Küsten bekannt. Neuerdings wurde sie auch vom Ingolf südwestlich von Island und und westlich von Godthaab in 582 — 745 Faden Tiefe gefangen. Gen. Rhinoscopelus Ltk. Rhinoscopelus andreae Ltk. Scopelus andreae, Lütken, Bidr. t. nord. ichthyogr., VIII, 209 (1891 |, und Spolia atlantica, Scopelini, 25 (1892). Rhinoscopelus andreae, Goode & Bean, Oceanic ichthyology, 90 (1896). Nach Goode und Bean ist diese Art, die vielleicht nur als besondere Geschlechtsform des Rhinoscopelus coeeoi Lütken anzusehen ist, im Gebiet des Atlantic auch südlich vom Aequator nicht selten. Lütken erhielt auch ein 17 mm langes Exemplar von Jakobshavn in Grönland. Gen. Stomias Cuv. Stomias ferox Rhdt. Stomias ferox, Reinhardt, Övers. K. D. Vid. Selsk. Forhandl., p. 82—84 (1842). Lütken, Bidr. nord. ichthyogr., VIII, 212 (1891). Goode & Bean, Oceanic ichthyology, p. 107, fig. 127 (1896». Lütken ist geneigt, diese Art mit dem an den atlantischen Küsten von Südeuropa und Afrika sowie im Südpacific beobachteten Stomias boa Risso zu identifizieren, während Goode und Bean beide trennen. 136 E. EHRENBAUM, St. ferox ist ursprünglich von Grönland beschrieben, wo sie wiederholt gefangen wurde, später ist sie von den amerikanischen Fahrzeugen Blake und Albatross in zahlreichen Exemplaren namentlich im Gebiet des Golfstromes vom Bahama-Kanal bis zu den Grand Banks in 235—1813 Faden Tiefe erbeutet worden. Gen. Cyclothone Goode & Bean. Cyclothone microdon (Gthr.) Gonostoma microdon, Günther, Ann. and Mag. Nat. Hist, 1878, II, 188. Cyclothone lusca, Goode & Bean, Bull. Mus. Comp. Zool., X, No. 5, p. 221 (1883). ? Neostoma quadrioculatum, Vaillant, Exped. scient. Travailleur et Talisman, p. 99, pl. 8, fig. 2 (1888). Cyclothone microdon, Goode & Bean, Oceanic ichthyol., p. 99, fig. 114 (1896). Lütken, Bidr. nord. ichthyogr., VIII, 216 (1891); Spolia atlantica, II, tab. 2, fig. 4—5 (1892); Ingolf, ichthyol. udb. p. 9, (1898). Diese außerordentlich häufig beobachtete Art ist kosmopolitisch und scheint in allen Oceanen vor- zukommen in Tiefen von 500 — 2900 Faden. Sowohl im Atlantic wie im Pacific sind zahlreiche Fundorte bekannt und zwar im Süden wie im Norden ; auch aus dem Indischen Ocean („Investigator") und dem antarktischen Gebiet („Challenger") ist sie bekannt. Gilbert (Rep. U. S. Fish Comm. f. 1893, p. 402) erwähnt sie vom Beringsmeer. In der Davisstraße wurde sie schon 1843 beobachtet; der Ingolf erbeutete zahlreiche Exemplare südlich, südwestlich und westlich von Island, in der Dänemarkstraße, südlich von Grönland und in der Davisstraße in Tiefen von 295 — [435 Faden, aber niemals nördlich des Rückens zwischen Island und Grönland und auch nicht zwischen Island und den Färöer. Die von Vaillant beschriebene Neostoma quadrioculatum, welche auf den Fahrten des Travailleur und Talisman an verschiedenen Punkten der atlantischen Küsten von Südeuropa und Afrika erbeutet wurde, ist mit C. microdon wahrscheinlich identisch. Cyclothone (?) meyalops Ltk. Cyclothone megalops, Lütken, Ingolf ichthyol. udb., p. 10, tab. 4, fig. 6 (1898J. Diese Art ist von Lütken provisorisch aufgestellt auf Grund von zunächst noch mangelhaftem Material, welches der Ingolf westlich von Island und in der Dänemarkstraße erbeutete. Gen. Aleirisaurus Lowe. Alepisaurus ferox Lowe Alepisaurus ferox, Lowe, Proceed. Zool. Soc. London, 1833, p. 107. „ azureus, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XXII, 530 (1839). Alepidosaurus ferox, Günther, Cat. fish., V, 421 (1864). ? Alepisaurus aesculapius, Bean, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1882, 661. Plagyodus ferox, Günther, Challenger Report, XXII, 203 (1887'. Lütken, Bidr. nord. ichthyogr., VIII, 221 (1891). Goode & Bean, Oceanic ichthyology, p. 117, fig. 142 (1896). Ein Tiefseefisch, der Riese in der Familie der Scopeliden, welcher zuerst bei Madeira beobachtet, später auch im westlichen Teil des Atlantic mehrfach gefangen wurde. Lütken erwähnt 3 Exemplare von den Färöer, Island und Grönland. Er ist auch der Ansicht, daß der nordpacifische A. aesculapius Bean von A. ferox nicht verschieden sei, zumal auch Steindachner und Döderlein eine bei Japan gefundene Form auf A. ferox beziehen, ebenso wie Günther das Skelett eines von Van Diemens-Land stammenden Individuums. Die Fische. 137 Gen. Paralepis Risso. Paralepis borealis Rhdt. Paralcpis borealis, Reinhardt, K. Danske Vid. Selsk. Skrift., Naturv. og Math. Afhandl., VII, 115 u. 125 (1838). Arctozenus borealis, Gill, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1864, 188. Sudis borealis, Jordan & Gilbert, Synopsis, 278 (1883). Kruver, Nat. Tidskr., 2. Räkke Bd. II, 241 (1847). Lütken, Bidr. t. nord. ichthyogr., VIII, 222 (1891). Goode & Bean, Oceanic ichthyol., p. 119, fig. 143 (1896). Diese seit langer Zeit bekannte Art wurde zuerst durch Reinhardt von Grönland beschrieben. In neuerer Zeit ist sie auch vor der amerikanischen Ostküste vom St. Lorenz-Golf südwärts namentlich auf den Fahrten des Albatross erbeutet worden. Auch bei Grönland und Island wurden neuerdings Exemplare gefangen, und Knipowitsch erwähnt sie (1900) von der Murmanküste. Paralepis kröyeri Ltk. Paralepis borealis, Kröyer, in Gaimard, Voy. Scand., Lapon etc., poiss., atlas, pl. 6 B. (1845). kröyeri, Lütken, Bidr. t. nord. ichthyogr., VIII, 228 (1891). Sudis kröyeri, Collett, Archiv f. inath. og naturvid., XIX, No. 8, p. 21 (1897). Lütken machte bei genauer Durchsicht des zu seiner Verfügung stehenden Materials von P. borealis die Entdeckung, daß etwa die Hälfte der Exemplare ein so abweichendes Aussehen hatten, daß sie einer besonderen Species zuzuweisen seien, die Kröyer in Gaimard, Voyage en Scandinavie, Laponie etc., pl. 6, abgebildet hat. Wahrscheinlich befinden sich auch unter den von anderer Seite gesammelten P. borealis Individuen, welche richtiger als P. kröyeri zu bezeichnen sind. Einstweilen ist sicher, daß die letztere sowohl bei Island wie bei Grönland vorkommt und Collett hat sie auch für die europäische Küste (Westfinmarken) konstatiert. Farn. Notacanthidae. Gen. Notacantlms Bl. JSotacanthus nasus Bl. Notacanthus cJiemnitzii, Bloch, Abh. Böhm. Gesellsch. der Wissensch., III, 278 (1787). nasus, Bloch, Allg. Naturgesch. d. Fische, XII, 113, pl. 431 (1793). Acanthonolus nasus, Bloch, Syst. ichthyol. ed. Schneider, p. 390 (1801). Campylodon fabricii, Reinhardt, Vidensk. Selsk. Skrifter., VII, 120 (1838). Gaimard, Voyage en Isl. et au Grönl., poiss., atlas, pl. 11 (1840—44). Lütken, Bidr. nord. ichthyogr., II, 145 (1877); Ingolf ichthyol. udb., p. 10 (1898 j. Goode & Bean, Oceanic ichthyol., p. 164, fig. 183 (1896) Eine schon sehr lange aber nur in wenigen von Island und Grönland stammenden Exemplaren bekannte Art. Da diese wenigen Exemplare in verschiedenen Museen zerstreut sind, so ist nicht völlig sicher, ob alle derselben Art angehören. Vaillant vermutet, daß das isländische Exemplar, welches in Gaimard's Voyage (1. c.) abgebildet ist, vielleicht richtiger zu N. phasganorus Goode zu stellen ist, welcher auch auf den Neufundlandbänken vorkommt. Fauna Arctica, Bd. II. *° I38 E. EHRENBAUM, Gen. Macdonaldia Goode & Bean. Macdonaldia rostrata (Collett) Notacanthus rostratus, Collett, Bull. Soc. Zool. Trance, XIV, 307 (1889). Macdonaldia rostrata, Goode & Bean, Oceanic ichthyology, p. 171, fig. 189 u. 195 (1896). Collett, Camp, scientif. prince de Monaco, X, 48, pl. 5, fig. 21 (1896). Lütken, Ingolf exped. ichthyol. udb., p. 11 (1898). Der Albatross erbeutete 3 Exemplare dieser Art von 16—17 Zoll Länge im westlichen Teil des Atlantic auf ca. 40 ° n. Br. und 70 w. L. in Tiefen von 551 und 963 Faden. Die Yacht des Fürsten von Monaco fing ein Exemplar auf den Neufundlandbänken in 633 Faden Tiefe, der Ingolf ebenfalls ein Exemplar in der Davisstraße (65 ° 16' n. Br., 55 ° 05' w. L.) auf 362 Faden Tiefe. Fam. Clupeidae. Gen. Clupea Art. *Clupea harengtis L. Clupea harengus, Linne, Fauna suecica, p. 127 (1761). „ esca, Walbaum, Artedi pisc. gen., III, 36 (1792). n membras, Pallas, Zoogr. Bosso-Asiat, III, 211 (1811). „ halec + vittata + caerulea, Mitchill, Trans. Lit. and Phil. Soc, I, 451—457 (1815). „ elongata, Lesueue, Journ. Acad. Nat. Sei. Philad., I, 234 (1818). „ latidus, Cuvier, Begne animal., 2. ed., T. II, 318 (1829). leachi, Tareell, Zool. Journal, V, 277, pl. 12 (1830—31). „ alba, Yarrell, Hist. british fishes, 1. ed., Vol. II, 126 (1835—36). „ minima (Peck) Storer, Bept. fishes Massach., p. 113 (1839). „ pallasii, Rogenia alba, Cuv. & Val., Hist. nat. poiss., XX, 253 u. 340 (1847). „ mirabilis, Girard, Broceed. Acad. Nat. Sei., Bhilad., 1854, p. 138. Spratelloides bryoporus, Cope, Broceed. Americ. Bhilos. Soc, 1873, p. 25. Smitt, Scand. fishes, p. 954 (1895). Der Hering ist ein Bewohner des Nordatlantic und auch des Nordpacific, wenn man, wie es hier geschehen ist, die paeifische Form Gl. pallasi als mit der atlantischen identisch ansehen darf. Im atlantischen Ocean erstreckt sich das Verbreitungsgebiet von Cap Ffatteras über Neufundland und Labrador bis Grönland (Davisstraße), und von der Biscaya-Bai bis Island und zum äußersten Norden Norwegens, der Murmanküste und dem Weißen Meer, in der Ostsee bis zum Finnischen Meerbusen, im nordpaeifischen Gebiet von Kamtschatka bis Japan und St. Diego. Nach Malmgren kommt der Hering auch bei Spitzbergen vor, nach Richardson wurden auf der ersten FRANKLiN'schen Expedition einige Exemplare in Bathurst Inlet im arktischen Nordamerika gefangen. Römer und Schaudinn konservierten aus einem größeren Fang mit dem Heringsnetz einen 145 mm langen Hering von Port Wladimir an der Murmanküste 1 ). Eine größere Anzahl jugendlicher zum Teil noch mit dem Dottersack versehener Heringslarven von 6—15 mm Länge erbeuteten sie im Oberflächennetz 1) Lönnberg (Fishes fr. Spitzbergen, p. 30) berichtet von einem unweit der Bären-Insel am 3. Juni 1898 gedredgten Eierklumpen, der in dichter Masse an Algen befestigt war und dessen Eier 1,3 — 1,5 mm Durchmessser hatten. Er glaubt, daß es sich nur um Heringseier handeln könne und daß zutreffenden Falls der Betrieb einer Heringsfischerei bei der Bären-Insel von großer Bedeutung sein möchte (!). Mir scheinen die angegebenen Merkmale nicht unbedingt für die Richtigkeit der Bestimmung zu sprechen. Der Hering setzt seine Eier selten in dichten Klumpen ab, sondern meist in dünnen Lagen. Auch stimmt die Größe nicht ausschliesslich für Heringseier, obwohl die Eier des norwegischen Herings nach Boek die angegebene Größe besitzen. Aus den über den fraglichen Eierklumpen gemachten Angaben kann man ebensogut auf die Zugehörigkeit desselben zu einer Cyelogaster-ATt oder dergl. schließen. Die Fische. ] ig am 8. bis 10. Juni im Tromsö- und Sorö-Sund, sowie im Troldfjord im äußersten Xorden von Norwegen (No. i — 6 des Plankton-Journals). Farn. Alepocephalidae. Gen. Alepocephalus Risso. Alepocephalus agassizi Goode & Bean Alepocephalus agassizii, Goode & Beax, Bull. Mus. Comp. Zool., 1882, p. 215. Lütken, Ingolf Exped. ichthyol. udb., p. 8 (1S98). Diese im Gebiet des Golfstromes beobachtete Art ist neuerdings vom Ingolf auch südwestlich von Island am Eingang der Dänemarkstraße unter 62 ° 25' n. Br. und 28 ° 30 w. L. in 912 Faden Tiefe erbeutet worden Farn. Anguillidae. Gen. Anguilla Cuv. Anguilla vulgaris Turt. Muraena anguilla, Linke, Fauna suecica, ed. II, 109 (1761). OpMchfhys anguilla, Retzius, Faunae suecicae pars I, 311 (18ü0j. Anguilla vulgaris, Turton, British Fauna, p. 87 (1807). Muraena rostrata + bostoniensis -\- serpentina -f- macrocephala + argentea, Le Sueub, Journ. Acad. Nat. Sei. Philad. I, 81 (1817). Anguilla chrysypa -\- blephura + laticauda -\- aterrima -\- xanthomelas + lutea, Raffinesque, Amer. Month. Mag. and Crit. Rev., 1817, p. 120 u. 445, u. Ichth. ohiensis, 1820, p. 78. Muraena oryrhina, M. platyrhina, Ekströ.m, K. Vet. Akad. Handl. 1831, p. 287 (1832). „ latirostris, Nilsson, Prodr. ichthyol. Scand., p. 65 (1832). Anguilla japonica, Schlegel, Siebold, Fauna japonica, poiss., p. 258, tab. 113, fig. 2 (1840 — 50). Anguilla tenuirostris, De Kay, Fishes New York, p. 310 (1842). „ migratoria, A. acutirostris, Kröyer, Danmarks fiske, III, 616 (1846 — 53). „ fluviatilis, A. eurystoma, Heckel & Kner, Süßwasserfische Österreich. Monarchie, p. 319 u. 325, fig. 167/8 (1858). „ mediorostris, Tarrell, Hist. brit. fishes, 3. ed., Vol. I, 65 (1859). „ linnei, Malm, Götebgs. och Bohusl. Fauna p. 590 (1877). Smitt, Scand. fishes, p. 1023, pl. 45, fig. 1 (1895); ebenda s. auch weitere Synonyme. Der Flußaal hat ein ungeheuer großes Verbreitungsgebiet, welches sich im atlantischen Becken auf beiden Seiten desselben von der geographischen Breite Westindiens bis zu derjenigen von Finmarken erstreckt und von den Vereinigten Staaten ostwärts über ganz Europa und Nordafrika, mit Einschluß von Mittelmeer und Ostsee, aber mit Ausschluß des Schwarzen Meer- und Kaspisee-Gebietes. Im paeifischen Ocean kommt der Aal von Japan bis Neuseeland vor, fehlt aber auf der amerikanischen Seite. Er wird auch von den Färöer, Island und Grönland angegeben, an letzterem Orte ist er jedoch schon selten und scheint sonst im arktischen Gebiet zu fehlen. Fam. Synaphobranchidae. Gen. Synajriiobranchus Johns. Synaphobranchus pinnatus (Gron.) Muraena pinnata, Gronov, Cat. fish. Brit. Mus., 19 (1854). Synaphobranchus liaupii, Johnson, Proceed. Zool. Soc. London, 1862, p. 169. pinnatus, Günther, Cat. fishes, VIII, 23 (1870). ? „ affinis, Günther, Ann. and Mag. Nat. Hist., p. 445 (1877). I40 E. EHRENBAUM, Günther, Challenger Rep., XXII, 253, pl. 62, fig. A (1887). Vaillant, Exped. scientif. Travailleur et Talisman, poissons, p. 88, pl. 6 (1888). Goode & Bean, Oceanic ichthyology, p. 143, fig. 164 (1896). Lütken, Ingolf Exped. ichthyol. udb., p. 6 (1898). Dieser Tiefsee-Aal ist in verschiedenen Teilen des atlantischen und pacifischen Oceans nicht selten gefunden worden. Der Challenger fing ihn nahe der brasilianischen Küste in 1200 Faden Tiefe und bei Japan und den Philippinen in 345 — 565 Faden Tiefe ; Vaillant erwähnt zahlreiche Fundorte an der Küste von Marokko, bei den Canaren, den Azoren und vor der Küste von Sudan. Die amerikanischen Expeditionsschiffe Fish Hawk, Albatross und Blake haben die Art sehr oft vor der atlantischen Küste der Vereinigten Staaten gefangen (vgl. Goode and Bean 1. c). Eine sehr interessante Erweiterung hat unsere Kenntnis von der Verbreitung dieser Art durch die Funde der Ingolf-Expedition erfahren. Der Ingolf erbeutete nämlich 2 Exemplare am südlichen Eingang der Davisstraße unter 60 und 62 ° n. Br. bei 54 und 56 ° w. L. auf 1435 und 1715 Faden Tiefe. Diese Exemplare waren 16 bezw. i8 1 / g Zoll lang. Farn. Nemichthyidae. Gen. Serrivomer Gill & Ryd. Serrivomer beani Gill & Ryd. Serrivomer beanii, Gill & Ryder, Proceed. U. S. Nat. Mus., 1883, p. 260. Goode & Bean, Oceanic ichthyology, p. 155, fig. 175 (1896). Lütken, Ingolf Exped. ichthyol. udb., p. 5 (1898). Diese Art war bisher nur in wenigen Exemplaren bekannt, deren eines vom Albatross vor der atlantischen Küste der Vereinigten Staaten gefangen war, während ein anderes im Golf von Californien beobachtet wurde (Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 367). Der Ingolf brachte 3 Exemplare mit, welche in der Dänemarkstraße, südlich von Cap Farvel (Grönland) und westlich der Färber gefangen waren auf Tiefen von 643 — 1695 Faden. Die Längen dieser Exemplare betrugen 51, 57 und 68 cm. Farn. Saccopharyngidae. Gen. Saccopharynx Mitschill. Saccopharynx ampnllaceus (Harwood). Saccopharynx spec, Mitchill, Ann. Lyc. Nat. Hist. N. York I, 82, 1824. Ophiognathus ampnllaceus, Harwood, Phil. Transact., Pt. I, 1827, p. 52, pl. 7. Saccopharynx flagellum, Cuvier, Regne animal, 2 ed., II, 355 (1829). „ ampullaceus, Richardson, Fauna bor. americ, p. 271 (1836). „ chordatus, Storer, Synopsis fishes N. America, p. 237 (1846). Gill & Ryder, Proceed. U. S. Nat. Mus., VI, 262 (1883) u. VII, 48 (,1884). Günther, Challenger Rept., XXII, 156, pl. 66 (1887). Goode & Bean, Oceanic ichthyology, p. 157, fig. 178 — 180 (1896). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 406 (1896). Dieser seltsame Fisch ist außer an verschiedenen Punkten in der Tiefe des Atlantic nach Harwood auch einmal am Eingange der Davisstraße gefangen worden (62 ° n. Br., 57 ° w. L.). Dieses Exemplar trieb hilflos an der Oberfläche und hatte die beträchtliche Länge von 50+85 cm. Da es jedoch nicht aufbewahrt wurde und da später noch einige andere Formen dieser Familie bekannt geworden sind, so ist nicht aus- geschlossen, daß jenes Exemplar einer anderen Art zugeteilt werden sollte. Die Fische. 141 Jordan und Evermann geben an, daß auch die verwandte, zuerst von Gill und Ryder (U. S. Nat. Mus., VI, 1883, p. 271) beschriebene Art Gastrostomus bairdi Gill & Ryder in der Davisstraße gefangen worden sei, ich konnte jedoch in der Litteratur den direkten Nachweis dieser Beobachtung nicht auffinden. Fam. Acipenseridae. Gen. Acipenser Art. Acipenser sturio L. Acipenser sturio, Linne, Fauna suecica, ed. II, 108 (1761). „ lichtensteinii, Bloch, Syst. ichthyol. ed. Schneider, p. 348, tab. 69 (1801). Sturio vulgaris, Rafinesque, Indice, p. 41 (1810). Acipenser oxyrhynchus, Mitschill, Trans. Lit. Philos. Soc. N. York, I, 462 (1814). brevirostris, Lesueür, Transact. Americ. Philos. Soc, N. S. I, 390 (1818). latirostris, Parnell, Mem. Werner Soc, VII, 405, tab. 39 (1838). huso, Thompson, Ann. Mag. Nat. Hist., XX, 1847, p. 172, nicht v. Linne. thompsonii, Ball, Proceed. Irish. Acad., No. 25, p. 21. hospitus, Kröter, Danmarks fiske, III, 780 (1846—53). sturioides, Malm, Gotebgs. K. Vet. och Vitterh. Samhälles Handl., ny tidsföljd. 8. häft., p. 108 (1863). Smitt, Scand. fishes, p. 1056, pl. 46, fig. 1 (1895). Jordan & Evermann, Fishes of N. America, p. 105 (1896). Ebenda zahlreiche weitere amerikanische Synonyme. Der gemeine Stör hat ein sehr ausgedehntes Verbreitungsgebiet im atlantischen Becken. Auf der amerikanischen Seite ist er von Florida bis Cap Cod verbreitet, auf der europäischen Seite im Mittelmeer einschl. der Adria, an den westeuropäischen Küsten und im ganzen Gebiet der Ostsee. Nordwärts dringt er bis zum äußersten Norden von Norwegen vor und ist sogar östlich vom Nordcap beobachtet. Bei Island ist er selten. Acipenser stenorrhyncluis Nikolski Acipenser stenorrhynchus, Nikolski, Aanuaire du Musee zool. de l'Acad. Imp. d. sei. de St. Petersbourg, I, pisces, p. 400 (1896). Dieser sibirische Stör ist erst neuerdings von Nikolski aus dem Gebiet der großen sibirischen Ströme, welche ins Eismeer gehen, speciell aus dem unteren Jenisei beschrieben worden. Eine Varietät dieser Art kommt im Baikalsee vor. Fam. Chimaeridae. Gen. Chimaera L. Chimaera monstrosa L. Chimaera monstrosa, Linne, Mus. reg. Adolphi Frider., I, 53, tab. 25 (1754). „ argentea, Ascanius, Icones rer. nat. Fase 2, p. 6, tab. 15 (1806). „ borealis, Shaw, General zoology, V, 2, 365, pl. 157 (1804). „ aretica, Hollberg, Bohusl. fisk., Fase. 2, p. 1 (1819 — 22). ,, mediterranea, Risso, Europ. merid., III, 168 (1827). „ cristata, Faber, Fische Islands, p. 45 (1829). Callorhynchns centrina + atlanticus, Gronow, Cat. fish., 15, 16 (1854). Smitt, Scand. fishes, p. 1079, pl. 46, fig. 2 u. 3 (1895). Eine im Mittelmeer, im Atlantic — südwärts bis zum Cap der guten Hoffnung — und in den japanischen Gewässern weit verbreitete Tiefenform. An der norwegischen Küste dringt sie bis Finmarken !42 E. EHRENBAUM, vor, bei Island ist sie selten. Die an der amerikanischen Küste von Cap Cod nordwärts sowie vor der portugiesischen Küste beobachtete Ch. affinis Capello (= plumbea Gill = abbreviata Gill) ist der europäischen Form sehr ähnlich und vielleicht mit derselben identisch. Fam.^Rajidae. Gen. Raja Art. Raja clavata L. Raja clavata, Linke, Fauna suecica, ed. II, 106 (1761). „ dasybatus punctatus, Hollberg, Götebgs. K. Vetensk. och Vitterhets Sambälles nya Handl., Deel 4, p. 25 (1821). „ pontica, Pallas, Zoogr. Eosso-Asiatica, III, 58 (1831). „ rubus, Nilsson, Prodr. ickthyol. Scand., p. 118 (1832). Dasybatis clavata, Bonaparte, Iconogr. fauna italica, No. 149, tav. fig. 4 (1832—41). Smitt, Scand. fishes, p. 1104, pl. 47, fig. 1 u. 2 (1895). Diese im Mittelmeer einschließlich des Schwarzen Meeres und an den westeuropäischen Küsten häufige Form ist im äußersten Norden von Norwegen nicht, wohl aber an der Murmanküste (Knipowitsch) beobachtet worden. Sonst kommt sie im arktischen Gebiet nicht vor. Raja radiata Donov. Raja clcvata, Olafsen & Povelsen, Eeise durch Island, p. 359 u. 987, tab. 49 u. 50 (1774 — 75). „ fullonica, Fabricius, Fauna groenlandica, p. 125 (1780). „ radiata, Donovak, Nat. bist. brit. fishes, V, 114 (1808). „ americana, De Kay, N. York Fauna, fishes, p. 368 (1842). Amblyraja radiata, Malm, Gotebgs. och Bonus!. Fauna, p. 607 (1877). Smitt, Scand. fishes, p. 1108, pl. 47, fig. 3 (1895). Diese specifisch nordische Form ist von Grönland schon seit Fabricius' Zeiten bekannt; in Finmarken, bei der Bären-Insel, Spitzbergen, der Murmanküste und im Weißen Meer ist sie häufig; südlich kommt sie bis zur Biscaya vor, doch ist sie schon an der französischen Nordküste selten. Auch im westlichen Teil der Ostsee fehlt sie nicht. An der amerikanischen Ostküste kommt sie vor, ist aber dort nicht gerade häufig. Auf der Olgafahrt wurden bei der Bären-Insel und auf der Westseite von Spitzbergen zahlreiche Exemplare mit der Kurre gefangen, die größte Zahl von ca. 20 Stück etwa halbwegs zwischen Bären-Insel und Südcap von Spitzbergen. Raja hyperborea Collett. Raja hyperborea, Collett, Vidensk. Selsk. Christ. Forhandl. 1878, No. 14, p. 7 (1879). Collett, Norske Nordh.-Exped., Fiske, p. 9, tab. 1, fig. 1 u. 2 (1880). Smitt, Scand. fishes, p. 1111, fig. 317 u. 318 (1895). Diese nur in wenigen Exemplaren aus dem Färöer-Kanal und von der Nordwestspitze Spitzbergens bekannte Form ist vielleicht nur als eine Varietät von R. clavata zu betrachten, von deren gewöhnlicher Form sie in Zahl und Anordnung der Stacheln sowie in der Färbung abweicht. Raja fyllae Ltk. Raja fyllae, Lütken, Nord, ichthyogr., VI, 1, tab. 1 (1887) u. VII, 32 (1891). ? „ acleyi, ? R. omata, Garman, Bull. mus. comp. zool. Harvard College, VIII, 234 (1881). Die Fische. 143 Eine in wenigen Exemplaren aus der Tiefe der Davisstraße bekannt gewordene Art (235 — 426 Faden Tiefe), welcher neuerdings (1900) auch durch Knipowitsch von der Murmanküste und durch Lönnberg von Spitzbergen (Eingang des Eisfjords auf 350 m Tiefe) erwähnt wird. Die Olga-Expedition fing ein 3 dieser Art von 465 mm Länge nordwestlich der Bären-Insel auf 400 m Tiefe mittelst Langleinen. Jtaja batis L. Baja batis, Linne, Syst. nat., ed. XII, T. I, 395 (1766). „ gaimardi, Robert in Gaimard, Voy. Isl., Groenl., poiss., tab. 2 u. 3 (1840 — 44). Batis vulgaris, Couch, Hist. fish. brit. isl., I, 87, pl. 18 (1864j. Laeviraja batis, Malm, Göteb. och Bohusl. Fauna, p. 615 (1877). Smitt, Scand. fishes, p. 1120, pl. 48 (1895). Dieser Roche erreicht eine riesenhafte Größe und ist im Atlantischen Ocean von der Biscaya-Bai bis Norwegisch Finmarken verbreitet; sein Vorkommen im Mittelmeer ist zweifelhaft; doch ist er in der westlichen Ostsee beobachtet. Bei den Färöer und Island ist er häufig. Ob er mit einer der amerikanischen Formen identifiziert werden kann, ist noch nicht festgestellt ; doch ist Baja laevis Mitchill jedenfalls ähnlich. Farn. Lamnidae. Gen. Isurus Raf. Isurns comubicus (Gmelin) Squalus comubicus, Gmelin, Car. Linne syst, nat., ed. XIII, T. I, 1497 (1788). „ nasus, Bonnaterre, Tableau Encyclop. ichthyol., 10 (1788). „ pennanti, Walbaum, Artedi pisc. gen., 517 (1792). „ monensis, Shaw, Gen. zoology, V, 350 (1804). „ selanonus, Leach, Mem. Wern. Soc, 1818, II, 65, pl. 1, fig. 2. Selanonius ivalkeri, Lamna comubica, Fleming, Hist. brit. anini., p. 168 — 69 (1828). Isurus comubicus, Gray, Catalogue fish. Brit. Mus., Pt. 1, p. 58 (1851). Smitt, Scand. fishes, p. 1138, pl. 51, fig. 1, Textfig. 329—330 (1895). Der Heringshai ist an beiden Seiten sowohl des atlantischen wie des pacifischen Oceans verbreitet. Er kommt im Mittelmeer vor und an den europäischen Westküsten mit Einschluß der Ostsee bis Finmarken und zur Murmanküste ; an der atlantischen Ostküste und der pacifischen Küste der Vereinigten Staaten sowie bei Japan ist er ebenfalls beobachtet ; sogar bei Neuseeland soll er vorkommen. Gen. Cetorhinus Blainv. Cetorhinus maximus (Gunn.) Squalus maximus, Gunner, Trondhjem Selsk. Skr., III, 33, tab. 2 (1765). „ gunner ianus -+- peregrinus -\- homianus, Blaintille, Nouv. Bull. sei. Soc. Philom., 1810, T. II, p. 169 — 171. Cetorhinus shavianus, Blainville, Nouv. Bull. sei. Soc. Philom., 1816, p. 121. Squalus isodus + rostratus, Macri, Sav. Atti d. R. Acad. Borbon. sei. Napoli, 1819, I, 55, pl. 1 u. 2. „ elephas, Lesueur, Journ. Ac. Nat. Sei. Philad., II, 363 (1821). „ rasleighanus, Couch, Trans. Linn. Soc, XIV, 91 (1825). Selache maxima, Cuvier, Regne animal, ed. I, T. II, 129 (1836 — 49). Squalus cetaceus, Gronow, Cat. fish., 6, (1854). Polyprosopus macer, Couch, Hist. brit. fish., I, 67 (1861). Acanthias blainvillei, Bocage & Capello, Plagiostom., I, 21 (1866). Selachus maximus, Storer, Fish. Massachus., 229 (1867). Cetorhinus maximus, Gervais, P. u. H., Journ. Zool., V, 319 (1876). Smitt, Scand. fishes, p. 1143, fig. 331 (1895). 144 E - EHRENBAUM, Dieser riesenhafte Hai ist hauptsächlich nordwärts einer Linie von Nordafrika bis Virginia im Mittelmeer und Atlantic verbreitet. An der norwegischen Küste kommt er bis zum Varangerfjord und darüber hinaus bis zur Murmanküste vor ; auch bei Island ist er bekannt. Dagegen werden die Angaben über sein Vorkommen bei Grönland von Lütken (Vid. Meddel. nat. Foren. Kbhvn., 1879 — 80, p. 62) ins Reich der Fabel gewiesen. Auf der amerikanischen Seite des Atlantic ist er selten. Vereinzelt soll er auch im pacifischen Gebiet von Walfängern beobachtet worden sein. Als eine specifisch arktische, wie gelegentlich behauptet worden ist, kann die Art offenbar nicht angesehen werden. Farn. Scyllidae. Gen. Pristiurus Bp. Pristiurus catulus (Gunn.) Squalus catulus, Gunnerus, Trondhj. Selsk. Skr., II, 216 (1766). Galeus melastomus, Rafinesque, Caratteri nuov. gen. d. Sicilia, p. 13 (I8IO1. Scyllium artedi, Risso, Hist. nat. Europe merid., III, 117 (1826). Squalus annulatus, Nilsson, Prodr. ickthyol. Scand., p. 114 (1832). Pristiurus melanostomus, Bonapaete, Icon. fauna d'Italia, Pasc. 7, No. 39, tav. fig. 3 (1832 — 41 j. Scyllium melastomum, Kröyee, Danmarks fiske, III, 832 (1846 — 53). „ annulatum, Nilsson, Scandin. Pauna, IV, fisk., p. 713 (1855). Pristiurus artedi, Barb. Bocage & Capello, Peixes plagiost, p. 11 (1866). „ catulus, Lilljeborg, Sver. Norg. Fauna, fisk., III, 657 (1891 1. Smitt, Scand. fishes, p. 1149, pl. 51, fig. 2 u Textfig. 334 (1895). Dieser Hai ist im Mittelmeer und an den atlantischen Küsten von Europa bis Tromsö und wahr- scheinlich bis zur Murmanküste verbreitet, meist in Tiefen von 100 — 500 Faden. Farn. Spinacidae. Gen. Squaltis Art. Squalus acanthias L. Squalus acanthias, Linne, Syst. nat., ed. X, T. I, 233 (1758). „ femandinus, Molina, Saggio s. storia naturale del Chili, p. 229 (1782). Acanthorhinus acanthias, Blainyille, Bull, seien. Soc. Philom., 1816, p. 121. Acanthias vulgaris, Risso, Eur. merid., III, 131 (1826). „ americanus, Storer, Mem. Am. Acad. Arts and Sei., II, 506 (1846). Spinax acanthias, Cuviek, Regne animal., ed. I, T. II, 130 (1836 — 49). „ femandinus, Guichenot, in Gay, Chile zool., T. II, 365 (1844—54). ? „ (Acanthias) suchlii, Girard, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad., 1854, p. 196. ? Squalus sucklii, Gill, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad., 1862, p. 499. Acanthias linnei, Malm, Göteb. och Bohusl. Fauna, p. 624 (18771. Smitt, Scand. fishes, p. 1158, pl. 52, fig. 1 u. 2 (1895). Das Verbreitungsgebiet des gewöhnlichen Dornhais ist ein ungemein großes und scheint nahezu den ganzen Erdball zu umfassen. Es gehören dazu nicht nur die atlantischen Küsten von Afrika und Europa, vom Cap der guten Hoffnung bis Island, Norwegen und zur Murmanküste, sowie von Amerika bis Grönland (cf. Lütken, Nord, ichthyogr., VI, 4, 1887), sondern auch die Maskarenen im Indischen Ocean, die Küste von Australien (Richardson, Günther) und im pacifischen Gebiet Chile, Japan und das Beringsmeer. Bei der Berings-Insel wurde der Dornhai von der Vega erbeutet. Es ist daher kaum zu bezweifeln, daß der nordpaeifische S. svehlii der amerikanischen Autoren mit S acanthias identisch ist. Die Fische. I45 Gen. Etmopterus Raf. Etmopterus spinax (L.) Squahis spinax, Linne, Syst. nat, ed. X, T. I, 233 (1758). Etmopterus aculeatus, Rafinesque, Caratteri d. alc. nuov. geaeri d. animali d. Sicilia, p. 14, tab. 13, fig. 3 (1810). Spinax niger, Cloquet, Dict. sei. nat., T. I (suppl.), 93 (1822). Acanthias spinax, Risso, Europe merid., T. III, 132 (1826). Spinax gunneri, Reinhardt, K. D. Vid. Selsk. Afhandl., III, p. XVI (1828). linnci, Malm, Göteb. och Bohusl. Fauna, p. 626 - 1877). Smitt, Scand. rishes, p. 1163, pl. 51, fig. 3 u. 340—347 (1895). Dieser kleine Tiefseehai ist aus dem Mittelmeer seit langer Zeit bekannt; auch in der Biscaya-Bai kommt er vor, scheint dagegen vor der portugiesischen Küste sowie in der Nordsee und an den britischen Küsten zu fehlen. Vor den norwegischen Küsten ist er nordwärts bis zum Trondhjemfjord wohlbekannt, darüber hinaus nordwärts erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet bis zum 70 ° n. Br. Wenn diese Art mit Acanthidium pusittum Lowe (= Spinax pusillus Günther = Spinax hittianus Pocy) identisch ist, so ist sie auch bei den Cap-Verdischen Inseln und bei Madeira, sowie bei den Bermudas, Cuba und den kleinen Antillen vertreten. Gen. Centroscyllium Müller & Henle. Centroscyllium fabricii (Rhdt.) Spinax fabricii, Reinhardt, Dansk. Vid. Selsk. Förb., 1828, III, p. XVI. Centroscyllium fabricii, Günthek, Cat. fish., VIII. 425 (1870). Müller & Henle, Plagiostonien, p. 191 (1838). Goode & Bean, Oceanic iebthyol., p. 11, fig. 7 1896). Diese zuerst von den grönländischen Küsten beschriebene kleine Haifischart ist später auch einige Male vor der amerikanischen Küste (Massachusetts und Neuschottland) gefunden worden. Die Angabe von Vaillant (Talisman et Travailleur), wonach sie auch vor der afrikanischen Küste vorkommen soll, wird als zweifelhaft angesehen. Fam. Scymnidae. Gen. Acanthorhinus BLATNV. Acanthorhinus careharias (Gunn.) Squalus careharias, Gunnerus, Trondhj. Selsk. Skr., II, 300, tab. 10 u. 11 (1763). „ microcephalus, Bloch & Schneider, Syst, iebthyol., p. 135 (1801). Acanthorhinus uorivegianus, A. microcephalus, Blainville, Bull. sei. Soc. Pbilom., 181G, p. 121. Somniosus brevipinna, Lesueur, Journ. Acad. Nat. Sei. Philad., I, 222 (1818). Squalus borealis, Scoresby, Acc. aret. reg., I, 538, tab. 15 (1820). Scymnus borealis, Fleming, Hist. british animals, p. 166 (1828). Squalus norwegianus, Blainville, Faune franeaise, p. 61 (1828). „ glacialis, Faber, Fische Islands, p. 23 (1829 . Scymnus micropterus, Valenc, Nouv. Ann. Mus. Hist. nat., T. I, 454, tab. 20 (1832). Squalus (Scymnus) gunneri, Riciiardson, Fauna bor.-americ, Pt. III, 313 (1836). Laemargus borealis, Müller & Henle, Plagiostornen, p. 93 (1841 1. Scymmis microcep>halus, Kröyer, Danmarks fiske, III, 914 (1846 — 53 1. Leiodon echinatum, Wood, Proceed. Boston Soc. Nat. Hist., II, 174 (1847). Fauna Arctica, Bd. IL '9 I46 E. EHRENBAUM, Scymnus brevipinna, Stoeee, Mein. Americ. Acad. Arts and Sei., N. S. IX, 235, tab. 38 (1867). Laemctrgus brevipinna, Dümebil, Hist. nat. poiss., I, 456 (1865 — 70). „ microeephalus, Winther, Nat. Tidsk., 3. E. XII, 59 (1879—80). Somniosus microeephalus, Lütken, Vid. Meddel. nat. Foren. Kbhvn., 1879/80, p. 56. Snitt, Scand. fishes, p. 1167, pl. 52, fig. 3 (1895). • Der Eishai ist einer der größten arktischen Haie und bildet seit langer Zeit den Gegenstand eines wichtigen Fischereibetriebes. Die Fischerei auf Eishai wird in Norwegen, Spitzbergen, Island und Grönland betrieben. Außerdem kommt dieser Hai an der Murmanküste und im Weißen Meer vor, geht an den west- europäischen Küsten südwärts bis Bohuslän und zum englischen Kanal und ist namentlich in der Nordsee kein seltener Gast ; an der ostamerikanischen Küste ist er südwärts bis Cap Cod beobachtet ; auch im Nord- paciiic und im nordamerikanischen Eismeer kommt er vor. Auf der Olgafahrt wurden mehrmals Eishaie erbeutet. Ein kleiner von 90 Pfund Gewicht wurde mit der Handangel in der Magdalenen-Bucht, 2 weitere an Langleinen nordwestlich der Bären-Insel ge- fangen. Auch unter den Kurrenfängen fanden sich 2 mal vereinzelte Exemplare vor. Farn. Chlamydoselachidae. Gen. Chlamydoselachus Garman Chlamydoselachus anguinews Garman Chlamydoselachus anguineus, Garman, Bull. Essex Instit., XVI, 3 (1884). Chlamydoselache anguinea, Günthee, Challenger Report, XXII, pl. 64 u. 65 (1887). Goode & Bean, Oceanic ichthyol., p. 22, flg. 22 (1896). Coli.ett, Festskrift t. H. Maj. Ivong Oskar II. ved Reg. jub. fra d. Sgl. Norske Fredr. Univers. Christiania (1897). Diese interessante Form, „der älteste aller lebenden Wirbeltiertypen", wurde ursprünglich nach einem Individuum beschrieben, welches angeblich von Japan stammte. Günther erhielt dann 3 Stück bis fast zu 5 Fuß Länge von Yeddo. Neuerdings hat der Fürst von Monaco i Exemplar bei Madeira erbeutet, und Collett das Vorkommen dieser Art auch für den äußersten Nordosten von Norwegen — Varangerfjord — konstatiert, woselbst ein 191 cm langes Exemplar in Kohlfischnetzen auf 100—150 Faden Tiefe ge- fangen wurde. Farn. Petromyzontidae. Gen. Petromyzon Art. JPetromyison marinus L. Petromyzon marinus, Linne, Syst. nat., ed. X, T. I, 230 (1758). „ americanus •+- nigricans, Ammocoetes bicolor, Lesueur, Trans. Americ. Phil. Soc, I, 383 — 386 (1818). „ lampetra, Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat., III, 66 (1831). „ appendix, Ammocoetes unicolor, De Kay, New York Fauna, fishes, p. 381 — 383, tab. 64 u. 79 (1842). „ maculosus, Gronov., Cat. fish., ed. Gray, p. 2 (1854). Lampetra marinus, Malm, Götebgs. Vet. Vitt. Sarah. Handl., Ny Tidsf. H. VIII, 87 (1863). Lampreta marinus, Malmgeen, Finlands fiskfauna, p. 75 (1863). Smitt, Scand. fishes, p. 1183, pl. 53, fig. 1 (1895). Das Meerneunauge bewohnt alle europäischen Meere, vielleicht auch den Kaspisee, wenn nicht Kessler's P. wagneri eine besondere Art darstellt. Das von Pallas angegebene Vorkommen im Ochotskischen Die Fische. j^y Meer kann als zweifelhaft angesehen werden; dagegen ist die Art in Westafrika und an der Ostküste Amerikas von der Chesapeake-Bay nordwärts wohlbekannt. Während sie in Grönland nicht konstatiert ist, ist sie bei Island, den Färber und im Norden Norwegens bis zum Varangerfjord beobachtet. In der Ostsee dringt sie ostwärts bis Südfinland vor. Petromyzon fluviatilis L. Petromyzon fluviatilis, Linke, Syst. nat., ed. X, T. I, 230 (1758). „ argenteus, Bloch, Ausländ. Fische, Teil IX, 74, tab. 415 (1795). „ pricka, Lacepede, Hist. nat. poiss., I, 18 (1798 — 1803). „ omalii. Van Beneden, Bull. Acad. Soc. beige, Ser. 2, T. II, 549 (1857). Lampetra fluviatilis, Yaruell, Hist. brit. fish., 3 ed. I, 28 (1859). ? Petromyzon plumbeus, Ayres, Proc. Calif. Acad. Nat. Sei., 1854. p. 27 (= P. ayresii Günther = Ammocoetes eibarius Girard). ? Petromyzon borealis, (tirard, Pac. R. R, Survey, 377 (1858) [== Ammocoetes aureus Bean?]. Smitt, Scand. fishes, p. 1188, pl. 53, flg. 2—4 (1895). Das Flußneunauge ist über ganz Europa, Nordasien und Japan und die nördlichen Teile von Nord- amerika nebst Grönland verbreitet. Die Jugendformen wurden im Jenisei gefangen, und Günther hat den von Martens beschriebenen P. japonicus für identisch mit unserer Form erklärt. Die westamerikanischen Formen P. plumbeus und P. aureus haben wahrscheinlich auch nicht mehr Anspruch, als selbständige Arten behandelt zu werden, sondern entsprechen den beiden auch sonst unterscheidbaren Varietäten, der Forma major, welche regelmäßig aus den Flüssen in das Salzwasser- oder Brackwasser-Gebiet übertritt, und der Forma minor, welche in Bächen und kleinen Ansammlungen von Süßwasser stationär ist. Aus dem nörd- lichsten Gebiet von Europa wird das Flußneunauge speciell auch für den Varangerfjord und das Weiße Meer angegeben. Farn. Myxinidae. Gen. Jlyjcine L. Myxine glutinosa L. Myxine glutinosa, Linke, Mus. Ad. Frider., I, 91, tab. 8, fig. 4 (1754). Gastrobranchus coecus, Bloch, Ausländ. Fische, Teil IX, 67, tab. 413 (1795). Myxine limosa, Gibard, Proc. Acad. Nat, Sei. Philad., 1858, p. 223. Smitt, Scand. fishes, p. 1208, pl. 53, fig. 5 (1895). Goode & Bean, Oceanic ichthyol., p. 2, fig. 1 (1896). Der Inger ist auf beiden Seiten des Atlantischen Oceans verbreitet, auf der amerikanischen Seite von Cap Cod bis Grönland, auf der europäischen Seite vom Sund und englischen Kanal nordwärts bis Finmarken und zur Murmanküste. In der nachfolgenden tabellarischen Uebersicht über die Verbreitung der arktischen Fische ist nur ein Teil der im Vorstehenden behandelten Arten berücksichtigt worden , nämlich vorzugsweise solche Formen, die auf mehreren der hier unterschiedenen Meeresgebiete beobachtet wurden. 19* 14S E. EHRENBAUM, 1) J3 | .3 g E tri - 1 "^ o — o 2 T3 G C O o o d u ü b£ es V- ta XI 73 o. Z «, 1) JS "o-i 3 w .■2 w a a, 13 O Perca Jhuiatilis L ■ . jäcerwa cerntia (L.) Scomber seombrus L Oreynus thynnus L X/p/iias (/lad ins L Lampris pelagims (GuNN.) Lophius piscatorius L Scorpaena daciyloptera Delae Sebastes marinus (L.) Centridermichthys nncinatus (Rhdt.) . . . . „ hamatus (Kröyer) .... Triglops pingeli Rhdt Cottus scorpius L „ bubalis EUPHR „ scorpioides O. FABR „ platycepkalus Pall „ axillaris GlLL „ quadricornis L Gymnocanthus ventralis (C. & V.) „ pistilliger (Pall.) Cottunculus microps Coll „ torvus Goode Trigla gurnardus L Agonns decagomts SCHNEID „ eataphracins L Aspidophoroides monopterygius (Bloch) . . . „ olrihi Ltk Chirolophis galerita (L.) Pliolis gunncllus (L.) „ fasciatus (Bl. & Schn.) Lumpenus lampretiformis (Walb.) „ maculatus (Fries) „ mediics Rhdt „ fabrien (C. & V.) „ punctatus (O. Fabr.) Anarrhiehas lapits L „ minor Olafsen „ latifrons Steenstrup Cyelopterus lumpus L Euinicrotremiis spinosus (MÜLL.) Cyelogaster montagui Donov „ liparis L „ gelatinosus (Pall.) Paraliparis bathybii COLLETT Trachypterus arcticus (Brunn.) Regalecus glesne Asc Eamphistoma belone (L.) Scombresox saurns (Walb.) Plearonectes eynoglossus L „ microeephalus Donov „ limanda L „ platessa L „ flesus L „ glacialis Pallas s. s. = franldini „ „ „ v. cicatricosus Hippoglossus vulgaris Flem Platysomatichthys hippoglossoides (Walb.) . . Drepanopsetla platessoides (O. Fabr.) .... Qadus acglc/inus L n rctUarias L „ ogac Rich „ navaga Koelreuter „ saida Lepechin „ merlangus L virens L + + + + + + + + + + + + + + + + + + + ? + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + ? + + + + + + + + + + + + ? + H + H + H + H + H + H + H + + + - + + + + - \- t- h + r + r + + h + r + h + ? + + + + + + + + + h + h + h + h + h + + ? + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + 4- + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + ? + + ? + + + ? + + + ? + + + + ? + + + + + + + + + + + + Die Fische. 149 Mol na molva L Lola vulgaris Jen Onos septentriohalis Collett „ reinhardti (Kröyer) „ ensis (Rhdt.) Haloporphyrus eques Gthr Antimora viola GüODE & BEAN Brosmius brosme (Asc.) Ammodytes tobianus L . . Mavrurus fabricii Su.ND „ rupeslris (Gunn.) Trachyrhynekus murrayi Gthr Bhodichthys regina Collett Byihites fuscus Rhdt Enchelyopus viviparus (L.) Uronectes parri Ross Qymnelis viridis O. Fabr Ly eodes frigidus Collett „ pallidus Collett „ reticulatus Rhdt., incl. seminudus, lütkeni polaris und mucosus „ eahli Rhdt., incl. esmarki Coll. und gracilis Sars „ sarsi Coll . „ muraena Collett Oasterosteus aculeatus L „ p/t iif/ it ins L Saltno umbla var. alpinus L „ solar Sund. var. nobilis Smitt „ „ „ var. trutta Flem Osmerus eperlanus L. var. dvinensis Smitt . . . „ acuter STEINDACHNER Mallotus villosus O. F. Müll Stenodus nelma (Pall.) Coregonus albula L „ lararetus L Argentina silits (ASC."> Maurolicus pennanti ( Walb.J Myetophum elongatum Costa „ glaciale Rhdt Stomias ferox Rhdt Cyelothone microdon (GTHR.) Alepisaurus ferox Lowe Paralepis borealis Rhdt „ kröyeri Ltk Notacanthus nasns Bloch Macdonaldia rostrata (Collett) Clupea harengus L Anguilla vulgaris TURT Acipenser sturio L Cliiuiaera monströse L Raja clavata L „ radiata DONOV „ hyperborea Collett „ fyllae Ltk „ batis L hurus comubicus (G.mel.) Cetor/iiuus maximus (Gunn.; Pristiurus catulus (Gunn.) Squalus aeantiiias L Ccntroscyllium fabricii (Rhdt.) Acanthorhinus carcharias (GUNN.) Chlamydoselachus anguineus Garman Petromyxon marinns L „ fluviatilis L Myxine glutinosa L ja V V 'C a. o « E Z 'S ^ ■- + ? + + + + + + + yj # T) O B K< ? + + + + + + + + + + + + + ? + + + + + + + ? + p + + + + + + + + T3 C C o o a V a hfl CS >-. es -Q ■g.1 2* 13 4-J O O. 3 z w w + ? + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + ? + + + + + 3 + + + + + + + + + > + + + + + + + + + H h + H + + -\ • - + H r + H + ? + + + H + + + + ) ? + + > + H + + ) + + + + + + + + H + + + > + + ) + + + + + + - + + + + + + + + + + - r + + + + ? + + + + + ? + + - + + + - - - • + + + + + + + + + + ? + + + + H + + + + + + + + + + + CO H 3 u u 0) u 1) s s CO 73 OJ J3 C( CJ u ^ + + ca. T3 1-1 o Z + + + + + + + + + + + + + ? + ? + + + + + + ? 5 ie E. EHRENBAUM, Litteratur -Verzeichnis. 1) Agassiz, L., Fishes, w. 5 pl. 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Acanthorhinus acanthias 144. „ carcharias 145. „ microcephalus 145- „ norwegianus 145. Acerina cernua 72. „ vulgaris 72. Acipenser brevirostris 141. „ hospitus 141. „ huso 141. „ latirostris 141. „ lichtensteinii 141. „ oxyrhynchus 141. „ stenorrhynchus 141. „ sturio 141. „ sturioides 141. „ thompsonii 141. acleyi, Raja 142. aculeatus, Clinus Q2. „ Etmopterus 145. ,. Gasterosteus 125. 126. 127. „ Leptoclinus 92. ,, Lumpenus 92. „ Rhombus 104. „ Stichaeus 92. aculeatus -cataphractus, Gaste- rosteus 126. acus, Belone 102. „ Siphonostoma 127. „ Syngnathus 127. acuta, Perca 72. acutirostris, Anguilla 139. Aeglefinus linnei 108. aeglerinus, Gadus 108. 110. ., Melanogrammus 108. „ Morrhua 108. aesculapius, Alepisaurus 136. affinis, Chimaera 142. „ Synaphobranchus 139. agassizii, Alepocephalus 139. „ Liparis 98. 99. agilis, Gadus 110. Agonus cataphractus 89. ,, decagonus 88. ,, spinosissimus 88. alascanus, Ammodytes 116. alba, Clupea 138. „ Rogenia 138. albula, Argyrosomus 131. „ Coregonus 131. „ Salmo 131. albus, Coregonus 132. „ Merlangus 112. Alepidosaurus ferox 136. Alepisaurus aesculapius 136. „ azureus 136. „ ferox 136. Alepocephalus agassizii 139. algeriensis, Gasterosteus 126. alpinus, Salmo 127. 128. „ Salvelinus 127. alpinus alipes, Salmo 128. alpinus arcturus, Salmo 128. alpinus aureolus, Salmo 128. alpinus stagnalis, Salmo 128. Amblyraja radiata 142. amencana, Morrhua 108. ,, Perca 72. Raja 142. „ Scorpaena 87. americanus, Acanthias 144. „ Ammodytes 115. „ Brosmius 115. „ Hemitripterus 87. „ Hippoglossus 105. ., Lophius 75. ,, Petromyzon 146. amethvstino-punctatus, Mauroli- cus 134. Ammocoetes aureus 147. „ bicolor 146. ,, cibarius 147. „ unicolor 146. Ammodytes alascanus 116. ., americanus 115. „ dubius 115. „ lancea 115. „ lanceolatus 116. ,, personatus 116. ,, tobianus 115. 116. „ vittatus 115. ampullaceus, Saccopharynx 140. „ Ophiognathus 140. Anarrhichas denticulatus 96. eggerti 95. „ karrak 95. „ latifrons 96. „ leopardus 95. lupus 95. „ maculatus 95. „ minor 95. „ pantherinus 95. „ strigosus 95. „ vomerinus 95. andreae, Rhinoscopelus 135. „ Scopelus 135. anglorum, Lumpus 96. Anguilla acutirostris 139. „ aterrima 139. „ blephura 139. „ chrysypa 139. „ eurystoma 139. ,, fluviatilis 139. „ japonica 139. „ kieneri 124. „ laticauda 139. „ linnei 139. „ lutea 139. „ mediorostris 139. „ migratoria 139. „ tenuirostris 139. „ vulgaris 139. „ xanthomelas 139. anguilla, Muraena 139. „ Ophichthys 139. anguillaris, Blennius 94. „ Enchelyopus 118. „ Gunnellus 94. „ Lumpenus 94. „ Stichaeus 94. anguinea, Chlamydoselache 146. anguineus, Chlamydoselachus 146. angustidens, Macrostoma 134. Anisarchus medius 93. annulatum, Scyllium 144. annulatus, Squalus 144. Antennarius histrio 75. „ marmoratus 75. Antimora viola 115. Aphanopus minor 73. appendix, Petromyzon 146. arctica, Liparis 98. „ Chimaera 141. arcticum, Benthosema 135. „ Myctophum 135. arcticus, Chironectes 75. „ Gymnetrus 101. „ Gymnogaster 101. „ Mallotus 130. „ Osmerus 130. „ Salmo 130. „ Scopelus 135. „ Trachypterus 101. Arctozenus borealis 137. arenosus, Gadus 108. argentata, Ciliata 114. „ Couchia 114. „ Motella 114. argentatus, Gadus 112. „ Gaidropsarus 114. „ Merluccius 112. argentatissimus, Gasterosteus 126. argentea. Chimaera 141. „ Muraena 139. argenteola, Couchia 114. „ Motella 114. argenteus, Fario 129. „ Petromyzon 147. Argentina pennanti 133. silus 133. ,, syrtensium 133. Argyropelecus durvillii 133. ,, olfersii 133. argyropomus, Gasterosteus 125. Argyrosomus albula 131. „ laurettae 133. „ lucidus 132. armatus, Aspidophorus 89. Artediellus atlanticus 78. „ pacificus 78. „ uncinatus 78. 100 E. EHRENBAUM, artedi, Pristiurus 144. „ Scyllium 144. ascanii, Blenniops 90. „ Blennius 90. „ Carelophus 90. „ Gymnetrus 102. Silus 133. asper, Macrurus 117. Aspidophoroides bartoni 89. „ groenlandicus 89. „ güntheri 90. ,, monoptery- gius 89. „ olrikii 90. „ tranquebar89- Aspidophorus armatus 89. „ cataphractus 89. „ decagonus 88. „ europaeus 89. „ malarmoides 88. ,, spinosissimus 88. Asternopteryx gunelliformis 91. aterrima, Anguilla 139. Atherina mordax 129. atlanticus, Artediellus 78. „ Callorhynchus 141. ,, Neoliparis 98. auratus, Gadus 108. aureolus, Salvelinus 128. aureus, Ammocoetes 147. „ Petromyzon 147. ausonii, Salar 129. australis, Maurolicus 134. autumnalis, Salmo 132. axillaris, Boreocottus 83. „ Cottus 83. „ Myoxocephalus 83. ayresii, Petromyzon 147. azureus, Alepisaurus 136. bailloni, Gasterosteus 126. bairdii, Gastrostomus 141. banksii, Gymnetrus 102. „ Regalecus 102. barbata, Pallasina 89. barbatus, Gadus 108. 109. „ Liparis 98. „ Lophius 75. „ Siphagonus 89. bartoni, Aspidophoroides ! bathybii, Liparis 101. „ Paraliparis 101. bathybius, Paraliparis 101. Batis vulgaris 143. batis, Laeviraja 143. „ Raja 143. beani, Triglops 80. beanii, Serrivomer 140. bellone, Esox 102. Belone acus 102. „ linnei 102. „ rostrata 102. „ vulgaris 102. belone, Ramphistoma 102. Benthosema mülleri 135. Benthosema arcticum 135. berglax, Macrourus 116. biaculeatus , Gasteracanthus 125. „ Gasterosteus 125. bicolor, Ammocoetes 146. „ Grammiconotus 102. bicornis, Centridermichthys 79. „ Cottus 79. ,, Icelus 79. bilinearis, Merlucius 112. bimaculatus, Sayris 102. bispinosus, Gasterosteus 125. 126. blainvillei, Acanthias 143. blanchardi, Gasterostea 126. Blenniops ascanii 90. „ galerita 90. Blennius anguillaris 94. „ ascanii 90 „ brosme 90. „ europaeus 91. „ galerita 90. „ gracilis 92. „ gunnellus 91. „ lampetraeformis 92. „ lampretaeformis 92. ,, lumpenus 92. 94. 118. „ muraenoides 91. „ palmicornis 90. „ polaris 121. „ polyacanthocephalus 90. „ punctatus 94. „ serpentinus 92. „ taenia 91. „ torsk 115. „ viviparus 118. „ yarellii 90. blephura, Anguilla 139. blochii, Trigla 87. boa, Stomias 135. Bodianus flavescens 72. bogdanowii, Pleuronectes 104. bogmarus, Trachypterus 101. borealis, Arctozenus 137. Chimaera 141. Laemargus 145. Maurolicus 134. Paralepis 137. Petromyzon 147 Pleuronectes 104. Scopelus 134. Scymnus 145. Squalus 145. Sudis 137. Boreocottus axillaris 83. Boreogadus fabricii 110. „ polaris 1 10. „ poutassou 112. „ saida 110. bostoniensis, Muraena 139. Bothus maximus 107. brachochir, Myctophum 134. brachycentrus , Gasterosterus 125. Brachyopsis decagonus 88. brachypoma, Salmo 129. brachypterus, Thynnus 73. Brama longipinnis 73. „ princeps 73. Raii 73. „ Raschii 73 brama, Pterycombus 73. breviceps, Gasterosteus 126. brevipinna, Laemargus 146. „ Somniosus 145. „ Scymnus 146. brevirostris, Acipenser 141. brevis, Coregonus 131. Brosme brosme 115. brosme, Blennius 90. „ Brosme 115. „ Brosmius 115. „ Centronotus 90. „ Enchelyopus 115. „ Gadus 115. brosmiana, Lota 113. Brosmius americanus 115. „ brosme 115. „ flavescens 115. „ vulgaris II 5. bryoporus, Spratelloides 138. bubalis, Cottus 81. burgundianus, Gasterosteus 126. byrkelange, Gadus 112. „ Lota 112. „ Molva 112. Bythites fuscus 118. caerulea, Clupea 138. callarias, Gadus 108. callaris, Salmo 128. Callorhynchus atlanticus 141. „ centrina 141. cambricus, Salmo 127. 128. camperii, Scombresox 102. Campylodon fabricii 137. Canthirhyncus monopterygius 89. carbonarius, Gadus in. „ Merlangus III. „ Pollachius in. „ Salmo 127. carcharias, Acanthorhinus 145. „ Squalus 145. cardina, Pleuronectes 107. ,, Rhombus 107. Carelophus ascanii 90. ,, strömii 90. Careproctus gelatinosus 100. „ reinhardti 100. carpio, Salmo 129. Cataphractus schoneveldii 89. cataphractus, Agonus 89. „ Aspidophorus 89. „ Cottus 88. „ Gasteracanthus 126. catulus, Pristiurus 144. „ Squalus 144. caudacuta, Motella 113. „ Rhinonemus 113. caudospinosus, Scopelus 134. cavifrons, Hemitripterus 87. cenorhynchus, Coregonus 131. Centridermichthys bicornis 79. „ hamatus 79. „ pacificus 79. „ uncinatus 78. centrina, Callorhynchus 141. Centroblennius nebulosus 92. ,, nubilus 94. Centronotus brosme 90. „ fasciatus 91. „ gunelliformis 91. ,, gunnellus 91. „ islandicus 92. „ lumpenus 92. Centropomus lupus 72. „ luteus 72. Centroscyllium fabricii 145. cephaloides, Cottus 85. Cepolophis viridis 119. Ceratias holbölli 76. cernua, Acerina 72. „ Perca 72. cetaceus, Squalus 143. Cetorhinus maximus 143. ,, shavianus 143. Chalinura simula 1 17. chemnitzii, Notacanthus 137. Chimaera abbreviata 142. ,, affinis 142. „ arctica 141 „ argentea 141. „ ' borealis 141. „ cristata 141. „ mediterranea 141. ,, monstrosa 14 1. „ plumbea 142. Chirolophis galerita 90. „ palmicornis 90. Chironectes arcticus 75. „ laevigatus 75. „ marmoratus 75. „ nesogallicus 75. „ pictus 75. „ tumidus 75. Chlamydoselache anguinea 146. Chlamydoselachus anguineus 146. chordatus, Saccopharynx 140. chrj'sypa, Anguilla 139. cibarius, Ammocoetes 147. cicatricosus, Pleuronectes 105. Ciliata argentata 1 14. „ glauca 114. cimbria, Motella 113. cimbrica, Motella 113. cimbricus, Enchelyopus 113. cimbrius, Gadus 113. „ Onos 113. „ Rhinonemus 113. Citharus platessoides 106. clavata, Dasybatis 142. „ Raja 142. Clinus aculeatus 92. gracilis 92. lumpenus 94. maculatus 92. medius 93. mohrii 92. nebulosus 92. Die Fische. 161 Clinus praecisus 95. „ punctatus 94. ,, unimaculatus 95. Clupea alba 137. „ caerulea 137. „ elongata 137. „ esca 137. halec 137. „ harengus 137. „ latulus 137. „ leachi 137. „ membras 137. „ minima 137. „ mirabilis 137. „ pallasi 137. „ villosa 130. „ vittata 137. clupeiformis, Coregonus 132. clupeoides, Coregonus 130. 131. coccineus, Lycodes 122. coccoi, Rhinoscopelus 135. coecus, Gastrobranchus 147. coeruleus, Cyclopterus 96. colinus, Gadus in. communis, Liparis 98. „ Merlangus in. compressa, Lota 113. compressus, Gadus 1 13. concinnus, Gasterosteus 126. conorhynchus, Coregonus 131. corax, Trigla 88. Coregonus albula 131. „ albus 132. „ brevis 131. „ clupeiformis 132. „ clupeoides 130. 131. „ conorhynchus 131. „ cyprinoides 132. „ gracilis 131. „ humilis 131. „ kennicotti 131. „ lapponicus 131. ,, latior 132. „ laurettae 133. „ lavaretus 131. 132. lloydi 131. ,, lucidus 132. „ lucius 131. ,, maraena 131. „ maxillaris 131. „ megalops 131. „ merki 131. „ microps 131. „ microstomus 131. „ muksun 131. „ nasutus 132. „ nelsoni 132. „ nilssoni 131. „ omul 132. „ ox}-rhynchusl3l.l32. „ palea 131. „ polcur 131. „ quadrilateralis 131. „ reisingeri 131. „ richardsonii 131. „ sapidissimus 132. „ sikus 131. silus 133. „ syrok 132. Fauna Arctica, Bd. II. Coregonus tugun 132. „ vandesius 131. „ videgreni 131. „ vimba 131. ,, willughbii 131. coretta, Thynnus 74. cornubica, Lamna 143. cornubicus, Isurus 143. „ Squalus 143. coronatus, Cyclopterus 96. Corynolophus reinhardti 76. Coryphaena rupestris 116. Coryphaenoides norvegicus 116. „ rupestris 116. Cottunculus inermis 87. „ microps 86. „ thompsoni 87. „ torvus 87. Cottus acadianus 87. „ axillaris 83. „ bicornis 79. „ bubalis 83. ., cataphractus 88. „ cephaloides 85. „ fabricii 84. „ glacialis 81. „ gobio 84. „ groenlandicus 81. ,, hexacornis 83. „ hispidus 87. „ humilis 82. „ jaok 82. ,, indicus 89. „ labradoricus 84. „ laticeps 83. „ mitchilli 81. „ monopterygius 89. ,, pachvpus 83. „ pistilliger 84. „ platycephalus 83. „ polyacanthocephalus 82. „ porosus 81. „ quadricornis 83. ,, scorpioides 83. „ scorpius 81. „ taeniopterus 82. ,, thompsoni 87. „ tricuspis 84. „ tripterygius 87. ,, uncinatus 78. „ ventralis 84. Couchia argentata 114. „ argenteola 114. ,, edwardsi 113. „ glauca 114. cristata, Chimaera 141. Ctenodon maculatus 92. cuculus, Trigla 87. curilus, Salmo 128. Cyclogaster fabricii 98. 99. „ gelatinosus 100. ,, herschelinus 101. „ liparis f. megalops 98. 99. „ liparis f. microps 98. 99. „ montagui 97. cyclogaster, Liparis 98. Cyclopterus coeruleus 96. Cyclopterus coronatus 96. „ gelatinosus 100. „ gobius 97. „ lineatus 98. „ liparis 98. „ liparoides 97. „ lumpus 96. „ minutus 96. „ montagui 97. „ musculus 98. „ orbis 97. „ pavoninus 96. „ pyramidatus 96. „ spinosus 97. Cyclothone lusca 136. „ megalops 136. „ microdon 136. Cynoglossa microcephala 103. cynoglossus, Pleuronectes 103. 106. „ Platessa 103. „ Glyptocephalus 103. cyprinoides, Coregonus 132. „ Salmo 132. D. dactyloptera, Scorpaena 76. dactylopterus, Helicolenus 76. „ Sebastes 76. „ Sebastoplus 76. Dasybatis clavata 142. dasybatus punctatus, Raja 142. decagonus, Agonus 88. „ Aspidophorus 88. „ Brachyopsis 88. „ Leptagonus 88. „ Podothecus 88. dekayi, Gasterosteus 126. dentata, Platessa 106. „ Pomatopsetta 106. dentatus, Hippoglossoides 106. dentex, Osmerus 129, 130. denticulatus, Anarrhichas 96. dimidiatus, Gasterosteus 126. Diodon mola 125. dipterygia, Molua 112. dipterygius, Gadus 112. Drepanopsetta platessoides 106. ., limandoides 107. dubius, Ammodytes 1 15. durvillii, Argyropelecus 133. dvinensis, Osmerus 129. „ Platessa 105. „ Pleuronectes 105. echinatum, Leiodon 145. eckströmi, Gobius 96. „ Liparis 97. 98. edwardsi, Couchia 113. eggerti, Anarrhichas 95. Elaphocottus pistilliger 85. elegans, Gasterosteus 126. Eleginus navaga 109. elephas, Squalus 143. elongata, Clupea 138. „ Lota 112. „ Platessa 103. elongatum, Myctophum 134. elongatus, Glyptocephalus 103. „ Pleuronectes 103. „ Scopelus 134. Enchelj'opus anguillaris 118. „ brosme 115. „ cimbricus 113. „ viviparus 118. ensis, Onos 114. „ Motella 114. „ Gaidropsarus 114. Eperlanus vulgaris 129. eperlanus, Osmerus 129. „ Salmo 129. eperlanus var. dvinensis, Os- merus 129. eques, Haloporphyrus 114. „ Lepidion 114. equirostrum, Scombresox 102. eriox, Salmo 129. erythraeus, Salmo 127. erythrorhynchus, Salmo 128. esca, Clupea 138. eschrichti, Oneirodes 76. esculentus, Merlucius 112. esmarki, Lycodes 123. Esox bellone 102. „ saurus 102. Etmopterus aculeatus 145. „ spinax 145. Eucalia inconstans 127. Euchalarodus putnami 105. Eumesogrammus praecisus 95. Eumicrotremus orbis 97. ., spinosus 97. europaeus, Aspidophorus 89. „ Blennius 91. eurypterus, Lophius 75. eurystoma, Anguilla 139. euxinus, Gadus 110. m. fabricii, Boreogadus 110. „ Campylodon 137. „ Centroscyllium 145. „ Cottus 84. „ Cyclogaster 98. 99. „ Gadus 110. „ Gunnellus 94. „ Liparis 98 „ Lumpenus 94. ,, Macrourus 116. „ Macrurus 116. „ Spinax 145. Fario argenteus 129. ,, levenensis 129. fario, Salmo 129. „ Trutta 129. fasciatus, Centronotus 91. ,, Gunnellus 91. ,, Muraenoides 91. „ Orthagoriscus 125. „ Pholis9i. fernandianus, Spinax 144. 21 IÖ2 E. EHRENBAUM, fernandianus, Squalus 144. ferox, Alepidosaurus 136. Alepisaurus 136. Plagyodus 136. Salar 129. Salmo 129. Stomias 135. fimbriatus, Zoarces 118. flagellum, Saccopharvnx 140. flavescens, Bodianus 72. „ Brosmius II 5. „ Morone 72. „ Perca 72. Flesus vulgaris 104. flesus, Platessa 104. „ Pleuronectes 104. fluviatilis, Anguilla 139. „ Lampetra 147. „ Perca 72. „ Petromyzon 147. torsteri, Scombresox 102. franklini, Pleuronectes 105. frigidus, Lycodes 120. fullonica, Raja 142. furciger, Icelus 79. fuscus, Bythites 118. fyllae, Raja 142. G. Gadus abyssorum 1 12. „ aeglefinus 108. 110. „ agilis 1 10. „ arenosus 108. „ argentatus 112. „ auratus 108. „ barbatus 108. 109. „ brosme 115. „ byrkelange 112. „ californicus III. „ callarias 108. ,, carbonarius III. „ cimbrius 113. „ colinus in. „ compressus 113. „ dipterygius 112. „ euxinus 110. III. „ fabricii 110. „ glacialis 110. „ gracilis 109. „ lacustris 113. „ Iota 113. lubb 115. „ lycostomus III. „ macrocephalus 108. „ maculosus 113. „ melanostomus m. „ merlangus 110. „ merluccius 112. „ molva 112. „ morrhua 108. „ mustela 113. 114. „ navaga 109. 110. ogac 109. ogat 109. „ ovac 109. „ polaris 110. Gadus pollachius III. „ potassoa III. „ poutassou in. „ proximus in. „ raptor 112. „ ruber 108. „ rupestris 108. „ saida 110. „ virens III. „ wachna 109. Gaidropsarus argentatus 114. „ ensis 114. „ septentrionalis "3- gaimardi, Raja 143. galeatus, Gymnocanthus 84. galerita, Blennius 90. „ Blenniops 90. „ Chirolophis 90. Galeus melastomus 144. galliwensis, Salmo 129. Gasteracantbus biaculeatus 125. „ cataphractus 126. „ pungitius 126. Gasterostea blanchardi 126. „ globiceps 126. Gasterosterus argyropomus 125. „ brachycentrus 125. gymnurus 125. „ leiurus 125. niger 125. „ noveboracensis 125. „ semiarmatus 125. „ semiloricatus 125. „ tetracanthus 125. „ trachurus 125. Gasterosteus aculeatus 125. 126. 127. „ aculeatus cata- phractus 126. algeriensis 126. argentatissimus 126. bailloni 126. biaculeatus 125. bispinosus 125. 126. breviceps 126. burgundianus 126. cataphractus 126. concinnus 126. decayi 126. dimidiatus 126. elegans 126. globiceps 127. inconstans 127. inopinatus 126. insculptus 126. intermedius 126. islandicus 126. laevis 126. loricatus 126. lotharingus 126. mainensis 126. microcephalus 126. micropus 127. nebulosus 126. Gasterosteus neustriana 126. „ obolarius 126. ,, occidentalis 126. „ plebejus 126. „ ponticus 126. „ pungitius 126. 127. „ serratus 126. „ spinachia 125. „ spinulosus 126. „ suppositus 126. „ texanus 126. Gastraea spinachia 125. Gastrobranchus coecus 147. Gastrostomus bairdi 141. gelatinosus, Careproctus 100. „ Cyclogaster 100. „ Cyclopterus IOO. „ Liparis 98. 100. germo, Orcynus 73. gibbus, Liparis 98. 99. gigas, Hippoglossus 105. gilli, Pleuronectes 103. glaber, Pleuronectes 105. glabra, Liopsetta 105. „ Platessa 105. glaciale, Myctophum 135. glacialis, Cottus 81. „ Gadus 110. „ Liopsetta 105. „ Pleuronectes 105. ,, Scopelus 135. „ Squalus 145. gladius, Xiphias 74. glauca, Ciliata 114. „ Couchia 114. „ Motella 114. glesne, Ophidium 101. „ Regalecus 101. 102. globiceps, Gasterostea 126. „ Gasterosteus 127. gloveri, Salmo 128. glutinosa, Myxine 147. Glyptocephalus acadianus 103. „ cynoglossus 103. „ elongatus 103. „ saxicola 103. gobio, Cottus 84. Gobius eckströmi 96. „ gracilis 96. „ minutus 96. „ smyrnensis 98. „ unipunctatus 96. gobius, Cyclogaster 97. goodei, Hvmenocephalus 117. „ Macrurus 1 17. „ Nematonurus 117. Gonostoma microdon 136. gorbuscha, Oncorhynchus 129. gracilis, Blennius 92. Clinus 92. Coregonus 131. Gadus 109 . Gobius 96. Leptoblennius 92. Leptogunnellus 94. Lumpenus 92. Lycodes 121. 122. 123. Perca 72. gracilis, Pleurogadus 109. „ Tilesia 109. Grammiconotus bicolor 102. granulata, Perca 72. grayi, Salmo 127. grigoriewi, Nemalycodes 119. grilli, Gymnetrus 102. „ Regalecus 102. groenlandica, Microstoma 133. „ Nansenia 133. groenlandicus, Aspidophoroides 89. „ Cottus 81. „ Gunnellus 91. „ Himantolophus 76. „ Hippoglossus 106. „ Microstomus 133. „ Myoxocephalus 81. „ Salmo 130. gunelliformis, Asternopteryx 91. „ Centronotus 91. „ Muraenoides 91. Gunnellus, anguillaris 94. „ fabricii 94. „ fasciatus 91. „ groenlandicus 91. „ ingens 91. „ islandicus 92. „ macrocephalus 91. „ muraenoides 91. „ punctatus 94. „ strömii 90. „ viviparus 118. „ vulgaris 91. gunnellus, Blennius 91. „ Centronotus 91. „ Muraenoides 91. „ Ophisomus 91. „ Pholis 91. gunnerianus, Squalus 143. gunneri, Scomber 75. „ Scvmnus 145. „ Spinax 145. „ Squalus 145. güntheri, Apidophoroides 90. gurnardus, Trigla 87. guttatus, Lampris 75. „ Zeus 74. „ Muraenoides 91. Gymnelis Stigma 119. „ viridis 119. „ viridis var. unimacu- latus 119. Gymnetrus arcticus 101. „ ascanii 102. „ banksi 102. „ grilli 102. „ havvkenii 102. „ remipes 102. Gymnocanthus galeatus 86. „ patris 84. „ pistilliger 84. „ tricuspis 84. „ ventralis 84. Gymnogaster arcticus 101. gymnurus, Gasterosterus 125. Die Fische. I6 3 halec, Clupea 138. Haloporphyrus eques 114. „ viola 115. hamatus, Centridermichthys 79. „ Icelus 79. „ Salmo 128. harengus, Clupea 138. hawkeni, Gymnetrus 102. hearni, Salmo 128. Helicolenus dactylopterus 76. helvetica, Perca 72. Hemitripterus acadianus 87. „ americanus 89. „ cavifrons 87. herschelinus, Cyclogaster 101. „ Liparis 101. hexacornis, Cottus 83. „ Oncocottus 83. hians, Sayris 102. hillianus, Spinax 145. Himantolophus groenlandicus 76. „ reinhardti 76. Hippoglossoides dentatus 106. „ limanda 106. „ limandoides 106. „ platessoides 106. hippoglossoides, Platysomatich- thys 106. „ Pleuronectes 106. „ Reinhardtius 106. Hippoglossus americanus 105. gigas 105. „ groenlandicus 106. „ hippoglossus 105. „ linnei 105. „ maximus 105. „ pinguis 106. „ vulgaris 105. hippoglossus, Pleuronectes 105. „ Hippoglossus 105. hirundo, Trigla 87. hispidus, Cottus 87. histrio, Antennarius 75. „ Lophius 75. „ Pterophryne 75. holbölli, Ceratias 76. Holocentrus norvegicus 77 „ sanguineus 77. homianus, Squalus 143. hoodi, Salmo 128. hospitus, Acipenser 141. hucho, Salmo 129. humboldti, Scopelus 134 humilis, Coregonus 131. „ Cottus 82. huntia, Molva 113. huso, Acipenser 141. Hymenocephalus goodei 117. hyperborea, Raja 142. Icelus bicornis 79. „ furciger 79 „ hamatus 79. „ uncinatus 78. imberbe, Ophidion 91. immaculatus, Salmo 133. imperialis, Zeus 75. „ Sebastes 76. inconstans, Eucalia 127. „ Gasterosteus 127. indicus, Cottus 89 inermis, Cottunculus 87. ingens, Gunnellus 91. ingolfi, Macrurus 117. inopinatus, Gasterosteus 126. inornata, Lota 113. insculptus, Gasterosteus 126. intermedius, Gasterosteus 126. islandicus, Centronotus 92. „ Gasterosteus 126. „ Gunnellus 92. ,, Lumpenus 92. ,, Stichaeus 92. „ Vogmarus 101 isodus, Squalus 143. Isurus cornubicus 143. italica, Perca 72. italicus, Pleuronectes 104. jaok, Cottus 82. ,, Myoxocephalus 82. japonica, Anguilla 139. japonicus, Petromyzon 147. K. karrak, Anarrhichas 95. kaupi, Synaphobranchus 139. kennicotti, Coregonus 131. keta, Oncorhynchus 129. ,, Osmerus 129. kieneri, Anguilla 124. „ Zoarces 124. kitt, Microstomus 103. „ Pleuronectes 103. kroyeri, Paralepis 137. „ Scopelus 134. „ Sudis 137. labradoricus, Acanthocottus 81. „ Cottus 83. Labrax linnei 72. „ lupus 72. labrax, Perca 72. „ Roccus 72. labrosus, Zoarces 118. lacustris, Gadus 113. „ Salmo 129. „ Trutta 129. Laemargus borealis 145. „ brevipinna 146. „ microcephalus 146. laevigatus, Chironectes 75. „ Salmo 128. Laeviraja batis 143. laevis, Trigla 88. „ Gasterosteus 126. „ Raja 143. lagocephalus, Salmo 129. Lamna cornubica 143. Lampanyctes resplendens 134. Lampetra marinus 146. „ fluviatilis 147 lampetra, Petromyzon 146. lampetraeformis, Blennius 92. „ Lumpenus 92. Lampreta marinus 146. lampretaeformis, Blennius 92. lampretiformis, Lumpenus 92. Lampris guttatus 75. „ lauta 75. „ luna 75 „ pelagicus 74 „ regius 75. lancea, Ammodytes 115. lanceolatus, Ammodj'tes 116. lapponicus, Coregonus 131. laticauda, Anguilla 139. laticeps, Acanthocottus 83. „ Cottus 83. „ Megalocottus 83. latidens, Microstomus 103. latifrons, Anarrhichas 96. latior, Coregonus 132. latirostris, Acipenser 141. „ Muraena 139. latulus, Clupea 138. laurettae, Argyrosomus 133. Coregonus 133. lauta, Lampris 75. lavaretus, Coregonus 131. „ Salmo 131. leachi, Clupea 138 Leiodon echinatum 145. leiurus, Gasterosterus 125. Ieopardus, Anarrhichas 95. Lepidion eques 114. Lepidoleprus norvegicus 116. „ trachyrhynchus 117. Lepidorhombus norvegicus 108. Leptagonus decagonus 88. „ spinosissimus 88. Leptoblennius gracilis 92. „ nubilus 94. ,, serpentinus 92. leptocephalus, Merlangus III. Leptoclinus aculeatus 92. „ maculatus 92. Leptogunnellus gracilis 94. leucichthys, Salmo 130. levenensis, Fario 129. lichtensteini, Acipenser 141. Limanda aspera 104. „ beani 104. „ ferruginea 104. „ oceanica 103. „ proboscidea 104. vulgaris 103. limanda, Hippoglossoides 106. „ Platessa 103. limanda, Pleuronectes 103. limandanus, Pleuronectes 106. limandoides, Drepanopsetta 107. „ Hippoglossoides 106. „ Platessa 106. „ Pleuronectes 106. limosa, Myxine 147. lineata, Liparis 98. lineatus, Cyclopterus 98. „ Liparis 97. 98. lineatus var. fabricii, Liparis 98. linguatula, Pleuronectes IOO. linnei, Acanthias 144. Aeglefinus 108. Anguilla 139. Belone 102. Hippoglossus 105. Labrax 72. Lota 113. Merlangus 110. Molva 112. Pollachius in. Spinachia 125. Spinax 145. Thynrius 74. Liopsetta glabra 105. „ glacialis 105. „ putnami 105. Liparis agassizi 98. 99 arctica 98. barbatus 98. bathybii 101. communis 9S. cyclogaster 98. eckströmi 97. 98. fabricii 98. gelatinosus 98. 100. gibbus 98. 99. herschelinus 101. lineata 98. lineatus 97. 98. lineatus var. fabricii 98. liparis 98. liparoides 97. maculatus 97. 98. major 98. micropus 100. montagui 97. 98. ophidoides 98. pulchellus 99. reinhardti 100. tunicatus 98. - vulgaris 98. liparis, Cyclogaster 98. 99. Cyclopterus 98. Liparis 98. f. megalops, Cyclogaster 98. 99. „ f. microps, Cyclogaster 98. 99. liparoides, Cyclopterus 97. „ Liparis 97. lloydi, Coregonus 131. longipinnis, Brama 73. Lophius americanus 75. „ barbatus 75. „ eurypterus 75. „ histrio 75. 21* 164 E. EHRENBAUM, Lophius piscatorius 75. „ tumidus 75. loricatus, Gasterosteus 126. Lota abyssorum 112. „ brosmiana 113. „ byrkelange 112. „ compressa 113. „ elongata 112. „ inornata 113. „ linnei II 3. „ lota 113. maculosa 113. „ molva 112. „ vulgaris 113. lota, Gadus 1 13. „ Lota 113. lotharingus, Gasterosteus 126. lubb, Gadus 115. Lucerna Venetorum 88. lucerna, Trigla 88. lucidus, Argyrosomus 132. „ Coregonus 132. „ Salmo 132. Luciotrutta nelma 130. lucius, Coregonus 130. lugubris, Lycodes 123. Lumpenus aculeatus 92. „ anguillaris 94. „ fabricii 94. „ gracilis 92. „ islandicus 92. „ lampetraeformis 92. „ lampretiformis 92. „ maculatus 92. „ medius 93. „ nebulosus 92. „ nubilus 94. „ praecisus 95. „ punctatus 95. lumpenus, Blennius 92. 118. „ Centronotus 92. „ Clinus 94. „ Stichaeus 94. Lumpus anglorum 96. „ spinosus 97. „ vulgaris 96. lumpus, Cyclopterus 96. luna, Lampris 75. „ Zeus 74. lupus, Anarrhichas 95. „ Centropomus 72. „ Labrax 72. lusca, Cyclothone 136. luscus, Platessa 104. „ Pleuronectes 104. lutea, Anguilla 139. luteus, Centropomus 72. lütkeni, Lycodes 122. Lycenchelys muraena 124. Lycocara parri 118. Lycodalepis polaris 122. „ turneri 122. Lycodes pallidus 121. 123. „ coccineus 122. „ esmarki 123. „ frigidus 120. „ gracilis 121. 122. 123. ,, lütkeni 122. „ lugubris 123. Lycodes mucosus 121. 122. „ muraena 124. „ nebulosus 120. „ pallidus 120. „ perspicillum 121. 122. „ polaris 121. 122. „ reticulatus 120. 121 122. „ rossi 121. 122. „ sarsi 124. „ seminudus 121. 122. „ turneri 121. „ vahli 120. 122. 123. „ veirilli 124. „ zoarchus 122. 124. lycostomus, Gadus m. M. Macdonaldia rostrata 138. macer, Polyprosopus 143. mackenzii, Salmo 130. „ Stenodus 130. macrocephala, Muraena 139. macrocephalus, Gadus 108. ,, Gunnellus 91. macrophthalma, Molva 112. Phycis 112. Macrostoma angustidens 134. Macrourus berglax 116. „ fabricii 116. „ norvegicus 116. „ rupestris 116. „ stroemi 116. Macrurus asper 117. „ fabricii 116. ., goodei 117. „ ingolti 117. „ rupestris 116. „ simulus 117. maculatus, Anarrhichas 95. „ Clinus 92. „ Ctenodon 92. „ Leptoclinus 92. „ Liparis 97. 98. „ Lumpenus 92. „ Stichaeus 92. maculosa, Lota 113. „ Molva 113. maculosus, Gadus 113. „ Petromyzon 146. mainensis, Gasterosteus 126. major, Liparis 98. malarmoides, Aspidophorus 8i malma, Salmo 128. „ Salvelinus 128. Mallotus arcticus 130. „ villosus 130. maraena, Coregonus 131. maraenula, Salmo 131. marina, Perca 77. „ Trutta 129. marinus, Lampetra 146. „ Lampreta 146. „ Petromyzon 146. ., Sebastes 79. marmoratus, Antennarius 75. „ Chironectes 75. Maurolicus amethystino-punc- tatus 134. „ australis 134. „ borealis 134. „ mülleri 134. „ pennanti 134. „ tripunctulatus 134. maxillaris, Muraenoides 91. „ Coregonus 13 r. maxima, Selache 143. maximus, Cetorhinus 143. „ Bothus 107. „ Hippoglossus 105. „ Pleuronectes 107. „ Rhombus 107. „ Selachus 143. ,, Squalus 143. mediorostris, Anguilla 139. mediterranea, Chimaera 141. mediterraneus, Thynnus 73. medius, Anisarchus 93. „ Clinus 93. ,, Lumpenus 93. „ Stichaeus 93. Megalocottus laticeps 83. „ platycephalus 83 megalops, Coregonus 131. „ Cyclogaster 98. 99. „ Cyclothone 136. Melanogrammus aeglefmus 108 melanostoma, Gadus m. melanostomus, Pristiurus 144. melastomum, Scyllium 144. melastomus, Galeus 144. membras, Clupea 138. merki, Coregonus 131. Merlangus albus 112. „ carbonarius III. „ communis in. „ leptocephalus III. „ linnei 110. „ polaris 110. „ pollachius in. „ potassoa in. „ poutassou in. „ purpureus III. „ vernalis III. „ vulgaris 110. merlangus, Gadus 110. Merlucius argentatus 112. „ bilinearis 112. „ esculentus 112. „ merlucius 112. „ smiridus 112. „ vulgaris 112. merluccius, Gadus 112. „ Merlucius 112. microcephala, Platessa 103. „ Cynoglossa 103. microcephalus, Acanthorhinus 145- „ Gasterosteus 126. „ Laemargus 146. „ Pleuronectes 103. „ Scymnus 145. „ Somniosus 146. „ Squdlus 145. microdon, Cyclothone 136. microdon, Gonostoma 136. „ Osmerus 130. Microgadus proximus m. microps, Coregonus 131. „ Cottunculus 86. „ Salmo 129. micropterus, Scymnus 145. micropus, Liparis 100. „ Gasterosteus 127. Microstoma groenlandica 133. Microstomus groenlandicus 133. „ kitt 103. „ latidens 103. „ pacificus 103 microstomus, Coregonus 131. „ Pleuronectes 103. „ Salmo 131. migratoria, Anguilla 139. milvus, Trigla 87. minima, Clupea 138. minor, Anarrhichas 95. „ Aphanopus 73. minutus, Cyclopterus 96. „ Gobius 96. mirabilis, Clupea 138. mistops, Salmo 129. mitchilli, Cottus 81. mohri, Clinus 92. Mola mola 125. „ nasus 125. „ retzii 125. „ rotunda 125. mola, Diodon 125. „ Mola 125. „ Orthagoriscus 125. „ Tetraodon 125. „ Tetrodon 125. Molua dipterygia 112. „ molva 112. Molva abyssorum 112. „ byrkelange 112. „ huntia 113. „ linnei 112. „ macrophthalma 112. „ maculosa 113. „ vulgaris 112. molva, Gadus 112. „ Lota 112. „ Molua 112. monensis, Squalus 143. monopterygius, Aspidophoroides 89. „ Canthirhyncus89. „ Cottus 89. montagui, Cyclogaster 97. „ Cyclopterus 97. „ Liparis 97. monstrosa, Chimaera 141. mordax, Osmerus 129. „ Atherina 129. Morone flavescens 72. Morrhua aeglefinus 108. „ americana 108. „ punctatus 108. morrhua, Gadus 108. Motella argentata 114. „ argenteola 114. „ caudacuta 113. „ cimbria 113. Die Fische. 165 Motella cimbrica 113. „ ensis 114. „ glauca 114. „ mustela 114. „ quinquecirrata 114. „ reinhardti 114. „ septentrionalis 113. mucosus, Acanthocottus 81. „ Lycodes 121. mucronatum, Ophidium 91. muksun, Coregonus 131. „ Salmo 131. milUeri, Benthosema 135. „ Maurolicus 134. „ Salmo 133. „ Scopelus 135. Muraena anguilla 139. „ argentea 139. „ bostoniensis 139. „ latirostris 139. „ macrocephala 139. „ oxyrhina 139. „ pinnata 139. „ platyrhina 139. „ rostrata 139. „ serpentina 139. muraena, Lycenchelys 124. „ Lycodes 124. Muraenoides fasciatus 91. „ gunnelliformis 91. „ gunnellus 91. „ guttatus 91. „ maxillaris 91. „ sujef 91. „ taenia 91. muraenoides, Blennius 91. „ Gunnellus 91. murrayi, Trachyrhynchus 117. musculus, Cyclopterus 98. mustela, Gadus 113. 114. „ Motella 114. „ Onos 114. Myctophum arcticum 135. „ brachochir 134. „ elongatum 134. „ glaciale 135. Myxine glutinosa 147. „ limosa 147 Myoxocephalus axillaris 83. „ groenlandicus 81. jaok 82. „ polyacantho- cephalus 82. „ scorpioides 83 „ scorpius 81. N. Nansenia groenlandica 133. naresi, Salmo 128. nasus, Acanthonotus 137. „ Mola 125. „ Notacanthus 137. „ Salmo 132. „ Squalus 143. nasutus, Coregonus 132. „ Salmo 132. navaga, Eleginus 109. navaga, Gadus 109, 110. nebulosus, Centroblennius 92. „ Clinus 92. Gasterosteus 126. „ Lumpenus 92. „ Lycodes 120. nelma, Luciotrutta 130. „ Salmo 130. „ Stenodus 130. nelsoni, Coregonus 132. Nemalycodes grigoriewi 119. Nematonurus goodei 117. Neoliparis atlanticus 98. Neostoma qnadrioculatum 136. nesogallicus, Chironectes 75. neustriana, Gasterosteus 126. niger, Gasterosterus 125. „ Spinax 145. nigricans, Petromyzon 146. nigripes, Trigla 88. nigripinnis, Salmo 129. nilssoni, Coregonus 131. nitidus, Salmo 128. „ Salvelinus 128. nivalis, Salmo 128. nobilis, Salmo 128. norvegica, Perca 77. „ Scorpaena 77. norvegicus, Coryphaenoides 116. „ Holocentrus 116. „ Lepidoleprus 116. „ Lepidorhombus 108. „ Macrourus 116. „ Rhombus 107. 108. „ Scophthalmus 108. ,, Sebastes 77. „ Serranus 77. ,, Zeugopterus 108. norwegianus, Acanthorhinus 145 „ Squalus 145. Notacanthus chemnitzi 137. „ nasus 137 „ phasganorus 137. „ rostratus 138. notata, Perca 72. Notogrammus rothrocki 95. Notoscopelus 134. noveboracensis, Gasterosteus 125. nubilus, Centroblennius 94. „ Leptoblennius 94. „ Lumpenus 94. „ Stichaeus 94. nummifer, Salmo 128. obolarius, Gasterosteus 126. occidentalis, Gasterosteus 126. oceanica, Limanda 103. ocellatus, Acanthocottus 81. ocla, Salmo 129. ogac, Gadus 109. ogat, Gadus 109. olfersi, Argyropelecus 133. „ Pleurothyris 133. „ Sternoptyx 133. olriki, Aspidophoroides 90. omali, Petromyzon 147. omul, Salmo 132. „ Coregonus 132. Oncocottus hexacornis 84. „ quadricornis 83. 84. Oncorhynchus gorbuscha 129. „ keta 129. Oneirodes eschrichti 76. Onos cimbrius 113. „ ensis 114. „ mustela 114. „ reinhardti 114. „ rufus 114. „ septentrionalis 113. opah, Zeus 75. Ophichthys anguilla 139. Ophidion imberbe 91. Ophidium glesne 101. „ mucronatum 91. „ parri 118. „ Stigma 119. „ unernak 119. „ viride 119. ophidoides, Liparis 98. Ophiognathus ampullaceus 140. Ophisomus gunnellus 91. orbis, Cyclopterus 97. „ Eumicrotremus 97. orcadensis